Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: Einigkeit macht stark - sagen sich die Wassertropfen, die jeder für sich allein ein "Nichts" sind, sich aber in ihrer Gemeinsamkeit in Strömen und Meeren zu unbändiger Kraft bündeln. (Willy Meurer)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
03. Oktober 2022, 09:27:54
Erweiterte Suche  
News: Einigkeit macht stark - sagen sich die Wassertropfen, die jeder für sich allein ein "Nichts" sind, sich aber in ihrer Gemeinsamkeit in Strömen und Meeren zu unbändiger Kraft bündeln. (Willy Meurer)

Neuigkeiten:

|6|1|Schwarznuss, Wermut, Nelken lassen uns niemals welken! (Staudo)

Seiten: 1 ... 6 7 [8] 9 10 ... 55   nach unten

Autor Thema: Klima  (Gelesen 111253 mal)

brennnessel

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #105 am: 05. Oktober 2004, 10:48:59 »


Also eine alles in allem doch nutzlose Diskussion.

Sicher nicht, Fisalis! Zumindest schadet es nicht, wenn man ab und zu mal wieder darüber redet ;) .......


LG Lisl
Gespeichert

Mutabilis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #106 am: 05. Oktober 2004, 11:04:49 »

Ja, Du bist ein guter Mensch. Sonne Dich in dem Gefühl.

Sei nicht so. Jedenfalls schadets nix, wenn auch die Effizienz gering sein mag. Einmal nicht mit dem Auto um Zigaretten gefahren bringt mehr.
Nein, aber war nicht von vornherein klar, dass hier die meisten eh versuchen, im kleinen, so gut es geht, umweltbewusst (oder wie man es nennen möchte) zu handeln?
Gespeichert

fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #107 am: 05. Oktober 2004, 11:09:56 »

Zitat
war nicht von vornherein klar, dass hier die meisten eh versuchen, im kleinen, so gut es geht, umweltbewusst (oder wie man es nennen möchte) zu handeln?

Aber sicher. Daher ja:

Zitat
Klar, diese kleinen Dinge tun wir ja schon.

(man beachte das Wörtchen "wir") ;)
Gespeichert

Wolfgang

  • Senior Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 903
  • Too much cogito, not enough sum
Re:Klima
« Antwort #108 am: 05. Oktober 2004, 12:04:09 »

"Wir" sind ein Volk. Allerdings eins von Schafen.
Es ist, Lilia, nicht die Wirtschaft; die macht alles, womit sie Geld verdienen kann, deshalb sollte man ihr die Möglichkeit geben, mit Umweltschutz Geld zu verdienen. Ich halte die grüne Ersatzkirche, die Umweltschutz auf dem Stand der siebziger Jahre zum Dogma erhebt, für schwieriger.
Die Pfandbefreiung für Chemie und Wein und Milch (Joghurtgetränke sind pfandfrei, andere Getränke in derselben Verpackung nicht) ist genauso sinnfrei wie die Pfandregelung insgesamt, die weniger Arbeitsplätze, mehr Transport, mehr Aufwand, mehr Steuergelder, mehr Einwegverpackungen, aber nicht mehr Umweltschutz gebracht hat. Und die Partei, die sie ersonnen hat, wird nicht mal abgestraft...
Jeder sollte unter Ausnutzung seines gesunden Menschenverstandes das an Energie und Aufwand einsparen, wozu er sich in der Lage sieht. Es nützt nichts, darüber zu skrupulieren, dass viele von uns in eigentlich zu großen Wohnungen oder Häusern leben, dass sie Boden und Ressourcen verbrauchen etc. Es hängen Lebensgeschichten dran. Natürlich könnte ich mein Auto abschaffen, abends noch später nach Hause kommen und meinen Nachwuchs noch weniger sehen. Da sind mir nur Beziehungen wichtiger als Umweltschutz. Kalt duschen tue ich schon, glotzen habe ich fast aufgegeben, auch damit der Nachwuchs es nicht als Normalität kennen lernt.
Aber die Getrenntsammelobsession, der Pfandwahn - da wünschte ich mir mehr Leute, die das boykottieren, unterwandern und ihrer Kommune zu verstehen geben, dass sie diesen Unsinn nicht bereit sind mitzumachen, und nicht treudoof Gläschen spülen und in den Reformkostladen tragen und ein gutes Gewissen haben.
Das war mit Lenor einfacher (und nur dafür gab es Lenor).
Fisalis, Kopf hoch: Sind solche Diskussionen nicht bewusstseinsbildend? Wenn auch vielleicht nicht (immer) im Sinn ihres Initiators. So wie mutatis mutandis bei der Pfandregelung.
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2004, 12:07:59 von Wolfgang »
Gespeichert

fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #109 am: 05. Oktober 2004, 13:27:27 »

Ich denke schon, das Menschen, denen Umweltschutz - sagen wir mal - besonders am Herzen liegt, eigentlich Optimisten sind. Kopf ist und bleibt daher oben ;). Falls hier der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich mich selbst als unterdurchschnittlich invasiv hervorheben wollte - vergessts. Zwar hab ich kein Auto, aber mein Haus ist zu gross, ich wohne zu weit vom Arbeitsplatz weg, bediene mich oft zu unbesehen der modernen Kommunikationsmittel, verbrauche Atomstrom, konsumiere ab und zu was Unnötiges und fahre gar zum blossen Vergnügen in die Ferien. Auch wäre es eine Fehlleistung meinerseits, wenn jemand auf Grund meiner Ausführungen plötzlich Schuldgefühle entwickeln wollte.

Allein: Das Klima ist so was Unfassbares, und verdient es daher, dass wir uns mit ihm mal etwas intensiver befassen, grad als Gärtner. Bewiesen ist noch kaum was, da hat Günther zu recht drauf hingewiesen. Anderseits ist es wohl zu spät zum Handeln, wenn wir den Klimawandel bereits auf Grund von Daten verifizieren könnten.

(Fast) niemand verschmutzt die Umwelt absichtlich. Es steckt ein Interesse dahinter, dessen Verfolgung halt nicht immissionsfrei möglich ist. Diese Interessen müssten doch mal hinterfragt werden. Wären sie nicht auch auf weniger schädliche Weise verfolgbar? Das muss die Frage sein, die wir uns alle nicht aufhören dürfen zu stellen.
Gespeichert

Silvia

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5401
Re:Klima
« Antwort #110 am: 06. Oktober 2004, 16:18:45 »

Eben kam eine Sendung über Wüsten auf dem WDR. Wirklich sehr interessant. Natürliche Wüstenbildung dauert sehr, sehr lange. Menschen brauchen nur 15 Jahre, um aus fruchtbarem Land eine Wüste zu machen. Und die Wüstenbildung schreitet ständig fort. Es ist nichts Neues, aber da man es nicht hautnah erlebt, rückt es auch aus dem Bewusstsein. :-\

http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=208601&PHPSESSID=

LG Silvia
 
Gespeichert
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

alegria

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 316
  • Gruesse aus Andalusien
    • Spanien´s Fauna & Flora
Re:Klima
« Antwort #111 am: 14. Oktober 2004, 17:08:39 »

Hallo zusammen !
Ein sehr interessantes Thema, ueber das hier so heiss diskutiert wird !
Ich finde auch, jeder fuer sich kann im Kleinen sein Teilchen beitragen, unsere Natur zu erhalten und dementsprechend auch das Klima zu beeinflussen. Was hat fruher denn das ganze Abholzen z.B. hier in Spanien gebracht ? Klimaveraenderungen ! Der Wind konnte ungehindert wertvollen Mutterboden abtragen etc. Die Aktionen, Baumpaten zu gewinnen, sind da etwas spaet, aber besser spaet als nie.
Und dann das Lebenselixier Wasser: jeder Urlauber verbraucht am Tag mehr Wasser als die Einheimischen in 1 Woche ! Teilweise muss das Wasser sogar auf dem Transportwege hingebracht werden (z.B. fuer Mallorca u.a. Inseln), da keine eigenen Wasservorkommen existieren.
Solarenergie z.B. wird heutzutage auch noch viel zu wenig genutzt und unterstuetzt. Zu teuer? Eigentlich nicht, denn mittlerweile wirds ja auch subventioniert - und wie heisst es so schoen, die Nachfrage regelt den Preis ;)
Aber jeder einzelne muss fuer sich selbst entscheiden, was er machen will, um den Klimawandel zu verzoegern. Vielleicht schon mit ein wenig Nachdenken ? :-\
LG
alegria
P.S: bitte alles nicht persoenlich nehmen, es ist halt ein heikles Thema....
Gespeichert

Silvia

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5401
Re:Klima
« Antwort #112 am: 14. Oktober 2004, 17:21:40 »

Deutschland und Sonne ist so ein ganz besonderes Thema. Den meisten scheint sie wohl eher zu wenig. Dieses Jahr sind wir z.B. besonders in der ersten Sommerhälfte nicht sehr damit verwöhnt worden. Nicht umsonst wird Mallorca hier oft das 17. Bundesland genannt ;). Dort ist es eben meist sonnig und schön warm.

In Südeuropa wäre für Sonnenenergie bestimmt genug Sonne. Gibt es das bei euch nicht viel?

LG Silvia
Gespeichert
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

alegria

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 316
  • Gruesse aus Andalusien
    • Spanien´s Fauna & Flora
Re:Klima
« Antwort #113 am: 14. Oktober 2004, 17:54:48 »

Nur wenige km entfernt ist sogar seit Jahren ein "Sonnenenergietestfeld" (staatlich), wo u.a. Spanier, Franzosen und Deutsche die Ausnutzung der Sonnenenergie sowie alternativer Energiequellen ausprobieren ! Und ein riesiges Solarfeld entsteht bald in der Naehe von Guadix/Granada. Auch hier scheint man also endlich am Umdenken zu sein :)

LG
alegria
Gespeichert

Günther

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #114 am: 14. Oktober 2004, 18:29:36 »

Sonnenenergie ist schön, nur zur falschen Zeit am falschen Platz.
Wenn ich das Licht in der Nacht brauche, scheint die Sonne nicht. Wenn ich die Wärme im Winter brauche, scheint die Sonne am kürzesten. Und die Speicherung ist alles andere als ausgereift.
Rechnen wir die Solarkonstante mit 1 Kilowatt/Quadratmeter, bei senkrechtem Auffall, so ist die maximale Ausbeute klar. Ein Bügeleisen braucht 2 Kilowatt...
Wirkungsgrade sind auch noch heftigst zu verbessern, Photovoltaik beispielsweise liegt kaum über 10%. Jede Wegleuchte mit Solarzellen beweist die - noch - unzureichende Brauchbarkeit.
"Menschliche" Klimabeeinflussung und natürliche säkulare Schwankungen auseinanderzudröseln ist eine Spielwiese für Klimatologen, es sind fast beliebige Ergebnisse möglich.
Gespeichert

fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #115 am: 15. Oktober 2004, 09:06:24 »

Wer glaubt, Erdöl und -gas sowie AKWs mit ein paar Sonnenkollektoren und Windrädern ersetzen zu können, glaubt. Wissen tun wir aber, dass es ideale Einsatzmöglichkeiten für die neuen Energieerzeuger gibt: Warmwasseraufbereitung am Adriastrand auf dem Dach der Bar, Windrad in Holland, wos eben windet, "Naturgas" von der Grosskompostierung, usw. Auch stete Tropfen auf den heissen Stein kühlen diesen ein wenig ab.

Wissen tun wir auch nicht, ob das Verhalten des Menschen Grund für die Klimaerwärmung ist. Es deutet aber doch einiges darauf hin. Grund genug, das Problem auch vor dem offenbar schwierigen Beweis ernst zu nehmen. Im Moment gehts ja in den meisten Ländern vorab drum, Rückschritte zu vermeiden. Die Verharmlosung der Umweltverschmutzung ist nämlich grad sehr trendy.
Gespeichert

alegria

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 316
  • Gruesse aus Andalusien
    • Spanien´s Fauna & Flora
Re:Klima
« Antwort #116 am: 15. Oktober 2004, 09:24:17 »

@Guenther
Aber da, wo die Sonne 3000 Stunden im Jahr scheint, ist es doch sinnvoll, oder ? Warum nicht "klein" anfangen ? Dient doch auch der Forschung ;)

@Fisalis
Jedes nur erdenklich kleine "bisschen" ist wichtig in meinen Augen.
Und auch die neue Meerwasserentsalzungsanlage hier unten traegt dazu bei, denn sie hat das grosse Ebro-Projekt zerschlagen (dieses haette naemlich grosse Einschnitte in die Natur bedeutet).

LG
alegria
Gespeichert

Günther

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #117 am: 15. Oktober 2004, 12:42:46 »

@Guenther
Aber da, wo die Sonne 3000 Stunden im Jahr scheint, ist es doch sinnvoll, oder ? Warum nicht "klein" anfangen ? Dient doch auch der Forschung ;)

Das sind 8 Sonnenstunden pro Tag (ungefähr). Damit könnte man die Sahara heizen, oder eine Unmenge Fernseher in der Gobi betreiben, oder die Rub al-Khali zusätzlich beleuchten - alles (fast) nur bei Tag.
Wie gesagt, die meiste Energie wird dort und dann gebraucht, wo die Sonne nicht oder nicht genug scheint. Solange die Energiespeicherung nicht besser gelöst ist, sind das Randerscheinungen.
Hierorts wird die Sonnenenergie sowieso genutzt - im Sommer wird nicht geheizt und bei Tag brennt kein Licht, zumindest müßte nicht...
Sorry, das ist fast zu vergleichen, wie wenn man das Wasser einer hiesigen Überschwemmung in die Sahelzone anböte.
Derzeit fehlts noch sehr an praktikablen Forschungsergebnissen und Anwendungen. Ein Solarrechner ist zu wenig.
Gespeichert

alegria

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 316
  • Gruesse aus Andalusien
    • Spanien´s Fauna & Flora
Re:Klima
« Antwort #118 am: 15. Oktober 2004, 16:12:49 »

.... und "praktikable Forschungsergebnisse und Anwendungen" werden z.B. hier erforscht.... ;)
siehe auch http://www.psa.es/webeng/index.html (ist auch auf englisch)
LG
alegria
Gespeichert

fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #119 am: 26. Oktober 2004, 17:02:35 »

Zitat
16:59 | Dienstag, 26. Oktober 2004

Dramatisch mehr Treibhausgase laut Messung auf Spitzbergen

OSLO - Norwegische Wissenschaftler haben für das vergangene Jahr eine drastische Zunahme von Klimagasen über der polaren Insel Spitzbergen gemessen. Auf der "Zeppelin Station" wurde 2003 eine Erhöhung von zwei Treibhausgasen um 25 Prozent festgestellt.

Dies bestätigte das staatliche Institut für Luftforschung (NILU) in Oslo. "Das ist dramatisch, wir haben es hier wirklich mit einem enormen Anstieg zu tun", zitierte die Zeitung "Aftenposten" den für die Messungen verantwortlichen Professor Frode Stordal.

Zwar seien die gemessenen Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) nicht gefährlich für die Ozonschicht, hätten aber eine erhebliche Treibhauswirkung. Sollte sich der gemessene Anstieg unvermindert fortsetzen, drohten "erhebliche und dramatische" Konsequenzen.

Insgesamt sei für das vergangene Jahr eine Zunahme der meisten Treibhausgase und für die Ozonschicht schädlichen Stoffe gemessen worden. FKW dienen unter anderem als Reiniger, Kältemittel und Korrosionsschutz.

Auf Spitzbergen werden ebenso wie auf anderen abgelegenen Wetter- und Klimastationen Messungen vorgenommen, um atmosphärische Veränderungen zu untersuchen. Hintergrund sind das 1987 unterzeichnete Protokoll von Montréal zum Schutz der Ozonschicht und das 1997 unterzeichnete Kyoto-Protokoll zur Reduzierung der Treibhausgase. © Tamedia AG

Bewiesen ist damit erneut nichts. Befürchtungen kommen aber schon auf.
Gespeichert
Seiten: 1 ... 6 7 [8] 9 10 ... 55   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de