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News: Der Besuch eines guten Freundes ist oft die beste Medizin. (Unbekannt)
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|27|5|Wer am längsten warten kann, erreicht sein Ziel oft als erster. (Chinesisches Sprichwort)

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Autor Thema: Klima  (Gelesen 116258 mal)

brennnessel

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #60 am: 01. Oktober 2004, 06:55:58 »


 An sich ist Atomstrom, was die Emission angeht, für den erforderlichen Großverbrauch am günstigsten ...


 .....ja, so lange alles funktioniert und nicht "entsorgt" werden muss....

Mit Horror denke ich an jenen Frühling zurück, als ich meinen drei Kleinen nicht erklären konnte, warum sie nicht auf ihrem geliebten Sandhaufen spielen sollten und das gerade in diesem Jahr so üppig gediehene Gemüse ,Beeren und Pilze eigentlich Sondermüll gewesen wären...... Ich habe mich (mit schlechtem Gewissen) über die Verbote hinweggesetzt, weil Gekauftes ja auch aus Mitteleuropa gekommen wäre........ Und das ganze Drama spielte sich doch 1.400km entfernt ab! Krebskranke Kinder aus dieser Unglücksgegend, die damals noch nicht einmal dort geboren waren, kommen jetzt noch in ihren Ferien zu hiesigen Familien zur "Erholung".....
Mein kleiner Beitrag zum Ganzen besteht darin, möglichst wenig zu brauchen, was möglich ist, selber zu produzieren oder bei meiner Bergbäuerin einzukaufen, mit umweltfreundlichen Mitteln zu waschen und putzen (kennt ihr Waschnüsse? ;))......... dass ich wenig reise, mache ich aber nicht aus Umweltschutzgründen, sondern weil ich meinen Garten nicht so gern lange allein lasse ;) ....
LG Lisl
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2004, 06:57:45 von brennnessel »
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Mutabilis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #61 am: 01. Oktober 2004, 09:42:09 »

Aber die Waschnüsse kommen doch auch nicht aus Österreich? Und wenn jeder deutsche/österreichische Haushalt damit waschen würde, würde doch irgendwo in den Tropen eine riesige Monokultor entstehen, mit Bodenerosion, Wasserverschendung und -verschmutzung usw.
Es gibt zu viele Menschen...
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Equisetum

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Re:Klima
« Antwort #62 am: 01. Oktober 2004, 09:53:29 »

Und so ein Wald ist in einem Land wie Deutschland bei der Masse der Leute schnell verheizt. Die Emission dazu wäre wirklich gewaltig. An sich ist Atomstrom, was die Emission angeht, für den erforderlichen Großverbrauch am günstigsten ...
Hallo Silvia!
Wenn ein Wald brennt, sind die Emissionen und die landschaftlichen Folgen offensichtlich und unübersehbar. :o
Hast Du aber die Emissionen, die bei der Herstellung und Aufbereitung des atomaren Brennstoffs in Form von Strahlung, Schwermetallen und sonstigen Giften freiwerden, mit berücksichtigt? Unkosten, Landschaftverbrauch und Folgeschäden bei Abbau, Transport und Lagerung der Endprodukte? Tragweite von Unfällen aufgrund von unsachgemäßem Umgang und unangemessener Technik? ???

Der "zivilisierte" Mensch ist zwar relativ intelligent, aber nicht vernünftig. Es wirken immer noch die genetischen Festlegungen, die das Überleben ohne Technik im täglichen Kampf um Nahrung, Kleidung, Wärme und Wohnung ermöglichten, aber in der heutigen Zeit fatale Auswirkungen haben. Erweiterter Egoismus, das Bestreben, von den begrenzten Ressourcen möglichst viel für seine eigene Familie zu sichern. Der Selbsterhaltungstrieb läßt nicht zu, daß Rücksicht auf die Menschen im Nachbardorf genommen wird. In dieser Beziehung ist der Mensch noch nicht weit genug entwickelt und er droht daran zu scheitern. Er wird an sich selbst, an seinem ungebremsten Ausbreitungsdrang, ersticken. Die umfassende und unwiederbringliche Zerstörung seiner Lebensgrundlagen und Ausbeutung aller verfügbaren Ressourcen schafft kein anderes Lebewesen, nur der Mensch. >:(
Wie schon die Cree-Indianer, eines der naturverbundensten Völker, prophezeiten: "Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, daß man Geld nicht essen kann." :'(

Was kann der einzelne tun?
Ich denke, es ist schon viel erreicht, wenn über das hinaus, was benötigt wird, Verschwendung vermieden wird. Auch unnötiger Abfall ist Verschwendung.
Ein ganz einfaches Beispiel: beim Zähneputzen ist das Wasser, das in den Ausguß läuft, während die Zähne bearbeitet werden, verschwendet.
Oder: den Motor laufen lassen, während die Scheiben freigekratzt werden, ist Verschwendung. Und nicht nur das, man schadet sich selbst, weil man die Abgase eines kalten Motors/Kats einatmet, weil ein kalt laufender Motor unnötig Treibstoff verbraucht und übermäßigem Verschleiß unterworfen ist.
Aber wir haben's ja. ::)
Ich bin vor 17 Jahren in die Nähe meines Arbeitsplatzes gezogen und fahre seitdem konsequent mit dem Rad. 8)
Natürlich tue ich noch mehr, ich könnte auch noch mehr tun, große Dinge.
Mein Idealismus hat Grenzen. Wofür haben wir Politiker, weise (oder auch dumme) Menschen, denen wir die Macht über uns gegeben haben (oder skrupellose Egoisten, die sie sich genommen haben), von denen ich erwarte, daß sie die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung der menschlichen Rasse stellen? :P

?!? Zuviel verlangt ?!? ;D :(

Genug wirres Zeug geredet. Ich hole mir jetzt noch einen Kaffee, dessen Rohstoff irgendwo einige tausend Kilometer von Köln entfernt von naturnahen Menschen unter Ausbeutung der Landschaft und Einsatz von Düngesalzen sowie "Pflanzenschutzmitteln" (Was für ein Wort/Unwort) produziert und von skrupellosen, profitorientierten Menschen zu Almosenkonditionen aufgekauft und zu Dumpingpreisen vermarktet wird, die aber trotzdem dabei reich werden. >:(
Soll ich deshalb auf meinen Kaffee verzichten? :o

?!? Zuviel verlangt ?!? ;D :(

Jetzt ists aber wirklich genug. :-X

Ach so, das Kaffeemehl aus der Kantine kompostiere ich in meinem Garten. Was für ein Hohn, ich versorge meinen Garten mit Nährstoffen und Humus aus Südamerika. ;D ::) :-X


Equisetum
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2004, 10:04:32 von Equisetum »
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Es lebe der Wandel

brennnessel

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #63 am: 01. Oktober 2004, 09:56:36 »

hast schon Recht, Mutabilis, aber mit einem kg wasche ich ca. 1 Jahr lang! Alles was davon übrig bleibt, ist Dünger für die Pflanzen.
LG Lisl
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Mutabilis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #64 am: 01. Oktober 2004, 10:06:18 »

Das ist natürlich wirklich klasse. Aber wenn ich rechne: 80 Mio Einwohner in D, wieviele Haushalte? 10 Mio? (Hotels, Altenheime, Restaurant nicht mitgerechnet). Also für D mindestens 10 Mio. kg, *rechnerechne* 10.000 t (oder?) Waschnüsse pro Jahr.

Für wenige, die damit konkreten Projekte in weniger industrialisierten Ländern helfen, mag es ok sein. Aber ein Lösungsansatz ist das nicht.

Was man konkret machen kann: Das meiste bei 30 Grad waschen. So verdreckt sind meine Sachen nicht, meist nur Erde ;D , Lebensmittelflecken, Schweiß, aber kein Kohlestaub oder getrocknetes Blut usw. Damit spart man immerhin ne Menge Strom. Und das kann jeder, ohne dass die Wirtschaft kollabiert...
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Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #65 am: 01. Oktober 2004, 10:06:32 »

Richtig und gut gesprochen. Gehen wir doch das Thema mal etwas ernsthafter an. „Umweltschutz durch Verzicht“ ist ja wohl die Kernaussage. Klingt recht einfach - ja, naheliegend und hat doch erhebliche Konsequenzen, wenn konsequent gehandhabt. Dass ich es etwas satirisch aufspieße, sei mir verziehen. Aber sonst wird die Diskussion gerade auf diesem Sektor so fürchterlich ideologisch.

Berlin (dpa):
Das Bundesumweltministerium begrüßt ausdrücklich die Initiative des Schweizer Bürgers F., durch Verzichte jeglicher Art und bewussteres Handeln, positive Einflüsse für die Umwelt zu schaffen. Insbesondere die Kernthemen „Car-Sharing“ und Urlaubsreisen einzuschränken oder allenfalls mit Öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn und Bus vorzunehmen, findet großen Beifall und soll auch seitens der Regierung vorangetrieben werden. Eine Gesetzesinitiative soll vorbereitet werden.

Stuttgart (AFP):
Der DaimlerChrysler-Konzern kündet die Schließung mehrerer Produktionsstätten an. Das dürfte zu Entlassungen von ca. 60% der Belegschaft führen. Als Grund wird der zusammengebrochene Automobilmarkt angeführt. Die Bürger Europas wenden zunehmend „Car-Sharing“ an. Ganze Straßenzüge haben sich inzwischen auf ein einziges Auto verständigt.

Wolfsburg (Reuters):
Das Volkswagenwerk beschränkt seine Produktion auf Transporter. Die Pkw-Produktion wurde eingestellt. Auf Grund fehlender Steuereinnahmen hat die Stadt Wolfsburg sämtliche Kindergärten geschlossen. Die Kliniken nehmen nur noch unabweisbare Notfälle auf. Den anderen Produktionsstandorten droht Gleiches.

Berlin (FAZ):
Die Krisensitzung der Regierung führt zu keinen Beschlüssen. „Da müsse man durch“ verlautet vom Umweltminister. Inzwischen kommen auch Katastrophenmeldungen von der Verpackungsindustrie. Kartonagefabriken, Folienhersteller, Tetrapak haben ihre Werkstore schließen müssen. Die Bürger verweigern inzwischen abgepackte Ware. Absatzerfolge melden hingegen die Hersteller von Einkaufstaschen.

Bern (dpa):
Die Regierung beschließt ein Soforthilfeprogramm für das notleidende Hotelgewerbe. Die Schweiz ist wegen der Gletscherprobleme und zur Erhaltung der Alpenflora insgesamt zum europäischen Naturreservat erklärt worden. Jeglicher Tourismus ist erloschen. Die Bergbauern besinnen sich wieder auf ihre Anfänge zurück. Probleme gibt es aber noch mit der Vermarktung ihrer Produkte.

Köln (Reuters):
Die Marketinggesellschaft des Agrargewerbes stellt erhebliche Veränderungen fest. Durch die Autofeindlichkeit und das gestiegene Umweltbewusstsein finden nur noch Agrarprodukte aus der Region des Käufers Akzeptanz. Gemüse aus Holland ist inzwischen nur noch in Norddeutschland verkäuflich. Erdbeeren aus Spanien werden strikt abgelehnt. Tropische Früchte werden nicht mehr gehandelt.

Rom (FTD):
Infolge des fehlenden Tourismus brechen in Italien die Sozialstrukturen zusammen. Allenfalls einige wenige Orte, die problemlos per Bahn erreichbar sind, können noch einige Besuchergruppen begrüßen. Fiat existiert nicht mehr. Alfa Romeo kann nur noch in Museen bestaunt werden. Leider fehlen die Besucher. Ingenieure werden nicht mehr benötigt. Berufsalternativen gibt es nicht, da auch andere Industriezweige ihre Tätigkeiten einschränken. So konnte z.B. die Stromproduktion um 50% gedrosselt werden. Es fehlt an Abnehmern. Stahlwerke haben ihre Arbeiter auf unbestimmte Zeit ohne Lohn beurlaubt. Leider kann ihnen der Staat keine Unterstützung zukommen lassen. Die Steuereinnahmen sind auf 30% geschrumpft.

Dhaka (AFP):
In Bangla Desh sind Unruhen ausgebrochen. Der Niedergang der ohnehin sehr fragilen Volkswirtschaft ist besiegelt, nachdem Europa keine Waren mehr aus umweltschützerischen Gründen abnimmt. Allein der Transport der Waren aus der Dritten Welt sei ökologisch nicht mehr vertretbar.

Abu Dhabi (BBC):
Die Erdölförderung in den Emiraten ist eingestellt worden. Mangelnde Nachfrage hat diesen Schritt erzwungen. In Europa ist die Benzinproduktion auf 20% gesunken. Heizöl wird kaum noch nachgefragt. Auch die Kunststoffindustrie benötigt kein Erdöl mehr, da sie nur noch Altprodukte recycled. Die Wüstenstädte verfallen. In Saudi Arabien sollen sich Söldnerheere zusammenrotten, um nördlicher gelegen Agrarstaaten zu überfallen.

München (dpa):
Energiesparen ist längst nicht mehr Volkssport, sondern Kampf ums Überleben. Dämm-Material für die Häuser ist nicht mehr zu bekommen, da die entsprechenden Industriezweige ihre Tore wegen Energiemangels längst geschlossen haben. Erdöl gibt es nicht mehr. Die Stromproduktion aus Steinkohle wurde aus Umweltgründen mittlerweile verboten. Im Englischen Garten wurden erste Holzfällaktionen durch bedürftige Bürger beobachtet. Die Polizei ist machtlos. Der Holzbedarf zu Heizzwecken ist so immens gestiegen, dass um ganze Waldbestände gebangt werden muss.

Bern (Reuters):
Der Gotthard-Tunnel wurde inzwischen geschlossen. Man will dem Vernehmen nach dort drin jetzt Champignons züchten. Das Konzept ist aber noch nicht zuende gedacht. Es fehlen noch Lösungen für die Distribution.

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Equisetum

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Re:Klima
« Antwort #66 am: 01. Oktober 2004, 10:07:02 »

Kann mir mal einer erklären, was eine Waschnuß ist?
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Es lebe der Wandel

Mutabilis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #67 am: 01. Oktober 2004, 10:14:10 »

Google kann es: (http://www.waschnuss.com/inhaltwaschnuss.htm?/)
Botanik


Die sogenannte Waschnuß ist die Frucht des Soapnut-Baumes (sapindus trifoliatus). Dieser gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae), welche in allen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde anzutreffen sind. Zu dieser Familie gehören auch bekannte Nutzpflanzen, wie die in Südchina beheimatete Litschi (litchi chinensis).
Die Familie der Seifenbaumgewächse umfaßt in etwa 2000 Arten, die sich auf ca. 150 Gattungen verteilen. Die namensgebende Gattung ist dabei "sapindus", welche ihrerseits nach dem charakteristischen Inhaltsstoff Saponin benannt wurde.
Pflanzen produzieren solche hochwirksamen Inhaltsstoffe um sich selbst vor Schädlingsbefall zu schützen, sowie Bakterien und Pilze abzutöten oder fernzuhalten. Inhaltsstoffe stellen also gewissermaßen natürliche Konservierungsstoffe dar. Ebenso verhält es sich bei Saponin, welches interessanterweise auch eine hohe Reinigungskraft besitzt. Dieses Saponin findet sich in besonders konzentrierter Form (rund 14%) und hochwertiger Qualität in der Fruchtschale von sapindus trifoliatus, dem Soapnut-Baum, welcher sein natürliches Verbreitungsgebiet im Süden Indiens hat, wo er auch schon seit antiken Zeiten kultiviert wird.
Eigenschaften

Die Waschnuß ist ein wahres Multitalent. Ihre augenfälligste Fähigkeit beruht dabei auf ihrer reinigenden Wirkung. Das in der Schale enthaltene Saponin löst Fett und hartnäckige Flecken aus Textilien, ohne dabei Farben und Fasern anzugreifen. Die Waschnuß kann bei allen Waschtemperaturen angewendet werden und die Zugabe eines Weichspülers erübrigt sich, da die Wäsche eindeutig geschmeidiger wird als bei Verwendung der üblichen, chemisch hergestellten Waschmittel, die im übrigen häufig sehr aggressiv wirken.
Die Reinigungskraft der Waschnuß läßt sich aber auch in vielen anderen Bereichen nutzen. Kocht man einige Waschnußschalen (sparsam dosieren) kurz in Wasser auf, so löst sich das Saponin heraus. Mit dem gewonnenen Sud läßt sich praktisch alles reinigen. Versuche haben gezeigt, dass selbst Autos, Glas und Schmuckstücke glänzend sauber werden.
Auch in der Küche läßt sich die Waschnuß einsetzen. Hier zeigt sich vor allem die fettlösende Kraft des Saponins und seine antibakterielle und leicht desinfizierende Wirkung.
Sehr vieles spricht dafür, dass die Waschnuß für den Einsatz in der Hygiene sowie Hautpflege von unschätzbarem Wert sein könnte. Vor allem sehr viele Neurodermitiker und Allergiker, die keine chemisch produzierten Waschmittel mit all ihren Weichspülern, Duftstoffen, Bleichmitteln und sonstigen Zusätzen vertragen, werden in der Waschnuß eine wertvolle Alternative finden.
Die Waschnuß ist ein ausgezeichnetes hautpflegendes und -glättendes Körper- und Haarwaschmittel. Die Haare werden durch eine Spülung mit Waschnußsud nicht nur gereinigt, sondern auch gepflegt. Sie lassen sich nach der Wäsche sehr gut durchkämmen, erhalten mehr Volumen und fetten weniger schnell nach.
Eindeutig wird die Bildung von Schuppen verringert und selbst die Psoriasis (Schuppenflechte) läßt sich mit der Waschnuß wirkungsvoll behandeln.
Es gibt sogar eindeutige Hinweise dafür, dass man durch eine regelmäßige Anwendung Haarausfall verringern und das Ergrauen der Haare verlangsamen kann. Dies mag auf den ersten Blick sehr unwahrscheinlich anmuten, wird aber plausibler, wenn man bedenkt, welch extremer Belastung unsere Kopfhaut täglich durch den Kontakt mit chemisch produzierten und mit künstlichen Duftstoffen etc. belasteten Shampoos, ausgesetzt ist.
Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet ist es nicht verwunderlich, dass die Waschnuss im indischen Heilsystem Ayurweda eine überaus wichtige Rolle spielt.

Gleichgültig wie groß die heilende und pflegende Kraft der Waschnuss auch sei; sie schadet auf keinen Fall und so mag der Zweifler mit reinem Gewissen ihre Wirkung selbst testen. Er wird nach spätestens zwei Wochen die ersten positiven Resultate spüren und begeistert sein.

Übrigens: Die Inder pflegen seit Alters her ihre Arbeitselefanten mit dem Sud aus der Waschnuss. Dies mag den Menschen aus westlichen Zivilisationen befremdlich erscheinen und sie zum schmunzeln bringen. Bedenken wir jedoch, dass den Indern ihre Elefanten wertvolle, ja heilige Freunde und Helfer sind, denen sie nur die beste Behandlung angedeihen lassen; und Elefanten haben eine sehr empfindliche Haut.

Ökologie
Waschnüsse wachsen an Bäumen, die nach etwa zehn Jahren die ersten Früchte tragen, welche dann ungefähr neunzig Jahre lang geerntet werden können. Geerntet wird einmal im Jahr. Allein diese Tatsache stellt einen wesentlichen Aspekt der Nachhaltigkeit dar, da diese Pflanze nicht nach einmaliger Ernte ein Ödland mit ausgelaugten Böden hinterläßt.
Es hat sich hingegen gezeigt, daß sich diese Bäume sogar gut auf ehemaligem Ödland anbauen lassen und dergestalt, durch fehlerhafte Bewirtschaftung ausgelaugte Böden, wieder neu erschließen können. Auf diese Weise kann man mit ihrer Hilfe einer fortschreitenden Desertifikation entgegenwirken und Bodenerrosionen stark verringern.
Bäume nehmen während ihrer langen Lebenszeit jede Menge des für den Treibhauseffekt verantwortliche Gas Kohlendioxid auf und produzieren gleichzeitig Sauerstoff.
Wer in seinem Haushalt Waschnüsse verwendet, kann dies mit absolut reinem Gewissen tun. Sie sind zu 100% biologisch abbaubar und lassen sich somit getrost mit dem Kompost Müll entsorgen. Oder man kocht sie vorher noch einmal kräftig auf und besprüht mit dem Sud Zimmer- und Gartenpflanzen. Waschnüsse stehen in dem Ruf, Pflanzenschädlinge wirkungsvoll bekämpfen zu können. Jüngste wissenschaftliche Versuche auf diesem Gebiet scheinen das zu bestätigen. Ein jeder mag sich dazu aufgerufen fühlen nach Lust und Laune selbst zu experimentieren. Über eine Nachricht von euren Ergebnissen würden wir uns sehr freuen.
Auch das Abwasser eines Waschganges mit Waschnüssen ist absolut unproblematisch, was besonders die Nutzer von Brauchwasseranlagen besonders interessieren dürfte.
Selbst in den Abwasserkanälen dürfte sich die positive Wirkung der Waschnuss bald zeigen, wenn nur genügend Haushalte auf dieses umweltfreundliche Reinigungsmittel umsteigen würden, denn es ist bekannt, daß das Saponin aus der Waschnuss selbst den Abbau unterschiedlichster Gifte unterstützt.

 

Wirtschaft

Auch zu diesem leidigen Thema seien noch ein paar Worte gesagt.
Soviel vorweg: Die Waschnuss ist billig, sehr billig. Auf dem deutschen Markt ist für den Endverbraucher 1kg Ware für 20 - 25 Euro erhältlich. Für wie viele Waschgänge diese Menge ausreicht ist nicht pauschal zu sagen, da dies zum einem von der Verschmutzung der Wäsche (die Waschnuss läßt sich hervorragend nach Bedarf dosieren), und zum anderen ganz entscheidend von der Qualität der Nüsse abhängt. Bei der von uns angebotenen sehr hohen Qualität, reicht 1 kg aus für 150-200 Wachgänge, für eine vierköpfige Familie die etwa drei Waschgängen pro Woche hat braucht über ein Jahr kein Waschmittel gekauft werden. Damit ist es nur halb so teuer wie herkömmliches Waschpulver.
Für das Ursprungsland Indien könnte der Anbau und Export zu einer großen wirtschaftlichen Chance werden, wenn dieses Produkt sich auf dem europäischen Markt etablieren würde. Immerhin reichen wenige Soapnut-Bäume aus um den Lebensunterhalt einer indischen Familie zu sichern.
Hier liegt aber auch genau unsere Verantwortung. Bei allzuvielen Produkten aus der dritten Welt hat sich schon gezeigt, daß, wenn die Industrienationen eben dieses Produkt erst einmal für den eigenen Markt entdeckt haben, alsbald ein Preisverfall einsetzt, durch den der Endverbraucher spart. Eine Vielzahl von Zwischenhändlern und Spekulanten profitieren, die Qualität der Ware leidet und der Farmer im Ursprungsland schließlich verarmt. Diese Entwicklung konnte bei der Waschnuss bislang nicht beobachtet werden und es gilt, dieser beispielsweise durch Qualitätskontrolle und Preisbeobachtung entgegenzuwirken.

Ein Multitalent un dAllheilmittel ;D
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2004, 10:14:58 von Mutabilis »
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brennnessel

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #68 am: 01. Oktober 2004, 10:14:44 »

Hallo Equisetum, das sind die getrockneten saponinhältigen Schalen der Nüsse eines Baumes, welche in dessen Heimat Indien und Nepal schon immer als pflanzliches Waschmittel verwendet werden. Näheres schreibe ich dir gerne per PM (ich habe keine zu verkaufen, damit niemand Falsches vermutet ;) !!!)!
LG Lisl
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2004, 13:10:39 von brennnessel »
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fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #69 am: 01. Oktober 2004, 12:06:04 »

Herzlichen Dank für eure Äusserungen, ich darf und muss zur Kenntnis nehmen, dass sich ein Schweigen meinerseits positiv auf eure Motivation auswirkt, zu solchen Themen Stellung zu nehmen ;). War allerdings nicht ganz freiwillig, hatte (doch doch, das gibts!) zu tun.

@Hortulanus: Würdest du ein Buch mit deinen herausragenden Beiträgen herausgeben, ich wär der erste Käufer. Nicht mal, dass du inhaltlich voll daneben liegst, würd mich davon abhalten ;D.

Ernsthaft: Es ist auch eine Frage des Lebensstils. Heute ist es - mehr denn je - möglich, trotz teilweisem Verzicht bzw. selektivem Konsum ganz gut zu leben. Das setzt aber eine gewisse Abkoppelung von den gängigen Werten wie etwa der postulierten dauernden Erhöhung des materiellen Wohlstands ab. Anderseits rückten ideelle Werte vermehrt ins Zentrum unseres Lebens: Wir freuten uns an intakten Natur- und Kulturlandschaften, müssten keine Angst mehr haben vor unumkehrbarer Luftverschmutzung, atomaren Zwischenfällen, Rohstoffebbe, Verseuchung der Welt mit langlebigen Giften und was der Übel mehr sind. Nicht alle Menschen wollen eine solche Neuorientierung hin zu ideellen Werten, ja nicht mal eine notable Minderheit. Daher sind kleine Schritte gefragt. Wer was in die Richtung tun kann, solls tun. Oft wird ja aus Bequemlichkeit, ja Gedankenlosigkeit weiter zerstört, was uns allen erst das Überleben ermöglicht. Wir können aber nicht nur nehmen, was uns dieser Planet offeriert (sauberes Wasser, gute Luft, Erdöl und Bodenschätze), wir müssen auch lernen, damit massvoll umzugehen und Nachhaltigkeit zu garantieren. Es geht da um nichts mehr als moralische Verantwortung. Ich habe geschlossen.
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Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #70 am: 01. Oktober 2004, 12:57:03 »

Meine Beiträge, Fisalis, sind weder nur persiflierend noch ohne ernste Hintergedanken gemeint. Konsequenter Umweltschutz ist in der heutigen, stark vernetzten Welt eine äußerst diffizile Angelegenheit. Das bisschen Sparen hier und da, der Verzicht aufs Auto (erzähle doch mal diesen Spargedanken einer Mutter von 3 Kindern) oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel für die Urlaubsreise sind eine Marginalie, die das Grundproblem noch nicht einmal ankratzen. Häuser werden heutzutage nicht aus ideologischer Überzeugung isoliert, sondern absolut überwiegend aus ökonomischen Gründen. Der immens zugenommene Verpackungsmüll nervt mich auch. Wenn ich mir jedoch etwas Zerbrechliches zusenden lasse bin ich wütend, wenn an der Verpackung gespart wurde und ich nur „Scherben“ erhalte. Bakker z.B. verpackt sehr aufwändig. Dafür kam bei mir bisher alles heil an. Eggert schickte mir vor 3 Jahren einen Solitär, der frei im Paket kugeln konnte. Entsprechend sah der Strauch aus.

Zurück zu deinem Anliegen. Was willst du mir denn mitteilen? Dass ich dir nacheifern soll? Würden noch nicht einmal alle, sondern nur sehr viele Menschen das tun, liefe das auf meine Presseberichte hinaus. Soll ich dagegen nur so ein bisschen mitmachen, so nach dem Motto, ein jeder kehre nur ein wenig vor der eigenen Haustüre? Ja, tue ich und auch alle meine Freunde und Bekannten. Der eine mehr, der andere weniger. Das von dir verachtete Auto wird möglicherweise umweltfreundlicher produziert als dein Fahrrad, dessen rahmen eventuell aus China stammt. Gleiches gilt für die Bestandteile deines PC. Flieger benutzt du nicht? Gut, damit verzichtest du aber auch auf ferne Ziele. Es gibt andere Kulturkreise als die der Schweiz oder Italiens. Aber zweifellos muss man sie nicht Kennen lernen. Deinen Gasverbrauch hast du um 20% gesenkt? Lobenswert und gut für deinen Geldbeutel. Dennoch bedarf es für deine Versorgung der europaweiten Rohrleitungen, die in Stahlwerken hergestellt werden, die nach wie vor „Dreckschleudern“ sind. Niemand hindert dich, auf Gas und Erdöl zu verzichten. Heize doch mit einheimischem Holz. Wenn es viele tun, sind diese Emissionen aber schon wieder umweltschädlicher als Gas. Und vergiss bitte nicht: Energie sparen bedeutet zunächst (erheblichen) Kapitaleinsatz, der sich erst über langer Zeiträume amortisiert. Viele Familien haben gar nicht die Mittel, diesen Aufwand zu tragen.

Also, was willst du mir mitteilen?

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fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #71 am: 01. Oktober 2004, 14:24:45 »

Also dir konkret will ich jetzt eigentlich nichts mitteilen, Hortulanus ;). Da kenn ich dich nun eindeutig zu wenig gut, als dass ich dich z.B. auffordern wollte, mit dem Fahrrad einkaufen zu gehen oder deinen Garten nach den Grundsätzen des biologischen Anbaus zu bewirtschaften. Bin ja auch nicht der Umweltdelegierte des Schöpfers (kann ja noch werden 8) ). Wollte einfach mal wieder auf das in der allgemeinen Interessansagenda letzthin doch etwas weit nach hinten gerutschte Thema Klimaschutz hinweisen, und dazu auffordern, sich dazu Gedanken zu machen. Wenn diese Diskussion dazu führt, dass nur schon minimste Verbesserungen erzielt werden, wäre ich hocherfreut. Aber erwarten tu ichs nicht.
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Mutabilis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #72 am: 01. Oktober 2004, 19:41:23 »

Ja und wenn ich keine Ananas mehr esse? Was ändert das? Normalerweise kommt dann das Argument: Ja, aber wenn k e i n e r mehr Ananas essen würde... Nur: So ist es ja nicht. Ich wäre ja (fast) die einzige. Wenn alle an einem Strick ziehen würden, dann gäbe es sehr viel nicht mehr oder anders. Aber so ist es eben nicht. Wenn ich die Ananas nicht kaufe, liegt sie trotzdem im Laden. Wenn ich kein Auto mehr fahre, werden immer noch Millionen produziert.

Über den Geldbeutel, das geht natürlich immer. Wenn die Ananas 6,99 kostet, kaufe ich sie nicht - und wahrscheinlich sehr viele nicht. Genauso mit dem Auto: Wenn ein weiß nicht Fiat Punto 150.000 Euro kostet, wird es nicht mehr so viele Abnehmer geben (usw.).

Nur: Es muss ja verdient werden, Umsatz und Gewinn erwirtschaftet werden, die Wirtschaft will wachsen, nicht nur usere, jede. Wie lange das gut geht? Oder möglich ist? Keine Ahnung, aber solange noch ein 100stel Prozent Steigerung drin ist, wird sich nichts ändern...
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Lilia

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Re:Klima
« Antwort #73 am: 01. Oktober 2004, 20:18:15 »

Um etwas für den Klimaschutz im Großen zu tun, wurde beschlossen, wiederverwertbares wieder zu verwerten.
Seitdem trennen wir den Müll. Wir haben drei Tonnen für Glas - braun-weiß-grün, eine für Papier, eine für Biomüll, eine für den Restmüll, einen Container für die Gelben Säcke.
Pfiffige Firmen haben noch Container für Altkleider und Altschuhe daneben gestellt.
Papier, Glas und Biomüll werden kostenlos abgeholt, für die Abholung der Gelben Säcke haben wir schon über den Kaufpreis bezahlt - ob ich die Gelben Säcke nun nutze oder nicht.
Um die Inhalte der Gelben Säcke weiterverwerten zu können, war das Schaffen einer großen Maschinerie notwendig. Dicke Fahrzeuge fahren tagtäglich durch die Lande - beileibe nicht mit Elektromotoren.
Gebäude mußten gebaut werden, Büros eingerichtet werden - halt die ganze Infrastruktur war nötig, bis auch nur ein Saftkarton recycelt war.
Eine gigantische Maschinerie wurde geschaffen, auf unsere Kosten. Wir haben mit der vorgeblichen Umweltschonung, die spärlich stattfindet, einfach nur einen neuen Wirtschaftszweig finanziert!
Wo tauchen denn auf dem Markt Produkte in großer Menge auf, die diesen Aufwand rechtfertigen würden?
Und wie Die Grünen es schon voraussahen, genau der Müll in den Säcken fehlt den herkömmlichen Müllwerken. Unser Müllheizkraftwerk hier barmt um jeden Kubikmeter - kriegt es aber nicht, ist im Sack! Die Aufwendungen des Kraftwerkes laufen aber weiter - Abschreibung, Personal etc., ergo steigen die Restmüllabgaben.
Zum Mitschreiben: ich verhalte mich vermeintlich umweltfreundlich, spare und trenne Müll, und genau deshalb steigen meine Müllgebühren?? Bingo, so isses.
Den Biomüll werfe ich (ich nicht) in die Biotonne. Das 10 km entfernte Humuswerk, teuer und schlecht gebaut, da gab's bestimmt auch Subventionen=Steuergelder für, hat es erst nach ca. 5 Jahren geschafft, uns nicht mehr geruchlich zu belästigen.
Ich schenke dem marktwirtschaftlich orientierten Betrieb also seine Grundstoffe (jaja, ich darf mir auch für meinen Vorgarten kostenlos dort Erde holen, brauch' ich ja auch täglich), damit sich andere damit dusselig verdienen? Ich unterhalte mit meiner Spende auch wieder einen ganzen Fuhrpark stinkender Fahrzeuge? Und zusätzlicher Büros mit Kopierern und anderen Papiervernichtungsmaschinen?
Wo bleibt da die Grundidee???

Wir Verbraucher finanzieren zwangsweise über den Kaufpreis einen ganzen Wirtschaftszweig, der vollmundige Versprechungen macht - und was kommt hinten raus?
Fröhliches Mülltrennen!!
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Günther

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #74 am: 01. Oktober 2004, 20:24:23 »

Ach sei doch nicht so. Für den brennbaren Anteil, den Du aus Deinem Müll herausholst, müssen die Müllverbrennungen wieder Öl zukaufen, damit der unbrauchbare Rest wieder überhaupt verbrannt werden kann. So wird der notleidenden Ölindustrie auch geholfen ;D
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