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Autor Thema: Frage zu Glyphosat  (Gelesen 581581 mal)

Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4680 am: 09. September 2022, 10:21:04 »

Ja, hatten wir hier auch schon, ein paar Seiten zurück.
Bitte selbst suchen und nachlesen.

Es ist sinnlos: Es werden in der Presse immer wieder dieselben Zweifel vorgebracht, auch wenn darauf schon xmal reagiert wurde mit Verweis auf Studien und Bewertungen, die sich ausführlich damit auseinander gesetzt haben.

Dieser Thread hier hat jetzt auch schon über 3500 Seiten, auf denen immer und immer wieder erklärt und erläutert wurde.
Und: Es geht immer wieder von vorne los.


Stellvertretend nur eins:

Die Originalstudie, die du zitierst, ist nicht frei zugänglich, nur gegen Bezahlung.
Aber das Manuskript der Autoren gibt es frei im Netz: http://cehn-healthykids.org/wp-content/uploads/2017/07/EHP_GLY_Microbiome_2015.pdf

Auf Seite 4 wird mit Verweis auf eine Studie von Seralini behauptet, Glyphosat und dessen Abbauprodukte würden in der Umwelt akkumulieren.
Eine Seite weiter werden dann mit Verweis auf Seralinie-Studien Behauptungen über die krebserzeugenden Wirkungen von Glyphosat aufgestellt.

Die Seralinie-Studien sind in der seriösen wissenschaftlichen Toxikologie kein ernstzunehmender Diskussionsgegenstand mehr. Auch die IARC hat in ihrer berühmten und umstrittenen Bewertung klar gesagt, dass diese Studien nicht geeignet sind, um daraus irgendwelche belastbaren Schlussfolgerungen zu ziehen.

Über Eric Seralini kann man sich z.B. auch bei Psiram informieren: hier

Wer Seralini als Bezug zitiert, sämtliche seriösen Studien zu toxischen und krebserzeugenden Wirkungen von Glyphosat aber nicht nennt - und die gibt es haufenweise, wenn man z. B. nur mal in den Bericht des RAC bei der ECHA schaut - der hat entweder selbst keinen Überblick oder - der Verdacht liegt näher - er verschweigt diese Arbeiten bewusst, weil sie nicht in sein/ihr Verdachtsgebäude passen, dass er/sie da aufbaut.

In beiden Fällen ist das wissenschaftlich unseriös. 

Ein paar Zeilen weiter (S. 6) werden unter Bezug auf Arbeiten von Monika Krüger Behauptungen über schädigende Wirkungen von Glyphosat bei Nutztieren aufgestellt. Die Arbeiten von Monika Krüger haben vor Jahren einiges Aufsehen erregt und wurden intensiv nachgeprüft. Sie ließen sich nicht bestätigen und gelten als widerlegt.

All das hatten wir hier auch in diesem Thread. Ich kann nur empfehlen, sich die Mühe zu machen und tatsächlich alle gut 3500 Beiträge mal anzuschauen.


"Interview mit Mariah Finckh  von der Uni Kassel-Witzenhausen ( Fachbereich Pflanzenschutz in der ökologischen Landwirtschaft)" - ich muss es leider sagen: Wenn das die Fachkompetenz der ökologischen Landwirtschaft ist, dann möchte ich mit der lieber nichts zu tun haben.
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MarkusG

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4681 am: 09. September 2022, 10:54:43 »

Danke Bristlecone für Deine Geduld in dieser Sache! :D

Seit wir eine kleine Gärtnerei haben, bin ich vom Ausmaß des Aberglaubens einiger Kunden geschockt.
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555Nase

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4682 am: 09. September 2022, 17:13:10 »

Panzer sind garantiert tödlich, werden aber trotzdem produziert UND eingesetzt ! Hat da auch schon mal jemand Studien erstellt und jahrelang darüber diskutiert ? Alles nur scheinheilige Doppelmoral, wem es nützt und daran verdient, geht über Leichen oder erschlägt die Würmer mit dem giftigen Hammer. ;D
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4683 am: 09. September 2022, 17:37:08 »

.
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elis

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4684 am: 12. September 2022, 13:37:28 »

https://vital-life-food-summit.de/interview/nico-da-vinci-2/

Da läuft gerade ein Onlinekongreß, da ist ein Video über Glyphosat dabei, der ist nur noch bis 18 Uhr zum sehen. Sehr interessant.

lg. elis
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Felcofan

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4685 am: 12. September 2022, 14:25:32 »

Der im Link erscheinende Nico da Vinchi tritt insgesamt eher plakativ auf, ich habe mir seine Glyphibel angeschaut, keine einzige Zahl, kein Grenz- oder MEsswert, nur :huhh, hier gibt es auch Glyphosat".

aus meiner Sicht also eher einer aus dem Angstmacher-Lager.

@Brissel: hast du zufällig parat, ob/ was es mit Glyphosat und Damrflora (oder antibiotischer Wirkung) auf sich hat? Der Punkt wird häufig von den Ablehnern gebracht, ebenso von dem dänischen Schweinezüchter. Wie gesagt, bei den Ferkelchen wäre ja noch denkbar, dass der genmanipulierte Soya im Paket mit Glyphosat-Rückständen gewirkt hat. Es gab anscheinend mindestens eine Korrelation zwischen Import-Soya für die Muttersauen und Ferkelmissbildung.

Was ich persönlich total tückisch finde wg Recherche: selbst mit etwas Vorwissen und sowas wie Medienkompetenz ist es total schwierig, die seriös-schwurbler (also, wirkt medizinisch, hat Ärzte im Hintergrund, Studien etc, aber Logik-Kurzschlüsse oä) von den gründlich-transparenten Studien zu unterscheiden.

nadenn, liebe Grüße,
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4686 am: 12. September 2022, 14:33:13 »

Ja, man muss da schon etwas tiefer in der Materie drin sein um es deuten zu können.

Dem Journalisten Nico da Vinci ist es scheinbar nicht gelungen.
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Nox

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4687 am: 12. September 2022, 15:03:13 »

Dem Ferkelzüchter würde ich empfehlen, mal zu schauen, was sonst noch zusammen mit dem "Gen"-Soja geliefert wurde.
In den Herkunftsländern gibt es so etliches, was hier schon lange nicht mehr zugelassen ist und dann evt. noch Schimmel etc.
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Querkopf

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4688 am: 12. September 2022, 15:26:02 »

@555Nase, zu #4682: Stammtisch(dumm)geschwätz war noch nie erkenntnisfördernd :-X.
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555Nase

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4689 am: 12. September 2022, 16:55:23 »

@555Nase, zu #4682: Stammtisch(dumm)geschwätz war noch nie erkenntnisfördernd :-X.

Deine Feststellung ist zwar richtig, aber eine Erkenntnisförderung ist daran auch nicht erkennbar. ???
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4690 am: 12. September 2022, 17:35:23 »

@Brissel: hast du zufällig parat, ob/ was es mit Glyphosat und Damrflora (oder antibiotischer Wirkung) auf sich hat? Der Punkt wird häufig von den Ablehnern gebracht, ...

Was ich persönlich total tückisch finde wg Recherche: selbst mit etwas Vorwissen und sowas wie Medienkompetenz ist es total schwierig, die seriös-schwurbler (also, wirkt medizinisch, hat Ärzte im Hintergrund, Studien etc, aber Logik-Kurzschlüsse oä) von den gründlich-transparenten Studien zu unterscheiden.
.
Ja, da wird es sehr schwierig. Ich versuchs mal aus dem Gedächtnis.
Glyphosat hat in vitro (also bei Tests in der Kulturschale) in hohen Konzentrationen auf manche Bakterien eine wachstumshemmende Wirkung. Das dürfte damit zusammenhängen, dass Glyphosat einen Stoffwechselweg blockiert, der nicht nur in Pflanzen, sondern auch in Bakterien vorkommt.
.
Es gibt Feldstudien, in denen man die Bakterienflora in Insekten untersucht und versucht, Zusammenhänge zwischen Glyphosat, Veränderungen des so genannten Mikrobioms (die Gesamtheit der Mikroben, oft anhand von DNA- oder Proteinmustern gemessen, man kann ja nicht alle Mikrobenarten bestimmen) im Verdauungstrakt der Tiere und eventuell Auswirkungen auf die Insekten herzustellen.
.
Eine der Schwierigkeiten bei solchen Untersuchungen, übrigens auch beim Menschen: Das sind zunächst mal Korrelationen, keine kausalen Zusammenhänge.
Wenn sich tatsächlich kausale Zusammenhänge ergäben, also "Population A mit Glyphosat" hat im Vergleich zu "Population B ohne Glyphosat" und wegen des Glyphosats ein anderes Mikrobiom im Darm, ergäbe sich die nächste Schwierigkeit: Was hätte das zu bedeuten?
.
Es ist sicher, dass jede Änderung der Ernährung irgendwelche Veränderungen in der Darmflora mit sich bringt. Ebenso lassen sich in Abhängigkeit von unserer Ernährung alle möglichen Veränderungen in unserem Körper nachweisen. Das ist zunächst mal auch gut so, denn würde unser Körper darauf gar nicht reagieren, wäre er tot. 
Der Ansatz kann also nicht sein, jedwede Veränderung gleich welcher Art als unerwünscht zu betrachten und verhindern zu wollen. Man muss vielmehr herausfinden, was nachteilig ist und was nicht. Und das ist bei solchen Veränderungen wie hier genannt sehr schwer.
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Felcofan

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4691 am: 13. Oktober 2022, 17:57:22 »

@Brissel: hast du zufällig parat, ob/ was es mit Glyphosat und Damrflora (oder antibiotischer Wirkung) auf sich hat? Der Punkt wird häufig von den Ablehnern gebracht, ...

Was ich persönlich total tückisch finde wg Recherche: selbst mit etwas Vorwissen und sowas wie Medienkompetenz ist es total schwierig, die seriös-schwurbler (also, wirkt medizinisch, hat Ärzte im Hintergrund, Studien etc, aber Logik-Kurzschlüsse oä) von den gründlich-transparenten Studien zu unterscheiden.
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Eine der Schwierigkeiten bei solchen Untersuchungen, übrigens auch beim Menschen: Das sind zunächst mal Korrelationen, keine kausalen Zusammenhänge.
Wenn sich tatsächlich kausale Zusammenhänge ergäben, also "Population A mit Glyphosat" hat im Vergleich zu "Population B ohne Glyphosat" und wegen des Glyphosats ein anderes Mikrobiom im Darm, ergäbe sich die nächste Schwierigkeit: Was hätte das zu bedeuten?
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Es ist sicher, dass jede Änderung der Ernährung irgendwelche Veränderungen in der Darmflora mit sich bringt. Ebenso lassen sich in Abhängigkeit von unserer Ernährung alle möglichen Veränderungen in unserem Körper nachweisen. Das ist zunächst mal auch gut so, denn würde unser Körper darauf gar nicht reagieren, wäre er tot. 
Der Ansatz kann also nicht sein, jedwede Veränderung gleich welcher Art als unerwünscht zu betrachten und verhindern zu wollen. Man muss vielmehr herausfinden, was nachteilig ist und was nicht. Und das ist bei solchen Veränderungen wie hier genannt sehr schwer.

dankeschön, Brissel, ja, werde weiter dran bleiben


so ähnlich geht das manchmal, wenn Forscher unter Stichwort Allelopathie Laborversuche machen, Sämlinge der Art X mit wechselnden Konzentrationen der Art Y (Extrakt oder 1 isolierter Verdachtstoff), Keimung auszählen, und wenn dann genug Sämlinge nicht kommen, steht das Ergebnis:
Die Art Y (meist auch neophytisch) ist schädlich für andere Pflanzen  ???  multifaktoriell, so als Stichwort

Stichwort Soja und Missgebildete Ferkel: da können ja auch
theoretisch Schimmelgifte
oder Gasrückstände von Entwesung eine Rolle gespielt haben.

Dass es der Soja war, halt ich für plausiebel, die genaue Ursache rauszukitzeln, das wäre die große Kunst.

---
Korrelation, Kausalität, janz fiese Möpp manchmal.

(mein Vater hatte mal einen Schatten auf der Lunge im Röntgenbild, Arzt eine Gewebeprobe entnommen, die war unauffällig. Diagnose ergo vom glanzvollen Doc: kein Krebs, Suche eingestellt. EIn paar Wochen später, Befund nach Notaufnahme: Geschwulst im Brustkorbereich, außerhalb der Lunge...,
da hat der einfach zu früh aufgehört zu denken, ein Beispiel von sicher ganz vielen)
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4692 am: 13. Oktober 2022, 23:05:07 »

Es gab mal welche die haben gesagt man müsse die Forschung so lange intensivieren, bis man endlich beweisen kann, das man mit seiner persönlichen Meinung schon immer Recht gehabt hat.

Nun ja, Schlagzeile die Woche war die (EU-Wirkstoff)Zulassung wird um ein einzelnes Jahr verlängert, weil so viele Berichte eingegangen sind, das die Behörden (Niederlande ist diesmal Berichterstatter) mit dem prüfen nicht rechtzeitig fertig werden.
Unser Agrarminister sagt trotzdem schon vorab er will es (Produktzulassungen) trotzdem ab Anfang 2024 in D verbieten. Die dadurch bedingten Schäden sind ihm scheinbar egal, er möchte scheinbar auch seine persönliche Meinung nicht aufgrund behördlich anerkannter Studien überdenken/ändern.
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