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Schattenverträgliche Monster gesucht (Gelesen 6435 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
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Pewe
Schattenverträgliche Monster gesucht
Möchte meinen Zaun innenseitig bepflanzen und suche schattenverträgliche Monster ab 1,60 cm, 2 m und mehr sind auch gern gesehen. Sollten auch nicht gleich den Löffel abgeben, wenn ich mal 1-2 Tage nicht mit dem Wasserschlauch vorbei komme. Blüten wären auch kein Fehler. Gibt es so was überhaupt? Und wenn ja, was?
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Gunnera, Rodgersia
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raiSCH
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Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Mir fällt spontan Hydrangea aspera (ssp. sagentiana) ein: wird bis über 3 m hoch, blüht blauviolett.
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Pewe
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
kurz gegoogelt: Gunnera ist toll. Da steht aber was von extrem viel Wasserbedarf und nur bis -10° Winterhärte. Ist das so? Ansonsten wäre das was für mich. Rodgersia gefällt mir auch - leider nur bis 1,30 angegeben.Die Hortensie sieht auf den Fotos etwas düster aus - ist das in Natura auch so?
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raiSCH
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Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Die Angaben sind richtig, nur die Hortensienfarbe "düster" könnte ich nicht unterschreiben. Lebhaft-strahlend ist sie allerdings auch nicht, sondern wie alle Hortensien etwas papieren.
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raiSCH
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Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Mir fallen da noch einige Stauden ein, die zumindest mit ihren Blütenständen (über)mannshoch werden können: Geißbart (Aruncus). Eisenhut (Aconitum arendsii) und Cimicifuga (jetzt Aczaea) in einigen Arten.
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
die Samthortensie eignet sich überhaupt nicht um einen Zaun zu kaschieren. Wenn man sie wachsen lässt, was man unbedingt tun sollte, und sie wachsen will an der Stelle, dann hat man sehr viel von ihren schönen wie Stangenzimt abblätternden Trieben. Wenn sie sehr hoch wird, dann wird sie auch sehr breit. Ein gleichmäßiges Blätterdach bildet sie allerdings weniger.Rodgersien wollen viel Wasser. Ligularien auch. Alle anderen großblättrigen Stauden auch.Geeignet vor einen Zaun im Schatten. 2 m hoch. Eiben. Wenn man sich unsere Wälder mal ganz genau ansieht, dann sieht man gleich, dass im Schatten nur wenig hoch wächst. Im Sommer. Adlerfarn vielleicht ...
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
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Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
ja, Geißbart. Das ist das einzige, das nicht zu viel Feuchtigkeit brauch und wirklich monstermäßig loslegt.
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Querkopf
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Saartal, WHZ 7b, 245m ü. NN, toniger Lehmboden
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Hallo, Pewe,bei den Rodgersien gibt es Unterschiede: Manche schaffen zur Blütezeit leicht 1,5 Meter und mehr (hab' leider vergessen, welche - wenn ich nicht irre, ist's R. aesculifolia, aber ohne Gewä(e)hr
). Hängt natürlich auch vom Boden ab. In meinem Garten (fetter Lehm) muss ich bei allen Buch-Größenangaben von vornherein mindestens 20 Prozent mehr kalkulieren; auf magerem Sand könnte das evtl. andersrum sein.Zur Samthortensie hat Raisch ja schon was geschrieben, eine Bellezza im Schatten
. Hydrangea quercifolia, die Eichblatthortensie, hält es auch bestens im Schatten aus, wird groß (2 Meter plus), wächst schnell, leuchtet zur Blütezeit weiß und steht im Herbst in Flammen (rot). Zurück zu den Stauden: - Aruncus dioicus (Waldgeißbart) ist ein Schattenriese. Durst hält sich in Grenzen. - Ebenfall sehr hoch: die diversen Cimicifugas (Silberkerzen). - Astilbe davidii - bzw. A. chinensis var. davidii - soll es auf ca. 1,8 Meter bringen (dazu kann ich aus eigener Beobachtung aber noch nichts sagen, mein 'King Albert' zickt bisher).- Was Theoretisches, die hab' ich selbst nicht im Garten: Verbascum (Königskerze) kann enorm groß werden, meines Wissens nicht nur in der Sonne. Hier, speziell in #156, findest du vielleicht auch noch was.Schöne GrüßeQuerkopf P.S. Mit Waldgeißbart und Silberkerze war Raisch schneller
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"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
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Querkopf
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Saartal, WHZ 7b, 245m ü. NN, toniger Lehmboden
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Nachtrag: noch zwei Sträucher, die mit (Halb-)Schatten gut klarkommen und zu deinen Größenvorstellungen passen:- Clethra alnifolia (Zimteller), ca. 2,5 Meter hoch, duftende Hoch- bis Spätsommerblüten - weiß bei der Art, gibt aber auch Sorten in Rosa. Möchte allerdings nicht zu trocken stehen. - In der großen Spireae-Familie gibt es ein paar Sorten, die lässig das gewünschte Format schaffen und auch an schattigen, trockenen Standorten unkaputtbar wachsen und blühen. Schöne GrüßeQuerkopf
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Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Bei mir steht Eupatorium fistulosum (Purpurdost) recht trocken und halbschattig. Das stört ihn nicht. Helianthus orgyalis braucht praktisch gar kein Wasser und verträgt nach meiner Erfahrung einen absonnigen Standort.
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Pewe
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Moin, vielen Dank erst mal für die vielen Vorschläge.
Werde ich heute Abend mal in Ruhe durchgehen, habe ich doch z.B. noch nie etwas von einem Zimtteller gehört oder von so groß werdenden Astilben. Rodgersien und Cimicifugas werden auf jeden Fall dabei sein. Letztere habe ich sogar schon mehrfach woanders stehen, aber noch nicht lange. Aruncus mag ich auch, ebenfalls Dost - den habe ich bisher aber immer mit viel Wasser in Verbindung gebracht. Wenn das nicht so ist - super.
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Gunnera ist völlig ungeeignet. Frostempfindlich und ausgesprochen durstig.Sehr schön im Schatten gedeihen und sind hinsichtlich Wassergaben nicht sonderlich anspruchsvoll (eigene Erfahrungen):Gehölze- Chaenomeles- Heptacodium miconioides- Kerria japonica (Vorsicht: Ausläufer)- Philadelphus- Spiraea x bumalda- Symphoricarpos albus- ClematisStauden- diverse Farne- Alant- diverse Euphorbien- diverse Campanula (insbesondere C. lactiflora)-
Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Federmohn (Macleaya microcarpa, hort. cordata) wächst gut im trockenen Schatten und ist eine hübsche hohe Blattschmuckpflanze mit grasartigen Rispenblüten.
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Re:Schattenverträgliche Monster gesucht
Beim Lesen des threads hat mich gerade gewundert, dass niemand die Macleya empfohlen hatteFedermohn (Macleaya microcarpa, hort. cordata) wächst gut im trockenen Schatten und ist eine hübsche hohe Blattschmuckpflanze mit grasartigen Rispenblüten.
