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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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|28|11| Schmutzige Fensterscheiben sind gelebter Singvogelschutz! (anonymes Zitat)

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Autor Thema: Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern  (Gelesen 2088 mal)

uliginosa

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Von meinen neuen Clematis, v.a. Viticellas und Integrifolias, möchte ich einige zwischen Sträucher pflanzen, die schon 2 bis 5 Jahre alt sind.

Für solche Standorte wird ja oft Wurzelschutz für die Clematis empfohlen. Vor der dauerhaften Eimer-Variante schrecke ich aber wegen unseres trockenen Klimas zurück. Für die Eingewöhnungszeit der Clematis, also die ersten 2 (- 3) Jahre, würde ich den Pflanzen aber gern einen Wurzelschutz geben, damit sie nicht gleich als zarte Jungpflanzen von den Nachbarn bedrängt werden.

Die einzige kostengünstige Variante, die mir dazu einfällt ist, das Pflanzloch mit Pappe (2 - 3-lagig) auszukleiden. Bei anderer Gelegenheit habe ich aber gemerkt, dass Pappe, an feuchten Stellen eingegraben, schon nach einem Sommer verschwindet :-\ , was mir als Schonzeit ein bißchen kurz erscheint.

Habt ihr Ideen, oder mit anderen Materialien schon Erfahrungen gesammelt?
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

Susanne

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #1 am: 20. Februar 2009, 09:43:35 »

Pappe wird schnell durchwurzelt, außerdem verhindert sie nicht, daß Wasser seitlich abgezogen wird.
Das Ziel des Wurzelschutzes für Clematis ist, sie gegen die Konkurrenz abzuschirmen. Das geht aber nicht mit durchlässigen Materialien.
Ich kann mir kein Material vorstellen, daß gleichzeitig verrottet und dicht hält, das widerspräche sich.

Ich würde der Clematis ein entsprechend großes Pflanzloch machen, das ihr einen gewissen Vorsprung gibt, und in diesem Pflanzloch die Seiten zu den anderen Sträuchern hin mit senkrecht eingestellten Brettern oder Dachpfannen "dichten". Bretter verrotten erst nach Jahren, Dachpfannen sind im Boden harmlos, beide würden aber die Wurzeln der Nachbarpflanzen zurückhalten.

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uliginosa

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #2 am: 20. Februar 2009, 10:11:13 »

Danke, Susanne! :)

Dachpfannen habe ich nicht, aber größere Scherben und kaputte Tontöpfe werden nach diesem Winter in größerer Menge anfallen, wie ich bei Nachbarn und Bekannten schon gesehen habe. :D

Bei Brettern fallen mir Obstkisten ein, die ja öfter mal übrig sind. Allerdings gab es ja neulich einen Thread über deren giftige, beim Verbrennen schädliche Bestandteile ... :-\ ob man es wagen könnte/sollte die mit einzugraben? Die Giftwirkung auf Bodenorganismen ist ja wohl nicht von Dauer (?) und dürfte das Verrotten nur verzögern.
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

Susanne

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #3 am: 20. Februar 2009, 10:37:06 »


Sieh noch mal in dem Kaminbrand-thread nach... ich halte die angebliche umweltschädliche Belastung von Obstkisten für unglaubwürdig. Weit giftiger als diese Lebensmittelverpackung ist die Clematis selbst, und du wolltest die Pflanze doch hoffentlich nicht essen? :o

Angesichts der allgegenwärtigen Panikmache einzelner warte ich immer noch darauf, daß mal jemand wissenschaftlich fundiert abklärt, was eigentlich mit den ganzen Pflanzengiften passiert, die über den Kompost im Gemüsebeet landen...

« Letzte Änderung: 20. Februar 2009, 10:39:16 von Susanne »
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uliginosa

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #4 am: 20. Februar 2009, 12:34:56 »

Nein! Natürlich will ich meine Clematis nicht essen, dafür gibt es wirklich preisgünstigeres und bekömmlicheres Grünzeug! ;)

Ich dachte eher auf die Auswirkungen von mit Holzschutzmitteln (die in erster Linie gegen Insekten und Pilze wirken dürften) behandelten Brettern auf die Bodenorganismen, ohne dem allerdings eine mehr als lokale und zeitlich beschränkte Bedeutung zuzumessen!

(Welche Pflanzengifte im Kompost meinst du denn?)
« Letzte Änderung: 20. Februar 2009, 12:36:35 von uliginosa »
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

mime7

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #5 am: 20. Februar 2009, 12:36:45 »

Die einzige kostengünstige Variante, die mir dazu einfällt ist, das Pflanzloch mit Pappe (2 - 3-lagig) auszukleiden. Bei anderer Gelegenheit habe ich aber gemerkt, dass Pappe, an feuchten Stellen eingegraben, schon nach einem Sommer verschwindet :-\ , was mir als Schonzeit ein bißchen kurz erscheint.

Habt ihr Ideen, oder mit anderen Materialien schon Erfahrungen gesammelt?

Hallo,
Du könntest auch zwei gleiche Eimer nehmen, die Böden entfernen, beide von oben nach unten halbieren.
Dann im Pflanzloch die 4 Halbschalen wieder zusammensetzen, sodass die Lücken zwischen den Hälften versetzt sind.
Von aussen und innen auffüllen, Clematis pflanzen
Nach einiger Zeit kannst Du die Halbschalen aus der Erde rausziehen.
Ist sicher besser als Pappe, und bei mir hat das schon ganz gut funktioniert.

Mindestens für einige Zeit gewährt das schon einen Schutz vor den Wurzeln der Flachwurzler, aber giessen musst du natürlich trotzdem.

Eventuell gibt es auch Strääucher, die dann durch den offenen Boden schnell ihre Wurzeln nach oben schicken, bei mir war das aber nicht so.

Gruss.
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elis

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #6 am: 20. Februar 2009, 12:43:44 »

Hallo uliginosa !

Das gleiche würde ich Dir auch vorschlagen wie mime7. Du kannst ja einen großen ovalen Malerkübel auseinanderschneiden, da hast Du mehr Erdvolumen drin. Aber es ist schon wichtig den Wurzeldruck von den Sträuchern für die Clematis abzuschwächen, sonst gedeihen sie Dir nicht so gut, weil die Nährstoffe sich die Sträucher holen. So kannst Du die Clematis gezielter düngen, auch mal mit einen Flüssigdünger. Eine Clematis will viel "essen und trinken", hört man auf allen Vorträgen.

lg. elis
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uliginosa

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #7 am: 20. Februar 2009, 12:46:50 »

Klingt raffiniert!

Eigentlich müssten dann ja drei Hälften auch schon eine ausreichende Überlappung sicherstellen - dann bräuchte ich nicht so viele Eimer!

Dass ich im Pflanzjahr (und im Jahr danach) gießen muss ist mir klar. Auch, dass viele Pflanzen bei unseren Niederschlagsverhältnissen von unter 500 mm/a am sonnigen Südhang dauerhaft nur mit Bewässerung Trockenzeiten gut überstehen. Aber ich möchte vermeiden "Topfpflanzen" zu ziehen, die auch als eingewachsene Pflanzen permanent bewässert werden müssen, was ich bei einer dauerhaften Abschottung durch einen bodenlosen Eimer befürchten würde.
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

elis

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #8 am: 20. Februar 2009, 13:07:30 »

Hallo uliginosa !

Du mußt ja den Boden rausschneiden, habe ich vergessen zu schreiben. Die Clematis machen ganz tief runter Wurzeln, das sehe ich immer wenn ich mal einen umsetzen muß. Das wird jedesmal ein riesiges Loch. Darum schreibt man ja immer von den Clematis, das sie tiefgründigen fruchtbaren Boden brauchen. Wenn sie das nicht haben dann mickern sie immer.

lg. elis
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uliginosa

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #9 am: 20. Februar 2009, 13:30:22 »

Kompost und Dünger in größeren Mengen und der Spaten stehen bereit. Eimer/Bretter o.ä. können auch kurzfristig besorgt werden.

Jetzt muss nur noch Schluss sein mit dem Schnee-Eis-Regen-Matsch-Schnee- :P-Wetter!
Dann kann's losgehen! :)

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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

Gurke

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #10 am: 21. Februar 2009, 19:16:03 »

verrottbare Mulchfolie
die zersetzt sich nach einer saison wenn sie untergefräst wird
bleibt sie unzerkleinert sollte sie auch länger standhalten
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uliginosa

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #11 am: 22. Februar 2009, 13:06:15 »

Verrottbare Mulchfolie - das hört sich interessant an, auch praktikabel wenn nicht nur eine Pflanze versorgt werden soll.

Was kostet die denn so ungefähr?
Gibt's die im Baumarkt?
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

hanninkj

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #12 am: 22. Februar 2009, 19:25:03 »

Es ist gar kein Problem das Clematis kein Wurzelschutz hat aber sie muessen wohl genug Wasser und Duenger bekommen. Viele Clematis die ich fuer Kreuzungen nutze stehen auf Sued in der Sonne aber sie bekommen wohl genug Wasser und Duenger.
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Machen von neue Clematis Kreuzungen ist fuer mich wichtig.

uliginosa

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Re:Nicht permanenter Wurzelschutz für Clematis zwischen Sträuchern
« Antwort #13 am: 22. Februar 2009, 20:48:59 »

Stehen sie da auch zwischen Sträuchern?

Das Klima in den Niederlanden ist natürlich auch feuchter als hier im mitteldeutschen Trockengebiet.

Aber ganz ohne Wurzelschutz wäre natürlich am einfachsten - und viel Wasser und Dünger wird den Sträuchern auch gut tun, die ich ganz am Anfang vor 5 Jahren einfach in humusarmen Löss gepflanzt habe 8).
« Letzte Änderung: 22. Februar 2009, 20:49:31 von uliginosa »
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
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