Ihr seid ja alle mächtig früh dran - aber sowas geht wohl nur mit Wintergarten oder Gewächshaus. Nachdem ich sowas net habe, plane ich nach wie vor, meine Tomaten Ende Februar zu säen; die Sortenauswahl steht weitgehend, wobei natürlich noch kleine Änderungen möglich sind.
Dafür kann ich hier mal den Zwischenstand für meine am 29. November gesäten Zimmertomaten berichten. Bis Sonnntag standen die beiden gekeimten (von 3) Pflänzchen in ihren mit einem Substrat aus 60% Sand und 40% Blumenerde gefüllten Joghurtbechern, bei 16 Stunden Licht aus einer Tageslicht-Energiesparlampe täglich, und sehr trockener Haltung. Sie waren noch recht mickrig (2 Blattpaare, bzw. ein Paar und ein einzelnes bei einer Pflanze), was ich aber neben der trockenen Haltung auch der kleinwüchsigen Sorte zuschreibe. Nachdem sie nun aber anfingen, die Blätter zu rollen, die auch vereinzelt an den Spitzen begannen, gelb zu werden, und eine vorsichtige Erhöhung der Wassermenge keine Besserung brachte, beschloß ich, daß es wohl Zeit für etwas mehr Nährstoffe war. Seit Sonntag Mittag stehen die beiden nun also (wieder in den selben Bechern) in Blumenerde, der etwas Perlit beigemengt ist. Unten in den Bechern ist einen guten Fingerbreit hoch reines Perlit, das ausgleichend wirken soll, wenn ich mal die Wassermenge nicht ganz konstant hinbekomme; auf Löcher in den Bechern will ich bei meinen mäßigen Wassergaben weiterhin verzichten. Beim Herausnehmen konnte ich feststellen, daß die oben doch recht mickrigen Pflänzchen wahre Monsterwurzeln gebildet hatten - in Masse und Größe ein Mehrfaches des oberirdischen Teils. Nach moderater (aber doch reichlicher, als bisher) Bewässerung erholten sie sich noch im Laufe des Nachmittags sichtlich, und seitdem kann man ihnen fast beim Wachsen zusehen.
Ich werde nun wohl schauen müssen, daß ich die automatische Bewässerung für meinen Wohnzimmer-Fensterbank-Kasten bald fertig bekomme, an der ich zur Zeit bastle, damit die beiden dann an ihr endgültiges Domizil umziehen können.
Bis dahin behalten sie ihre Beleuchtung und bekommen nun etwas mehr (aber immer noch moderat) Wasser.
Das Ganze war ja auch als Experiment für die Aussaat meiner "richtigen" Tomaten gedacht, und nachdem ich diese Wurzeln gesehen habe, denke ich mir, ich werde die genauso einzeln in Joghurtbecher säen, in die gleiche Aussaatmischung und mit Licht aus 2 Leuchtstoffröhren. Nach ca. 5 Wochen werden sie dann in Buttermilchbecher mit Blumenerde und Perlit umgesiedelt, in denen sie sich dann hoffentlich gut weiterentwickeln, bis sie im Mai raus können. So ist jedenfalls mein vorläufiger Plan
Liebe Grüße aus Oberfranken
Volkhart