Hallo,
Und Danke erstmal an alle, die mir bisher sehr sehr hilfreiche Tips gegeben haben. Es war vieles dabei was ich so gar nicht wusste. Zudem muß ich zugeben, dass ich mit meinen 24 Jahren bisher nur sehr wenig Erfahrung mit dem gärtnern im eigenen Garten hatte. Durch den glücklichen Zufall, dass ich vor knapp 1,5 Jahren mit meinem Lebensgefährten zusammengekommen bin, schlitterte ich recht schnell in die Situation mich von jetzt auf gleich mit um einen Garten in einer schwierigen Situation zu kümmern. Ich war da recht schnell überfordert und wusste bisher nicht wirklich wie und wo ich anpacken kann und soll. Ihr habt mir bisher sehr viel geholfen und wir werden einige Dinge jetzt wenn die Gartenzeit anfängt umsetzen.
Folgendes will ich zu den ganzen Antworten berichten und mitteilen:
- Nachdem wir uns eure Ratschläge durchgelesen haben, sind wir der Meinung, dass der Gartenplaner falsch geplant hat. Wir haben definitiv sauren,lehmigen Boden. Die Azaaleen und Rhododendren gehen ein, weil der Boden schlicht und einfach nichts für sie ist. Andere Pflazen, die an diesen Stellen standen gingen auch ein. Jedoch steht auf dem sauren Boden auch Frauenmantel und der gedeiht prächtig. Dementsprechend müssen wir wohl nun schauen, dass wir die Rhododendren versetzen und irgendwann, wenn dem Unkraut beigekommen ist, Pflanzen danach auswählen, welchen Boden sie mögen.
- Wir haben auch herausgefunden, dass in unserem Garten in jeder Ecke andere Bedingungen vorzufinden sind. Heißt, dass wir nicht in jeder Ecke die selben Unkräuter stehen haben. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Gartenbauer damals sehr viel Mutterboden eingebracht hat und den kreuz und quer in den Ecken verteilt hat. An manchen Stellen ist der Boden lehmig, an anderen eher nicht. Die Unkräuter verteilen sich dementsprechend und die Pflanzen gehen je nach dem wo sie stehen auch ein.
- Weiter werden wir jetzt im Frühjahr MULCHEN, MULCHEN, MULCHEN UND NOCHMAL MULCHEN!!!!!!!

- Außerdem Humus einbringen und den Boden mit Bodendeckern übersähen. Dass das Dickmännchen ein Bodendecker ist, der dass Unkraut nicht gänzlich durchlässt wissen wir nun auch.

- Die Teichfolienmethode werden wir nun auch aufgreifen. Allerdings werden wir die Folie mit Kies aufschütten und uns so freie Flächen schaffen. Das sieht auch sehr schön aus und ist für uns mehr als nur zweckmäßig.
- Die recht kleine Rasenfläche werden wir umgraben und den Rasen neu anlegen. Ansonsten hat das wohl keinen Sinn, das Unkraut einzeln auszustechen oder herauszureissen.
- Was wir nun auch gelernt haben, ist, dass wir wenig freien Boden haben sollen um dem Unkraut keine Chance zum wachsen zu geben. Da werden wir uns auch eine Lösung einfallen lassen. Meint ihr Moos wäre hier eine geeignete Lösung?
- Ach und zu dem Bambus...ja, an Rizomsperren wurde hier zum Glück gedacht.
- Mittlerweile sind wir echt der Meinung, dass viele unserer Probleme mit von dem Gartenplaner herrühren. Die Bodenverhältnisse scheinen uns total vernachlässigt worden. Hauptsache schön geplant und gestaltet, aber sonst nix...naja, aus Schaden werden wir nun klug!!! So what.... da müssen wir eben durch.
- Und neue Planungen werden nun auch nur noch selbst vorgenommen. Überlegungen was pflegeleicht bzw. mit niedrigem Aufwand verbunden ist wird nun auch berücksichtigt. Zeit ist nämlich Mangelware, da wir beide beruflich sehr eingespannt sind. Also kann nur am Wochenende gegärtnert werden.
- Zum Thema, dass nicht klar ist, was gewollt ist kann ich nur sagen: Gewollt war ein japanischer Garten, der, auf Grund der Gehbehinderung meines Lebensgefährten, relativ pflegeleicht sein sollte. Außer den normalen Unkrautjätaktionen, Erdeauflockern, Rückschneiden, Wässern und Laubwegfegen sollte nicht viel Arbeit entstehen. Leider war dies nicht der Fall und mein Lebensgefährte damals so naiv das er dem Gartenplaner glauben schenkte. Dementsprechend müssen wir nun das Beste aus der Situation machen. Zum Glück gibts da noch den großen Koiteich mit Bächlein, dass sich über den Garten erstreckt. Dem gehts es sehr gut und da gibts keine Probleme.
Zum Schluss hab ich dann doch noch ein paar Fragen:
- Wie schneidet man einen Teufelskrückstock zurück? Ist dieser Baum überhaupt für unseren Boden geeignet. Er steht auf lehmigem Grund. Im letzten Sommer hat der Baum nämlich nicht wirklich ausgetrieben u. Teile der Äste sind abgestorben. Gibts da noch Rettung? Wenn ja, wie?
- Wie seh ich generell ob Bäume bzw. Sträucher noch zu retten sind? Wenn der Boden wo sie stehen zu sauer/ feucht und oder lehmig ist, wie rette ich die? Geb ich dann einfach Humus auf die Aufgelockerte Erde? Kalk?
- Früher standen 2 Roter Fächerahorn im Garten. Der ging nach 1 Jahr ein. Frage: Verträgt der keinen lehmigen, sauren Boden? Wenn er es vertragen würde, was müssten wir beim Neupflanzen beachten? Brauchten wir eine Art Diffussionschicht zwischen Baum und Lehmigem Boden, damit der Ahorn nicht so feucht steht?
- Kann man Farn auf saurem Boden pflanzen? Verträgt die Pflanze das? Was müssten wir beachten?
- Welcher Bodendecker (außer Dickmännchen und Immergrün) passt in ein japanisches Konzept? Bitte kein Efeu!!!

- Fühlt sich Blauregen auf unserem Boden wohl?
- Und wie erreiche ich, dass sich Moos schnell ausbreitet?
Ihr seht, ich hab Fragen über Fragen und finde kaum Antworten in Büchern oder Gartenheften. Ich will es ja alles lernen....

Ich liebe euch jetzt schon für die Hilfe, die ich von euch bekomme. Bilder würde ich euch gerne hier reinstellen. Leider bin ich derzeit auf Geschäftsreise und hab meine Bilder nicht zur Hand. Stellt es euch nur sehr verwildert und zugewachsen vor. Ich schäme mich ja auch schon dafür, dass es so ausschaut. Daher muss was geschehen...
Eine Skizze mit Bepflanzungsplan und eine Skizze mit den Bodenverhältnissen werde ich Mitte der Woche auch mal ins Netz stellen, damit ihr euch ein Bild machen könnt.
Viele liebe Güße
Katharine
P.S.: Ach ja, wir wohnen in der Voreifel. In der Gegend um Bad Münstereifel in kölner Richtung.