Ich glaube so pauschal kann man das garnicht stellen. Im abschüssigen Lehmboden tun es die Iris gar nicht mal so übel und sie halten auch vieles besser und kippen nicht bei jedem Wind gleich um. Es ist nicht der Lehm sondern die Staunässe, wenn das Wasser nicht weg kann. Im Weinberg meiner Oma hatten sie es prima. Torf ( also Moorboden) mögen sie überhaupt nicht. 15 Jahre befasse ich mich nun schon mit den Iris, mindestens. Hatte sie in normaler Gartenerde, flach wie ein Centstück stehen, oft auch verdeckt und überwuchert unter anderen Stauden, oft auch zu dicht gepflanzt. Rhizomfäule hatte ich mal bei i. pallida die zu dicht Richtung teich wuchs und bei Casque d'Or. Weiter nie. Dann schaffte ich ihnen den denkbar idealsten Platz, vollsüd, gut drainierte, lockere Lösserde, genug Raum sich auszubreiten. Kalibetonte Düngung nach dem Wachstum, Kalk im Winter. Sie standen da wie eine Eins, im Hochsommer, nachdem ich sie in einem ungünstigen Zeitpunkt versetzen musste ( letztes Jahr März!) Geblüht haben sie verständlicherweise wenig, aber supergesunde Horste gemacht. Gefreut hab ich mich wie ein Schneekönig, als alle wunderbare Stengel schoben, trotz dem langen , nassen Winter/ Frühjahr bis halb April. Dann wurde es sommerlich warm, danach ein paar flinke Regentage und dann begann das Elend!
Erwinia! Rhizommfäule und davon ist momentan 1/3 meines ganzen Bestandes getroffen. Jeden Tag entdecke ich wieder neu befallene Pflanzen und lese 80 cm hohe Stengel einfach ab. Gräbt man nach der Ursache kommt man mit den Fingern in eine Art "stinkende Kartoffel"

Es ist eine Bakterie, die wohl in ungünstiger Witterung, rasendschnell um sich greift und gegen die es keine Massnahme gibt , als ausgraben, ausschneiden, abtrocknen lassen Erde wegnehmen und irgend woanders neu einpflanzen. Ja , ich glaub ich bin der Leo!

.Und es sind nicht nur die hochgezüchteten Sorten, auch bei den alten Sorten gibt es das. Ich habe an die Uni Wageningen geschrieben und noch keine Antwort. Meine Iriszüchterin sagte heute sie habe auch genug Ausfälle auf ihren Feldern gesehen. Das Super Irisjahr letztes Jahr liess die Pflanzen gut wachsen, sie haben sich enorm ausgebreitet, dann kam die schlechte Witterung langanhaltend und hat die dicken Rhizomcellen zerstört, darum dieses Dilemma. Das ist ihre Version. Ich kann nur beipflichten, die dicksten Rhizome sind am Übelsten dran. Aber auch die dicksten Rhizome von den gewöhnlichen sogenannten Unkaputtbaren. Es stimmt also nicht, wenn man denkt man hätte die idealen Umstände geschaffen, wenn man Pech hat, läuft es anders........

. LG von der stengelgeknickten Irisfool.