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News: Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.  (Thomas)
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|24|11|Paßbilder sind die Rache des Fotografen. (Joachim Ringelnatz)

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Autor Thema: Heidelbeeren  (Gelesen 36495 mal)

Tünde

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #195 am: 07. Oktober 2019, 00:52:31 »

Ich habe eine interessante Seite gefunden wo viele Sorten beschrieben werden.
http://www.heidelbeere.cz/pflanzen.htm

Bei https://wildobstschnecke.de/de/Botanisch-UV/ gibt es noch mehr Sorten.
« Letzte Änderung: 09. Oktober 2019, 11:48:10 von Tünde »
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thuja thujon

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #196 am: 07. Oktober 2019, 23:38:25 »

Ja, es hält nicht viel länger, weil das Material beim zersetzen an Struktur verliert und so entsteht Staunässe, was das Wurzelwachstum einschränkt.
Dem kann man mit einem höheren Sandanteil gegensteuern, oder Perlite usw.
Irgendwann ist aber jedes organische Substrat fertig. Geht meist schleichend, so dass einem oft nicht auffällt, wie Wachstum und Etrag weniger werden. Eingehen tun die Pflanzend eswegen nicht.
Wenn es soweit ist hilft nur umtopfen, im Zweifelsfall auch mit Radikalkur vom Wurzelballen. Neues Substrat oben auffüllen kann maximal bei extremen Flachwurzlern helfen, wenn die zB in einem 50cm hohen Topf unten 30cm verdichteten Pamps mit toten Wurzeln haben und sich nur noch von den oberen 20cm ernähren. Sinn macht das aber nicht. Mit auffüllen von oben kann man unten keine Verdichtungen durch verlorene Struktur reparieren. Im Topf sind keine Würmer die alles durchmischen.
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Tünde

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #197 am: 09. Oktober 2019, 03:19:30 »

Wo leben diese Pflanzen ursprünglich?
Nordamerika, klar, aber was für Boden? Vermutlich eher sandig und sauer?
Ich frage mich gerade, denn ich dachte die ganze Zeit, die leben in bestimmten Sumpfgebieten, so am Rande des Sumpfes wo viel Torf zu finden ist.
Aber vielleicht habe ich mir derer Ursprungsverhältnisse absolut falsch vorgestellt?
Luftig und sauer - das könnte dann so was wie Quarzsand sein im Ursprungsgebiet?
Wohin verschwindet aus jenem Boden das organische Material am Ende, damit sich der Boden mit der Zeit nicht zu sehr verdichtet? Wird durch den Regen ausgewaschen? Oder komplett zersetzt durch die Mikroorganismen und dann von den Heidelbeeren aufgenommen?

Eine US-amerikanische Quelle schreibt (allerdings nur eine Kulturanleitung):
Zitat
Niedrige pH, relativ hohe organisches Materialmenge
Die Pflanzen haben sehr spezifische Bedürfnisse wegen des sehr speziellen Wurzelsystems.
Das Wurzelsystem besteht hauptsächlich aus feinen, fibrösen Wurzeln welche sich in der Nähe der Bodenoberfläche befinden.
Diese fibrösen Wurzeln haben keine Wurzelhaare, deswegen hat das Wurzelsystem eine recht niedrige Absorptionskapazität.
Auch sind die Wurzeln der Heidelbeeren unfähig, kompakte (schwere) Böden durchzudringen, desweiteren haben sie eine geringe Toleranz gegenüber sehr nassen oder sehr trockenen Böden.
Das flache Wurzelsystem ist empfindlich gegenüber sehr hohen sowie sehr niedrigen Temperaturen.

Der ideale Blaubeerboden ist ein gut drainierter, doch feuchter, sandiger Lehmboden, mit einem pH Wert von 4.5 bis 5.2
Zur Ansäuerung des Bodens kann vor der Pflanzung elementarter Schwefel benutzt werden.
Organisches Material kann addiert werden, indem man vor der Pflanzung Gründüngungspflanzen ansät, bzw. bei der Pflanzung Fasertorf beimischt.
Zum Schutz der Wurzeln vor Temperaturextremen empfiehlt sich eine Schicht Mulch aus oragnischem Material (Holzchips, Sägemehl, Rindenmulch, Kifernadel), ca. 7-10 cm dicke Schicht. Mulch schützt auch vor Feuchtigkeitsverlust und unterdrückt die Unkräuter.
 
Düngen: nicht auf einmal, um eine Verbrennung der Wurzeln sowie um eine Verschmutzung der Umwelt durch abfließende Düngerlösung zu vermeiden.
Die Hälfte der jährlichen Düngergabe wird gegeben wenn die Pflanze blüht, die andere Hälfte einen Monat später.
Nitrogenhaltige Dünger sollte man nach dem 1. Juli nicht geben, denn dann wachsen die Pflanzen bis zu spät in der Saison noch. Das kann Frostschaden verursachen.
Da die Heidelbeeren nur Nitrogen als Nährstoff benötigen, werden als Dünger hauptsächlich Ammoniumsulfat (21% N) oder Urea (45% N) verwendet.

Quelle:
https://ag.umass.edu/fruit/ne-small-fruit-management-guide/highbush-blueberries

Es ist zwar nicht das was ich gesucht habe (in was für einem Gebiet, unter welchen Bodenverhältnissen leben in ihrer Heimat die amerikanischen Heidelbeeren) aber es war interessant so habe ich das übersetzt und hier eingestellt

Also in Deinem Rezept ist statt Sand dann Perlit vorgesehen.
Übrigens, ich habe auf jeden Fall Würmer in meinen großen Eimern. Frag mich nicht wie die da reingeklettert sind. Vermutlich durch die Entwässerungslöcher...
« Letzte Änderung: 09. Oktober 2019, 03:33:05 von Tünde »
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thuja thujon

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #198 am: 09. Oktober 2019, 09:00:38 »

In den kleinen Töpfen (vor dem umtopfen in Maurerkübel) war immer Sand mit dabei. Allein schon wegen der besseren Wiederbenetzbarkeit von ausgetrocknetem Torf. Meist eher Buntsandsteinverwitterungsboden als scharfer Flussand (da kann Kalk mit dabei sein). Aus Mangel an ausreichender Menge geeignetem Sand für 400Liter Substrat habe ich etwas Perlite zum Sägemehl-Torf. Den Buntsandsteinverwitterungsboden habe ich aus den Gebieten, wo die Heidelbeeren aus den Plantagen auch mal verwildern und die uns bekannten wilden Heidelbeeren Massenhaft vorkommen. Also evtl auch schon Mykorrhiza enthaltend.
Zu Perlite, bringt eben Luft und etwas Drainage rein.
https://www.hortigate.de/bericht?nr=67047

Saurer Lehmboden hat oft eine miserable Struktur, da muss der Sandanteil sehr hoch sein wenn man mit dem pH so weit runter will. Sand verdichtet nicht, der bleibt wie er ist. Saurer lehm ist unfähig eine Krümelstruktur zu bilden. Wenn man den Sand mit Torf verbessert, ist der Torf irgendwann pulverisiert und nichts mehr verbessert.
Die Würmer in Töpfen sind meist nicht die Würmer, die intensiv den Boden durchmischen. Das sind meist eher die Streuzersetzer (Kompostwürmer).
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thuja thujon

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #199 am: 09. November 2019, 20:30:31 »

Ich bin mit der Düngung dieses Jahr zufrieden. Nur ein doppelter Trieb aus der Spitze mit derzeit noch grünen Blättern, also nicht unnötig mit Stickstoff gepusht, trotzdem vernünftiges Wachstum der diesjährigen Triebe.
Soweit ich mich erinnere, habe ich 2 mal mit schwefelsaurem Ammoniak gegossen. Nicht zum Austrieb weil damals umgetopft wurde in Substrat mit frisch SSA-gebadeten Sägespänen, sondern zur Blüte und kurz danach oder im Juni nochmal.
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Tünde

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #200 am: 10. November 2019, 16:00:14 »

Tolle kleine Plantage hast Du.
Vielen Dank für die Substrat-Tipps!
Sand ist sehr schwer, außerdem kann ich hier bei uns nicht sicher sein, ob der sauer wäre oder zumindest kalkfrei.
Wir müssen die 90 Liter Baueimer auch tragen können.
Da bin ich eher für die Perlite.
Ich sehe zu, dass ich demnächst eine größere Menge Perlite anschaffe.
Ich habe gerade gestern 3x Denise Blue geschenkt bekommen.
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Tünde
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Re: Heidelbeeren
« Antwort #201 am: 10. November 2019, 22:45:23 »

Sand ist sehr schwer, außerdem kann ich hier bei uns nicht sicher sein, ob der sauer wäre oder zumindest kalkfrei.
Wir müssen die 90 Liter Baueimer auch tragen können.
Bei Tee (Camellia sinensis) bewährt sich bei mir ein Substrat aus Kaffeesatz und Holzkohle - alkalifrei gewaschener Holzkohle.
Das müsste ich auch mal bei den Heidelbeerpflanzen probieren. Holzkohle ist auch federleicht und strukturstabil... .
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thuja thujon

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #202 am: 11. November 2019, 08:24:36 »

Einige Pflanzen haben Probleme mit Kohle im Substrat. Ich weiß nicht ob Heidelbeeren dazugehören und es ist mir auch zu teuer das auszuprobieren.

Perlite hat sich bewährt, für um die 13 Euro bekommt man 100L `Fermacell Wärmedämmschüttung´.
Mehr als 5% habe ich wahrscheinlich nicht drin, Torf und Sägespäne können im nassen Zustand auch einiges an Gewicht mitbringen. 
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bourne

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #203 am: 21. März 2020, 19:09:25 »

Wir bauen gerade einen Schwimmteich und dadurch den hinteren Teil des Gartens weitgehend um. Entlang eines Lärchenholzzauns (fast 2 m hoch) bietet sich nun die Chance für eine kleine Heidelbeerhecke vor dem Zaun, auf einer Länge von 4-5 m. Der Zaun im Rücken der Pflanzen zeigt nach Osten (nicht ganz Osten, leicht in Richtung Süden verdreht). Je nach Position leichte Abschattungen durch einen kleinen Baum, aber an sich guter halbschattiger-sonniger Standort.

Die grundlegende Idee ist, mit dem Bagger gleich einen kleinen Bereich auszuheben und mit Folie von der Gartenerde abzugrenzen. Der Zaun hat ein massives (frisches) Betonfundament 80 cm tief, hier löst sich vermutlich auch Kalk, daher Folie rundum?

Meine Bitte an euch sind Tipps für Breite(!) und Tiefe des Bereichs und die beste Art, den Bereich für die Pflanzung vorzubereiten / zu füllen. Ein Gärtner baut den Schwimmteich, ich habe also ganz guten Zugang zu Material.
Nach Sorten recherchiere ich gerade selbst, da findet man ja Unmengen an Infos, im Auge habe ich derzeit Reka oder Poppins - Bluecrop - Elisabeth für eine schöne Staffelung bzw. lange Saison; Tipps sind natürlich trotzdem fein :) 

Standort südlich von Wien, kräftiger Lehmboden und kalkhaltiges Wasser sind hier normal. Giesswasser für die Heidelbeeren kommt allerdings dann aus einer Regenwasserzisterne via Tropfschlauch.
« Letzte Änderung: 21. März 2020, 19:51:45 von bourne »
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OmaMo

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #204 am: 06. April 2020, 12:36:12 »

Habe beim einpflanzen meiner Heidelbeere Hornmehl in die Hortensienerde gemischt,
hinterher ist mir eingefallen, dass Heidelbeeren ja Schwachzehrer sind...
Soll ich das Substrat austauschen oder macht ein bisschen Hornmehl nix?

Meine letzten Heidelbeeren hab ich wahrscheinlich totgedüngt...
« Letzte Änderung: 06. April 2020, 12:37:51 von OmaMo »
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Re: Heidelbeeren
« Antwort #205 am: 06. April 2020, 13:16:34 »

So lassen. Hornmehl wird nur langsam in Nährsalze umgewandelt. Das verkraften sie schon.
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OmaMo

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #206 am: 07. April 2020, 15:19:07 »

Danke!
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Weidenkatz

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #207 am: 07. Juni 2020, 09:33:33 »

Eine evtl. dumme Frage:Sind Heidelbeeren veredelt oder sehen junge Triebe und vor allem Blätter nur ganz anders aus als die bereits tragenden? M
Grund der Frage ist die Heidelbeere auf dem  Foto:
Die Triebe und Blätter links im Bild gehören auch zu der Pflanze, sie sehen eher nach Birke aus als Heidelbeere  ::)
« Letzte Änderung: 07. Juni 2020, 09:38:15 von Weidenkatz »
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floXIII

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #208 am: 07. Juni 2020, 09:36:53 »

Eine evtl. dumme Frage:Sind Heidelbeeren veredelt oder sehen junge Triebe nur ganz anders aus als die bereits tragenden?
Grund der Frage ist die Heidelbeere auf dem  Foto:
Die Triebe und Blätter im Vordergrund gehören auch zu der Pflanze im Hintergrund.
Hab noch nie von veredelten Heidelbeeren gehört. Da ist wohl irgendwas in unmittelbarer Nähe zu deiner Heidelbeere gekeimt. Das Bild ist leider etwas unscharf
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Weidenkatz

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Re: Heidelbeeren
« Antwort #209 am: 07. Juni 2020, 09:39:19 »

Sorry, :-[ habe den Text nachträglich geändert, neues Foto, das aber auch nicht besser wird.  ::)
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