Nachdem ich in den letzten Tagen immer wieder keine Zeit fand versuche ich jetzt dinge zu älteren Beiträgen in diesem Thread aufzuarbeiten.
Es gab hier eine vermutliche Iris tectorum. Dazu habe ich letztes Jahr die heilsame Erfahrung gemacht. Sie wächst nur in Dachgartensubstrad. Ich hatte unzählige Sämlinge die ich auf ein Beet ausgepflanzt hatte, habe sie auch gut über den Winter gebracht. Eine feuchte woche im Mai und sie waren schlagartig weggefault bis auf 4 winzige halb verfaulte Reste. Die hab ich aufs Fensterbrett zum abtrocknen gelegt, und vergessen, da gab ihnen die Sonne den Rest. Nun hab ich die 90% leichen doch noch im Topf in Dachgartensubstrat ausgepflanzt und "oh wunder" sie haben Leben gezeigt und blühen heuer sogar.
Wenn Irissorten zu wenig blühen gibt es drei Gründe: Schlechte Sorte, oder zu wenig Sonne, oder zu wenig Nährstoffe (Stickstoff = N, vor allem). Die Düngempfehlungen in Büchern sind alle ein "Alter Hut". Man muß nicht wenig "N" düngen sonder genau düngen, denn die Spanne zwischen "zu wenig" und "zu viel" ist bei Iris nur schmal. Deshalb vorher Ausrechnen, abmessen und nicht einfach ein paar Handvoll verteilen. Seit fast 10 Jahren hat sich bei mir eine Düngung mit 30g je qm Blaukorn entec 14N+7 Phosphat+17 Kali bewährt. (entec = N wird verzögert freigesetzt). Der Zeitpunkt ist Anfang April.
Zum Thema Blütenstände abschneiden. Ich bin auch jemand der knausert und jedes bisschen Blattfläche erhält zur Kräftigung der Pflanzen. Aber Irisstiele mache ich sobald sie verblüht sind, mit einem Stemmeisen ganz unten am Rhizom ab.
Ich hab die Erfahrung gemacht, wenn man den unteren Teil mit Blatt stehen lässt muß man schon 14Tage später den Rest abmachen weil er dürr oder schlimmer fault und das Rhizom infiziert. Nur wenn ein Rhizom nur diesen einen Blattfächer hat gehe ich Kompromisse ein.
Zum Schluss noch ein Bild von Chapeau