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26. September 2017, 10:56:07
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|18|12|Einmal lachen ist gut, aber ständig zu lachen ist wie Eselsgeschrei. (Aus Afghanistan)

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Autor Thema: Nisthilfen für Wildbienen  (Gelesen 74430 mal)

Chica

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #735 am: 24. Juni 2017, 22:00:30 »

Danke Sandbiene, dann gehe ich stark davon aus, dass es Nachwuchs von Megachile centuncularis im vorigen Jahr ist. Ein, zwei vordere Zellen eines der Niströhrchen waren verlassen (vermutlich war da eine Sapygia-Art geschlüpft), so dass Osmia bicornis da anfing zu mauern. Ich habe sie verjagd, liebevoll natürlich und die angefangene Mauerzelle aufgebrochen und danach ein Stück Küchenrolle eingebaut. Dieses Stück war gestern ausgebaut und es lagen Blätter im vorderen Röhrchenbereich. Nun gehe ich davon aus, dass das Bienchen wirklich da geschlüpft ist  :D.  Der  Beweis wird folgen, wenn da wieder Blätter zu fliegen anfangen  :o. Hier noch ein Fotos von heute.

 


Ich wusste bisher nicht, dass eine Wildbienenart sozial lebt und dass deren Bienen deutlich länger als ein paar Monate leben. Ebenso hatte ich noch nicht von der Mohnbiene gehört, die mit Blütenblättern aus Klatschmohn tapeziert.

Der Meister stellt alle Lebensformen und auch Osmia papaveris vor, schau da und da. Sein Buch enthält auch wunderbare Fotos von Osmia papaveris. Es gibt in Deutschland um die 560 Wildbienenarten. Die derzeit von Imkern gehaltene Honigbiene gehört nicht dazu, sie ist eine Kreuzung von Hochzuchtrassen u. a. auch aus Amerika. Die ehemals in Europa vorkommende  Dunkle Biene gilt in Deutschland als ausgestorben.

Osmia truncorum ist im Anmarsch, pünktlicher Schlupf zum Aufblühen von Anthemis tinctoria, die lieben sie.

 

Vermutlich waren das erst die Jungs, die jetzt auf den Korbblütlern auf ihre Mädels warten. Ich müsste nachlesen, wie es mit der Proterandrie bei dieser Art aussieht. Da sind die putzigen Winzlinge. Wann dann die Weibchen schlüpfen schreibt er nicht.

Da haben wir neben vielen anderen Brutparasiten auch wieder Ephialtes manifestator, die Wirte dieser Schlupfwespe sind vor allem Osmia florisomnis und Osmia rapunculi.

 

Und nun schaut doch einmal, wer es in die kontinentale winterkalte Lausitz geschafft hat  :D.

     

Der verblüffend große Brummer war ganz nach Klischee von Salvia sclarea begeistert aber auch gegen Malva moschata hatte er nichts. Ich bin von der Größe wirklich verblüfft. Wenn alle Bienen so behäbig fliegen würden, gäbe es wohl einige gute Bienenfotos mehr. Nun muss der Brummer nur noch meinen Totholzplatz toll finden.


« Letzte Änderung: 24. Juni 2017, 22:03:11 von Chica »
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Chica

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #736 am: 25. Juni 2017, 21:32:54 »

Ich habe hier beim Meister der Wildbienen noch einen wunderbaren Artikel zum Zusammenspiel von Xylocopa violacea und Salvia sclarea gefunden. Das erklärt dann auch, warum das große schwarze Tier auf dem Rücken so weiß bestäubt war.

Na wer sagt's denn, da ist ja schon die erste Osmia truncorum, Gewöhnliche Löcherbiene, mit ihrem wirren Umhergefliege dachte ich, es könnte nur ein Männchen sein aber ist da nicht eine Bauchbürste?



Durch ihre putzige Pummeligkeit sind sie sehr gut von den zahlreichen Wespen zu unterscheiden.

Da hat heute einer gemordet, nur durch Zufall im Bienenhaus?



Die sehen beide nicht sehr Vertrauen erweckend aus  :o.
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nana

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #737 am: 26. Juni 2017, 10:50:54 »

Bitte um eure Hilfe (ich habe so gaaar keine Ahnung von Bienen, Wespen und Co  :-[ ): Was kam da rückwärts aus dem Loch rausgekrabbelt und flog flugs von dannen?
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Zwiebeltom

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #738 am: 26. Juni 2017, 11:12:14 »

Chica, deinen Mörder halte ich für eine Raubfliege, die eine Graue Fleischfliege erwischt hat - bei der genauen Art muss ich passen, aber sie war sicher nur zufällig am Bienenhaus.
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Sandbiene

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #739 am: 27. Juni 2017, 17:24:56 »

Bitte um eure Hilfe (ich habe so gaaar keine Ahnung von Bienen, Wespen und Co  :-[ ): Was kam da rückwärts aus dem Loch rausgekrabbelt und flog flugs von dannen?

Großraum Osmia, also O. truncorum oder rapunculi oder ...  ;) Man erkennt nicht genau, aus was der Nestverschluss besteht, falls er überhaupt von dieser Biene stammt ... Auch daran kann man die Art genauer bestimmen. Schau mal im Netz nach, z.B. hier und hier.
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nana

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #740 am: 28. Juni 2017, 09:49:47 »

Danke für die Links! Ich vermute fast Osmia truncorum, schon weil die rapunculi pollenmäßig so spezialisiert ist und ich nicht wüsste, wo hier in der Nähe Campanula zu finden ist. Ich selbst habe keine im Garten und die Nachbargärten sind eher blütenarm. Höchstens auf den nahegelegenen Grünstreifen. Da könnte ich mal schauen. Korbblütler hingegen gibt es viele.

Aber auch sonst denke ich eher die Löcherbiene...  es scheinen übrigens mehrere zu sein. Sie alle verwenden "alte" Löcher, scheint ja auch typisch zu sein. Wie kann ich herausfinden, ob die Brut tatsächlich was wird? Deckel mit Farbe betupfen? Wenn dann wann am besten?
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Sandbiene

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #741 am: 28. Juni 2017, 20:02:57 »

Wenn das Nest verschlossen ist, kannst Du unmittelbar daneben einen Punkt machen oder Du markierst es Dir auf einem Foto. Im kommenden Jahr kannst Du dann schauen, ob ein großes Loch in den Nestvershluss geknabbert wurde und hoffen, dass es von den Bienen war.
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Katrin

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #742 am: 02. Juli 2017, 20:04:27 »

So, es ist soweit: Die erste voll belegte Nisthilfe ist mein Buchenholzscheit mit 3mm-Bohrlöchern. Jetzt müssen die Mädls in den Bienenstein ausweichen, weil: Es gäbe noch genug so kleine Löcher, aber das Holzscheit war am beliebtesten  ;). Wer mehr sehen mag, ich hab unlängst die Nisthilfe im Ganzen am Blog vorgestellt. Aber noch ohne Bienenbestimmung, die überfordert mich zur Zeit noch  :-[ ;).
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mavi

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #743 am: 04. Juli 2017, 18:43:55 »

Ich glaube, es wird höchste Zeit, dass ich auch für mehr Nisthilfen sorge als nur ein paar gestapelte Äste.
Hier war heute besonders an den Campanula trachelium richtig was los. Allerdings waren die meisten Wildbienen deutlich schneller als meine Kamera.
Einmal hat es dann halbwegs geklappt.
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mavi

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #744 am: 04. Juli 2017, 18:46:48 »

Auch die Malven sind umlagert. Da ist das Knipsen etwas einfacher, besonders, wenn gerade für Nachwuchs gesorgt wird. :)
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Sandbiene

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #745 am: 06. Juli 2017, 20:23:36 »

Das ist ein sehr schönes Bild, mavi. Ich denke, dass Du ein Pärchen der Melitta haemorrhoidalis erwischt hast.  :)
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Katrin

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #746 am: 08. Juli 2017, 18:44:40 »

Hier habe ich eine Garten-Wollbienene entdeckt (Anthidium manicatum).  :D
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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #747 am: 17. Juli 2017, 22:15:24 »

Heute hat das Männchen, das recht ausdauernd rund um Digitalis ferruginea patroulliert, mehrere Weibchen erwischt und einmal war auch ich mit der Kamera schnell genug  8).
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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #748 am: 17. Juli 2017, 22:19:02 »

Und beide nochmal getrennt  :D
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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #749 am: 17. Juli 2017, 22:19:16 »

 :)
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