Der NABU weist auf seiner Seite darauf hin, dass man jetzt schon die Bruthilfen aufhängen soll - sobald der Schnee geschmolzen ist, geht es los mit der Balz! Es zwitschert schon aus allen Schnäbeln.
Ich habe sämtliche Nistkästen gereinigt und anschließend wieder angebracht, zum Teil an neuen Orten die mir günstiger erscheinen in Bezug auf Lage (Halbschatten!), Schutz, Einflugrichtung und Fluchtweg. Sie hängen alle völlig frei (bis auf die Halbhöhlen natürlich) und zeigen in die selbe Richtung.
In den Kästen, die ich den Winter über hängen gelassen habe, hat sich eine Menge Vogelkot angesammelt, offenbar haben da ganze Gruppen Sperlinge und Meisen übernachtet...
Selbst die gestern angebrachten Nisthilfen waren heute früh wieder verschmutzt!
Einen Halbhöhlenkasten, dessen Öffnung deutlich zu groß geraten war (hatte mich im letzten Jahr bei den Maßen vertan

) und bei dem sich das Dach gelöst hatte, habe ich an der Oberkante neu verschlossen und auch undichte Stellen an den Seiten abgedichtet. Anschließend habe ich ihn durch Einsatz einer dünnen Holzlatte zum Standardkasten umfunktioniert, da er im alten Zustand nicht bezogen wurde (zu unsicher, weil offen für Luftfeinde).
Er sieht zwar in dieser Form überhaupt nicht schön aus, eher zusammengestückelt, aber das Resultat ist sehr kreativ und liebevoll. Selbst kleinste Lücken (bis auf den Wasserablauf am Boden) habe ich stopfen können. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Kasten in diesem Jahr erstmals Mieter findet:)
Auch habe ich anhand meiner Nisterfolge im Vorjahr wesentlich attraktivere Standort ausgewählt! Ich habe noch ein zweites Sorgenkind, einen völlig überdimensionierten Starenkasten Marke Eigenbau, dessen Öffnung für Stare viel zu klein, für Meisen aber deutlich zu groß geraten war. Durch den alten Stammplatz (er hing viele Jahre am Baum) ist er völlig morsch geworden und fing an zu verfaulen.
Im letzten Jahr habe ich ihn nach der (bedauernswerten) Fällung des Baumes gerettet und komplett neu verschraubt, was sich als ziemlich schwierig herausgestellt hat - denn die Gewinde wollten in dem feuchten Holz nicht halten. Auch trägt er jetzt ein Brett mit einer wesentlich kleineren Öffnung. In all den Jahren die er hängt (immerhin ist er mit seinen 13 Lenzen schon stolzer Teenager) hat er nur je einmal Sperlinge und einmal Kleiber beherbergt. Eine magere Ausbeute, wenn man bedenkt, dass ein Neukauf im letzten Jahr gleich ein voller Erfolg war.
Nachdem er ein Jahr im Trockenen hing, aber nicht bezogen wurde, habe ich ihn jetzt an einem Metallpfosten aufgehangen. Mal sehen...
Auch hier fehlte ein Teil der Rückwand, was durch die anhaltende Feuchtigkeit ausgebrochen war. Das habe ich durch neue Holzlatten ersetzt so dass er wieder verschlossen ist. Jetzt erstrahlt er in neuem Glanz.
Damit stehen den Piepsern jetzt folgende Hotelzimmer zur Verfügung:
-zwei Halbhöhlenkästen
-ein Körbchen
-kleiner Kasten mit 28 mm Lochöffnung
-großer Kasten mit 32 mm Lochöffnung
-kleiner Kasten mit 32 mm Lochöffnung
-großer Kasten mit 34 mm Lochöffnung
-großer Kasten mit 30 mm Lochöffnung (ehemals Halbhöhle)
Insgesamt denke ich, eine gute Auswahl getroffen zu haben. Nun heißt es Warten auf die ersten Bewohner...
Beabsichtigt ist folgende Belegung entsprechend der oben stehenden Liste:
-Hausrotschwanz und Rotkehlchen
-Amsel
-Zaunkönig
-Kohlmeise
-Sumpfmeise
-Kleiber
-Blaumeise