Demnach haben diese drei Experten bewiesen, dass Herr Purdomi keinen Rhododendron, den er nach seinem Namen bezeichnete, gefunden hat? Und es ist nicht diese neuerdings üblich gewordene Namensänderung ?
Weisst Du denn auch, wo und wann die Artikel dazu erschienen sind? Das wäre doch interessant, dem einmal richtig nachzuspüren.
Nein, umgekehrt wird ein Schuh draus. Es hat wohl einen Fund gegeben, der auch beschrieben wurde. Wie gesagt: um 1910 herum. Aber es fand sich dazu kein lebendes Exemplar in irgendwelchen Sammlungen (Davidian: not in cultivation). Was später als Rh. purdomii bezeichnet wurde, entpuppte sich wohl (so Cox) als Fehlbezeichnungen.
Das Rhododendron Handbuch der RHS führt nur Rh.-Wildarten auf, die in Kultur sind. Gleichgültig, ob BoGa's oder private Sammlungen. Selsbtredend müssen diese Exemplare bekannt und, wenn es sich um Kultivare handelt, geprüft sein.
Rein theoretisch ist es nun denkbar, dass Purdom's Fund doch irgendwo eingang in eine Sammlung gefunden hat. Das würde aber jeder ernsthafte Sammler, der den Beweis antreten könnte, laut herausschreien, damit die Fachliteratur geändert werden kann.
Die Revision der Rhododendron-Klassifizierung hat damit nichts zu tun. Der Name der Wildart geht damit nicht unter. Nur die Zuordnung zu den Spezies und Sektionen haben sich verschoben. Davidian vermutete Rh. purdomii in der Taliensia-Section, Cox spricht von przewalskii-Verwandschaft, was ebenfalls Taliensia-Section wäre.
Noch einmal: Die Art scheint es zu geben. Nur ist sie nicht in Kultur. Dein Lieferant kann doch gewiss sagen, woher seine Pflanze stammt.