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News: Lasst uns das Leben geniessen, solange wir es noch nicht begreifen. (Kurt Tucholsky)
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Autor Thema: Mistelsamen  (Gelesen 23083 mal)

brennnessel

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Re:Mistelsamen
« Antwort #30 am: 28. November 2008, 08:00:17 »

Ich glaube, dass Misteln nicht an jedem Standort wachsen. Es sind meist Stellen, an denen es ihren Wirten, den verschiedenen Bäumen, nicht gut geht.....
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Crispa †

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Re:Mistelsamen
« Antwort #31 am: 28. November 2008, 08:06:54 »

Hier noch einmal etwas zu der Mistel so wie weitere interessante Links.
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Liebe Grüsse Crispa

Gartenlady

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Re:Mistelsamen
« Antwort #32 am: 28. November 2008, 09:00:35 »

@Nina, wusste ich´s doch, dass es dieses Thema schon mal gab. Die beiden threads verbinden?

Hast schon recht. Relativ unwahrscheinlich, dass in der freien Natur ein Wesen einen Baum anritzt, einen Mistelsamen einklemmt und das ganze mit einem Stückchen Gaze fixiert.

Ich denke auch, dass es ohne den Aufwand funktionieren muss. Interessant würde ich nur finden, ob sich so vielleicht die Erfolgsquote steigern lässt, oder ob es vielleicht so gar nicht funktioniert.



Die Natur schafft es vielleicht nur dort, wo aus anderen Gründen schon eine Schädigung der Rinde vorliegt. Wir wissen auch nicht, wie groß die Fehlerrate der Natur ist und da ich nur wenige Samen habe, muss ich versuchen die Fehlerrate klein zu halten, also versuche ich die Bedingungen zu verbessern. Das tun wir schließlich immer, wenn wir Natur spielen und Pflanzen säen.

Lisl hat vielleicht recht und es geht überhaupt nur an bestimmten Standorten, ich würde ja gerne den alten Zierapfel als Wirt nehmen, aber für den hat ein Gärtner schon einen Fällauftrag ::) also sind die alte Zierkirsche, der Silberahorn und eine Eberesche mögliche Wirtsleute.
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massonia

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Re:Mistelsamen
« Antwort #33 am: 29. November 2008, 18:44:31 »

Hallo!
hab das ganze noch nie bei der Obstbaummistel versucht, war aber schon bei anderen Mistelarten erfolgreich.
Wichtig ist den Samen frisch rausquetschen mit dem eigenen Kleber ankleben und Geduld haben.
Mistelsamen brauchen unbedingt Licht zum Keimen, angeblich ist auch längere Zeit im Dunkeln (Postweg) für die Keimung schädlich. hab das mal mit Kakteenmisteln aus Chile versucht, leider vergeblich, obwohl die Beeren noch sehr gut aussahen.
Es gibt wirklich sehr interessante Mistelarten, leider sind sie nur extrem selten in Kultur!
Anbei ein Bild meines blühenden Viscum minimum auf Euphorbia, die Art ist nur wenige mm groß kommt aus S-Afrika und hat rote Beeren.
lg,
massonia
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Gartenlady

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Re:Mistelsamen
« Antwort #34 am: 29. November 2008, 18:54:46 »

In dem thread , den Nina wiedergefunden hat, hat Phalaina auch diese hübschen Minimistel gezeigt.
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feminist

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Re:Mistelsamen
« Antwort #35 am: 29. November 2008, 19:56:30 »

Wichtig ist den Samen frisch rausquetschen mit dem eigenen Kleber ankleben und Geduld haben.
Mistelsamen brauchen unbedingt Licht zum Keimen

diese Botschaft ist identisch mit meiner, aber möglicherweise nicht die richtige. Scheinbar gibt es große Zweifel.
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Froschlöffel

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Re:Mistelsamen
« Antwort #36 am: 29. November 2008, 20:35:22 »

Hat schon einmal jemand versucht, Misteln per Okulation oder einem anderen Veredelungsverfahren auf Bäumen anzusiedeln? Vielleicht ist das ja sogar einfacher, als mit den klebrigen samen zu hantieren?
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feminist

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Re:Mistelsamen
« Antwort #37 am: 29. November 2008, 23:41:13 »

nee, es geht wie oben betont darum, dass der Embryo Licht bekommt! Sonst klappt das ganze nicht.

Warum muss der Licht haben? Weil es im Samen selber keine Energievorräte gibt und die Temperaturen auch nicht für biochemische Prozesse günstig sind. Im Winter. Also muss die Assimilation und der Aufbau energiereicher und energieliefernder Substanzen schon im Embryo los gehen. Das ist ein absoluter Ausnahmefall im Pflanzenreich.

Die Mistel ist als Schmarotzerpflanze völlig auf Optimierung aller Lebensvorgänge angewiesen. Deshalb kann sie sich eine Bevorratung von Energie in Form von Stärke nicht leisten. Genau wie Cottages, Arbeiterhütten, keine Kellerräume haben. Wozu auch.

Nur wenn sie vor, während und nach der Keimung sofort CO2 bindet um es in den Calvincyklus zu stecken und Zucker aufbaut hat sie genügend Energie um sie in den Citronensäurezyklus zu stecken und ATP zu gewinnen und damit Aufbausubstanzen herzustellen. Nur so kann sie wachsen.

Wenn etwas so wunderbar eingerichtet ist und man versucht es zu verbessern, dann erinnert es mich ein bisschen an künstliche Befruchtung. Die Erfolgsquote ist in speziellen Fällen höher als auf dem natürlichen Wege, aber in allen übrigen Fällen funktioniert es so gut, dass manche das doch sehr oft zu verhindern suchen.
« Letzte Änderung: 29. November 2008, 23:45:24 von pearl »
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tomir

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Re:Mistelsamen
« Antwort #38 am: 15. Dezember 2008, 15:12:19 »

Hier mal ein bild der Mistel die aus einem vor etlichen Jahren einfach aufgeklebten Mistelsamen enstanden ist - die Mistel ist der Grund warum der Apfelbaum noch immer steht. ::)
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Re:Mistelsamen
« Antwort #39 am: 15. Dezember 2008, 23:24:28 »

tomir, wunderbar! An den Gabelungen der Äste kann man abzählen wie alt die Mistel ist. Jedes Jahr genau eine Verzweigung.
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Re:Mistelsamen
« Antwort #40 am: 29. Januar 2009, 22:33:44 »

tomir, wunderbar! An den Gabelungen der Äste kann man abzählen wie alt die Mistel ist. Jedes Jahr genau eine Verzweigung.
Hallo
Ein Gärtner vom Botanischen Garten hat mir das Geheimnis seiner extrem erfolgreichen Mistelkultur vor vielen Jehren verrraten. Das mit dem Beereneigenen Kleber ist ein Teil. Der beste Zeitpunkt ist der März, da sind die Embryonen erst richtig reif.
Sie keimen dann sofort. Oft mit zwei Saugnäpfen, das sieht dann aus wie ein kleines grünes Herz.Die Vögel erneten bei mir die Beeren innerhalb weniger Tage irgendwann im März ab. Die Zweige im Winter sind da nicht ganz so gut, sind wohl etwas geschwächt. Die Keimlinge haben übrigens oft zwei Saugnäpfe die sie an die Rinde anheften. Das zweite Geheimnis man muß junge Äste nehmen keine borkigen A
Äste. Sie sind einhäusig (keine Zwitter). Laut Professor Aas (ökologischer Botanischer Garten Bayreuth sollen sie nicht aktiv ins Holz wachsen, sondern sich von der wachsenden Rinde überwallen lassen.
In der Berliner Gegend wachsen sie sogar sehr häufig auf Birken. Ob das ein besonderer Typ ist oder an übertragenden (die nur dort vorkommen wo die Birke befallen ist) Vögeln liegt, weiß ich nicht. Bei uns sind die Birken bis jetzt Mistelfrei. Veredeln unter die Rinde hab ich versucht waren immer Fehlschläge. Veredeln von Rindenstücken die Teile der Mistel enthalten (Verdickung) wie bei der Walnußveredelung soll m
möglich sein, hab ich aber noch nicht probiert. Unter die Rindeveredeln geht vielleicht auch wenn man die Blätter entfernt sonst vertrocknen sie sicher. Leider muß ich meine dMisteln verlassen und sie werden jetzt wahrscheinlich der Säge zum Opfer fallen. Sie brauchen ettliche dJahre bis zur ersten Blüte und dann den Beeren wenn man ein Pärchen hat.
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Axel

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Re:Mistelsamen
« Antwort #41 am: 29. Januar 2009, 22:56:53 »

Nur so am Rande: Nicht alle Kolloide sind reversibel - das spielt aber HIER keine Rolle.
Was mich noch mehr interessierte: Können Misteln auch ohne Unterlage gezogen werden, nur in geeigneter Nährlösung?
Und: Immer wieder heißt es, daß Misteln wirtsspezifisch wären - Tatsache oder Legende?
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Staudo

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Re:Mistelsamen
« Antwort #42 am: 30. Januar 2009, 07:35:55 »

Ich bin immer wieder erstaunt, was man hier so lernt.

Es ist auffällig, dass dort, wo Misteln wachsen, diese auf fast immer nur einer Baumart anzutreffen sind. Ich kenne eine Ecke, da sind Pappeln befallen, woanders Apfelbäume und Axelluther schreibt von Birken.
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brennnessel

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Re:Mistelsamen
« Antwort #43 am: 30. Januar 2009, 08:16:26 »

auf unseren streuobstwiesen habe ich noch nie misteln auf birnbäumen gesehen, auch wenn diese ganz in der nähe von apfelbäumen stehen!
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Re:Mistelsamen
« Antwort #44 am: 15. Februar 2009, 20:51:38 »

In Berlin (Kleinmachnow)wachsen die auf Birke, Hybridpappel , Linde, Robinie, Apfel, Vogelbeere. Ist nach meiner Meinung die gleiche Art. Viscum album die Laubbaummistel. Die Kiefernmistel ist eine andere Art und die hab ich nur auf Kiefer gesehen ist hier sehr häufig aber schwer zu entdecken. Man muß auf den Boden schauen und wenn man Zweige sieht, oben nach diesem gelbgrünton suchen.

Wenn mich nicht alles täuscht gibt es auch eine Tannenmistel bei uns. Die Eichenmistel soll es bei Wien geben ist aber eine völlig andere Pflanze. In Zentralfrankreich hab ich auch unsere Laubbaummistel auf Eichen gesehen (Waren aber so hoch, das man nicht rankam) So bin ich nicht sicher (War aber keine Riemenblume (Eichenmistel die hat eine völlig andere Farbe). Hier ist sie mir nie dort begegnet, und meine Versuche mit Viscum album Samen auf Eichen waren nichterfolgreich.
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Axel
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