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|16|11|...erwähnte ich eigentlich schon, dass souvenir de la malmaison eine sehr, sehr schöne rose ist, die in keinem garten fehlen dürfte?? ::) ;D (rorobonn)

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Autor Thema: Schlechter Ruf von Salat  (Gelesen 4414 mal)

Jay

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Schlechter Ruf von Salat
« am: 08. Juni 2009, 11:41:01 »

Erst neulich bei Lanz kocht wurde wieder gesagt, dass Salat keine wichtigen Stoffe enthält und man genau so gut Pappe essen könnte. Auch am Samstag bei Tim Mälzer der selber Satz.

Warum hat Salat so einen schlechten Ruf? Laut wikipedia hat der Salat sehr wohl Inhaltsstoffe, wenn auch sehr wenige. Und wenn ich ihn vor meiner Haustüre pflücke und direkt verarbeite sind doch noch alle Vitamine erhalten oder? Wie seht ihr das?
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frida

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #1 am: 08. Juni 2009, 11:49:54 »

Was die rein chemische Analyse angeht, mag das ja zutreffen.

Aber wer isst schon nach Bio-Chemie-Lehrbuch?

Ich esse Salat, weil er mir gut schmeckt. Ich bin mir aber auch sicher, dass der Salat aus meinem Garten gesund ist. Er hat eine ganze Menge Sonnenenergie gespeichert, hat viele frische grüne Blätter, ist nicht industriell bearbeitet. Viele Inhaltsstoffe von Pflanzen und ihre gesundheitliche Wirkungen sind noch nicht erforscht. Es ist ein hoch komplexes System.

Natürlich kann ich Salatsorten auswählen, denen mehr positive Inhaltsstoffe zugeschrieben werden. Da gibt es sicher Unterschiede. Aber wie gesagt, ich esse nicht nach Lehrbuch.

Salat ist sicher dann keine gute Wahl, wenn man auf 50g frischen Salat 100g fettige, aromatisierte und gesüßte Fertigsoße aus dem Supermarkt kippt.
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Staudo

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #2 am: 08. Juni 2009, 11:55:06 »

Salat ist sicher dann keine gute Wahl, wenn man auf 50g frischen Salat 100g fettige, aromatisierte und gesüßte Fertigsoße aus dem Supermarkt kippt.

Dann hat der angemacht Salat aber ordentlich Inhaltsstoffe. ;D

Vor hundert Jahren galten Obst und Gemüse in der Ernährung als unwesentlich, weil die Menschen vor allem Energie benötigten. Wieso heute diese längst nicht mehr aktuellen Argumente ausgegraben werden, ist mir schon schleierhaft.
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Jay

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #3 am: 08. Juni 2009, 12:04:07 »

Ich selbst esse ja (untypisch für mein Alter und Geschlecht) sehr gerne und sehr viel Salat und mir schmeckt er auch, aber durch ständige Kommentar wie oben gennant kommt man natürlich schon ins Nachdenken ob er wirklich was bringt. Im Sommer ist es schön, da kann man ihn selbst anbauen, aber über die Wintermonate kommt man nicht daran vorbei ihn zu kaufen und der wird wohl durch Transport und Lagerung nicht mehr viel Inhaltsstoffe haben schätz ich mal.
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Huschdegutzje

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #4 am: 08. Juni 2009, 12:07:52 »

Hi,

man isst ja heutzutage Lebensmittel nicht nur ihrer Zweckmäßigkeit wegen.
Ich esse Salat, weil ich ihn liebe, nicht wegen seiner Inhaltsstoffe ;D

Man isst ja auch Torte und die ist bestimmt nicht so gesund (habe gerade eine Schwarzwälder Kirschtorte für einen 79ten. Geb. gemacht ;D )

Gruß Karin
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Susanne

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #5 am: 08. Juni 2009, 12:23:53 »


Wäre da nicht erstmal zu klären, was Lanz oder Mälzer als "wichtige Stoffe" bezeichnen?

Meiner Ansicht nach gehören dazu auch Ballaststoffe, vornehmlich Zellulose. Ballaststoffe sind in allen pflanzlichen Produkten und durchaus auch im Salat vorhanden.
Angesichts der Verkaufszahlen verdauungswirksamer Produkte von Yoghurt-Drinks über Abführ- bis zu Durchfallmitteln wird doch klar, daß die meisten Menschen zu wenig ballaststoffreiche Lebensmittel konsumieren.





 
« Letzte Änderung: 08. Juni 2009, 12:24:31 von Susanne »
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Jay

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #6 am: 08. Juni 2009, 12:27:53 »

Hi,

man isst ja heutzutage Lebensmittel nicht nur ihrer Zweckmäßigkeit wegen.
Ich esse Salat, weil ich ihn liebe, nicht wegen seiner Inhaltsstoffe ;D

Man isst ja auch Torte und die ist bestimmt nicht so gesund (habe gerade eine Schwarzwälder Kirschtorte für einen 79ten. Geb. gemacht ;D )

Gruß Karin

Gesund zwar nicht, aber es sind doch Stoffe wie Kohlenhydrate, Fett (oft zu viel) und Ballaststoffe enthalten.
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Jay

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #7 am: 08. Juni 2009, 12:28:38 »


Wäre da nicht erstmal zu klären, was Lanz oder Mälzer als "wichtige Stoffe" bezeichnen?

Meiner Ansicht nach gehören dazu auch Ballaststoffe, vornehmlich Zellulose. Ballaststoffe sind in allen pflanzlichen Produkten und durchaus auch im Salat vorhanden.
Angesichts der Verkaufszahlen verdauungswirksamer Produkte von Yoghurt-Drinks über Abführ- bis zu Durchfallmitteln wird doch klar, daß die meisten Menschen zu wenig ballaststoffreiche Lebensmittel konsumieren.

Salat wurde mit Pappe verglichen, also war der Rede nach gar nix drin.
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Susanne

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #8 am: 08. Juni 2009, 12:29:53 »



So gesehen dürften die Herren Lanz und Mälzer auch auf Toastbrot und Weißbrot verzichten. Die haben die gleichen "Nährwerte" wie Bierdeckel.

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Jay

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #9 am: 08. Juni 2009, 12:32:00 »

Weißmehl sollte man ja generell nicht verwenden. Dinkelmehl soll ja viel gesünder sein.
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Susanne

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #10 am: 08. Juni 2009, 12:34:19 »



"Weißmehl" ist ohne Samenschale gemahlenes Weizenmehl. Weizen und Dinkel sind verschiedene Getreide.


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frida

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #11 am: 08. Juni 2009, 12:41:52 »

Weißmehl ist verträglicher als Vollkornmehl. Also am besten von beidem was. Dogmatismus ist am ungesündesten.
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Jay

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #12 am: 08. Juni 2009, 12:47:28 »

In manchen Fällen nicht. Weißmehl enthält Gluten, was bei Morbus Crohn schlecht ist. Dort ist Dinkelmehl verträglicher.
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bristlecone

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #13 am: 08. Juni 2009, 12:52:03 »

Auf die Schnelle gefunden:

"Kopfsalat ist aus ernährungsphysiologischer Sicht ein sehr wertvolles Gemüse und aufgrund seines geringen Energiegehaltes eine optimale und leichtverdauliche Kost für Fastende sowie Diabetiker."

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirstschaft (pdf).

Was dass dort angesprochene Nitrat (als mögliche Quelle krebserzeugender Stoffe) angeht: Die gleichzeitige Anwesenheit von Vitamin C und vermutlich von weiteren, im Einzelnen nicht bekannten Stoffen macht Nitrat in pflanzlichen Lebensmitteln ziemlich unbedenklich. Vielleicht hat es sogar eher positive Wirkungen auf die Blutgefäße.

Wenn jemand Salat schmeckt, warum sollte er/sie ihn dann also nicht essen?

Was "wichtige Stoffe" sind, wissen vielleicht nicht mal die betreffenden Köche selber.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2009, 12:53:27 von bristlecone »
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lemo

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Re:Schlechter Ruf von Salat
« Antwort #14 am: 08. Juni 2009, 13:10:10 »

Udo Pollmer referierte ja vor nicht langer Zeit bei Stern-TV zur "Salatlüge":

"Der Nährwert eines Kopfsalates entspricht im Grossen und Ganzen einem Glas Wasser mit einem Taschentuch darin."

Na ja, ich esse seither zur Vorspeise dennoch nicht eingeweichte Taschentücher. Grund: auch wenn sie aus Biobaumwolle sind, können synthetische Farbstoffe und sog. Ausrüstungen enthalten sein.

Ansonsten wissen wir ja, was Pollmers Ziel ist: Ernährungsdogmen zu desavouieren.
Insoweit erfrischend, aber richtig einzuordnen: Salat ist wohl nicht so gesund, wie immer wieder ausgelobt, gesünder als ein eingeweichtes Taschentuch ist er aber (auch wenn dieses ungebraucht ist)!
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