Gestern habe ich beim Googlen zufällig diese
Webseite gefunden.
Obwohl mir die Starseite etwas dubios erscheint wurde hier offenbar gründlich recherchiert und auch korrekt bzw. wortwörtlich zitiert.
Nach dieser Übersicht sind die Gartenformen der Gattung Astilbe wohl nahezu alle Hybriden und können nicht mehr direkt einer Wildart zugeordnet werden. Betrachtet man die Zuordnung bekannter Sorten in den hier zitierten Quellen und vergleicht mit den Artbezeichnungen in den Sortimenten der bekannten Staudengärtnereien, scheinen Artzuordnungen fast willkürlich getroffen zuwerden.
Interessant finde ich übrigens, das Astilbe chinensis bzw. A. rubra (offenbar die aktuell nomenklatorisch korrekte Bezeichnung) bereits bei Lemoine und Arends als "Farbgeber" in die Züchtung von heute klassischen Sorten einbezogen wurde, da die japanischen Wildarten A. japonica, A. thunbergii, A. simplicifolia und A. glaberrima am Naturstandort offenbar ausnahmslos weiß blühen.
Zu der auch hier von verschiedener Seite angeführten Erfahrung, das Gartenformen "Astilbe chinensis" trockenheitsverträglicher sind als andere "Arten", möchte ich eigene aktuelle Beobachtungen beitragen.
Seit drei Wochen hatten wir bei Tageshöchsttemperaturen, die im Durchschnitt immer über 20 ° C lagen und von starken austrocknenden Winden begleitet wurden, kaum nenneswerten Niederschlag.
Die Astilben, die dieses Wetter ohne zusätzliches Wässern bislang am besten überstanden haben, sind 'Cattleya' an unterschiedichen Standorten im Garten sowie 'Fanal' und 'Sprite' in halbschattiger Lage (hier jedoch ohne Wurzeldruck!).
Im Waldgarten unter Wurzeldruck sind nicht nur bei 'Straußenfeder' und 'Darwin's Snow Sprite' deutliche Trockenheitsschäden zu erkennen sondern auch bei den Sorten und Sämlingen von "A. chinensis'. Gleichzeitig haben jedoch auch Rodgersia, Deinanthe, Boehmeria, Gentiana asclepiadea und sogar Actaea und Cimicifuga japonica sowie einge Farne "schlapp" gemacht.
Hortensien und laubabwerfende Azaleen musste ich sogar eine Woche früher gießen als die Astilben, weil sie die Ohren hängen ließen.
Für mich also kein Grund, dass Astilbensortiment in seiner gesamten Breite weiter auszutesten.