Hallo, Callis,
... Aber eine Rose entsorgen, sei sie noch so unbefriedigend, ist ein Sakrileg. ...
uff, das tut gut, das musste mal gesagt werden

. Und es ist noch besser, dass du als Nicht-Rosensammlerin und Nicht-Rosenbesessene

das sagst.
Mir selber kommt in Sachen Rosen der Sammel-Trieb zwar mehr und mehr abhanden, wohl weil ich mittlerweile genug enttäuschende Rosen kennengelernt habe. Die minder Schönen zu kompostieren, habe ich dennoch nie übers Herz gebracht. Strafversetzung in den Hintergrund oder an selten beguckte Ränder, das gab's freilich schon. Die nächsten Eskalationsstufen: a) Verzicht auf jegliche Hätschelei, b) Ignorieren, c) rabiate Drumherum-Pflanzerei, der Verhüllung zuliebe. Die (wenigen) Pflanzen, die mich so störten, dass ich sie im eigenen Garten nicht mehr haben wollte, habe ich verschenkt, Motto: "...in gute Hände abzugeben"

.
Der Witz dabei: Restlos alle solcherart behandelten Rosen leben immer noch

. Eingegangen sind eher Gepäppelte. Keine Ahnung, warum.
Meine Kandidatinnen für die Anti-Hit-Rolle sind vorwiegend Teehybriden. Zum Beispiel 'Königin der Rosen' (guter Duft, aber kreischfarben, sparrig, kümmerlich) oder die 'Daily Mail Scented Rose' (hervorragender Duft, herrliche Samtfarbe, aber so blühfaul, dass man Samt und Duft kaum je genießen darf, überdies staksig und notorisch rückwärts wachsend). Anti-Hits habe ich aber auch in anderen Rosenklassen ausgemacht. 'Rose du Roi' gehört für mich dazu (ja-wo-isse-denn? - wech-wie-Müllers-Hund), 'Rose de Meaux' (wird die je höher als 20 cm, und kann die auch Blüten?!?), 'Conrad Ferdinand Meyer' (ewiges Stachel-Einbein) oder auch 'Sympathie' (das soll 'ne Kletterrose sein?) - die Liste ist verlängerbar...
Aber Kompost ist nicht. Hätschelfreier Härtetest reicht.
Schöne Grüße
Querkopf