.. andereseits habe ich letzte Woche in einem Vortrag gehoert, dass Gruenflaechen (Prozent der Gesamtflaeche war angegeben, erinnere ich nicht) die Mitteltemperatur in der Stadt im Sommer messbar (1-2 Grad) senken. Das kam im Zusammenhang mit Klimaveraenderungen. Ein Park wuerde das natuerlich auch erledigen.
schon richtig, aber grünfläche ist nicht allein nur gleich baum, grünfläche kann auch rasen, wiese, stauden, strauch sein (und ist es eigentlich sogar nur: straßenbäume gehören zu den ausstattungselementen des öffentlichen straßenlands). eine offene grünfläche halte ich in jedem fall für klimarelevanter als eine baumreihe in versiegeltem straßenland. echte kaltluftentstehungsgebiete in der stadt sind erst ab einer gewissen flächengröße wirksam, was auch bei der diskussion um die zukunft des tempelhofer feldes eine rolle spielt(e).
Was "frueher" angeht: so habe ich zB die Allee als Mittel zum Herausstreichen eines markanten Gebaeudes vor Augen- nicht nur zum Schloss auf dem Land sondern durchaus auch inneroertlich.
auch richtig - aber längs der allee steht vielleicht auch jede menge architektur, die nicht nur im winter, wenn das laub gefallen ist, einen blick verdient - oft machte es sinn, den stand der straßenbäume nicht von einer bloßen regelmäßigkeit (z.b. alle zehn meter) oder der länge von parkbuchten, sondern von der an den straßen vorzufindenden stadtstruktur abhängig zu machen. man stelle sich vor, der blick auf die
deutsche oper in der bismarckstraße wäre von bäumen verstellt (geht hier allerdings rein platzmäßig nicht, weil die oper vorgerückt steht) oder der auf das
rathaus charlottenburg - hier wurde der eingang mit säuleneichen betont, statt den bau mit silberlinden zu verstellen.
