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News: Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.  (Thomas)
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Autor Thema: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)  (Gelesen 1548817 mal)

MauerBlümchen

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #420 am: 28. März 2010, 13:08:29 »

ad Werner: Vielen Dank für die guten Links: habe inzwischen einige Favoriten gefunden und beschlossen, nicht nur eine, sondern mehrere Sorten von früh- bis spätreifend zu kombinieren.

Ja, Urmele: vorallem die Trauben mit Besonderheiten wie kernlose Venus oder farbknallige Piroschka sind natürlich am schnellsten vergriffen. Aber auch alle mit sehr guter Pilzresistenz wie die Ganita, Galanth, Osella: alle drei vom Freiburger Weininstitut, wohin ich morgen gehe: vielleicht gibt es ja dort noch einige Exemplare. Werde berichten.

ad Giaco: Kernlos, -arm ( womöglich auf Kosten des Geschmackes) ist für mich nicht erste Priorität. Uns interessieren vorallem auch die Trauben, Geschmäcker, die es sonst so im Supermarkthandelundco nicht gibt.

Fast alle Trauben werden als frühreifend beschrieben. Da wir es hier lange warm und sonnig haben, suche ich noch nach spätreifenden, lange anhängenden roten Trauben. Gibt es hierzu vielleicht noch eine Empfehlung?
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Dietmar

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #421 am: 28. März 2010, 15:16:14 »

Die 3 von Dir angeführten Sorten sind nicht mehr erste Wahl.

Ich empfehle:
- Arkadia, Juliana, Kodrianka (blau), Palatina und Wostorg von den frühen bis mittelfrühen Sorten
- Frumoase Alba von den mittleren und
- Straschinski (blau) und Rhea (rot) von den späteren Sorten

Piroschka ist nicht sehr pilzfest.
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Werner987

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #422 am: 28. März 2010, 15:17:16 »

das Freiburger weininstitut befaßt sich vorrangig mit der züchtung neuer keltertrauben.
ab und zu entsteht dabei eine sorte, die auch als tafeltraube geeignet ist. ::)

die größenangaben der trauben und beeren beziehen sich auf das verhältnis zu anderen keltertraubensorten. man sollte sich daher nicht wundern, wenn die beeren und trauben nur eine mittlere größe in bezug auf andere tafeltrauben haben. :-\ geschmacklich finde ich die Freiburger sorten gut (Garant = weiß = sehr gut).

als ultimative späte, sehr resistente, blaue tafeltraube habe ich z.z. Georg, fruchtig süß.
die letzten trauben erntete ich am 20.12.2009 (seite 24). 8)
eine hohe widerstandsfähigkeit hat Festivee, mittelfrüh mit etwas größeren beeren und trauben, großen blättern und schönem rotem herbstlaub. Ontario wurde auch im forum wegen dem roten herbstlaub hervorgehoben, beide mit leicht geleeähnlichem fruchtfleisch.
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trauben-freund

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #423 am: 28. März 2010, 20:59:39 »

@dietmar:

kann deine liste nicht so stehn lassen wenn es geschmacksvielfalt geht:

was hältst du davon:

früh: venus(fruchtig/erdbeerig), triumph d`alsace(blaubeeren), himrod (gummibeerfen)
mittel: arkadia (ananas), pölösky (muskat), tonia( traube, leicht muskat)
spät: theresa ( rein traube), moldowa(fruchtig)


hab nur resisitente aufgezählt bis auf tonia. bei nicht resistenten würde man natürlich noch weiter greifen können aber hat ja keinen wert im hobbygarten.
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Dietmar

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #424 am: 28. März 2010, 21:05:01 »

Geschmack ist eben Geschmackssache. Frage 5 Leute, und Du bekommst mindestens 6 Meinungen. ;D
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Dietmar

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #425 am: 31. März 2010, 18:50:06 »

Knopst es schon?

Mittlerweile sprießen auch in meinen randsibirischen Lagen bei ca. 10% der Rebsorten die Knospen, aber leider nur solche "ferner-liefen"-Sorten, die ich zum Teil roden will, z.B. Original. Bei den restlichen Sorten rührt sich noch nichts, so dass man noch nicht erkennen kann, wie die Reben den Winter überstanden haben..
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Werner987

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #426 am: 31. März 2010, 20:21:57 »

das knospenschwellen ist ca. an einem drittel meiner reben erkennbar.
es sieht z.z. uneinheitlich aus, die vorher mit schnee bedeckten unteren bereiche haben vorlauf, oberhalb lässt sich noch keine eindeutige aussage treffen.
ich hoffe, daß sich die reben mit dem knospenaufbruch noch zeit lassen. mit erneutem kälteeinbruch im april wäre der blütenansatz bereits ausgetriebener augen hinfällig. :o
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sandor

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #427 am: 02. April 2010, 17:34:33 »

Hallo,

ich möchte gerne mal wissen, wie die Trauben der Unterlagen 5BB, SO4, 125AA und Binova aussehen oder schmecken?
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Werner987

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #428 am: 03. April 2010, 19:55:50 »

die fruchteigenschaften der unterlagen dürften qualitätsmäßig unter den Uhudler-sorten liegen, ansonsten würde man sie auch als direktträger-reben anbieten.
für die selektion der unterlagen waren andere eigenschaften wie reblauswiderstand, wuchsstärke, anpassung an verschiedene bodentypen, blühfestigkeit und affinität zu edelsorten maßgebend.

rebschulen in Deutschland importieren ihre unterlagen meist aus Frankreich oder Italien.
vlt. kannst du in dortigen foren mehr über die unterlagen erfahren.
meine Solnoczka ist auf Cr2 veredelt. wer kennt sich mit dieser osteuropäischen unterlage aus?

ich wünsche allen schöne feiertage. :D
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flammeri

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #429 am: 03. April 2010, 22:21:00 »

Hallo Werner,
hier steht was dazu: http://www.winnica.golesz.pl/ABC-zakladania-winnicy.html.
CR2=Craciunel 2 ist eine tschechische Unterlage V.Berlandieri x V. Riparia und wird für schwere, tonige Böden empfohlen. Wächst stark und verträgt gut vorübegenden Wasserüberschuß. Auf schwachen Böden wächst sie schwächer.
Verträgt bis 15%Kalk. Trotz starkem Wachstum verlängert nicht die Vegetationsdauer der aufgepfropften Sorte. Widerstand gegen Reblaus und Frost hoch.
Gut für schwächer wachsende Sorten, erhöht die Fruchtbarkeit, hat selbst eine mittlere Vegetationsdauer.
Das so im Großen und Ganzen das Wichtigste, vergleichbar mit 125 AA nur einen Deut besser, was die Fruchtbarkeit und Vegetationsperiode betrifft.
LG Lisa
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cydorian

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #430 am: 03. April 2010, 22:22:31 »

ich möchte gerne mal wissen, wie die Trauben der Unterlagen 5BB, SO4, 125AA und Binova aussehen oder schmecken?

Wir haben eine Menge wildgefallener Weinberge in der Gegend, in denen immer wieder die Unterlagen durchgetrieben haben, während das Edelreis wegen Dauermehltaubefall verdorrt.

Welche Unterlagen jeweils genau verwendet werden, weiss man natürlich nicht, aber die daraus wachsenden Reben zeigen eine erstaunliche Vielfalt. Die meisten tragen blaue Beeren, erbsengross, extrem lockerbeerige Trauben, grosse Kerne, sauer. Weisse Beeren sind in der Regel grösser und kompakter, aber der Geschmack grässlich blumig, weder als Saft noch als Gelee zu gebrauchen. Im Mund etwas schleimig, ebenfalls viele Kerne. Aber alle Reben sind kerngesund, ich habe noch kein Jahr erlebt, in dem irgendeine echten oder falschen Mehltau gehabt hätte oder Ausfälle wegen Frost.

An einer Stelle gibts eine wildwachsende Rebe, bei der ich mir überlege, sie zu vermehren. Ebenfalls kerngesund, wächst 10m hoch in einen Baum hinein, trägt jährlich -zig Kilo blaue kompakte Trauben, die als Saft wirklich gut sind. Voller Traubengeschmack, kein Foxton. Vielleicht ein Zufallssämling aus einer Unterlagsrebe und einer vinifera-Sorte. Entdecken sie die Vögel zu früh, ist sie innerhalb eines Tages komplett abgefressen.
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Werner987

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #431 am: 03. April 2010, 23:54:05 »

@flammeri

danke für deine information über die CR2-unterlage.
anscheinend hat die unterlage noch nicht gemerkt, daß sie auf karnickelsand wurzelt. ;) ;D
(die große pflanzgrube wurde allerdings mit reichlich kompost aufgebessert.)
immerhin ist die Solnoczka auf CR2 im pflanzjahr über 4 m gewachsen.


@cydorian

ich finde es schade, wenn weinberge verfallen und sich selbst überlassen werden.
ein wertvolles kulturgut geht verloren...viele trauben-freunde würden sich freuen, einen kleinen weinberg zu besitzen.
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jakob

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #432 am: 04. April 2010, 11:33:09 »

@Werner.
Ich habe CR2 in der reihe sitzen,zusammen mit C5 und 5BB.
Das Laub ist heller wie bei der 5BB,C5 und die Bläter riesen groß.
Im Herbst als lezter,erst mite bis ende November das Laub vberloren.
Jezt im Früjahr, die Augen von 5BB und 5C schon lange geplazt und sind ca auf 3-4mm geschwolen und bei der CR-2 bewegt sich noch garnichts.
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cydorian

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #433 am: 04. April 2010, 18:05:54 »

ich finde es schade, wenn weinberge verfallen und sich selbst überlassen werden.
ein wertvolles kulturgut geht verloren...viele trauben-freunde würden sich freuen, einen kleinen weinberg zu besitzen.

Die Realität des Winzerdaseins in den hiesigen kleinteiligen Hanglagen mit Trockenmauern sieht anders aus. Das ist eine knallharte Sache, die viele schon aus Gesundheitsgründen nicht machen können. "Alles ausser Winzer", so ein häufiger Satz. Im Nachbarort waren es mal 70 Hektar Rebflächen, heute noch 0,5 Hektar.

Der Hobbyspass hört ganz schnell auf, wenn man ein paar Ar bewirtschaftet und Trauben für Centbeträge pro kg verkaufen muss, um Maschinen und Spritzmittel wenigstens teilweise zu finanzieren, ab jetzt bis in den Oktober ständig mit einem Kleintraktor oder Allradfahrzeug plus Gerät im Anhänger die Feldwege raufkeucht, um zu arbeiten. Im Winter Schnitt und Trockenmauern aufschichten, ein Job der einem das Kreuz bricht. Das ist eine andere Kategorie wie wenig krankheitsanfällige Tafeltrauben für sich und die Bekanntschaft anzubauen, vielleicht sogar noch in der Nähe der eigenen Wohnung. Ich hab hier schon mehrmals Weinberge geschenkt angeboten bekommen. Kann ich nicht machen, denn ich kenne den Aufwand und den kann fast keiner leisten.

Wer etwas verkaufen will bzw. muss, bekommt es auch noch mit einer Bürokratie und Kontrollwut zu tun, die ihresgleichen sucht.
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Werner987

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #434 am: 04. April 2010, 23:12:14 »

die erzeugung konventioneller keltertrauben ist aufwändig. der markt wird mit billigem importwein überschwemmt.
selbst wer das entsprechende know-how mitbringt braucht eine gehörige portion idealismus. da gebe ich dir vollkommen recht.

ich hatte auch eher an pilzwiderstandsfähige kelter- oder tafeltrauben mit überschaubarer fläche gedacht. ;)
für den regionalen vertrieb von tafeltrauben sehe ich durchaus chancen, höhere erlöse sind möglich.
der gesetzliche rahmen für den anbau der tafeltrauben wurde in Deutschland leider erst vor wenigen jahren geschaffen.
mein letzter kauf von importtafeltrauben im obsthandel bestätigte erneut, daß sie geschmacklich nicht mit hier erzeugter ware mithalten können :P...die optik ist halt nicht alles.
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