Ich habe deinen Post mal hier angehängt, Evi, darauf beziehst du dich wohl.
Ich hatte wenig Zeit, deshalb erst jetzt meine Vorgehensweise:
Ich mache eigentlich selten Korrekturen am Weißabgleich beim Raw-Import. Wenn ich überhaupt Weißabgleicheffekte verändere, dann mache ich das meistens im Rahmen der Bildbearbeitung, d.h. wenn ich aufhelle, abdunkle, Farben korrigiere.
Nächster Schritt sind die Wahl des Ausschnitts, falls erforderlich, und ggf. Retuschen.
Die Gradationskurve sehe ich mir immer an, oft auch die Farbkanäle. Den Tonwertumfang korrigiere ich recht oft, aber behutsam (Bild => Anpassungen => Tonwertkorrektur). In komplizierteren Fällen arbeite ich mit Kanälen und Bildberechnungen.
Dann verkleinere ich das Bild auf die Zielgröße. Jetzt erfolgt die Scharfzeichnung (meistens über Luminanz, mit nachträglicher Abblassung - nur sehr selten über unscharf maskieren).
Das Ergebnis wird dann abgespeichert.
Ergänzung: Zeigt ein Foto störende objektivbedingte Verzeichnungen und ist es mir das wert, dann lasse ich diese zunächst in DxO Optics Pro korrigieren.
Auch jage ich schon mal größere Bildmengen z.B. nach einer Reise komplett durch DxO (mit den automatischen Korrekturen von Tonwert, Farbe, Schärfe - alles in dezenter Einstellung). Da kommen in gefühlten 75% der Fälle Ergebnisse heraus, die ich akzeptieren kann - mag sein, dass ich da etwas unkritisch bin.
Aber da ich die Raws nicht wegwerfe, kann ich sie später immer noch bearbeiten.
Liebe Grüße
Thomas