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Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln (Gelesen 320904 mal)
Moderator: cydorian
Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Da ich nur kurz Pause von der Arbeit mache, von mir nur ein paar Stichpunkte:
Du hast mehrere Sorten gepflanzt, einige vor eine Hecke, andere an eine Gartengrenze mit Durchlüftung.
Ich würde die anfälligeren Sorten an die besser durchlüftete Stelle pflanzen, das ist nicht die vor der Hecke, die den Wind ja abbremst. (Nach den Blättern zu urteilen sind auch Reben mit höherem Anteil Europäerblut dabei, die sind meist anfälliger).
Vielleicht sind die Sorten aber auch nicht so anfällig. Ich stelle mir auch Behandlungen mit Mittelchen (hast du vermutlich nicht vor, manchmal ergibt sich das aber im Lauf der Jahre) an der Grenze zum NB schwierig vor.
Erstes Foto, Gerüst. Möchtest du einen Kordon relativ weit oben erziehen, über den Himbeeren, und dann einjährige Triebe / Fruchttriebe 30 cm weiter nach oben ziehen? Wenn die Rebe erwachsen ist, werden diese Triebe oben 1,5 m lang. Dann reicht dein Spalier nicht, die Triebe fallen nach unten (Umkehrerziehung, falls geplant) und dürften die Himbeeren erreichden.
Das entspricht nicht dem von dir verlinkten Seite von fass-grün. In deren Zeichnungen sind zwar keine Maße drin, aber der unterste Draht liegt bei 60 cm, dann geht´s 1,50 m nach oben.
Oder du erhöhst das Spalier, wegen der zuletzt heftigen Stürme wohl etwas aufwändig. Dann werden auch die Laubarbeiten schwierig, das muss aber nicht schlimm sein.
PS Das Himbeerspalier gefällt mir.
Schneiden: jetzt gleich.
Wenn jede frischgepflanzte Rebe 5 dünne Triebe behält und so in den Winter geht, sind die nicht ausreichend ausgereift und stark für das nächste Jahr. Bei Fass-Grün siehst du, dass 1 Trieb bleibt, 2 gehen bei deinem Boden sicher auch.
Man schneidet im Spätwinter bis Frühjahr, nicht im Herbst. Bluten schadet nichts. Manche sagen: sollte nicht unbedingt auf eine darunterliegende Knospe tropfen.
Beim Schneiden einen Zapfen lassen, ca 2-3 cm, diesen nach Eintrocknen ein Jahr später sauber und ohne Stammschäden wegschneiden.
Dazu müsstest du wissen, welche Erziehungsform du möchtest.
Die bodennahen Triebe auf jeden Fall weg, das kannst du auch auf der Seite von fass-grün sehen.
Gruß
Du hast mehrere Sorten gepflanzt, einige vor eine Hecke, andere an eine Gartengrenze mit Durchlüftung.
Ich würde die anfälligeren Sorten an die besser durchlüftete Stelle pflanzen, das ist nicht die vor der Hecke, die den Wind ja abbremst. (Nach den Blättern zu urteilen sind auch Reben mit höherem Anteil Europäerblut dabei, die sind meist anfälliger).
Vielleicht sind die Sorten aber auch nicht so anfällig. Ich stelle mir auch Behandlungen mit Mittelchen (hast du vermutlich nicht vor, manchmal ergibt sich das aber im Lauf der Jahre) an der Grenze zum NB schwierig vor.
Erstes Foto, Gerüst. Möchtest du einen Kordon relativ weit oben erziehen, über den Himbeeren, und dann einjährige Triebe / Fruchttriebe 30 cm weiter nach oben ziehen? Wenn die Rebe erwachsen ist, werden diese Triebe oben 1,5 m lang. Dann reicht dein Spalier nicht, die Triebe fallen nach unten (Umkehrerziehung, falls geplant) und dürften die Himbeeren erreichden.
Das entspricht nicht dem von dir verlinkten Seite von fass-grün. In deren Zeichnungen sind zwar keine Maße drin, aber der unterste Draht liegt bei 60 cm, dann geht´s 1,50 m nach oben.
Oder du erhöhst das Spalier, wegen der zuletzt heftigen Stürme wohl etwas aufwändig. Dann werden auch die Laubarbeiten schwierig, das muss aber nicht schlimm sein.
PS Das Himbeerspalier gefällt mir.
Schneiden: jetzt gleich.
Wenn jede frischgepflanzte Rebe 5 dünne Triebe behält und so in den Winter geht, sind die nicht ausreichend ausgereift und stark für das nächste Jahr. Bei Fass-Grün siehst du, dass 1 Trieb bleibt, 2 gehen bei deinem Boden sicher auch.
Man schneidet im Spätwinter bis Frühjahr, nicht im Herbst. Bluten schadet nichts. Manche sagen: sollte nicht unbedingt auf eine darunterliegende Knospe tropfen.
Beim Schneiden einen Zapfen lassen, ca 2-3 cm, diesen nach Eintrocknen ein Jahr später sauber und ohne Stammschäden wegschneiden.
Dazu müsstest du wissen, welche Erziehungsform du möchtest.
Die bodennahen Triebe auf jeden Fall weg, das kannst du auch auf der Seite von fass-grün sehen.
Gruß
Im schlechtesten Raum/ pflanz einen Baum/ und pflege sein!/ er bringt dir's ein. (J. L. Christ) (Stimmt das wirklich?)
Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Erstmal würde ich Ayamo vollständig zustimmen. Die Pfostenabstände in deiner 2ten Bildreihe erscheinen mir viel zu gering ist natürlich eine Frage der Unterlage und der Wuchsstärke. Die werden so wie es am Bild dargestellt ist wohl im Schatten der Bäume wachsen, das bringt sie zusätzlich zum Wuchern.
D.h. du wirst in 2 Jahren Ende Juni den obersten Draht deiner Rankhilfe erreichen - dann werden sie weiterwuchern, kann man schneiden, das hat aber Nebenwirkungen. Jakob hat mir seinerzeit einmal geschrieben die Wuchsbegrenzung erreicht man nur durch Länge (des Kordons). Ich hätte ihm ja zu gerne das Gegenteil bewiesen, aber mittlerweile sind 2 von 3 Reben entfernt.
Spritzen wollte ich auch nie. Nach dem 100 % Ausfall letztes Jahr habe ich heuer einmal Schwefel und Kaliumhydrogencarbonat während des Austriebs - also im "Oidium-Fenster" verteilt. Die Dinger wuchern zu sehen und nichts zu ernten ist sehr frustrierend, hängt wie alles andere auch von deinem Mikroklima und deinen Sorten ab. Da muss man dann auch dazukommen, das ist bei Dir alles relativ nahe an der Hecke. Ansonsten im ersten Jahr mache ich alle Früchte sofort ab, im zweiten lasse ich 2 - 3 Kostproben stehen. Deshalb ist mir noch nichts verhockt wie man das von Obstbäumen kennt.
D.h. du wirst in 2 Jahren Ende Juni den obersten Draht deiner Rankhilfe erreichen - dann werden sie weiterwuchern, kann man schneiden, das hat aber Nebenwirkungen. Jakob hat mir seinerzeit einmal geschrieben die Wuchsbegrenzung erreicht man nur durch Länge (des Kordons). Ich hätte ihm ja zu gerne das Gegenteil bewiesen, aber mittlerweile sind 2 von 3 Reben entfernt.
Spritzen wollte ich auch nie. Nach dem 100 % Ausfall letztes Jahr habe ich heuer einmal Schwefel und Kaliumhydrogencarbonat während des Austriebs - also im "Oidium-Fenster" verteilt. Die Dinger wuchern zu sehen und nichts zu ernten ist sehr frustrierend, hängt wie alles andere auch von deinem Mikroklima und deinen Sorten ab. Da muss man dann auch dazukommen, das ist bei Dir alles relativ nahe an der Hecke. Ansonsten im ersten Jahr mache ich alle Früchte sofort ab, im zweiten lasse ich 2 - 3 Kostproben stehen. Deshalb ist mir noch nichts verhockt wie man das von Obstbäumen kennt.
- thuja thujon
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Das Oidiumfenster beginnt kurz vor der Blüte und geht bis die Beeren eine gewisse Größe erreicht haben.
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
thuja hat geschrieben: ↑21. Mai 2022, 09:23
Das Oidiumfenster beginnt kurz vor der Blüte und geht bis die Beeren eine gewisse Größe erreicht haben.
Ja, ich behandle jetzt seit 3 Wochen - und das geht wohl noch einige Zeit. Aktuell ist die Entwicklung sehr rasch, man lernt jährlich dazu. In den vergangenen Jahren habe ich das Fenster übersehen und wenn ich genug Regenphasen in dieser Zeitspanne hatte war eine Oidium Behandlung auch nie notwendig aber heuer will ich was ernten.
Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Ayamo hat geschrieben: ↑20. Mai 2022, 16:55
Da ich nur kurz Pause von der Arbeit mache, von mir nur ein paar Stichpunkte:[/quote]
Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast!Ayamo hat geschrieben: ↑20. Mai 2022, 16:55
Du hast mehrere Sorten gepflanzt, einige vor eine Hecke, andere an eine Gartengrenze mit Durchlüftung.
Ich würde die anfälligeren Sorten an die besser durchlüftete Stelle pflanzen, das ist nicht die vor der Hecke, die den Wind ja abbremst. (Nach den Blättern zu urteilen sind auch Reben mit höherem Anteil Europäerblut dabei, die sind meist anfälliger).
Vielleicht sind die Sorten aber auch nicht so anfällig. Ich stelle mir auch Behandlungen mit Mittelchen (hast du vermutlich nicht vor, manchmal ergibt sich das aber im Lauf der Jahre) an der Grenze zum NB schwierig vor.[/quote]
Danke ersteinmal für die Einschätzung.
An der Grenze zum Nachbarn über dem Himbeerspailer habe ich die Sorten Vanessa und Talizmann gepflanzt.Ayamo hat geschrieben: ↑20. Mai 2022, 16:55
Erstes Foto, Gerüst. Möchtest du einen Kordon relativ weit oben erziehen, über den Himbeeren, und dann einjährige Triebe / Fruchttriebe 30 cm weiter nach oben ziehen? Wenn die Rebe erwachsen ist, werden diese Triebe oben 1,5 m lang. Dann reicht dein Spalier nicht, die Triebe fallen nach unten (Umkehrerziehung, falls geplant) und dürften die Himbeeren erreichden.
Das entspricht nicht dem von dir verlinkten Seite von fass-grün. In deren Zeichnungen sind zwar keine Maße drin, aber der unterste Draht liegt bei 60 cm, dann geht´s 1,50 m nach oben.
Als ich dieses verwirklicht hatte, also den Draht über den Himbeerspailer, da hatte ich mich noch nicht großartig informiert.
Mein Gartennachbar hat mir diesen Tipp gegeben, er meint, so macht er es mit den Weintrauben.
Also da habe ich ganz auf meinen Nachbarn gehört.
[quote author=Ayamo link=topic=29995.msg3872648#msg3872648 date=1653058511]
PS Das Himbeerspalier gefällt mir.
Dankeschön
[quote author=Ayamo link=topic=29995.msg3872648#msg3872648 date=1653058511]
Schneiden: jetzt gleich.
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Man schneidet im Spätwinter bis Frühjahr, nicht im Herbst. Bluten schadet nichts. Manche sagen: sollte nicht unbedingt auf eine darunterliegende Knospe tropfen.
Beim Schneiden einen Zapfen lassen, ca 2-3 cm, diesen nach Eintrocknen ein Jahr später sauber und ohne Stammschäden wegschneiden.
Habe die Trauben am Himbeerspailer schon geschnitten. *top*
Feigen: Hannoversche Maschseefeige, Bayernfeige Violetta, Ronde de Bordeaux, Negronne, Firoma, Brown Turkey.
Heidelbeeren: Bluecrop, Bluegold, Goldtraube, Hardy Blue, Brigitta Blue, Duke
Himbeeren: Autumn Bliss, Heritage, Pokusa, Zefa 3, Aroma Queen
Klimazone 7b
Naturraum 623.3
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Guten Morgen beisammen,
Ich habe mir überlegt, kann ich den Wein nicht nachfolgend erziehen?
Also zwei Ruten pro Rebe, eine Rute rechts lang und eine Rute links lang.
Diese Ruten sollen dann stehen bleiben, und nach oben - in Blau dargestellt - können sich die Fruchttriebe entwickeln.
Das sollte doch eigentlich auch funktionieren oder spricht etwas dagegen?

Ich habe mir überlegt, kann ich den Wein nicht nachfolgend erziehen?
Also zwei Ruten pro Rebe, eine Rute rechts lang und eine Rute links lang.
Diese Ruten sollen dann stehen bleiben, und nach oben - in Blau dargestellt - können sich die Fruchttriebe entwickeln.
Das sollte doch eigentlich auch funktionieren oder spricht etwas dagegen?

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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Gibt es über den zwei Drähten im Bild noch welche? Die Jahrestriebe an den geplanten Kordonen werden deutlich länger werden (und auch müssen für gute Qualität und Gesundheit) als die eingezeichneten blauen Striche. Ich würde noch mindestens zwei weitere Drähte, oder besser Doppeldrähte mit 5-10 cm Abstand, jeweils 50-60 cm über dem obersten Draht bzw. einander erwarten bzw. anbringen.
Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Ja, die Konstruktion hat mehrere Drähte.
Mir wäre das zu instabil.
Die Reben hätte ich vor den Pfosten gepflanzt um sie anbinden zu können.
Nur 2 Fruchttriebe rechts und links von 1 Hauptstamm in die Drähte jährlich leiten wäre meine Option.
Mir wäre das zu instabil.
Die Reben hätte ich vor den Pfosten gepflanzt um sie anbinden zu können.
Nur 2 Fruchttriebe rechts und links von 1 Hauptstamm in die Drähte jährlich leiten wäre meine Option.
Grün ist die Hoffnung
Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
@xivender,
hier mal die gängigen Erziehungsarten und die Anleitungen dazu https://www.fassadengruen.de/uw/weinreben/uw/weinstock/weinstock.html
hier mal die gängigen Erziehungsarten und die Anleitungen dazu https://www.fassadengruen.de/uw/weinreben/uw/weinstock/weinstock.html
- thuja thujon
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Welchen Vorteil hat es ein Loch in der Mitte der Laubwand zu haben?Xivender hat geschrieben: ↑29. Mai 2022, 10:32Ich habe mir überlegt, kann ich den Wein nicht nachfolgend erziehen?
Also zwei Ruten pro Rebe, eine Rute rechts lang und eine Rute links lang.
Die Basis vieler Rebschnitte besteht aus einem Zapfen und einem Strecker. Eine Rute ohne Zapfen verkennt die Tatsache, das man auch im Folgejahr was zum anschneiden braucht.
Also man kann Ruten so toll in die beste Position binden und ist damit nur ein Jahr glücklich, danach wird es oft sehr schnell chaotisch weil es keinen klaren Aufbau gibt und auch keine Strategie für die Zukunft. Es kann dann nur noch angeschnitten werden, was da ist, und das ist meist nicht dort, wo es eigentlich hingehört.
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Hallo,
ich hoffe, mir mag jemand helfen.
In unserem Garten stehen drei Reben an einem Spalier.
Jedes Jahr stehe ich davor und weiß nicht, wie ich sie richtig schneiden/ binden soll, was kommt weg, wie viel bleibt usw.
In der Vergangenheit habe ich mir schon Videos auf YouTube angesehen, aber irgendwie will der Knoten bei mir nicht platzen. Es gibt ja auch verschiedene Möglichkeiten eine Rebe zu erziehen, aber ich stelle mich dabei extrem doof an.
Der Übersichtlichkeit wegen, habe ich die drei Reben bereits ein wenig eingekürzt und fotografiert.
Ich hoffe, dass man auf den Bildern etwas erkennen kann und mir jemand Tipps geben mag, was ich nun am besten machen soll.



ich hoffe, mir mag jemand helfen.
In unserem Garten stehen drei Reben an einem Spalier.
Jedes Jahr stehe ich davor und weiß nicht, wie ich sie richtig schneiden/ binden soll, was kommt weg, wie viel bleibt usw.
In der Vergangenheit habe ich mir schon Videos auf YouTube angesehen, aber irgendwie will der Knoten bei mir nicht platzen. Es gibt ja auch verschiedene Möglichkeiten eine Rebe zu erziehen, aber ich stelle mich dabei extrem doof an.
Der Übersichtlichkeit wegen, habe ich die drei Reben bereits ein wenig eingekürzt und fotografiert.
Ich hoffe, dass man auf den Bildern etwas erkennen kann und mir jemand Tipps geben mag, was ich nun am besten machen soll.
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Unten ein Zapfen mit 2 Augen, so nah wie möglich am Stamm, darüber bzw weiter weg vom Stamm eine Rute mit zB 10 Augen.
Das wäre der klassische Schnitt.
Der chaotische Stockaufbau macht es leider nicht übersichtlicher.
Das wäre der klassische Schnitt.
Der chaotische Stockaufbau macht es leider nicht übersichtlicher.
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Hallo thuja thujon,
ich weiß, dass das alles chaotisch ist und genau das ist ja das Problem.
Wenn es um die Erziehung einer Rebe geht, bezieht sich das fast immer auf ganz junge Reben.
Aber wie, bekommt man solch verhunzte Exemplare wieder in Form?
Ist es möglich ganz neu aufzubauen?
ich weiß, dass das alles chaotisch ist und genau das ist ja das Problem.
Wenn es um die Erziehung einer Rebe geht, bezieht sich das fast immer auf ganz junge Reben.
Aber wie, bekommt man solch verhunzte Exemplare wieder in Form?
Ist es möglich ganz neu aufzubauen?
Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
ganz neu mußt du nicht,
vereinfacht, du läßt 2 Triebe, Ruten vom letzten Jahr übrig, die etwas gekürzt werden, der Rest kommt weg. Diese werden waagrecht gebogen. Daraus entstehen die neuen Fruchttriebe.
vereinfacht, du läßt 2 Triebe, Ruten vom letzten Jahr übrig, die etwas gekürzt werden, der Rest kommt weg. Diese werden waagrecht gebogen. Daraus entstehen die neuen Fruchttriebe.
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Re: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
Ich habs beim ersten Bild mal eingezeichnet.
Schwarz sind die Schnitte, weiß was übrig bleibt. Rechts die lange Rute dann noch runterbiegen und festbinden.
Schwarz sind die Schnitte, weiß was übrig bleibt. Rechts die lange Rute dann noch runterbiegen und festbinden.
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