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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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|10|11|Das Geld geht hinkend ein und tanzend fort. (Alte Weisheit)

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Autor Thema: Der Gemüseclub  (Gelesen 152877 mal)

Gänselieschen

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #75 am: 06. Mai 2009, 11:01:59 »

Glück für Dich, sozusagen Glücksschweine...

Bei mir kommen jetzt auch keine Schweine mehr rein, seit die äußeren Nachbarn einen fetten Naturzaun geschichtet haben. Das reicht für alle Gärten. Wir müssen nur noch nach hinten sichern. Von vorn aus dem Wald am Haus vorbei trauen die sich nicht. Haben bisher nur mal Rehe geschafft. Denen schmecht besonders Salat und frisch ausgetriebene Buschbohnen ;D Die kommen aber nach zweimal Abfressen noch viel buschiger daher.
Habe dann auch den Weg gefunden und versperrt. Mir war sehr nach Rehbraten.

L.G.
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Soho

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #76 am: 06. Mai 2009, 14:26:37 »

Hallo,
ich möcht da mal noch einen ganz anderen Aspekt zum Thema "Ein Hoch auf den Gemüsegarten" einwerfen.

Kennt irgendwer aus dieser Runde den Film "How Cuba suvived the Oil Crash" - Wie Kuba den Ölschock überlebte? (Nähere Infos hier: http://www.globalpublicmedia.com/articles/657 )

Da wird abgesehen vom ästhetischen und gesundheitlichen Standpunkt des Gemüseanbaus ein weiterer wichtiger, ja entscheidender Faktor ins Licht gerückt, nämlich das Ende des Ölzeitalters und die daraus folgende Notwendigkeit von der industriellen Nahrungsmittelproduktion auf kleinräumige und lokale Produktion überzugehen.
Ein krasses Beispiel: In Kuba wurden (bedingt durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Fehlen fossiler Brennstoffe/Öl/Benzin) städt. Parks für den Gemüseanbau freigegeben !!!
Man stelle sich nur mal deutsche Stadtparks mit Reihen von Karotten und Zwiebeln vor :-)

Wenn das also kein Ansporn ist, sich mit Gemüseanbau zu beschäftigen ... was dann?!

Soho
« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 14:27:18 von Soho »
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frida

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #77 am: 06. Mai 2009, 14:43:13 »

Mir gefällt der Spaten für den 6-jährigen Nachwuchs und mir gefällt die Umwandlung von Stadtpark in Gemüseacker.

Unsere Erfahrungen werden in schweren Zeiten viel wert sein. Wenn ich solche Endzeitphantasien habe, frage ich mich aber immer, ob sich nicht derjenige, der am skrupelosesten und am stärksten ist, einfach das Gemüse aus Nachbars Garten oder Küche holen wird.

Dann weiß ich zwar immer noch besser, wie ich Kartoffeln und Co anbauen, aber habe nix davon.....
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Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)

Soho

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #78 am: 06. Mai 2009, 17:15:29 »

Hallo Frida,

ich denk - oder hoff es zumindest - dass diese "Jeder-gegen-jeden" Mentalität in den wirklich harten Zeiten einem Sinn für ein gemeinsames grösseres Problem weichen wird. Kuba beweist es in dieser Zeit und Russland nach dem Zusammenbruch auch. Es geht dann eher darum, wie man ohne grosse finanzielle Möglichkeiten überleben kann, ohne die uns selbstverständlichen Energieresourcen, ohne den Ferntransport von Waren und Gütern.

Die Menschen dort sind zusammengerückt, es entstehen Tauschhandel und Wechselbeziehungen nach dem Motto: Wenn du mir meine Pumpe reparieren kannst, dann bekommst du einen Korb voll Gemüse.

Und hier sind unsere Erfahrungen als Gemüseanbauer wichtig und wertvoll, für uns und für unser unmittelbares Umfeld - zum einen, um uns selbst ernähren zu können, zum andern um wertvolle Tauschware bzw. Tauschwissen zu haben, das ist einer postfossilen Gesellschaft wichtig wird.

Ich hoffe, ich hab dieses Thema jetzt nicht zu weit von der ursprünglich von Lehm intendierten Diskussion weggebacht. Aber ich halte diesen Aspekt für wirklich wichtig.

Soho
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max.

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #79 am: 06. Mai 2009, 17:22:22 »

hier ist die postapokalyptische gemüsegärtneridylle in ihrer ganzen verwunschenen schönheit zu sehen.
ort: tiergarten, berlin, 1946.
im hintergrund grüßt der zerbombte reichstag.

« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 17:22:49 von max. »
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Lehm

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #80 am: 06. Mai 2009, 17:23:48 »

Doch nicht so einladend.
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Soho

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #81 am: 06. Mai 2009, 17:49:51 »

Lieber Max,
die feine Klinge des Spotts seh ich wohl - und kann damit gut leben :-)

Aber im Ernst: Es geht mir da nicht um apokalyptische Visionen, zerbombte Häuser haben hier keinen Platz. Worum es mir geht, ist dass es (egal ob wir das nun gut finden oder nicht) einen Wechsel geben wird - und zwar von den argentinischen Birnen zu einheimischen, vom spanischen Gemüse zu einheimischen, von den ägyptischen Frühkartoffeln zu den einheimischen.
Und zwar ganz einfach aus dem Grund, dass unsere fossilen Brennstoffe endlich sind und wir (laut den entsprechenden Fachleuten) ds Fördermaximum erreicht haben. D.h. ab jetzt wirds weniger und weniger Öl/Benzin geben (gut die Wirtschaftskrise hält diese Entwicklung auf, wird sie aber nicht ändern). Und damit wird es schlicht und einfach demnächst wirtschaftlich uninteressant Nahrungsmittel um die halbe Welt zu fliegen, weils zu teuer sein wird.

Und da muss ich sagen: Ja, ich find das gut, wenn wir uns wieder um den Eigenanbau kümmern (müssen), ja, ich find das richtig, dass man wieder die alten Sorten von Winteräpfeln und Winterbirnen ausgräbt anstatt die üblichen fünf Sorten von Chile oder Argentinien einzufliegen. Ja, ich find das gut, wenn man mit erheblich reduziertem Dünger- und Spritzmittelbedarf gärtnert und Lebensmittel anbaut (denn auch diese Stoffe sind letztendlich Ölderivate) - und damit altes gärtnerisches Wissen um Boden und Wachstum von bestimmten Sorten wieder braucht.

Ich glaub nicht wirklich an eine Apokalypse, sondern eher an einen Übergang und je mehr Menschen sich auf diesen Übergang vorbereiten, bevor er zwingend notwendig ist, desto sanfter wird er.

Soho
« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 17:52:41 von Soho »
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_felicia

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #82 am: 06. Mai 2009, 17:56:55 »

Hallo Soho,
ich hoffe, daß die Menschen wirklich zusammenhelfen können.

Manchmal bin ich überrascht, wie wenig Gartenbesitzer über Gemüse wissen. Am Land ist das noch anders - da gibt es manchmal die Oma (noch), die dieses Wissen hat. Auch wenn keiner danach fragt, die Jungen sehen, was die Oma macht und es bleibt was hängen.

Aber in der Stadt oder stadtnah? Da ist so ein forum eine wunderbare Sache - sozusagen die "Internet-Oma" die bei Problemen und Fragen hilft.
Ich finde das super. :D

Gruß felicia
« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 17:57:15 von _felicia »
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...ist es nicht ein schöner Tag?

WernerK

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #83 am: 06. Mai 2009, 17:57:43 »

Ich glaub nicht wirklich an eine Apokalypse, sondern eher an einen Übergang und je mehr Menschen sich auf diesen Übergang vorbereiten, bevor er zwingend notwendig ist, desto sanfter wird er.

ich finde deine Einstellung ja gut und ich teile sie auch in gewisser Weise, nur fürchte ich du siehst die Sache zu rosarot. Den der Bruchteil der Menschen die sich heute noch hobbymäßig mit dem Gemüseanbau beschäftigen, macht das Kraut nicht fett. Die überwiegende Mehrheit ist inzwischen der Ansicht, Gemüse kommt, wie auch Fleisch und andere Nahrungsmittel, aus dem Supermarkt.
Selbst unter Gärtnern ist bei vielen die Meinung verbreitet, das man Jungpflanzen kaufen muß, dass man die auch selber ziehen kann, überrascht doch viele.

Gruß Werner
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_felicia

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #84 am: 06. Mai 2009, 18:02:09 »


Selbst unter Gärtnern ist bei vielen die Meinung verbreitet, das man Jungpflanzen kaufen muß, dass man die auch selber ziehen kann, überrascht doch viele.

Gruß Werner

 :o uh oh, stimmt auch ... aber - dann erzählen wir´s ihnen :D
« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 18:03:06 von _felicia »
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Soho

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #85 am: 06. Mai 2009, 18:12:16 »

Hallo Werner & Felicia, freut mich dass die Diskussion so interessiert aufgegriffen wird!

Um Deine Bedenken zu zerstreuen, dass ich die Dinge vielleicht doch etwas zu rosarot sehe, möchte ich nochmal auf das oben erwähnte Beispiel Kuba zurückkommen. Dort wurde schleunigst (nachdem der Energiesektor zusammengebrochen war) an der Ausbildung von Gärtnern gearbeitet - und zudem haben sie sogar Kurse im Führen von Ochsen (!!) gegeben, weil das nur noch ein paar Alte konnten und dieses Wissen angesichts der dortigen Energiekrise unbedingt erhalten und weitergegeben werden musste.

Daraus lässt sich folgern, dass wenn der Druck nur gross genug ist, es zu raschen und tiefgreifenden Veränderungen kommen wird und muss.

Ich gab ja ehrlich zu, dass ich mich oft auch wundere, wieso die Leute ihre ganzen Gärten mit Ziergewächsen vollpflanzen. Aber ich denk mir dann: Gerodet ist schnell, wenn Not an Mann/Frau ist - und Johannisbeeren lassen sich auch relativ rasch pflanzen und dann ernten.

Soho
« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 18:19:43 von Soho »
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WernerK

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #86 am: 06. Mai 2009, 20:40:42 »

Um Deine Bedenken zu zerstreuen, dass ich die Dinge vielleicht doch etwas zu rosarot sehe, möchte ich nochmal auf das oben erwähnte Beispiel Kuba zurückkommen. Dort wurde schleunigst (nachdem der Energiesektor zusammengebrochen war) an der Ausbildung von Gärtnern gearbeitet - und zudem haben sie sogar Kurse im Führen von Ochsen (!!) gegeben, weil das nur noch ein paar Alte konnten und dieses Wissen angesichts der dortigen Energiekrise unbedingt erhalten und weitergegeben werden musste.

Daraus lässt sich folgern, dass wenn der Druck nur gross genug ist, es zu raschen und tiefgreifenden Veränderungen kommen wird und muss.

naja, dann muß ich eigentlich hoffen, dass diese Situation möglichst bald bei uns eintritt. Als Gemüsegärtner, Angler und Jäger bin ich ja dann eigentlich der prädestinierte Ausbilder und könnte mich vor Arbeit kaum retten.
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max.

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #87 am: 06. Mai 2009, 21:26:34 »

mit den letzteren beiden teilberufen kannst du zwar bei mir punkten, aber sicher nicht beim clubinitiator.
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Färberwau

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #88 am: 06. Mai 2009, 21:37:03 »

Zitat
Hallo Werner & Felicia, freut mich dass die Diskussion so interessiert aufgegriffen wird!

Wenn wir Versorgungsmangel und Qualitätsmangel gleichsetzen, dann existiert das Problem seit vielen Jahren und in vollem Umfang. Auch für gutes Geld kann der qualitätsbewusste Konsument nicht die Produkte erstehen, die er haben will. Oder besser gesagt, die ihm ausserordentlich wichtig sind.

Der Wunsch, natürlich erzeugtes Obst und Gemüse in optimaler Frische zu erhalten, ist -neben dem Spass an der Freud- für mich die Triebfeder für mein Tun im Hausgarten.
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Lasst uns mehr Natur wagen!

Buchsini

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Re:Der Gemüseclub
« Antwort #89 am: 06. Mai 2009, 21:39:54 »

Hallo,


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Buchsini
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