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News: Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind. Andere gibt's nicht (Adenauer)

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Autor Thema: blattduengung - wie funktioniert das?  (Gelesen 7650 mal)

Susanne

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #15 am: 27. April 2009, 10:25:18 »

Kalk und Magnesium und Schwefel udgl., die sins auch drinnen, aber wahrlich in homöopathischen Mengen...
Überschlagsrechnung:
1 Kilo Kraut auf 10 Liter Wasser. Das Kraut hat ca. 10% Trockensubstanz. Macht 100g auf 10 Liter. Die Trockensubstanz enthält etwa 10% Asche mit den bewußten Mineralstoffen. Macht 10g auf 10 Liter. Die fertige Jauche wird aufs zehnfache verdünnt. Macht 10g auf 100 Liter oder 100 Milligramm pro Liter. Inklusive Ballaststoffen....

Oder auch 5 kg Frischkraut auf 12 l Wasser, gut verjaucht und unverdünnt auf die Wurzel gegossen. Das mehrmals und du hast eine ganz andere Rechnung, und von homöopathischen Mengen kann nicht mehr die Rede sein.

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Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #16 am: 27. April 2009, 10:26:05 »


uh oh - dann lass die Jauche doch mal prüfen - Du wirst staunen, wieviel Stickstoff das ist - oder probiere es aus.


Gruß felicia

Natürlich ist Stickstoff drinnen, nur weniger, als so mancher glaubt.
Sogar in Mineral- und vielen Trinkwässern ist Stickstoff drinnen, meist sogar mit Teststrips leicht nachzuweisen.
Und?
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Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #17 am: 27. April 2009, 10:29:04 »

Kalk und Magnesium und Schwefel udgl., die sins auch drinnen, aber wahrlich in homöopathischen Mengen...
Überschlagsrechnung:
1 Kilo Kraut auf 10 Liter Wasser. Das Kraut hat ca. 10% Trockensubstanz. Macht 100g auf 10 Liter. Die Trockensubstanz enthält etwa 10% Asche mit den bewußten Mineralstoffen. Macht 10g auf 10 Liter. Die fertige Jauche wird aufs zehnfache verdünnt. Macht 10g auf 100 Liter oder 100 Milligramm pro Liter. Inklusive Ballaststoffen....

Oder auch 5 kg Frischkraut auf 12 l Wasser, gut verjaucht und unverdünnt auf die Wurzel gegossen. Das mehrmals und du hast eine ganz andere Rechnung, und von homöopathischen Mengen kann nicht mehr die Rede sein.



Jedermänniglich spricht vom Verdünnen fertiger Jauche, wohl wegen schädlicher Begleitstoffe...
Die Mengen bleiben trotzdem eher homöopathisch.
Kannst auch mit unverdünntem Urin düngen, auch viel Stickstoff....
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_felicia

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #18 am: 27. April 2009, 10:32:19 »


uh oh - dann lass die Jauche doch mal prüfen - Du wirst staunen, wieviel Stickstoff das ist - oder probiere es aus.


Gruß felicia

Natürlich ist Stickstoff drinnen, nur weniger, als so mancher glaubt.
Sogar in Mineral- und vielen Trinkwässern ist Stickstoff drinnen, meist sogar mit Teststrips leicht nachzuweisen.
Und?

auch da widerspreche ich Dir - mehr, als so mancher glaubt ist drin. Laß es mal prüfen oder frage in den Instituten nach.
Schadstoffe sind meines Wissens keine drin. Verdünnung nur wegen Stickstoff. Informier Dich doch einfach - Mann lernt nie aus - wirst es sehen. 8)

Gruß felicia
« Letzte Änderung: 27. April 2009, 10:33:33 von _felicia »
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Susanne

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #19 am: 27. April 2009, 10:37:20 »

Zitat
Kannst auch mit unverdünntem Urin düngen, auch viel Stickstoff....

Was ist los mit dir? Schlechter Tag?
Unverdünnter Urin verbrennt Pflanzen, und das weißt du auch.

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brennnessel

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #20 am: 27. April 2009, 10:38:50 »

Zitat
Die Mengen bleiben trotzdem eher homöopathisch.
Na, und wenn schon ??? - Weniger ist bekanntlich oft mehr....... 8) !
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_felicia

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #21 am: 27. April 2009, 10:40:45 »

Hast schon recht, Lisl, aber ganz oft sind unsere Böden überdüngt, weil die Leute die Düngewirkung von Kompost und Jauche unterschätzen! Geht dann alles ins Grundwasser und verseucht die Umwelt!
Deshalb bin ich hier auch so nachdrücklich.

Gruß felicia
« Letzte Änderung: 27. April 2009, 10:42:58 von _felicia »
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Groundhog

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #22 am: 27. April 2009, 11:19:15 »

@_felicia
Meinst du mit Jauche hier auch die angesprochene Brennesseljauche oder Gülle aus der Landwirtschaft ? Wenn schon selbstangesetzte Brennesseljauche umweltschädigend ist, müssten ja alle Kleingärten mit ihren Komposthaufen grundwassergefährlich sein. "Haushaltsübliche" Mengen natürlich vorausgesetzt, ich meine nicht, daß da jemand kubikmeterweise Brennesseljauche produziert.
Gruß,
Groundhog
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Lehm

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #23 am: 27. April 2009, 11:22:31 »

Zitat
Die Mengen bleiben trotzdem eher homöopathisch.
Na, und wenn schon ??? - Weniger ist bekanntlich oft mehr....... 8) !

Leider ist aber der Placeboeffekt bei Pflanzen bislang wenig erforscht. So begnügen sie sich dann wohl mit den übertragenen, positiven Energien bzw. Informationen (Schwingungen gar?). :-X
« Letzte Änderung: 27. April 2009, 11:24:41 von Lehm »
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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #24 am: 27. April 2009, 11:29:12 »

Es scheint oft die Überzeugung zu herrschen, Brennnesseljauche wäre genauso hoch konzentriert wie 'richtige' Jauche, und das stimmt nicht. Woran auch immer die Düngewirkung von Brennesseljauche liegt, sie ist nicht so konzentriert, dass man Nitratauswaschungen ins Grundwasser ähnlich wie beim Gülleeinsatz befürchten müsste.

Woher sollte der viele Stickstoff auch kommen? Brennnesseln können nur vorhandenen Stickstoff im Boden nutzen, sie sind keine Stickstoffsammler die Luftstickstoff nutzen wie die Leguminosen.

Noch ein anderer Blickwinkel, der vielleicht hilft: wenn man nun das ganze Brennnesselkraut nicht verjauchen würde, sondern die gleiche Menge als Mulch unter den Pflanzen verteilen würde, statt damit zu gießen, hättet Ihr dann das Gefühl, dass das gleiche wäre als wenn Ihr mit Mist mulchen würdet?
Hm, ok, die Brennnesseln würden vermutlich länger zum verrotten brauchen als der Mist oder gar Jauche, aber vielleicht wird zumindest klar, dass in Brennnesseljauche nicht mehr Stickstoff drin sein kann als in den Brennnesseln, und in denen wiederum kann nicht so viel Stickstoff drin sein wie in Mist, wenn sie in normalem Wald- oder Gartenboden wachsen.

Dass Brennnesseljauche eine Düngewirkung hat bestreitet ja niemand, nur das ganze am Stickstoffgehalt festzumachen erscheint mir nicht schlüssig.

Grüße,
Robert
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_felicia

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #25 am: 27. April 2009, 11:57:14 »

Es geht mir nicht ums Rechthaben, sondern ums Verstehen:

jetzt nur mal so ein Gedanke... Kühe fressen hauptsächlich Gras/Kohlenstoff. Urin und Mist haben eine Menge Stickstoff. Wo kommt das her?
Brennessel/Rasen sind hauptsächlich Kohlenstoff - wieso hat dann die Jauche davon so viel Stickstoff und stinkt so erbärmlich?
Irgendwas muß da unterwegs passieren, so daß man das nicht 1:1 rechnen kann.

Komposter sind tatsächlich umweltbelastend, wenn sie zu naß sind und der Stickstoff ausgeschwemmt wird. Kompost darf nicht in rauhen Mengen auf die Beete ausgebracht werden, wegen Überdüngung.

Ich werde der Sache nochmal tiefer nachgehen... das ist richtig spannend. Kann nicht mal jemand den Stickstoffgehalt von Jauche messen?

Gruß felicia
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_felicia

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #26 am: 27. April 2009, 12:03:24 »

Zitat aus Martin Jauch Kompostieren so geht´s
(Herr Dipl.Ing.FH M. Jauch arbeitet am Institut für Bodenkunde in Weihenstephan)

5 Liter kompost /qm hat mehr Stickstoff als 100 g Nitrophoska spezial/qm oder 100 g/ Hornoska/qm
in Zahlen (Mittelwerte g/qm):

5l/qm Kompost: 16
100 g Nitrophoska: 12
100 g Hornoska: 8

5 l Kompost ist ein halber Putzeimer - das ist nicht viel auf 1 qm... dann noch die Jauche drüber - schon ist ein normaler Durchschnittsboden überdüngt.

Woher kommt der hohe Stickstoff im Kompost?

Gruß felicia
« Letzte Änderung: 27. April 2009, 12:12:25 von _felicia »
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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #27 am: 27. April 2009, 12:15:18 »

jetzt nur mal so ein Gedanke... Kühe fressen hauptsächlich Gras/Kohlenstoff. Urin und Mist haben eine Menge Stickstoff. Wo kommt das her?

Die meisten Rinder heutzutage stehen ja gar nicht mehr auf der Weide und fressen Gras, sondern im Stall und bekommen Silofutter (vergorener Mais?) und 'Kraftfutter' (Soja?). Proteinreiche Nahrung, und Proteine enthalten Stickstoff.
Ich weiß nicht wie es mit dem Stickstoffgehalt von Kuhfladen auf der Weide aussieht, aber auch Gras enthält natürlich Protein und damit Stickstoff. Andererseits meine ich mal gelesen zu haben, dass Wiederkäuer auch Protein aus der Verdauung der Bakterien gewinnen, welche in ihren Mägen das Gras verarbeiten. Nun wäre die Frage, ob die Bakterien das Protein ausschließlich aus dem Gras und den Kräutern der Wiederkäuernahrung gewinnen, oder ob darunter auch welche Luftstickstoff nutzen (glaube ich eigentlich nicht).

Zitat
Brennessel/Rasen sind hauptsächlich Kohlenstoff - wieso hat dann die Jauche davon so viel Stickstoff und stinkt so erbärmlich?

Brennnesseln dürften schon deutlich mehr Protein und damit Stickstoff enthalten als Gras. Übrigens fressen Kühe selbst wenn sie auf der Weide stehen ja nicht nur Gras, sondern z.B. auch Klee, der immerhin zu den Stickstoffsammlern gehört.

Zitat
Irgendwas muß da unterwegs passieren, so daß man das nicht 1:1 rechnen kann.

Tiere entnehmen der Nahrung ja verschiedene Stoffe, z.B. Kohlenhydrate und auch Wasser. Also: die Kuh frisst (wenn sie auf der Weide stehen sollte) Gras, Klee und andere Kräuter. Sie verdunstet einen Teil Wasser, ein anderer wird mit dem Urin ausgeschieden. Bakterien in ihren Mägen zersetzen Zellulose, so dass die Kuh Kohlenhydrate aufnehmen kann. Sie nimmt auch Proteine auf, aber ich vermute, insgesamt werden die Feststoffe in der Nahrung auf dem Weg durch das Verdauungssystem aufkonzentriert.

Zitat
Komposter sind tatsächlich umweltbelastend, wenn sie zu naß sind und der Stickstoff ausgeschwemmt wird. Kompost darf nicht in rauhen Mengen auf die Beete ausgebracht werden, wegen Überdüngung.

Ja, ob die Pflanzen nun durch die Kuhbakterien und die Kuh wandern oder durch die Kompostbakterien und den Regenwurm - so groß ist der Unterschied nicht. Der Nährstoffgehalt von Kompost müsste in einer ähnlichen Größenordnung liegen wie der von Mist, wenn dem Kompost wenig Erde zugeführt wurde und der Mist nicht nur aus Kraftfutter entstand.

Das sollte man sich mal klarmachen.


Grüße,
Robert
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Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #28 am: 27. April 2009, 12:32:35 »

5 Liter Kompost sind auch gewichtsmäßig viel mehr als 100g üblicher Dünger....

Der Stickstoff in den Brennnesseln kommt hauptsächlich aus dem relativ hohen Eiweißgehalt.
Bei der Vergärung geht ein erheblicher Anteil in die Luft - umsonst stinkt das Zeug nicht so.

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Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #29 am: 27. April 2009, 12:33:11 »

Zitat
Kannst auch mit unverdünntem Urin düngen, auch viel Stickstoff....

Was ist los mit dir? Schlechter Tag?
Unverdünnter Urin verbrennt Pflanzen, und das weißt du auch.



Deswegen wird die Brennnesseljauche auch verdünnt....
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