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Autor Thema: Hangbeet am Waldrand, bodensauer und trocken  (Gelesen 8444 mal)

Lilo

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Hangbeet am Waldrand, bodensauer und trocken
« am: 01. November 2009, 17:49:32 »

Ziemlich weit oben im Garten am Waldrand steht mein Gartenhaus. Direkt daneben ist der Hang steingartenartig angelegt. Ich weiß nicht was meine Großeltern dort gepflanzt hatten. Ich kenne dieses Stück nur in recht verunkrautetem Zustand.
Freiwillig wachsen dort Ginster, Pechnelke, Immergrün, Efeu, salbeiblättriges Teucrium, Maiglöckchen, Farn und Jasione montana.

Mich stört seit langem schon, dass dieses recht exponierte Stück so vernachlässigt ist. Hin und wieder habe ich dort gejätet. Mehrfach hatte ich bereits Helleboren dort hingepflanzt, aber die sind alle im Sommer vertrocknet. Eine Azalea pontica habe ich vor 8 oder 10 Jahren dorthingepflanzt, die schaffte es zu überleben, scheint die Wurzeln tief genug gegraben zu haben und beginnt sich langsam zu entwickeln.

Jetzt behindert durch meinen ruhiggestellten rechten Arm, habe ich mir was kleines zum Schaffen gesucht und bin mal dieses Hangbeet angegegangen. Der größte Teil ist nun gejätet einige Mäuerchen habe ich etwas erhöht.

Die Azalee soll bleiben. Bestellt habe ich: 3 Preiselbeeren, 5 Wilde Heidelbeeren, einen Rhododendron impeditum und einen Rhododendron praecox.
Was könnte den noch passen? Was vertägt den ausgesprochen mageren, sandigen Boden? Heidekraut oder Kriechwacholder will ich nicht. Besonders im Vordergrund bei der Treppe hätte ich gerne hübsche Kleinigkeiten.

Ich hoffe auf Eure Tipps.

LG Lilo

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Hangbeet beim Gartenhaus 1




Hangbeet beim Gartenhaus 2

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Hangbeet beim Gartenhaus 3




Hangbeet beim Gartenhaus 4

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« Letzte Änderung: 09. November 2009, 16:12:09 von Lilo »
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Manne

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #1 am: 02. November 2009, 20:23:48 »

Hallo Lilo,

sind die aufgezählten Pflanzen nicht eher für saure Böden mit ausreichender Wasserversorgung geeignet ?

Die Bilder zeigen eine Situation, die für ein kleines Alpinum wie geschaffen ist.
Die grobe Gestaltung ist durch die Steine schon vorgegeben, was fehlt ist die passende Bepflanzung. Die findet man bei entsprechenden Anbietern (Sündermann, Poltermann u.a.). Oft findet man dort auch Pflanzensortimente zu erschwinglichen Preisen.

VG
Manfred
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Paulownia

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #2 am: 02. November 2009, 20:39:20 »

Wenn es im Winter/zeitigen Frühjahr nicht zu trocken ist, dann würde ich in den Knollen/Zwiebelbereich gehen.

Auch ein paar Walderdbeeren (Denen macht es nichts aus wenn sie wegen Trockenheit mal schlappen müssen) finde ich zum Rest sehr passend.
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LG Margrit
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Susanne

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #3 am: 02. November 2009, 20:43:26 »



Da stimme ich zu, für Moorbeetpflanzen scheint die Situation völlig ungeeignet. Hingegen wäre sie ideal für waldbewohnende Zwiebelpflanzen, also zum Beispiel Krokus, Forellenlilien, Fritillarien, Trillium, Cyclamen, Lerchensporn usw.
Ich habe zufällig gerade einen großen Teil des Bulblog durchpflügt und dort herrliche Bilder von Pflanzungen in ähnlichen Situationen gesehen.... geh doch mal stöbern. ;)

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lune5

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #4 am: 02. November 2009, 21:21:16 »

Geranien müssten da auch gedeihen. Es gibt etliche, die Schatten und Trockenheit vertragen, bis in den Winter hinein grün sind und fast die ganze Saison über blühen.
LG lune
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Dunkleborus

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #5 am: 02. November 2009, 21:53:08 »

Geranium robertianum 'Album'. Auch wenns bald keiner mehr hören kann, fürchte ich... ;)Ein- bis zweijährig, füllt anfängliche Lücken.
Epimedium wären einen Versuch wert.
Und Crocus-Wildarten. Jede Menge.
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Katrin

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #6 am: 02. November 2009, 22:00:58 »

Epimedium alpinum würde es bestimmt schaffen. Auch G. macrorrhizum.
Wenn du es schaffst, etwas humosen Boden halten (kann ruhig im Sommer austrocknen!), gingen auch Hepatica.
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich

fars

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #7 am: 02. November 2009, 22:24:15 »

Ich schließe mich Susanne an und ergänze um:
- Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus)
- Sarcococca
- Lilien
- Euphorbia
- Hosta


Auf Rhododendren würde ich verzichten. Sie können dort nicht glücklich werden. Es sei denn, dur sorgst für eine bessere Bewässerung. Dann allerdings gibt es Besseres als Rh. impeditum (der übrigens selten echt ist).
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Lilo

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #8 am: 02. November 2009, 22:38:46 »

Juhuu, es gibt Antwort.

@Manne
Zitat
sind die aufgezählten Pflanzen nicht eher für saure Böden mit ausreichender Wasserversorgung geeignet ?
Der Boden ist recht sauer, Waldboden eben. Und Heidelbeeren wachsen am selben Hang weiter oben und etwas westlicher unter Kiefern. aber nicht auf meinem Grund sondern öffentlich. Die Kiefern stehen fast auf blankem Fels uns sind vor lauter Trockenheit ganz mickrig fast so wie Krüppelkiefern. Deswegen dachte ich dass Heidelbeeren Trockenheit vertragen.
Zitat
Die Bilder zeigen eine Situation, die für ein kleines Alpinum wie geschaffen ist.
Das dachte ich auch, aber gerade Alpine fühlen sich hier nicht wohl. Das Klima ist mehr mediterran.

@Paulownia,
Zitat
Auch ein paar Walderdbeeren
Ja, daran dachte ich auch schon.

@Susanne,
Zitat
für Moorbeetpflanzen scheint die Situation völlig ungeeignet
Handelt es sich bei den von mir gewählten Pflanzen wirklich um Moorbeetpflanzen?

Zitat
Forellenlilien, Fritillarien
die packen das hier nicht zu trocken und zu mager.
Zitat
Cyclamen, Lerchensporn
Das könnte gehen. Ich habe noch einige Cyclamen purpurascens in Töpfen. Außer Corydalis solida habe ich keinen Lerchensporn, welcher ist den der trockenste?

Danke für den Link, da werde ich mich morgen hineinknien.

@lune5, Geranium habe ich an anderen Stellen.

@dunkleborus, es geht mir jetzt nicht darum diese Ecke schnell zuwachsen zu lassen, das kann ruhig etwas karg aussehen.

@Katrin, Ephimedium x perralchicum 'Frohnleiten', das ja recht trockenheitsverträglich sein soll habe ich dieses Jahr wieder nachpflanzen müssen. Ist Epimedium alpinum robuster? G. macrorrhizum ist wunderschön ich habe die Sorte 'Sambor' seit zwei Jahren im Garten. Aber ich muss gut aufpassen und rechtzeitig mit der Kanne antanzen.
Hepatica ist gut, das merke ich mir. Humus gibt es, ich habe einen ganzen Kubikmeter Laubhumus vom vergangenen Jahr, der soll noch drauf.

Danke für eure Anregungen, bitte mehr ....
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Lilo

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #9 am: 02. November 2009, 22:48:17 »

Ich schließe mich Susanne an und ergänze um:
- Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus)
- Sarcococca
habe ich schon an anderer Stelle
Zitat
- Lilien
fressen die Lilienhähnchen
Zitat
- Euphorbia
denen ist es dort zu sandig und zu mager
Zitat
- Hosta
passen für mein Empfinden nicht.

Zitat
Auf Rhododendren würde ich verzichten. Sie können dort nicht glücklich werden.
Ich habe gedacht wenn es die Azalea pontica geschafft hat, dann schaffen es auch andere.
Zitat
Es sei denn, dur sorgst für eine bessere Bewässerung. Dann allerdings gibt es Besseres als Rh. impeditum (der übrigens selten echt ist).
Welche besseren gibt es denn?
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Lisa15

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #10 am: 02. November 2009, 23:02:48 »

Zitat
Außer Corydalis solida habe ich keinen Lerchensporn, welcher ist den der trockenste?

Hallo Lilo,

der gelbe Lerchensporn Corydalis lutea (=Pseudofumaria lutea) ist für den Platz ideal. Verträgt Trockenheit im Sommer sehr gut, selbst Staubtrockenheit. Braucht dann allerdings Halbschatten. Blüht von ca. Mai durchgehend bis ca. Mitte Oktober, vereinzelt bis zum Frost. Sieht sehr zierlich und gebrechlich aus, ist aber sehr robust. Samt sich an zusagenden Stellen gelegentlich aus. Ist gefällig und nicht aufdringlich. Foto ist aus dem Web:

http://www.gardencontest.org/pdj/corydalislutea.JPG

Geranium macrh. steht bei mir auch staubtrocken unter einer Blautanne. Hat sich im Laufe der Jahre dort sogar flächig ausgebreitet. Grundvoraussetzung: genug Licht.

Der Platz ist nichts für Rhodos. Zwar vertragen sie Sandboden recht gut, eine gewisse Grundfeuchtigkeit ist jedoch unabdingbar, selbst für die kleinen wie impeditum (ich habe einen "Azurika").

LG :)
« Letzte Änderung: 02. November 2009, 23:29:48 von Lisa15 »
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Katrin

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #11 am: 02. November 2009, 23:03:51 »

Lilo, G. macrorrhizum schaut anders aus wie 'Samobor', der ist ein phaeum. Die hängen etwas schneller wenns trocken wird, das stimmt. G. macrorrhizum hat diese intensiv riechenden Blätter und schafft, einmal eingewachsen, auch längere Trockenperioden. Wenns hart auf hart kommt, schlappt es tagsüber, aber steht abends - auch ohne Wassergabe - wieder auf. Es deckt den Boden stetig, indem es mit kriechenden Rhizomen in die Breite geht. Es ist das beste Geranium für trockene, halbschattige Stellen. Wenn es gut wächst, kannst du G. x cantabrigiense versuchen, etwas kleiner und zierlicher. Beim googeln findest du viele Bilder.

Epimedium alpinum wächst bei mir sehr trocken unter einem Apfelbaum, einen Versuch wäre es zumindest wert. Ich denke, es hält ziemlich viel aus.

Immergrün fällt mir dann auch noch ein, außerdem Wurmfarn (hält unter meiner Birke ganz nah am Stamm aus) und vielleicht Aruncus dioicus, der Waldgeißbart. Steht auch unter der Birke, kriegt nie Wasser und wird immer größer.
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Lisa15

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #12 am: 02. November 2009, 23:14:05 »

... und vielleicht Aruncus dioicus, der Waldgeißbart. Steht auch unter der Birke, kriegt nie Wasser und wird immer größer.

Aruncus ist auch eine gute Idee, wird allerdings zu hoch (bei mir ca. 150cm). Der Wurmfarn wächst bei mir witzigerweise ebenfalls unter einer Birke (Trauerbirke) problemlos. Wird aber auch recht hoch (ca. 120cm).

Laut Bilder von Lilo sind die diversen Pflanzstellen zwischen den Steinen recht klein, da wird ein Aruncus schnell die ganze Fläche mit seinen Blättern bedecken.... ;) Dasselbe Problem beim Wurmfarn. Der verträgt zwar Trockenheit, läßt seine langen Wedeln dann gern mal fast waagerecht über den Boden hängen und nimmt anderen Pflanzen, die darunter wachsen, das Licht...
« Letzte Änderung: 02. November 2009, 23:16:15 von Lisa15 »
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Querkopf

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #13 am: 02. November 2009, 23:20:40 »

Hallo, Lilo,

wenn das Beet nicht gar zu schattig ist, würde ich dort Wildtulpen probieren; gibt doch allerlei Arten, die mediterranes Klima und Sommertrockenheit mögen. Und Nelken für den (Früh-)Sommer.

Was ist das denn für ein Farn (?), der übers Mäuerchen hängt? In der Pflanzengesellschaft, der er angehört, findet sich bestimmt noch mehr, was an deinem Hang gedeiht...

Schöne Grüße
Querkopf
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"Konsequenz heißt auch den Holzweg bis zum Ende zu gehen!"
Online-Leserkommentar zu einem Artikel der österreichischen Zeitung "Der Standard" über Donald Trump, 30.04.2020

Dunkleborus

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Re:Ein Hangbeet im Halbschatten
« Antwort #14 am: 03. November 2009, 07:05:16 »

Aruncus aethusifolius wäre vielleicht was?
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