Hallo zusammen,
generell hängt die Anzahl der nötigen Rückkreuzungen mit der Befruchtungsweise der Pflanzenart zusammen.
- Selbstbefruchter (sind bereits Homozygot) benötigen nur eine Rückkreuzung (mit dem doppelt rezessiven Elternteil) mit Nachkommenschaftsprüfung um sicher zu stellen das keine Fremdbefruchtung stattgefunden hat.
- Fremdbefruchter und Selbstbefruchter mit erfolgter Fremdbestäubung (sind Heterozygot) benötigen wie bereits gesagt etwa 6 Selbstungen. Diese 97% reichen für Züchtungsversuche vollkommen aus, bis zur F11 zu gehen lohnt sich nur für Kreuzungsexperimente welche Informationen über die Vererbung von Merkmalen geben sollen.
Hie mal ein Beispiel: SB = Selbstung/Selbstbestäubung
P AA x aa
F1 Aa SB
F2 AA, 2Aa, aa 50% Homozy. SB
F3 6AA, 4Aa, 6aa 75% Homozy. SB
…
F6 96,67% Homozy. SB
...
F11 99,99% Homozygotie
Allerdings sind das alles rein theoretische Angaben, welche sich auf eine freie Blüte ohne Selektion beziehen (also natürliche Sortenentwicklung). Das bedeutet also man hat später ohne Selektionsmaßnahmen sowohl dominate AA-Typen als auch rezessive aa-Typen. Möchte man eine bestimmte Eigenschaft in einer Sorte festlegen, so sollte man lieber Rückkreuzungen mit einem Elternteil vornehmen.
Pflanzenzüchtung ist komplizierter als es scheint, hast du irgendwas spezielles vor, oder fragst du rein aus Interesse?