In Kampanien wurden mir rohe hauchdünne Scheiben von (länglich-violetten) Artischocken(-herzen) serviert. Traumhaft. Der Nachbau gelang zu Hause nur ansatzweise, weil die dortige Sorte hier nicht gedeiht und auch nicht zu kaufen ist.
Die äusseren Blätter entfernen (rund die Hälfte aller Blätter, wobei bei den grösseren im gekochten Zustand im unteren Teil noch mit den Zähnen die essbare Schicht abgestreift werden kann), dann das obere Drittel oder gar die obere Hälfte der Blüte wegschneiden, und schliesslich den Stiel, der an der Blüte bleiben soll, schälen und nötigenfalls (wenn fasrig) leicht kürzen. So bleibt letztlich weniger als die Hälfte der Blüte. Diese wird dann mit samt dem Stielansatz vertikal in zwei Hälften geschnitten und davon mit einem scharfen Messer sehr dünne Scheiben gewonnen. Diese mit Olivenöl beträufeln und mit etwas Salz bestreuen.
Runde grüne Artischocken, wie sie hier ja besser bedeihen, eignen sich nicht, weil sie zu fasrig sind. Die dämpft man besser und pflückt dann Blatt um Blatt.