Hier sind das ganze Jahr über Vögel diverser Arten anwesend, zumeist in großer Stückzahl und beide Geschlechter. Besonders gut zu erkennen ist das bei den verschiedenen Finkenarten und den Sperlingen.
Viele von den Sängern, die im Sommer ihr Nest im Garten bauen, kehren pünktlich zum ersten Schnee auch in unserem Vogelhaus ein. Vögel sind also durchaus lernfähig und werden sesshaft, wenn sie einst einen Brutplatz gewählt haben, an dem sie weitgehend ungestört waren.
Besonders aufgefallen ist mir das Kleiberpärchen. Seit die zwei vor einigen Jahren bei uns gebrütet haben, sind sie jeden Winter Stammgast an der Futterstelle.
Auch die Grünfinken / Grünlinge, die ihr Nest letzten Sommer bei uns hatten (das Männchen saß bis in die späten Abendstunden auf den Spitzen der Nadelbäume und hat geschlagen) habe ich (samt Nachwuchs!) am Futterhaus wiedergetroffen.
Die Spatzen, die ich während dem Aufziehen ihrer Jungen mit Futter auf dem Fensterbrett versorgt habe (ihr Nest war in der Dachrinne über dem Fenster) sind sicher auch dabei.
Insgesamt gibt es aber Zeiten, zu denen sich besonders viele Vögel einfinden. Am frühen Morgen, den Vormittag über und dann zu zwei Peaks nachmittags gegen 13 und 15 Uhr. Zur Dämmerung sind die meisten schon an ihren Schlafplätzen und dazwischen ist bis auf die immer emsigen Blaumeisen kaum Betrieb.
Vor allem durch den eher milden Winter ist hier dieses Jahr aber deutlich weniger los als sonst. Auch sind die anzutreffenden Vögel weniger vielfältig als üblicherweise. Einzige Ausreißer sind bisher ein Kernbeißer und ein Bussard. Diverse Meisenarten, Amseln und Sperlinge sind aber nach wie vor in Massen anzutreffen.
Der Eichelhäher (süddeutsches Phänomen?) war hier noch nie zu Gast. Scheint wohl regional sehr unterschiedlich zu sein.
Das teilweise minderwertige Futter aus Baumärkten, Discountern etc. ist mir in diesem Jahr auch aufgefallen. Zwischen Sonnenblumenkerne mischen sich oftmals Maiskörner und sogar ganze Äste. Die Knödel sind je nach Sorte mehr (Erdtmann oder Panto, grüne Netze) oder weniger (Discounter, gelbe Netze) beliebt.
Die grünblaue Taube mit breitem weißen Halsring kommt mir bekannt vor. Diese Art sieht immer sehr gepflegt aus und taucht zumeist auf Grünstreifen und in Parkanlagen auf. Man sieht sie entweder zu zweit oder zu viert, und oft mit Zweigen und anderem Material im Schnabel. In Westeuropa (Belgien, Niederlande, Nordfrankreich) gibt es sehr viele von denen, der Name der Rasse ist mir aber nicht bekannt.
Von der Größe her würde ich sie auf 45 bis 50 Zentimeter schätzen. Sie sind damit größer und zudem auch deutlich dicker (Bauch!) als die verschiedenen Straßentauben.
Auffallend ist, dass sie in Deutschland vielerorts fehlen. In der Nähe eines Züchters sind mir mal zwei aufgefallen, ansonsten nur im Ausland.
Erwähnenswert ist noch ihr ruhiges, fast schon ausharrendes Verhalten, bei dem man sie gut beobachten kann.
Die Tauben sitzen minutenlang im Gras (auch entlang viel befahrener Autobahnen und Schnellstraßen), ohne sich zu bewegen, oder gehen nur wenige Schritte. Dabei stoßen sie nie einen Laut aus (selbst nicht zur Paarungszeit).
Soweit meine Beobachtugen.
Schaut doch auch mal in das Thema "Vögel am Futterhaus":
http://forum.garten-pur.de/Tiere-im-Garten--32/Voegel-am-Futterhaus-im-Winter--28901_0A.htm