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News: Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergänglichkeit. (Hermann Hesse)
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News: Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergänglichkeit. (Hermann Hesse)

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Autor Thema: Apfel Vielfruchtbaum  (Gelesen 8252 mal)

cydorian

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Re:Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #15 am: 28. April 2009, 10:05:56 »

Prima. Aber auch recht dichtes Geäst, für eine gute Fruchtqualität sollte mehr Licht und Luft in die Krone.
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JörgHSK

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Re:Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #16 am: 01. Mai 2009, 13:03:46 »

ich finde so viele Sorten etwas heftig. Die Sorten zeigen doch auch alle ein unterschiedliches Wuchsverhalten. Ausserdem hätte ich Angst, wie schon vorher erwähnt, beim schneiden den falschen Ast abzuschneiden. Richtig toll ist das doch auch nur wenn die Früchte auch gut belichtet werden, oder? Man muss mal 10 Jahre weiterdenken.
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partisanengärtner

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Re:Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #17 am: 01. Mai 2009, 13:11:52 »

Das sieht dichter aus als es ist. Leider ein Problem bei einem Foto. Die Tiefe fehlt und so ist das was sich auf eine Tiefe von 6 Metern verteilt neben und durcheiander zu sehen.
Wenn man nicht zwanzig Baume schneiden muß ist das kein Problem. Ist wie bei einem Staudengärtner zum Unterschied bei einem Sammelnden Privatgärtner. Da steht auch nichts in Reihen weil sonst die Pflege zu schwierig wird.
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Axel

paulche

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Re:Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #18 am: 02. Juni 2009, 01:15:52 »

Normalerweise müßte doch durch einen Vielsortenbaum die Befruchtung besser gesichert sein?
Dieses Jahr hatte ich an meinen 4 Apfelbäumen massenhaft Blühten. 2 Bäume auf der ganz sonnigen Seite trage viele kleine Äpfelchen. Die 2 Bäume auf der anderen Seite - auch der Viersortenbaum, hat alle Fruchtansätze verloren. Wurden sie nicht bestäubt o. woran kann das liegen? Meine Nachbarn haben immer viele Äpfel u. meine Birnen werden auch viele Früchte tragen.
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) 7b

minthe

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #19 am: 02. Januar 2020, 21:07:13 »

Ich weiss, dass ich einige alte Apfelbaumsorten in meinem Kleingarten ausprobieren moechte, aber die Grundlage ist mir noch nicht klar.
Entweder ich veredele einige Sorten auf meinen 40jaehrigen Boskoop oder ich pflanze Spindelbaeume. Beides hat Vor- und Nachteile, die ich nur zum Teil im Kopf habe. Zur Spindelpflege und zu den mgl. Nachteilen habe ich in den letzten Tagen schon viel gelesen.

Hier wuerde ich mich freuen, einige Erfahrungsberichte oder Einschaetzungen zu der Mehrsortenbaumhaltung - und besonders zur Veredelung zusaetzlicher Sorten auf sehr reife Baeume zu hoeren!

Was meint Ihr?
« Letzte Änderung: 02. Januar 2020, 21:22:30 von minthe »
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minthe

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #20 am: 02. Januar 2020, 21:23:04 »

... hoffentlich ist das Thema hier nicht veraltet.
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partisanengärtner

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #21 am: 02. Januar 2020, 22:04:40 »

Das wurde schon gemacht und auch der Wunderbaum der anfangs erwähnt wurde bekam seine Veredelungen auch relativ spät.
So nun habe ich in dem Thread "Spilling gesucht" gelesen. Zum Mehrsortenbaum folgendes:

Ludwig Friedrich August Agricola *1769 + 1828 hatte in seinem Pfarrgarten in Göllnitz einen Mehrsortenbaum mit 329 verschiedenen Äpfeln. Er pfropfte sie auf einen 1742 gepflanzten Apfelbaum. Er soll ca 40 Jahre lang, bis 1842 alle Sorten tragfähig erhalten haben, erst danach starb er allmählich ab, bis er im Winter 1870/71 erfror.

Auf Befehl des Großherzogs von Weimar wurde der Baum von Theodor Goetz gezeichnet und gestochen. In der Völkerschlacht bei Leipzig wurde er von den Russen als Wunderbaum betrachtet und Opfergaben an seinem Stamm gelegt.

Bestätigt wurde dies alles von Prof Eduard Lange, Direktor der Pomologischen Gesellschaft Altenburg.
Der Baum auf den er veredelt hatte war als der Veredler geboren wurde bereits 27 Jahre alt. Den wird er aber nicht als Neugborener veredelt haben.

Man sollte sich aber bei so einem alten Baum Gedanken machen inwieweit das neue Reis Licht, Platz und vor allem Saft bekommt. Also nicht auf abgesenkte Äste veredeln die schon abgängig sind.

Ich machte das gern auf sogenannte Wasserschosser. Einen oder auch mal zwei passende ausgewählt, veredeln und die anderen entfernen. Wenn sie angewachsen sind kann man immer noch den überzähligen wegmachen.

Ich habe auch schon in den dicken Stamm veredelt, aber da kann es auch mal Jahre dauern bis der wirklich in die Gänge kommt.
Einmal hat der immer mal einzelne Äpfel getragen aber bis der Baum vom Nachfolger gefällt wurde sich nie zu mehr als daumendicken Holz ausgewachsen.
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Axel

Starking007

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #22 am: 02. Januar 2020, 22:21:41 »

Der alte Baum und die neuen Sorten müssen zueinander passen,
je nach Wuchsstärke der Reiser und Position im Baum wird der Austrieb/Wuchs sehr unterschiedlich sein, und dementsprechend Arbeit machen.
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Gruß Arthur

Ayamo

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #23 am: 02. Januar 2020, 22:31:26 »

Genau,
zB im unteren Bereich eine schwachwüchsige Sorte draufpfropfen wie Ananas-Renette und oben eine starkwüchsige wie Gravensteiner kann dann in Verbindung mit der Spitzenförderung einen Baum ergeben, gegen den man ständig mit der Schere ankämpfen muss. Besser andersrum.

Im übrigen gibt es beim Umpfropfen von dickeren Ästen (27 Jahre...) immer große Wunden...
ideal finde ich das nicht, aber die Bäume leben und tragen trotzdem noch lange, wenn sie wüchsig gehalten werden.
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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #24 am: 02. Januar 2020, 22:34:40 »

Arbeit macht es sowieso. Und nicht jede Sorte muss ein mächtiger Leitast werden, vitale Fruchtäste reichen vollkommen aus zum probieren. Lieber eine Sorte zuviel draufgepfropft und 5 Jahre später wegen abkippen weggeschnitten. Bis dahin hat sie zumindest Frucht getragen und wenn die gut war, wurde vielleicht ein eigener Baum draus.

Also Früchte von schwachwüchsigen Ästen an starkwüchsigen Bäumen schmecken anders als Früchte von starkwüchsigen Ästen an schwachen Bäumen.

Ansonsten halte ich nicht viel davon, Bäume ins alte Holz rein zu verstümmeln nur weil 2-3 Sorten dort vorübergehend Platz finden könnten. Baumaufbau bzw Baumarchitektur hat auch immer im Interesse des Baumes zu erfolgen, egal wieviele Sorten letzendlich drauf wachsen.
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minthe

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #25 am: 03. Januar 2020, 00:56:36 »

Guter Input allerseits, vielen Dank!
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partisanengärtner

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #26 am: 03. Januar 2020, 17:24:24 »

Ich weiß gar nicht warum da große Wunden entstehen müssen. Einige fingerdicke Reiter sind viel einfacher.
Falls die sich gut entwickeln können das ja irgendwann einmal die tragenden Äste sein.
Solche dicken Verstümmelungen machen wohl die Leute die in einer Plantage auf eine neue Sorte umstellen. Das soll es ja nicht sein oder?

Die genannten Probleme treten eher auf wenn die Veredelungen große Kronenteile bilden. Bei dem Vielfruchtbaum hat keiner an sowas gedacht und die hier dargestellten Probleme sind ausgeblieben. Nur wie sie auf einer anderen Unterlage geschmeckt hätten kann jetzt keiner verifizieren. Für einen Hausgarten mit weniger als 10 Obstbäumen ist der Arbeitsaufwand  für diesen Baum ein paar Stunden im Jahr das meiste davon für die Ernte.
Der Besitzer kann kaum laufen und kommt trotzdem gut zurecht. Also etwas Mut.

Für den Ertragsobstbau und für den Markt ist das nichts, aber für den Liebhaber, der nicht gern das Obst steigenweise einlagert und verarbeitet durchaus lohnend. Eine Erinnerung an paradiesische Zustände. ;)
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Axel

Asinella

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #27 am: 03. Januar 2020, 22:07:00 »

Ich habe auch ein paar Bäume mit 5-9 Sorten.

In meiner ersten Veredelungszeit habe ich auf ältere Hochstämme gepfropft, weil ich mich ans Kopulieren noch nicht ran getraut hatte.
Mittlerweile mache ich fast ausschließlich Kopulationen mit Gegenzunge, da merkt der Baum gar nicht, was ihm passiert.

In der zweiten Phase habe ich bei ganz jungen Bäumen die Leitäste mit verschiedenen theoretisch ähnlich wüchsigen Sorten veredelt.
Das mit der Theorie ist aber so eine Sache. Der an sich starkwüchsige Kaiser Wilhelm tut sich bei mir z.B. sehr schwer mit dem Horneburger Pfannkuchenapfel mit zu halten, obwohl es der Ast mit dem höchsten Ansatz ist. Deshalb tendiere ich mittlerweile dazu, die Leitäste zu belassen und nur Fruchtäste umzuveredeln.

Auf jeden Fall macht es Spaß und bingt Vielfalt in den Garten
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minthe

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #28 am: 04. Januar 2020, 00:12:21 »

Asinella, wenn Du schreibst, Du veredelst nur die Fruchtaeste, nimmst Du dann unterhalb des Leitasts stehende Tirebe der Unterlage her oder eben Reiter/Wasserschosse nach oben vom Leitast weg, die dann durch Fruchtholzrotation mit den Jahren nach unten kommen? Habe ich verstaendlich gefragt?
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Asinella

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Re: Apfel Vielfruchtbaum
« Antwort #29 am: 04. Januar 2020, 08:03:01 »

Zitat
nimmst Du dann unterhalb des Leitasts stehende Triebe der Unterlage her oder eben Reiter/Wasserschosse nach oben vom Leitast weg

Da ich es bei sehr jungen Bäumen gemacht habe, waren es Fruchtäste im Aufbau außen am Leitast. Bei älteren Bäumen ist es sicher eine gute Technik, auf Reiter/Wasserschosse zu gehen. So bekommt man zügig wüchsige Äste, ohne den Baum groß zu stören. Das muss ich mir unbedingt merken, auf die Idee bin ich nämlich selber noch nicht gekommen  :)
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