Von einem Personalwechsel direkt im Sichtungsgarten weiß ich nichts. Jedenfalls seit es eine technische Leiter-in gibt, ist viel Dynamik und Schwung in die früher eher konservativen Bepflanzungen gekommen, ohne die Verdienste der früheren Führung zu schmälern. Aber die Zeiten haben sich auch geändert.
Und dies soll hier auch einmal betont werden: Staudenpflanzungen dürfen ruhig auch einmal pflegeintensiv sein. Gespart soll auch mal woanders werden. Schaut doch nach Frankreich! Dort konnte ich auch in Zeiten knapper Kassen wiederum üppige Kombinationen von Stauden und Einjährigen erleben, sei es in Gemeinden oder auch an Überlandstraßen. Ist es vielleicht sinnvoll, in Zeiten der Rezession für das Gemüt und die Schönheit nichts mehr zu tun? Da gibt es anderen Luxus und Nichtsnutz, den die Menschheit sich einsparen kann. Man fange beim Militär an....
Die Tatsache ist: es fehlt bei uns leider wohl immer noch der Wille und auch die Erfahrung, sowie der Mut, etwas zu verändern. Die technische Leiterin des Staudensichtungsgartens hat dies in eindrucksvoller Weise bewiesen.
Problematisch ist nur, einen Professorennachfolger zu finden, sofern dies ein Problem unmittelbar für den Sichtungsgarten darstellen soll. Und da haben wir in jüngster Zeit schon oft gerätselt. Die Personen, Bekannte und Freunde von mir, die als ausgewiesene Staudenkenner ideal wären, winken ab oder sind anderweitig gut untergebracht. So wird es wohl irgendein frisch gebackener "Hansdampf", dekoriert mit den nötigen Papieren, aber ohne praktische Erfahrung. Sei es, wie es kommt, aber er oder sie sollte wenigstens auch menschliche Führungsqualitäten besitzen. Dies ist bei der Arbeit mit Stauden sehr wichtig und wird leider oft nicht berücksichtigt.