@zwerggarten
Während die militanten Preußen ihre Nachbarn tyrannisierten, war Sachsen das kulturelle Zentrum von Deutschland. Unsere Auguste und Nachfolger hatten eine besondere Vorliebe für Kastanien, so dass diese in Dresden als Straßenbäume und insbesondere in Parks noch recht verbreitet sind. Rund um das Schloss Moritzburg gibt es ganze Kastanienwälder.
Deshalb wurde hier alles mögliche versucht, der Plage Miniermotte Herr zu werden. Bei Straßenbäumen und in Parks wird immer das Laub weitgehend beseitigt - nicht nur bei Kastanien, weil wir Dresdner eben etwas übertrieben ordentlich sind. Das geht soweit, dass in unserem Park bei Schneefall immer sofort durch den Bauhof des Stadtteils alle Wege geräumt und gestreut werden - viel eher als die Straßen und die Bürgersteige - irgendwie bekloppt, aber eben sächsisch.
Weder das Laub beseitigen noch alle möglichen Spritzmittel haben das Problem Miniermotte in den Griff bekommen - und ich kann Dir versichern, hier wurde alles mögliche und auch das allerneueste ausprobiert.
Wenn das in Berlin mit den Miniermotten anders ist, liegt das vielleicht an der überall herumliegenden Hundeschei.... Man kann ja in Berlin keinen Augenblick vom Boden aufsehen - schon ist man in einen Haufen getreten. Aber wir Dresdner verzichten lieber auf unsere Kastanien, als überall Häufchen zu verteilen.

@bristlecone
Kastanien können bei normalen Geschwindigkeiten Autoscheiben nicht durchschlagen, da Autoscheiben aus Sicherheitsglas sind. Aber Risse werden recht häufig verursacht.
Außerdem fahren Sachsen nicht so zimperlich wie die Schwaben, so dass die Aufprallgeschwindigkeit recht groß sein kann. Aber schon der plötzliche Knall kann zu gefährlichen Schreckreaktionen der Kraftfahrer führen - sozusagen der Crocodil-Dundee-Effekt.