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Autor Thema: Frage zu Glyphosat  (Gelesen 556499 mal)

thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4620 am: 13. Mai 2022, 14:43:00 »

100k ist ein Wort. Also statt 50m Sicherheitsabstand im städtischen Straßenverkehr 5000km. Das ist die Strecke von Berlin-Mongolei. Innerstädtisch ist das schwer umsetzbar.
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Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4621 am: 13. Mai 2022, 15:04:04 »

Anschaulicher Vergleich!  ;D
Wobei genau genommen nicht der Sicherheitsabstand vergrößert wurde, sondern die Wirkungsschwelle gesenkt.
.
Vielleicht eher so:
Bislang hielten wir die üblichen 1,5-Volt-Batterien im Haushalt für sicher. Nun haben Studien gezeigt, dass schon bei sehr viel niedrigeren Spannungen Veränderungen in Nervenzellen nachweisbar sind.
Zukünftig beträgt die als tolerabel angesehene Höchstspannung von Batterien im Haushalt daher nur noch 0,000015 Volt.
« Letzte Änderung: 13. Mai 2022, 15:07:26 von Bristlecone »
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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4622 am: 16. Mai 2022, 13:13:02 »

Vielleicht ist das alles nur ein Ausweg aus der Zwickmühle, wie man genügend Nahrungsmittel bereitstellen kann, wenn Ukraine und Russland ausfallen.
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4623 am: 16. Mai 2022, 13:35:45 »

Nahrungsmittel kann man bereit stellen, wenn es die Produktionsbedienungen zulassen.
Das wird zunehmend politisch verhindert.

Nur mal so am Rande: wir haben einen Agraminister, der es verurteilt, das Indien einen Exportstop auf Getreide verhängt, weil sie eine Hungersnot im eigenen Land befürchten. Sie wollen ihr eigenes Getreide essen, weil das vom Weltmarkt aktuell zu teuer ist. Und dies kritisiert unser Agrarminister, während er gleichzeitig nicht die 4% ÖVF freigegeben hat wie seine EU-Kollegen und auf dem Ziel 30% Bio beharrt, (15% Ertragsverlust bei der Getreideproduktion?). Die Absatzquoten bei Bio-Lebensmitteln sinken jetzt schon, es verkauft sich nicht in einer Krise und mit Inflation. Manch konventionelles Getreide wird heute schon teurer als Bio-Getreide gehandelt. 30% Bio fordern heißt am Markt vorbeiproduzieren, das kostet nicht nur viele Biobauern ihre Existenz, sondern auch viele Hungertode, wenn D weniger Getreide exportiert.

Nunja, ein Politikum.
Hat mit Glyphos nichts zu tun.
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Nox

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4624 am: 16. Mai 2022, 15:30:19 »

Genau das ist der Punkt: Es werden Wunschträume an die Politiker herangetragen und diese beeilen sich, alles zu versprechen, was gefordert wird.
Im Ukrainekrieg hat sich schon ein Teil seiner Parteigenossen an die Realität angepasst, bei ihm braucht's halt etwas länger.
Ich habe schon immer darauf hingewiesen, dass Bio, Artenschutz und Umweltschutz nur gelingen können, wenn das Bevölkerungswachstum gestoppt wird.
Gerade eben bekommen wir life vorgeführt was passiert, wenn nur ein kleines bisschen schief läuft.

Was ist ÖVF ?
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4625 am: 16. Mai 2022, 15:35:56 »

Ökologische Vorrangflächen. Die EU möchte das 4% der Fläche aus der Nahrungsmittelproduktion genommen wird. Dort soll der Aufwuchs nur gemäht und untergepflügt werden, für die Artenvielfalt.
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Asinella

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4626 am: 16. Mai 2022, 16:00:31 »

Andererseits: solange riesige Mengen an Lebensmitteln im Müll landen, der größte Teil davon in den Privathaushalten, gäbe es hier auch ein erhebliches Potential für "mehr" Nahrungsmitteln unter Erhalt von Naturschutzflächen. Aber dann müssten die Leute ja ihr Verhalten ändern oder gar zwei Mal das gleiche essen, und das kann man ja schließlich niemandem zumuten.
Ich möchte nicht wissen, wie viel von dem gehamsterten Mehl wegen abgelaufenem MHD (und damit akuter Gesundheitsgefahr  ::)) irgendwann im Müll landet.
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Staudo

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4627 am: 16. Mai 2022, 16:08:44 »

Ab morgen wird der Teller leer gegessen!  ;)
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Nox

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4628 am: 16. Mai 2022, 16:20:05 »

Andererseits: solange riesige Mengen an Lebensmitteln im Müll landen, der größte Teil davon in den Privathaushalten, ...

Bist Du sicher, dass das so stimmt ?
Kantinen und Gastwirtschaften müssen von Gesetz wegen alles wegschmeissen, was nicht verzehrt wurde. Ich glaube, man darf es nichtmal mehr zu Tierfutter machen, seit dem Rinderwahnsinn.
Es gibt so viele widersprüchliche und widersinnige Gesetze, jeder Computer würde abstürzen, wenn er das als Betriebssystem hätte. Naja, unsere Gesellschaft ist ja auch nicht weit davon entfernt.
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Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4629 am: 16. Mai 2022, 16:31:30 »

Quelle: Lebensmittelabfälle in Deutschland: Aktelle Studie über Höhe der Lebensmittelabfälle nach Sektoren*
Der Studie zufolge beträgt die Gesamtabfallmenge rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle (Frischmasse).
...
Der Großteil der Lebensmittelabfälle entsteht mit 52 Prozent (6,1 Mio. Tonnen) in privaten Haushalten, dazu gehören neben übrig gebliebenen Speiseresten z. B. auch Nuss- und Obstschalen sowie Knochen.
Jeder Verbraucher und jede Verbraucherin wirft demnach etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg.

.
*Dazu auch hier:
UBA: Ein Drittel der Lebensmittel wird verschwendet.
Dabei ist die Bananenschale nicht vermeidbar und meist sind es auch die äußeren Blätter des Kopfsalats nicht, jedoch sind es gerade frische Lebensmittel, die den vermeidbaren Anteil unserer Lebensmittelabfälle ausmachen. Einer Studie zufolge entfallen 35 Prozent der Lebensmittelabfälle auf frisches Obst und Gemüse, 13 Prozent machen Brot und Backwaren aus, gefolgt von Getränken (12 Prozent) und Milchprodukten (9 Prozent).
Ein weiterer Befund der Untersuchungen: Je jünger der Haushaltsvorstand, desto mehr potenziell verwertbare Lebensmittel werden weggeworfen. Haushalte mit älteren Personen werfen tendenziell weniger weg.

Letzteres dürfte eine Folge mangelnder Lebensmittelkenntnisse sein bei gleichzeitiger Furcht, sich mit Lebensmitteln zu vergiften, die auch nur irgendwie nicht "frisch und knackig und makellos" aussehen.
« Letzte Änderung: 16. Mai 2022, 16:45:51 von Bristlecone »
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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4630 am: 17. Mai 2022, 17:39:52 »

Unglaublich, Brissel hat gleich wieder Literaturangaben parat.
Und ich habe sie sogar gelesen, danke!

Aus dem ersten Link:
"Demnach umfasst der Begriff "vermeidbare Lebensmittelabfälle" jene Lebensmittel, die zum Zeitpunkt ihrer Entsorgung noch uneingeschränkt genießbar sind oder die bei rechtzeitigem Verzehr genießbar gewesen wären. Der Begriff "nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle" umfasst jene Lebensmittelabfälle, die üblicherweise im Zuge der Speisenzubereitung entfernt werden (z. B. Knochen oder Schalen)."

also wie gesagt, zu diesem hohen Prozentsatz der unerhörten Lebensmittelverschwendung kommt man, indem auch das Wegwerfen von Knochen und Schalen eingerechnet wird.

Und noch etwas aus diesem Link:
"Derzeit gibt es keine statistischen Erhebungen in denen Lebensmittelabfälle gesondert erfasst werden. Denn Lebensmittelabfälle werden nicht getrennt entsorgt, sondern z. B. über die Bio-Tonne, den Kompost, die Restmülltonne oder durch Verfütterung an Haustiere. Die Hochrechnung der Abfallmengen und die Ausweisung vermeidbarer Anteile basiert dabei größtenteils auf nicht repräsentativen Stichproben aus der Literatur. Vor diesem Hintergrund stellen die ermittelten Mengen und deren Vermeidungspotenziale eine Abschätzung dar."

Gut, anhand von dem, was die Leute mir an trockenem Brot für die Hühner bringen, wird offensichtlich wirklich sehr viel Gebäck weggeschmissen - oder aber auch nicht, wenn es als Tierfutter dient (die dann ihrerseits Eier und Fleisch liefern).

Andererseits ist es bei solchen Zahlen, gewonnen durch "nicht repräsentative Stichproben" auch leicht möglich, dass die jeweilige NGO mal kräftig in die Trickkiste greift, um ihr Anliegen zu einem Skandal aufzubauschen.
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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4631 am: 18. Mai 2022, 11:02:33 »

Der Vollständigkeit halber sollte man aber auch erwähnen, das zB Gemüse nicht abgeerntet wird, bzw auf dem Feld verbleibt, weil es nicht makellos genug ist. Da kommen auch nicht unerhebliche Mengen zusammen.
Wenn man mal einen Hektar Möhren oder Kartoffeln mit Drahtwurmbefall nicht aberntet, kommen da einige Tonnen zusammen. Wohlbemerkt, von einer Fläche von nur 100x100m.

Ich mache demnächst mal ein Foto, wie ein Frühlingszwiebelfeld nach der Ernte aussieht, das ist immer noch grün und die Zwiebeln würden einer Familie über 10 Jahre reichen. Da kann man wirklich Schubkarrenweise stoppeln gehen, wenn man vorher gefragt hat.
Grund für das liegenlassen sind zB gelbe Blattspitzen.
Oder bei Radieschen gelbe Keimblätter, das nimmt der Handel nicht, und so wirds untergepflügt, als Nährstoffe oder Problem für die Folgekultur. 
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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4632 am: 18. Mai 2022, 16:17:21 »

Das ist wirklich schlimm so - aber da nutzen auch keine Apelle an den Endverbraucher.
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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4633 am: 18. Mai 2022, 16:53:22 »

Ja, das nutzt wenig, es wird gekauft was verfügbar ist.

Da gab es Gespräche mit dem Handel zum Thema, aber Aldi, Lidl und Co befürchten Wettbewerbsnachteile wenn sie zB Bundradieschen mit gelben Keimblättern ins Sortiment aufnehmen würden. Da möchte keiner allein den Anfang machen, das müsste schon koordiniert von oben angeordnet werden. Krumme Äpfel Klasse 2 können sie sich aber mit viel Werbegetöse ins Regal legen und da sind sie richtig stolz drauf, das die Äpfel Klasse 2 nicht zu Saft verarbeitet werden mussten, da klopfen sie sich richtig auf die Nachhaltigkeits-Schulter.
Bei den Bundradieschen wäre es ein Beitrag zum Grundwasserschutz, weil die Stickstoffdüngung um gut 20% gesenkt werden könnte und weniger N min nach der Ernte im Boden verbleiben würde, wenn Radieschen mit gelben Keimblättern kein Müll sondern gesundes Gemüse wären.
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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4634 am: 18. Mai 2022, 18:55:10 »

Ich habe auch schon geputzte Radieschen ohne Blätter, dafür halt leider in Plastikschälchen mit Deckel gesehen. Solches verzehrfertiges Gemüse und auch Obst (Ananas) entdecke ich immer häufiger im Regal, hab's aber noch nicht gekauft. So viel Zeit hab' ich noch.
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