Mit Verlaub, so richtig neu war für mich in den letzten Jahrzehnten vor allem Ton ter Linden und eben auch Christine Orel. Letztere kam überall auf Gartenschauen gut an, ihre Kompositionen mit Einjährigen sind ein Gedicht, ihre reinen Staudenkompositionen überzeugen mich allerdings weniger. In den letzten Jahren hört man leider nicht mehr so viel von ihr. Entweder hat sich das Thema erschöpft....oder ich bin nicht auf dem neuesten Stand, was sie anbelangt! Aber sie hat sich immerhin schon relativ lange behauptet.
Ton ter Linden verkörpert meines Erachtens echtes Naturgärtnern mit winterharten Stauden aus allen Kontinenten, die sich selbst versamen. Er lässt viel Eigendynamik zu und greift nur ordnend ein, wo zu viel ist. Eine Weise des Gärtnerns, worüber in kommender Zeit noch mehr zu lesen sein wird. Eine Methode, die durchaus weite Verbreitung verdient und eine Bereicherung in der Gartenkultur ist. Eine Methode für Anfänger und für Künstler, die eine Vollendung anstreben!
Nichtsdestotrotz gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, ohne gleich alles systematisch zu definieren.
Einen Marc Chagall erkennt man eindeutig, ebenfalls einen Rembrandt oder auch Monet und Picasso. Oder meine Lieblingsmaler Hundertwasser und Gustav Klimt. All ihre Werke sind jedoch statisch im Sinne von bleibender Kunst und sind noch in Hunderten von Jahren zu bewundern, ganz im Gegensatz zu den Werken der Pflanzenverwender. Diese werden immer dynamischen Prozessen untergeordnet sein, wo lediglich der Eingriff des Menschen Veränderungen zulässt, wenngleich die Zeit und die Sukzession immer die großen Gegenspieler sind.
Ihre Werke vergehen, sie sind Zeiterscheinungen und aufgrund der Nachahmer wird es immer schwerer, sie überhaupt irgendwem zuzuordnen. Dies soll nicht abwertend sein, entspricht aber durchaus einer gewissen Tatsache.