was Krokosmian in seinen Literaturquellen dazu ausgräbt.
Vermutlich nichts Erhellendes oder bisher Unbekanntes. Ich denke Du kennst die tiefergehenden Quellen(#393).
Die "Freilandschmuckstaude Band 1", aus den 1960ern nennt für Astilbe chinensis var. pumila Tibet als Heimat. Die Ausgabe von 2002 lässt die Herkunft weg und nennt pumila "botanisch nicht fundiert", was ja auch Deine Sicht ist. Bei beiden Versionen wird sie als Zwergform von A. chinensis beschrieben, für diese wiederum nennen ebenfalls beide das Amurgebiet als Heimat. Die neue Ausgabe widerspricht sich allerdings selbst, denn im Nebensatz wird sie zur Hybride. Der Autor des entsprechenden Textes ist Fritz Köhlein, einen Kommentar spare ich mir.
Meine eigene Beobachtung zur pumila aus #381, dass eben jener eine Typ
sehr gleichmäßig aus Samen fällt, wurde mir zwischenzeitlich von jemanden der die Pflanzen ebenfalls kannte bestätigt. Ich bin kein Botaniker, aber ich hätte ebendies dann als Kennzeichen einer Art gesehen. Ich weis, hilft auch nicht.
Zu den roten Arendsii:
Der zweite Band der "Freilandschmuckstaude" aus den 60ern reist die Züchtung der Astilben nur an und verweist auf Georg Arends [...] " Mein Leben als Gärtner und Züchter" (Heft 91 der Sammlung "Grundlagen und Fortschritte...") [...]. Dies habe ich leider nicht , muss aber wohl mal eine Zusammenfassung oder einen Auszug daraus besessen haben, diesen Text finde ich gerade nicht.
Klaus Kaiser schreibt zur roten Arendsii in der GP 1/1999, dass bei Arends ein (nicht näher beschriebener) rosafarbener Sämling einen roten Sport gebildet habe, dieser wurde zu `Fanal´ und damit ersten tiefroten Sorte. Demnach ist das reine Rot nicht direkt durch Kreuzung entstanden. Wie genau hier "Sport" definiert ist, kann ich nicht sagen, dass manche (aber absolut nicht jede) Sorte eher instabil ist, weis ich aus eigener Beobachtung.