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Autor Thema: Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?  (Gelesen 8259 mal)

Penny Lane

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Hallo liebe Gartenexperten,
ich konnte einen Gemüsegarten übernehmen um ihn natürlich im Frühjahr in einen Stauden- und Rosengarten umzugestalten. Auf dem Nachbargrundtück steht allerdings ein großer Walnußbaum, der seine Blätter auch in meinem neuen Garten hinerläßt. Der neue Garten wird auf jeden Fall nach der Pflanzung mit Rindenmulch abgedeckt, wie ich es bisher auch schon erfolgreich seit Jahrzehnten mache. Jetzt meine Frage: Die Walnußblätter kann ich natürlich nicht zusammenrechen. Aber wirkt sich der Gerbstoff der Blätter auf meinen Beeten aus? Kann ich mit Kalk, etc. etwas dagegen ausrichten?

Wer hat einen Tipp für mich?

Gruß Penny
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2009, 15:41:55 von bristlecone »
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bristlecone

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #1 am: 11. Oktober 2009, 15:46:17 »

Ich habe die Betreffzeile etwas konkretisiert, ich hoffe, ich habe deine Fragestellung erfasst.

Das Walnusslaub bzw. die Gerbstoffe darin sind lange nicht so "schädlich", wie es immer wieder geschrieben steht. Das Laub kompostiert halt schlecht und wird bei Nässe glitschig und schmierig, deshalb würd ich möglichst wenig davon im Beet liegen lassen. Aber der Boden leidet unter den Blättern nicht nennenswert. Kalk hätte im Übrigen in der Hinsicht eh keinen Effekt, könnte sich aber nachteilig auswirken, wenn du kalkmeidende Stauden pflanzen willst.
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FEIGling

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #2 am: 11. Oktober 2009, 16:53:54 »


Hi Penny Lane !

Walnußlaub enthält einen Giftstoff der andere Pflanzen daran hindern soll sich in der Nähe des Walnußbaumes anzusiedeln ... deshalb würde ich es lieber kompostieren anstatt liegen zu lassen ...

Ciao !
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Staudo

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #3 am: 11. Oktober 2009, 20:07:51 »

Ach wo. Wie Bristlecone schon schrieb wird die negative Wirkung heillos übertrieben dargestellt. Meine Eltern haben unter einen Nussbaum üppigste Staudenbeete gepflanzt.
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oile

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #4 am: 11. Oktober 2009, 20:10:49 »

Als unser Walnussbaum noch stand, wuchs rund herum das Gras besonders üppig ;D .
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Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.

jutta

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #5 am: 11. Oktober 2009, 20:14:48 »

Keine Sorge, ich räume das Nusslaub immer erst im Frühjahr weg.
Trotzdem wachsen Stauden und Rosen im Teilschatten der Krone ausgezeichnet.

Jutta
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Penny Lane

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #6 am: 12. Oktober 2009, 13:15:44 »

Danke, für eure Ausfühungen. Da ich den Garten aber mit Rindenmulch abmulche (ich habe keine kalkliebenden Pflanzen) liegt das Laub obenauf und kann es dann im Frühjahr auch nicht entsorgen. Im bisherigen Garten habe ich im Frühjahr den Rindenmulch immer erneuert, jetzt würde ich das Walnusslaub damit abdecken. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Gruß Penny
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Katrin

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #7 am: 12. Oktober 2009, 13:31:15 »

Einige meiner Schattenbeete befinden sich unter der Krone eines Nussbaums und es ist mir auch nicht möglich, alle Blätter zu entfernen. Da Nussbäume auf tiefere Temperaturen mit plötzlichem Abwerfen aller Blätter reagieren, reche ich sie bei gutem Wetter vom Rasen, aber in den Beeten verbleiben sie. Dort streue ich im Herbst noch anderes Laub ein und bis zum Frühling ist alles halbverrottet und die Nussbaumblätter fallen nicht mehr auf. Ich würde mir keine Sorgen machen. Du kannst ja empfindliche Stauden befreien, aber eigentlich gibt es keine Probleme (außer, wenn eine mehrere cm dicke Gatsch-Schicht aus Nusslaub auf dem frischen Austrieb mancher Stauden liegt... aber meist verrottet es bis dahin ohnehin).
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

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FEIGling

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #8 am: 12. Oktober 2009, 17:45:31 »


... wie Ihr meint .. ich kenn jedenfalls ein paar Walnußbäume unter denen wächst gar nix ...

Ciao !
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lumbricus

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #9 am: 13. Oktober 2009, 12:17:56 »

Hmm da liegt die Wahrheit wohl mal wieder in der Mitte.
Über Walnußbäume gelangen Glycoside in den Boden, die von Mikroorganismen in Juglon umgewandelt werden. Dieser Stoff hemmt erwiesenermaßen das Wachstum und die Keimung vieler Pflanzen. Das ist eine erwiesene Tatsache. Wird aber schon öfters übertrieben und sicherlich gibt es je nach Sorte Unterschiede in der Hemmwirkung. Unter meinen Walnussbäumen wächst deutlich weniger als drumherum.
Der Stoff ist auch nicht nur in den Blättern sondern wird auch von den Wurzeln abgegeben. Wenn also jemand meint unter seinem Baum würde es schlecht wachsen, kann das nicht durch wegschaffen der Blätter gelöst werden, nur gemindert.
Interessant ist auch, dass die Schwarze Walnuss (die oft als Pfropf-Unterlage verwendet wird) wesentlich mehr Juglon abgibt als die gewöhnliche Walnuss. Ich könnte mir vorstellen, dass diese gepfropften Bäume eine größere Hemmwirkung auf den Unterwuchs haben, als "reine" Walnussbäume.

herzliche Grüße Jens
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Penny Lane

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #10 am: 28. Oktober 2009, 18:27:04 »

und wenn die Blätter auf das Schrebergartendach fallen und der Regen dann über Dachrinne in einen Behälter gesammelt wird, wieviel von dem "Stoff" ist dann im Gießwasser????

Gruß Penny
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lumbricus

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #11 am: 28. Oktober 2009, 18:53:14 »

und wenn die Blätter auf das Schrebergartendach fallen und der Regen dann über Dachrinne in einen Behälter gesammelt wird, wieviel von dem "Stoff" ist dann im Gießwasser????

Gruß Penny
keine Ahnung wieviel und ob so was jemals irgendwer gemessen hat.
Auf jeden Fall wenig genug, dass du das Wasser bedenkenlos verwenden kannst. Meine Gartenhütte wird von einem Walnußbaum überragt und ich habe zum Gießen nur das Wasser von dem Dach zur Verfügung. Gab nie Probleme...
Wie gesagt Juglon wird auch erst beim Abbau von Blattinhaltsstoffen gebildet.

lg Jens
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fars

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #12 am: 28. Oktober 2009, 18:57:40 »

Ich habe auch gehört, dass Walnusslaub wuchshemmende Stoffe enthält/freisetzt. Etablierten Stauden mag das nicht schaden, aber man hat ja immer wieder einige Schwächlinge und die könnten leiden.

Ich jedenfalls reche das Walnusslaub regelmäßig zusammen und kompostiere es separat.
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Zausel

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Re:Neuer Garten: Schadet Walnusslaub im Stauden- und Rosenbeet?
« Antwort #13 am: 28. Oktober 2009, 19:13:24 »

... Über Walnußbäume gelangen Glycoside in den Boden, die von Mikroorganismen in Juglon umgewandelt werden. Dieser Stoff hemmt erwiesenermaßen das Wachstum und die Keimung vieler Pflanzen.
Als ich noch nicht wußte, wie giftig der Walnußbaum wirkt, habe ich einmal im Herbst auf der für die Frühkartoffeln vorgesehenen Fläche dessen Laub sehr großzügig als "Gründüngung" eingegraben. Im Frühjahr mußte ich die Kartoffeln dann zwischen die noch gut erhalten gebliebenen Blätter schieben. Zur Ernte habe ich kein einziges Blatt mehr gefunden, die Ernte selbst fiel m. E. so reichlich aus wie immer.
(sonst habe ich das Laub mit anderem unbeliebten Laub - z. B. Eiche, kompostiert, die Nutzung als Gründüngung fiel wg. Umzugs weg)
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