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Autor Thema: Frage zu Glyphosat  (Gelesen 484345 mal)

Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4560 am: 28. Juli 2021, 14:09:40 »

Danke für deine Erläuterung.
Ich hatte mir sowas in der Richtung gedacht, aber klar war mir das nicht.
Vermutlich werden die hiesigen Hersteller bzw. Anbieter ihre Lagerbestände abverkaufen, aber keine neuen Gebinde für HuK produzieren.
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Sollte Glyphosat in der EU über 2022 hinaus weiter zugelassen werden  - was nicht unwahrscheinlich, aber alles andere als sicher ist -, wird sich an dem Verbot für HuK in Deutschland auch nichts mehr ändern.
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Damit gibt es für HuK dann kein zugelassenes systemisches Totalherbizid mehr.
« Letzte Änderung: 28. Juli 2021, 14:11:38 von Bristlecone »
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Daniel - reloaded

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4561 am: 28. Juli 2021, 14:17:17 »

Da die Zulassungen einiger Präparate bis Mitte 2023 verlängert wurden gehe ich nicht von einer Entscheidung seitens der EU in 2022 aus.
An dem Verbot für Kleingärtner ändert das aber auch nichts....
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Was man über mich sagt(e):
Ich habe den Jargon eines Bauarbeiters, die Abgeklärtheit und Resolutheit einer Puffmutter und den Charme einer Drahtbürste...

(In Erinnerung an die Zeit im Wohnheim der Meisterschule)

Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4562 am: 28. Juli 2021, 14:23:03 »

Auch wenn die EU Glyphosat danach weiter zulässt, könnte es passieren, dass infolge der politischen Situation kein Hersteller die Zulassung eines glyphosathaltigen Mittels in D beantragt oder der Gesetzgeber so strenge nationale zusätzliche Kriterien vorgibt und mit (öko)toxikologischen Argumenten begründet, dass es de fakto auf ein Verbot hinausläuft.
« Letzte Änderung: 28. Juli 2021, 14:26:15 von Bristlecone »
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MarkusG

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4563 am: 24. August 2021, 08:46:02 »

Hallo zusammen,

bei so vielen Seiten der Diskussion weiß ich leider nicht, ob und wenn ja, wo der Aspekt der antibiotischen Wirkung von Glyphosat besprochen wurde.

Ich kann das, was der folgende Arzt sagt, leider mangels Wissen nicht bewerten. Was sagt Ihr dazu?

https://www.diabetes-online.de/laubers_kolumne/a/laubers-kolumne-glyphosat-ist-ein-antibiotikum-1858597

Markus
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Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4564 am: 24. August 2021, 08:51:46 »

Kurzfassung: Die in diesem Interview geäußerten Auffassungen des dort interviewten Arztes* (s. u.) sind Humbug. Die von "Alternativmedizinern" bekannte und immer wieder vorgebrachte Mischung von verdrehten Tatsachen mit eigenen Verschwurbelungen und Lügen.
Schade, dass Hans Lauber sich zunehmend in diese Richtung zu bewegen scheint. Ich habe ihn vor vielen Jahren bei unserem Genusslauf getroffen und mich länger mit ihm unterhalten. Es ist beeindruckend, wenn er von seinem Leben mit Diabetes erzählt und wie er es mit Ernährungsumstellung und Ausdauersport geschafft hat, fit und aktiv zu bleiben.
.
Glyphosat wurde vor Jahrzehnten mal als Antibiotikum patentiert. Das war eine "vorsorgliche" Patentierung durch die Firma, weil im Labor in vitro bei hohen Konzentrationen eine mögliche antibakterielle Wirkung festgestellt wurde und das Enzym, dass durch G. gehemmt wird, auch bei Bakterien vorkommt. Das bedeutet aber noch nicht, dass eine solche Wirkung auch irgendwie praxisrelevant wäre.
.
Was Auswirkungen von Glyphosat auf Nutztiere und deren Magen-Darmflora angeht, so gibt es ein unlängst abgeschlossenes deutsches Forschungsprojekt:
Auswirkungen von Glyphosat auf aus Tierhaltungen stammende Bakterien
(Etwas nach unten scrollen, dort Link zur "Kurzfassung als Pdf").
.
Hier noch eine aktuelle Arbeit der dänischen Umweltbehörde:
Effects of glyphosate on  the  intestinal microbiota Pesticide Research no.  194 March 2021 (PDF, dort die Zusammenfassung und die Schlussfolgerung am Ende des Berichts lesen.)
.
P. S.
Siehe auch diesen Thread ab #3623
.
* Der interviewte Arzt und Apotheker Dr. Schlett hat u. A. ein Buch "Das große Komplementär-Handbuch (eBook) für Apotheker und Ärzte" geschrieben, gemeinsam mit Prof. Harald Walach. Letzterer hat gerade zwei Arbeiten zu Corona veröffentlicht, die rasch wegen unwissenschaftlicher Methoden und unhaltbarer Behauptungen zurückgezogen werden mussten und auch dazu geführt haben, dass die Universität Posen mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Prof. Walach beendet hat.
Mich wundert diese Verbindung nicht.
« Letzte Änderung: 09. September 2021, 09:17:43 von Bristlecone »
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MarkusG

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4565 am: 24. August 2021, 10:32:21 »

@Bristlecone: Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Mühe und die gute Erläuterung! :D
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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4566 am: 25. August 2021, 02:38:26 »

Jahrelange Diskussionen von Doktoren, Möchtegernspezialisten, Professoren und Medien, jeder erzählt was anderes aber alle verdienen daran. Wer glauben will, sollte in die Kirche gehen. 8)
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Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4567 am: 09. September 2021, 09:16:28 »

Seit gestern gilt die Änderung der Pflanzenschutzverordnung bezüglich Glyphosat.
Für den Bereich "Haus- und Kleingarten" heißt das: "Für Häuser, Kleingärten, Parks und Spiel- und Sportplätze gilt ab jetzt zwar ein „Anwendungsverbot“, aber glyphosathaltige Mittel, die noch für diese Anwendungsbereiche bereits zugelassen sind, dürfen dort weiterhin eingesetzt werden. Das Ministerium betonte, dass diese Ausnahmeregelung „rechtlich unumgänglich“ gewesen sei. Neue Zulassungen für glyphosathaltige Mittel für die genannten Anwendungsbereiche würden nicht erteilt. ... Ein nationales Totalverbot von Glyphosat ist europarechtlich nicht möglich, da der Wirkstoff EU-weit noch bis Ende 2022 genehmigt ist. Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel sind laut Bundesagrarministerium mit Übergangsfrist in der gesamten EU noch bis zum 31. Dezember 2023 zugelassen."
.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Glyphosat tötet alles, was grün ist, und entzieht Insekten damit die Lebensgrundlage. Darum ist dieser Ausstieg ein großer Erfolg“. (Quelle)
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In Zukunft dann bitte im Haus- und Kleingarten den Insekten die Lebensgrundlage nur noch entziehen, indem das Grün von Hand beseitigt wird. Oder abflammen, dann erleiden die Insekten nicht den Hungertod.
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Staudo

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4568 am: 09. September 2021, 09:29:43 »

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Glyphosat tötet alles, was grün ist, ...

Hat sie die Gebrauchsanweisung nicht gelesen ???
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Amur

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4569 am: 09. September 2021, 12:50:04 »

Nein zur Zeit lesen alle nur die Wahlprognosen
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4570 am: 11. September 2021, 22:34:36 »

Etwas ausführlicher, schließlich betrifft die fünfte Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutzanwendungsverordnung alle, also sowohl Biologisch wirtschaftende Betriebe als auch integriert wirtschaftende als auch Hobbygärtner oder Kommunen:
https://www.dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/(DLR_RLP_Aktu_ALL_XP_RD)/6F15DFCEB939AAC7C125874C00311717/$FILE/Sondermitteilung_Pflanzenschutzanwendungsverordnung_08_09_2021.pdf


PS: Nun ists also endlich beschlossen und rechtswirksam: es gibt kein Bienen/Insektensterben mehr.
« Letzte Änderung: 11. September 2021, 22:38:08 von thuja thujon »
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schleigarten

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4571 am: 03. November 2021, 16:14:07 »

ich weiß nicht wo ich hier fragen soll, deshalb bin ich hier gelandet.

mein Nachbar hat mit meiner zustimmung den extrem wuchernden Sanddorn abgesägt und seine Frau hat dann, ich weiß nicht was, in die schnittstelle injiziert. weil es noch unmengen ausläufer bei mir und in ihrem garten gab.
ich kenne mich mit solchen giften nicht aus, benutze so etwas absolut gar nicht.

bei mir stehen in unmittelbarer Wurzel-nachbarschaft flächendeckend erdbeeren.

meine frage: kann ich die nächstes jahr unbedenklich naschen? - und ab wann wäre es denn wenn wieder denkbar?
bzw kann ich da anderes anpflanzen ohne dass es eingeht?
« Letzte Änderung: 03. November 2021, 16:20:20 von schleigarten »
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Bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4572 am: 03. November 2021, 16:31:51 »

Die Erdbeeren kannst du ohne Bedenken essen.
Rückstände im Boden, die im nächsten Jahr neu Gepflanztes schädigen könnten, sind auch nicht zu erwarten, egal was da eingesetzt wurde, wenn das eingesetzte Mittel nur auf die abgesägten Stümpfe aufgebracht wurde.
Sollte der Boden "mitbehandelt" worden sein: Glyphosat wird im Boden gebunden und abgebaut und schadet Neupflanzungen nicht, Wuchsstoffherbizide (Weedex) sind bis zum Frühling auch nicht mehr wirksam.
.
Frag mal nach, was genau dort verwendet wurde (exakte Produktbezeichnung, besser noch Namen des Wirkstoffs bzw. der Wirkstoffe).
« Letzte Änderung: 03. November 2021, 17:44:06 von Bristlecone »
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Staudo

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4573 am: 03. November 2021, 17:42:54 »

Und frage bitte freundlich-interessiert und nicht mit Empörung in den Augen.  ;) Die Behandlung von Robinienstümpfen mit Glyphosat wurde in der Vergangenheit auch von Naturschützern empfohlen.
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4574 am: 03. November 2021, 21:06:12 »

Das war allerdings mehr aus Versehen, die haben es abgeschrieben, weil sie selbst keine Erfahrung hatten.
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