Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. (Mahatma Gandhi)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
22. Oktober 2019, 10:49:09
Erweiterte Suche  
News: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. (Mahatma Gandhi)

Neuigkeiten:

|1|10|Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume , dem Betrübten jede Blume ein Unkraut. (finnisches Sprichwort)

Lubera Partnerprogramm
Seiten: 1 ... 65 66 [67]   nach unten

Autor Thema: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung  (Gelesen 126031 mal)

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5574
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #990 am: 20. Juli 2019, 10:44:41 »

Auch robuste Sorten sind für manch wichtige Behandlungen dankbar, um nicht vorschnell Resistenzen zu verspielen.
Ich gucke dass der Austrieb gesund hoch kommt (Schwefel, evtl Pero-Kontaktmittel und Phosphonat), bei Extrembefallsdruck und sensibler Entwicklungsphase gibts evtl. auch später noch eine Behandlung. Das sind meist 4 statt 15 oder mehr Behandlungen und bei robusten Sorten ausreichend. 
Was man am Anfang im Griff hat, summiert sich nicht auf. Später im Jahr kann man ruhig schludern.
Wenn das Wetter Arbeit ankündigt, steht die im Nutzgarten oft nicht nur an Trauben an, sondern auch an anderen Pflanzen. Da rentiert sichs eher mal was anzumischen.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

cydorian

  • Moderator
  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6378
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #991 am: 20. Juli 2019, 12:21:24 »

Bis auf Phosphonat ist die Schnittmenge der Stoffe gering, die ich für Wein und andere Kulturen benötige und auch bei Phosphonat liegen die Zeitpunkte auseinander. Bei Wein ist frühe Behandlung wichtig, an Cucurbitae erst später, wenn das Triebwachstum maximal ist. Die wäre ohne Behandlung bereits jetzt restlos kaputt, ich hatte dieses Jahre ein paar Einlegegurken unbehandelt gelassen die als resistent gegen falschen Mehltau angepriesen wurden, z.B. "Diamant". Werden gerade zur Gänze dahingerafft. Die anderen haben gesunde Blätter.

Aber bei Oidium an Wein habe ich jetzt interessantes gesehen. Habe eine ziemlich oidiumbefallene Rebe doch noch mal mit Kaliumbikarbonat behandelt, die Spritze stand grad in der Nähe, also nochmal probieren, egal ob es noch was nutzt. Ist eigentlich zu spät, schaden wird das Kalibackpulver aber wohl auch nicht. Reine Kalischmierschweife aufgelöst und zugemischt zur guten Benetzung. Als ich mir heute früh die Trauben angesehen habe, oh Wunder: Vorher schwach aber eindeutig befallene Beeren wirken plötzlich wieder blank und unbefallen?! Kann es sein, dass Kaliumbikarbonat auch noch ein wenig kurativ wirkt?
Gespeichert

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5574
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #992 am: 21. Juli 2019, 11:26:22 »

Kurativ wäre es, wenn der Pilz schon drin ist und noch nichts sichtbar. Kaliumhydrogencarbonat wirkt befallsstoppend, also sogar dann, wenn der Befall schon lange sichtbar ist.
Und ja, wenn die Beerenhaut noch nicht gänzlich geschädigt ist, kann die Beere noch gerettet werden, platzt nicht auf.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Schalli

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 273
  • 6 km bis zum Mittelpunkt Sachsens, 350m
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #993 am: 22. Juli 2019, 17:03:28 »

@thuja thujon & cydorian

Zitat
.....Ich gucke dass der Austrieb gesund hoch kommt (Schwefel, evtl Pero-Kontaktmittel und Phosphonat), bei Extrembefallsdruck und sensibler Entwicklungsphase gibts evtl. auch später noch eine Behandlung. Das sind meist 4 statt 15 oder mehr Behandlungen und bei robusten Sorten ausreichend..... 
...

oder

Zitat
...Habe eine ziemlich oidiumbefallene Rebe doch noch mal mit Kaliumbikarbonat behandelt, die Spritze stand grad in der Nähe, also nochmal probieren, egal ob es noch was nutzt. Ist eigentlich zu spät, schaden wird das Kalibackpulver aber wohl auch nicht. Reine Kalischmierschweife aufgelöst und zugemischt zur guten Benetzung. Al....

ich finde das immer sehr interessant / informativ -- allerdings fehlt mir als Spritz/Chemie Laie dann immer mal das wichtigste , das Mischungsverhältnis zb. auf 5 oder 10 liter !

Ich habe seit 5 Jahren Tafeltrauben und bin bis jetzt ohne jegliche Spritzung durchgekommen  - dieses Jahr erstmalig Oidium an einigen Trauben - habe es jetzt mit Milch/Molke Spritzung behandelt und anscheinend auch in den Griff bekommen (und einiges entfernt).
Bei Chemie bin ich aber eben sehr vorsichtig , möchte die Reben ja nicht umbringen/verbrennen , deshalb würde mich (und ich denke mal auch einige andere) die Mischungsverhältnisse interessieren wenn erfahrene Leute mit Kaliumkarbonat, Phosphonat, Schwefel, Kontaktmittel ...... hantieren.

Vielleicht ist es aber auch jeden sein persönliches Geheimnis was er nicht gern ausplaudert ..... ich verrate es keinen ;)

Gespeichert

cydorian

  • Moderator
  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6378
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #994 am: 22. Juli 2019, 17:44:26 »

Vielleicht ist es aber auch jeden sein persönliches Geheimnis was er nicht gern ausplaudert ..... ich verrate es keinen ;)

Wieso soll das deiner Ansicht nach ein Geheimnis sein? Es steht überall in den Beschreibungen der hier bereits genannten Kaliumbikarbonat-Profiprodukte wie z.B. Armicarb. Da wird mit 0,2 bis 0,5% behandelt, empfohlen wird oft 0,2% plus 0,2% Schwefel. Ich habe nur Kaliumbikarbonat verwendet (also nicht noch Schwefel dazu) und als Netzmittel reine Kalischmierseife genommen. Schmierseife einen dicken Esslöffel auf 5 Liter und Kaliumbikarbonat 25 Gramm. Das sind 5 Gramm pro Liter, also 0,5%. Schäden keine.

Es stehen viele Artikel und Informationen zu Backpulver gegen echten Mehltau im Netz, die 0,5% werden häufig genannt wenn man es allein nimmt. Beispiel: http://orgprints.org/20137/1/26-28_backpulver.pdf

Man sieht jetzt auch gut, wo der Mehltau schon zu weit war, nix mehr mit kurativ. Das war bei den meisten Trauben von "Druschba" der Fall. Von der habe ich jetzt genug, jedes zweite Jahr Oidium. Sie schmeckt halt recht würzig, ist Ende August schon reif, wächst nicht so stark und ich kann mir die Ausdünnungs-Arbeit sparen, weil sie zumindest bei mir keinen Überbehang zeigt. Gibts in diesem Reifebereich was ähnlich würziges, aber krankheitsfester?
Gespeichert

setig

  • Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #995 am: 08. August 2019, 10:28:16 »

Hallo,

Ich habe mal eine Frage an euch: handelt es sich bei den Flecken auf den Beeren um falschen Mehltau?

Wenn ja kann ich da jetzt noch was machen.

Dankeschön
Gespeichert

cydorian

  • Moderator
  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6378
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #996 am: 08. August 2019, 10:55:14 »

Das sieht nicht nach falschem Mehltau aus, sondern nach echtem Mehltau, Oidium. Ein älterer, schwacher Befall. Dagegen ist jetzt nichts mehr zu machen.
Gespeichert

setig

  • Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #997 am: 08. August 2019, 11:42:29 »

Werden die Beeren abfallen? Kann man das einschätzen?
Gespeichert

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5574
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #998 am: 08. August 2019, 11:52:18 »

Abfallen werden die nicht. Die dunkle rechts über dem Kreis könnte noch aufplatzen, da die Haut bei Mehltaubefall nicht mehr mitwächst. Das offene Fruchtfleisch lockt dann Wespen, Fruchtfliegen oder KEF an.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

setig

  • Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #999 am: 08. August 2019, 17:03:34 »

Ok das ist gut. Na hoffentlich dauert der Sommer noch lange genug damit ich meine ersten Weintrauben ernten kann.
Gespeichert
Seiten: 1 ... 65 66 [67]   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de