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Autor Thema: Gartentage - Pflanzentage oder weniger?  (Gelesen 5133 mal)

sarastro

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Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« am: 28. September 2004, 23:01:27 »

Dies würde mich als zum "Wanderzirkus" gehörender Aussteller an Gartentagen interessieren:
Was erwartet ihr an niveauvollen Gartentagen?
Ich habe da so meine Vorstellung, die dahin geht, dass Pflanzen in jeglicher Form und Gattung überwiegen sollen, dann Vorträge und Literatur, also alles rund um die Gartenkultur und dann käme für mich lang, lang nichts. Nur ein Viertel der Aussteller sollten mit Accessoires, Werkzeugen, Antiquitäten etc. bestückt sein. Eine andere Form von Gartentagen hätte längerfristig kein Erfolg und wäre dem Untergang geweiht oder versinkt zur Bedeutungslosigkeit. Heutzutage ist es anscheinend "in", dass jeder Schlossbesitzer seine Gartentage abhält, um dadurch (verständlich!) seine Kasse aufzubessern. Ich bin ein starker Befürworter von guten Gartentagen. Sie könnten in jeder Region stattfinden, zumal sie auch der Gartencenter- und Baumarktunkultur etwas gegensteuern würden. Wir als Aussteller haben schon oft über dies und das diskutiert, schon nächtelang! Aber ich gehe ja höchstens an 6-7 Veranstaltungen im Jahr. Manch andere Kollegen wandern wirklich jedes Wochenende und tingeln durch ganz Deutschland!
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Katrin

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #1 am: 28. September 2004, 23:23:11 »

Haha,
ein gutes Thema! Meine Meinung habe ich hier schon irgendwo mal dargelegt - bezüglich der Welser Messe, bei der, hmm, wieviel wohl... ein Fünftel oder Sechstel Pflanzen waren - wie kann man etwas Gartenmesse nennen und dann eine Reisemesse ins selbe Areal geben??? ::)

Wenn ich auf Gartentage fahre, will ich erstmal Pflanzen, es sollten sogar sehr viel Pflanzen sein, jedenfalls aber genug, um sie auf den ersten Blick zu finden (nicht immer ist dieser Aspekt befriedigend erfüllt).
Bestenfalls - und hier ist Seitenstetten wirklich großartig - überwiegen Pflanzenanbieter haushoch.
Gartenzubehör und ähnliches passt ja dazu, aber eben nicht nur oder hauptsächlich.

Und die Anbieter selbst... Nun ja, vielleicht sind meine Anspräche bereits zu hoch, aber so 08/15-Gepflänz sollte nicht mehr als die Hälfte ausmachen... Das ist jetzt eine sehr persönliche Sichtweise, klar, und klingt sicher schon beinahe abgehoben - aber es sollte Pflanzen geben, die ich noch nicht kenne. Das ist etwas, woran ich selbst schuld bin, aber für mich macht das den Reiz von Gartentagen aus. Das 'normale' Klumpert krieg' ich eh überall! Wozu sonst sollte ich hinfahren?

Solche Veranstaltungen sollen natürlich auch Neueinsteiger ansprechen und dürfen deshalb nie zu speziell sein. Sowohl als auch, würde ich sagen. Es sollte für Leute, die nur schauen und vielleicht dort und da ein Blümchen kaufen, genauso reizvoll wie für RaritätenjägerInnen sein. Schwierig, schwierig!!! :)

VLG; Katrin
« Letzte Änderung: 28. September 2004, 23:35:15 von Katrin »
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich

trudi

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #2 am: 28. September 2004, 23:33:52 »

In diesem Jahr war ich zum ersten Mal in Bingerden zu den Pflanztagen. Ich fand es ganz toll, fast nur Pflanzen. Ausnhamen waren ein Teak-Gartenhaus, Sneeboer und vielleicht noch ein andere Gartengeräte-Hersteller. Keine Hüte, keine Autos, kein 'Pingelpangel'. Ich ärgere mich immer schwarz, wenn ich für Autos anschauen noch Eintritt zahlen soll! Dort gehe ich nicht mehr hin.
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Nova Liz

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #3 am: 28. September 2004, 23:40:38 »

Ich besuche nicht sehr viele Gartentage/ausstellungen.Hin und wieder mal hier im Norden den Kiekeberg und Hof Bissenbrook.
Pflanzen sind bei solchen Veranstaltungen natürlich überwiegen und ich persönlich kann auf den ganzen Schnickschnack drumherum leicht verzichten.Wichtig bei diesen Besuchen ist mir die Vielfalt an Anbietern,möglichst aus allen Bereichen und aus ganz Deutschland,was im Ansatz auf dem Kiekeberg gegeben ist.Toll finde ich es, wenn die Anbieter neben dem allgemeinem Sortiment auch ihre Besonderheiten mitbringen.
Wenn ich weiter so darüber nachdenke,würde ich mir nun nach einigen Jahren Kiekeberg und Hof Bissenbrook wünschen,dass sich auch einmal andere Anbieter dort aufgenommen werden,es sind immer die Selben.
Einen guten Vortag schätze ich dabei natürlich auch.
VLG.Nova Liz
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zimtzicke

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #4 am: 29. September 2004, 07:14:33 »

Da habe ich es doch gewagt, im Frühsommer hier bei uns auf eine "Home and Garden" - Ausstellung im Schloss Diedersdorf zu gehen. Ich war wirklich sehr enttäuscht. Ein horrender Eintrittspreis, wenig Aussteller und davon die überwiegende Zahl mit "Schnickedöns". Sprich, der lebensgroßen Buddafigur für den Garten, den neuesten Kissenbezügen, Klamotten, Schmuck, Deko und und und. Nur von Pflanzen war nicht so viel zu sehen. Aber vielleicht hätte ich mir auch den Namen der Ausstellung, eben "Home ...." besser ansehen sollen ??? Noch dazu klagten die vorhandenen Aussteller über die Wucherstandplatzmieten, die kleinere Anbieter ohnehin nicht zahlen könnten. Fand ich doch recht schade und das hat meinen Appetit auf derartige Veranstaltungen, doch sehr geschmälert.

Ganz anders dagegen eine Veranstaltung in Berlin vor ein paar Jahren, ich glaub es war eine "Staudenbörse". Eine Vielzahl von Anbietern, auch viele kleine, eine ungeheure Vielfalt, so wie man es sich vorstellt. Was hier dann ein wenig fehlte, war ein bisschen das Drumherum. So wie es Sarastro beschrieb, ein Stand mit Gartenwerkzeug, vielleicht Literatur, von mir aus auch noch ein Kräuterteestand und einige Infoveranstaltungen nebenher. Das sollte jedoch nur den Rahmen bilden und nicht überwiegen.

Liebe Grüße
Zimtzicke
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Maria Zauberfee

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #5 am: 29. September 2004, 07:54:53 »

Ich wiederhol mich mit einer Antwort zu dem gleichen Thema in meinem eigenen Forum - aber ich halte unsere Einflussnahme auf die überall aus der Erde (Schloßerde!) sprießenden Veranstaltungen für sehr wichtig; denn:
ob Gartenmessen, -festivals, - märkte usw. usw. bestehen bleiben, liegt doch an uns, den Besuchern und den Ausstellern! Wenn wir weiterhin die Schicki-Micki -Messen besuchen, werden sie weiterhin bestehen, wenn wir kleine, engagiert organisierte Veranstaltungen nicht besuchen, werden sie eingehen. Ist eigentlich ganz einfach...

Was ich von einem guten Garten"festival" erwarte

! Nicht! sehen möchte ich:
Andenken-Kitsch, Anbieter von Whirlpools, maßgeschneiderte Hemden, Unterwäsche, antike Möbel fürs Haus(für den Garten schon...), Spardosen, Turnschuhe, Saunen sowie Porzellan und Tischwäsche usw. (allerhöchsten in Maßen - ausgefallene Produkte mit Blumendekors; kann man eigentlich aber auch überall in den
Geschäften sehen), Parfümartikel, Shopping-Taschen, Pokale, Filzpantoffeln...

Sehen!
möchte ich: Pflanzenraritäten in ihrer ganzen Vielfalt - besonders gern von Spezialgärtnereien (deren Pflanzen für mich sonst nur über den Versand zu erhalten sind;
dabei erwarte ich eine etwas originellere Darbietung der Pflanzen, als sie mir im Gartencenter dargeboten wird). Besondere Sämereien (also nicht Flora Fey, bekomme ich in jedem Gartencenter), Gartenliteratur, Qualitäts-Gartengeräte, Gärtnerkleidung, Floristik (mit Blumen aus dem Garten - nicht mit Anthurien!), Gartenmöbel, Acessoires für den Garten (Rankhilfen, Rosenbögen, Wintergärten und Pavillons, Brunnen, kunstvolle Artikel wie Windspiele, Gartenleuchten, Steinobjekte, Weidenobjekte, usw.), Gartenarchitekten und ihre (wenn möglich tollen!) Entwürfe (das finde ich besonders interessant...) "gärtnerische" oder naturverbundene Verbände, die sich vorstellen.
Schönes Ambiente ... z. B. ein Park, Garten als Veranstaltungsort, der neben der Verkaufsveranstaltung auch noch sehenswert ist.

Hören!
möchte ich: interessante Vorträge von Fachleuten, musikalische Darbietungen (aber bitte kein Jodeln...), prfundes Wissen der Anbieter, das sich von der Beratung von Baumarktangestellten abhebt.

sehen!
Vorführungen z. B. wie man pflastert, Gestecke anfertigt, eines Bildhauers, Weidenflechters

Essen!
nicht Pommes & Currywurst, sondern etwas aus der "Gartenküche" - Gemüse-Eintöpfe, Nudeln mit Pestos...

Finden!
Nah beigelegene Parkplätze oder Zubringerbusse - stundenlanges Schleppen der gekauften Schätze verdirbt jede Freude am Kauf.
Einen annehmbaren Eintrittspreis, der noch im Verhältnis zum Gebotenen steht (also keine 10,--Euro und es gibt keinen Vortrag, keine Vorführung, keine Musikuntermalung...) .

Übrigens hab ich mich als Ergebnis unserer Diskussion entschlossen, in meinem Gartenterminkalender künftig "unterstützenswerte, lohnenswerte" Veranstaltungen rot zu kennzeichnen (ich liste ja - der Vollständigkeit halber - alle mir bekannten - Veranstaltungen auf). Wobei ich bestimmt oft stundenlang überlegen muß, ob rot oder nicht - kann ja nur subjektiv sein, denn obwohl ich ja viel "tingel"... (toller Ausdruck, Sarastro ;) :-\ !) bin ich natürlich nicht auf allen Veranstaltungen und muß mich auf bewährte Zubringer solcher Infos verlassen (Danke - Sarastro!)
« Letzte Änderung: 29. September 2004, 07:55:49 von Maria Zauberfee »
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Nina

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #6 am: 29. September 2004, 10:03:22 »

Maria, das hast Du sehr schön beschrieben. Genau das erhoffe ich mir auch von Gartenveranstaltungen.
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sarastro

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #7 am: 29. September 2004, 13:11:14 »

Ihr habt im Großen und Ganzen alles gesagt, was sagenswert ist! Die Standgestaltung ist auch noch so ein Thema, worüber man sich auslassen könnte. Manche kommen her und lassen ihre Plastikkisten einfach fallen, andere geben sich irrsinnig viel Mühe... Auf der einen Ausstellung wird ein Mords Gedöhnse (Bingernden) gemacht, was Standprämierung anbelangt, andernorts ist es den Veranstaltern mehr oder weniger piep egal (Kiekeberg) ! Und trotzdem haben beide Veranstaltungen ein sehr hohes Niveau zu bieten. Überhaupt zählen für mich Kiekeberg im Norden, Freising im Süden und natürlich Seitenstetten bei den Ösis zu den absoluten Tops, um einmal eine Lanze für diese zu brechen! Aber auch Atzelsberg, Ippenburg und viele andere sind sehenswert, doch ist dort wieder ein ganz anderes Klientel, was aber nicht schlechter ist! Jedoch einen botanisch ambitionierten Gärtner reizt es natürlich, seinen neuesten Kram auch koram publico mit viel Gerede an den Mann zu bekommen!
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Faulpelz

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #8 am: 29. September 2004, 20:41:51 »

Auch ich möchte eine Lanze für die Freisinger Gartentage brechen. Für uns Gärtner ist und bleibt es hier in Bayern die wichtigste und beste Gartenausstellung. Wir haben uns natürlich auch schon auf Burg Trausnitz blicken lassen, sind jedoch vom Pflanzenangebot arg enttäuscht. Auf diesem Sektor hat Freising wesentlich mehr zu bieten. Hier kommen die echten Botaniker voll auf ihre Kosten. Gartenaccessoirs und sonstigen Schnickschnack kann man mittlerweile überall kaufen, aber für Pflanzenraritäten muss man halt immer noch einen weiten Weg in Kauf nehmen. Diese findet man jedoch in Freising in gebündelter Form. Natürlich muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, weil die Preise für ausgefallene Stauden doch relativ hoch sind. Aber ich denke mir, die Standgebühr für die Aussteller muss auch finanziert werden, und die wird beileibe nicht niedrig sein. Ich hoffe, dass wenigstens die Eintrittspreise stabil bleiben. Wir sind eine Gruppe leidenschaftlicher Gärtnerinnen und gönnen uns den Tagesausflug von Deggendorf nach Freising jedes Jahr. Till next year, Sarastro
 
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Iris

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #9 am: 29. September 2004, 21:28:16 »

Ich finde, bei Gartentagen ist es wie mit Musik. Entweder alles ist kommerziell genug, um vielen Menschen zu gefallen: dann wird Geld verdient, oder es ist so speziell, dass es nicht die Masse anlockt. Ich mag keine "Gartenaccessoires" kaufen und ich mag es nicht, wenn Messen zu überlaufen sind. Die Ausrichter und Aussteller aber haben mehr von einer vollen Messe...

Gruß
Iris
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Maria Zauberfee

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #10 am: 30. September 2004, 07:52:12 »

Zitat
Die Ausrichter und Aussteller aber haben mehr von einer vollen Messe...

Die Ausrichter vielleicht, aber nicht automatisch auch die Aussteller - viele Leute heißt noch lange nicht viele Käufer!!
Ich finde es auch gar nicht toll, wenn tausend Leute meine Bücher "angrapschen" , mit dem angefeuchteten Finger blättern, Bildbände richtig querbiegen - was bei vielen "Guckleuten" passiert. Oder Kinder mit dem tropfenden Eis in der Hand in den Büchern blättern, oder auch Erwachsene mit von der Bratwurz fettigen Händen (schon passiert - man wischt sich die Finger am Buch sauber - grrrr!!)
Es ist überhaupt nicht toll, wenn sich die Massen "vorbeischieben", sodaß keiner mehr stehen bleibt und guckt...
Besucher und Käufer - das ist ein himmelweiter Unterschied und das Argument der Ausrichter, "sie erwarten 30.000 Leute" zieht bei mir jedenfalls überhaupt nicht.
Ich bin viel lieber auf Veranstaltungen, die so unbekannt bzw. für Spaziergänger "unattraktiv" sind, daß keine Massen kommen, aber doch so bekannt, daß die wirklich Interessierten kommen.
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sarastro

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #11 am: 30. September 2004, 08:20:59 »

Ergo bleibt uns die Vermehrung von Qualität in Form von Mundpropaganda und Werbung. Es ist aber alles eine Gratwanderung!
Höhere Eintrittspreise sollen "Kreti und Pleti" abhalten, trotzdem kommen sonntags meist nur See(h)leute. Höhere Standmieten locken kapitalkräftigere Unternehmen an, die aber nicht unbedingt in einen vernünftigen Rahmen passen (- siehe Home and Garden!). Bei moderaten Standmieten (20 qm bis 200 €, was aber immer seltener ist) und normalen Eintrittspreisen (bis 6 €, Kinder frei) kann der Veranstalter bei Unterstützung von fachkundigen Leuten aus der Branche sehr wohl zum guten Gelingen einer Veranstaltung beitragen. Ich meine hiermit die Auswahl der Pflanzenaussteller. (Da habe ich in vergangenen Zeiten schon oft einwirken können!) Die teils abgehobenen Preise sind den Regeln der Freien Marktwirtschaft unterworfen. Wenn bei ausgesucht schönen Stauden kein höherer Preis zu erzielen ist, wäre ich ein schlechter Geschäftsmann! Beispiel: Ich hatte herrliche, dunkelblaue Caryopteris 'Ferndown' in Weingartsgreuth mit, das Stück für € 5. Ich hätte 7 € verlangen sollen, denn die 50 Stück waren am Abend alle weg! Dass man aber auf der anderen Seite auf dem Teppich bleiben soll, ist auch klar.

Dass ich aber auf der anderen Seite auch einige leichte Kulturen für Lieschen Müller vom Nachbardorf dabei haben muss, versteht sich von selbst.
Und dass manchmal um 1 € gehandelt wird (a la Geiz ist geil), lässt mich kalt! Dann fällt prompt der Spruch: "Seit wann gehört denn Bayern zum Orient?" Oder: "Sie sollten mal im Supermarkt oder bei Ho..ch versuchen zu handeln!" Es macht mir immer Spass, mit den Leuten zu kommunizieren, fachlich ins Schwärmen zu kommen. Einige Kollegen sitzen im Stuhl und lassen den Herrgott einen guten Mann sein! So kann man nicht viel verkaufen.
Dies waren ein paar Erfahrungsberichte!
« Letzte Änderung: 30. September 2004, 08:22:40 von sarastro »
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Christiane.

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #12 am: 30. September 2004, 10:03:51 »

Pflanzenbörsen – ein unendliches Thema, ich habe schon einige besucht, mittlerweile beschränke ich mich auf drei, Berlin, Freising und Hannover.
Wobei mir Hannover- nicht Home and Garden – sondern die Hannoverschen Pflanzentage im Stadthallengarten am besten gefallen. Hat vom Ambiente her was provinzielles, aber immer sehr interessante Angebote, vor allen Dingen wenn man nicht dem Herdentrieb folgt und die Runde verkehrt herum geht.
Die interessantesten Pflanzen haben meist die ganz kleinen Anbieter und auch die Zeit und die Interesse sich zu unterhalten und nicht nur hochnäsig zu belehren.
Berlin mag ich sehr, aber hauptsächlich, weil da eine sehr interessierte und begeisterte Gartenfreundin wohnt und so der Ausflug dahin auch ohne „Pflanzenjagd“ schon Spaß macht, Freising ist natürlich schon sehr interessant, aber ab Mittag einfach zu überlaufen und das Parkplatzproblem ist schon exorbitant. Hinzukommt, dass man in Freising überwiegend die gleichen Anbieter trifft wie in Berlin und nur wenige aus der Region sich dazugesellen.

Der richtige „Kick“ springt mittlerweile nicht mehr über bei den Veranstaltungen, vielleicht bin ich einfach zu „lecker“ geworden?

LG
Christiane

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Faulpelz

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #13 am: 01. Oktober 2004, 08:25:04 »

Freising ist natürlich schon sehr interessant, aber ab Mittag einfach zu überlaufen und das Parkplatzproblem ist schon exorbitant.

Da kann ich Christiane nur beipflichten. Wir fahren immer freitags, weil sich der Andrang an diesem Tag meist noch in Grenzen hält. Die Eröffnung ist um 13.oo Uhr. Man muss aber mindestens zwei Stunden früher zur Stellle sein, um in der Nähe noch einen Parkplatz zu ergattern. Falls wir Pech haben, müssen wir unsere Einkäufe einen Kilometer weit schleppen. Eventuell auch ein Argument, warum sich die Käufer zurückhalten. Vielleicht sollte sich die Stadt Freising bzw. die Organisatoren da mal ein paar Gedanken machen. Irgendwie kommt man nach der leidigen Parkplatzsuche schon verstimmt und gehetzt an. Dieses Problem wiederum hat Landshut vorzüglich gelöst.
Evi
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sarastro

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Re:Gartentage - Pflanzentage oder weniger?
« Antwort #14 am: 02. Oktober 2004, 17:26:16 »

Du machst aber deinem Namen alle Ehre! Wenn ich Pflanzenschätze ergattere, gehe ich notfalls doch meilenweit oder ich hole mir mein Automobil und lade dann vor der Schranke ein. Ich finde es doch so eine Situation immer noch besser wie in Freising, wo man per Auto zum Laden bis vor das Landratsamt fahren kann, wie etwa in Landshut oder in Illertissen vor 2 Jahren mit so einem dämlichen Shuttlebus. Da haben nämlich die Leute zurückgeschreckt, viel zu kaufen!
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