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Nahema im Kübel? (Gelesen 14346 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Windsbraut
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Nahema im Kübel?

Windsbraut »

Hallo,wir möchten für den Frühjahr gerne die Nahema bestellen, um sie in einen großen Kübel zu pflanzen. Sie soll an der Westeecke unseres Hauses stehen und dort das Regenrohr verhüllen.Die einzige Beanstandung, die ich im internet bisher über sie gefunden habe, ist, dass sie nicht ganz regenfest sein soll. Das würde bei uns aber weitgehend vermieden, weil sie vom Dachüberstand vor Starkregen geschützt wäre. Hat denn jemand Erfahrungen mit ihr im Kübel?Danke und herzliche Grüße,Stefanie
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Lisa15
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Re:Nahema im Kübel?

Lisa15 » Antwort #1 am:

Wie groß ist der Kübel, den Du für sie vorgesehen hast?
Windsbraut
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Re:Nahema im Kübel?

Windsbraut » Antwort #2 am:

Wie groß ist der Kübel, den Du für sie vorgesehen hast?
Der ist 50 x 50 x 70 cm (LxBxH).
Herzlichst, Windsbraut

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Re:Nahema im Kübel?

Lisa15 » Antwort #3 am:

Kletterrosen brauchen ein stabiles, reich verzweigtes Wurzelwerk, um die Masse an Triebe und Blüten halten zu können. Von daher sind Kletterrosen eher nicht für Kübelhaltung geeignet. Rosen sind Tiefwurzler und reichen mit ihren Hauptwurzeln bis in 100cm Tiefe und tiefer. Insbesondere Kletterrosen brauchen diese Verankerung im Boden.Beim Pflanzen mußt Du auch bedenken, dass die Veredlungsstelle unbedingt ca. 5cm unter die Erdoberfläche kommt. Da sind schon mal 5cm von den 70cm Kübelhöhe weg. Auf dem Kübelboden kommt eine Drainage mit Kies oder Tonkügelchen - auch 5cm. Also bleibt der Rose ein Erdvolumen von 50x60cm. Für eine 300cm hohe Rose ist das meiner Meinung nach zu wenig. Warum nimmst Du nicht stattdessen eine Clematis? Die würde sich in einem solchen Kübel richtig wohl fühlen und bedeckt das Regefallrohr prima.
Raphaela

Re:Nahema im Kübel?

Raphaela » Antwort #4 am:

Meine Nahéma steht nach dem Wühlmaus-Toal-Wurzelfraß auch in einem (allerdings eingegrabenen und unten gelöcherten) Kübel.Wenn die Wurzeln später unten raus wachsen können, würde es m.E. zumindest ein paar Jahre lang klappen.Wichtig sind in der Tat eine gute Drainage, gehaltvolles, locker bleibendes Substrat und ausreichende Pflanztiefe.Besser wär´s natürlich, wenn der Kübel noch höher und breiter wäre (dann braucht man auch nicht ganz so oft gießen).
Windsbraut
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Re:Nahema im Kübel?

Windsbraut » Antwort #5 am:

Das grundsätzliche Pro und Kontra zu einer Kletterrose im Kübel kenn' ich durchaus. Zur Nahema findet man allerdings im internet und in der Literatur widersprüchliche Angaben - manche sagen "Kübel auf keinen Fall"; manche sagen" Bei mir seit Jahren herrlich im Kübel" (wobei da dann der Kübel oft sogar noch kleiner als meiner ist).Darum wollte ich einfach mal nach praktischen Erfahrungen fragen. Wer hat sie tatsächlich im Kübel und hat schon eigene Erfahrungswerte dazu?Danke nochmal!
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Raphaela

Re:Nahema im Kübel?

Raphaela » Antwort #6 am:

Wenn ein eingegrabener Fisch-Eimer mitzählt: Ca. 3 Jahre lang, keine Klagen.Inzwischen hat sie sicher schon wieder schöne (eigene) Wurzeln, ich werd sie aber trotzdem drin lassen.Wichtig bei Kübelpflanen ist auch ausreichendes Düngen (das hab ich mir für nächstes Jahr bei den Hausgarten-Rosen mal vorgenommen ::) ;)).
freiburgbalkon

Re:Nahema im Kübel?

freiburgbalkon » Antwort #7 am:

hier gab es doch mal ein Frau aus Freiburg namens Balkongärtner, die hatte doch Nahéma im Kübel, ich kann mich nur erinnern, daß sie über die sehr steifen Triebe sprach, daß man die kaum lenken konnte und den herrlichen Duft. Aber auch, daß es der Rose nicht gut ging, weil sie oft nicht da war und die Pflege in Ihrer Abwesenheit wohl nicht so gut war...Ah ich hab's, DA war schon mal die Rede davon.
Windsbraut
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Re:Nahema im Kübel?

Windsbraut » Antwort #8 am:

Ach herrjeee ............... hab' alles gelesen, danke für den link zu den links ;) .Na, das überleg' ich mir dann aber doch nochmal mit der Nahema ......... da ist ja die Hälfte begeistert, aber die andere Hälfte genauso enttäuscht. Scheint Glücksache zu sein mit dieser Rose ........Mir ist gerade eingefallen, dass ich meine Heritage nächstes Jahr ohnehin umsetzen muss - die wird zu sehr von einer Buddleia x weyeriana bedrängt (die tatsächlich viel größer wird als angegeben). Und ich weiß eigentlich gar nicht wohin dann mit ihr .......... die Heritage eignet sich aber wohl recht gut für Kübel, und sie lässt sich als kleine Kletterrose ziehen ......... Farbe und Duft stimmen auch ......... Also setz' ich sie vielleicht in den Kübel.Herzliche Grüße,Stefanie
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Max Frisch
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kaieric
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Re:Nahema im Kübel?

kaieric » Antwort #9 am:

Kletterrosen brauchen ein stabiles, reich verzweigtes Wurzelwerk, um die Masse an Triebe und Blüten halten zu können. Von daher sind Kletterrosen eher nicht für Kübelhaltung geeignet. Rosen sind Tiefwurzler und reichen mit ihren Hauptwurzeln bis in 100cm Tiefe und tiefer. Insbesondere Kletterrosen brauchen diese Verankerung im Boden.Beim Pflanzen mußt Du auch bedenken, dass die Veredlungsstelle unbedingt ca. 5cm unter die Erdoberfläche kommt. Da sind schon mal 5cm von den 70cm Kübelhöhe weg. Auf dem Kübelboden kommt eine Drainage mit Kies oder Tonkügelchen - auch 5cm. Also bleibt der Rose ein Erdvolumen von 50x60cm. Für eine 300cm hohe Rose ist das meiner Meinung nach zu wenig. Warum nimmst Du nicht stattdessen eine Clematis? Die würde sich in einem solchen Kübel richtig wohl fühlen und bedeckt das Regefallrohr prima.

sprichst du aus eigener erfahrung oder eher theoretisch über dieses thema?ich halte nun schon seit langer zeit auch kletterrosen in kübeln und finde eine topfhöhe von 70 cm schon recht ansehnlich - mme driout hat hier mittlerweile, nach 2 jahren, den rosenbogen genommen und wäre ohne den höhenvorsprung durch kübel "netto" 2,50 meter hoch.wie nahema darauf reagiert, kann ich nicht sagen, weil ich die sorte nicht habe.aber gloire de dijon, mme jules gravereaux (die ist nach einem jahr bereits auf 3 meter ;) ), zéphirine drouhin und auch e.veyrat hermanos kommen mit ihren quartieren prima zurecht und stehen auf gar keinen fall in behältern mit garagenformat ;)
Lisa15
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Re:Nahema im Kübel?

Lisa15 » Antwort #10 am:

@kai-ericIn Klimazone 8a ist Topfhaltung eine Alternative. In meinem Klima nicht. Wir sprechen uns in 3-4 Jahren wieder. Bis dahin kannst Du noch ein bißchen Erfahrung sammeln... ;)
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kaieric
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Re:Nahema im Kübel?

kaieric » Antwort #11 am:

in 3-4 jahren ist meine gloire de dijon dann seit 20 jahren in ihrem fass....deswegen fragte ich nach erfahrung ;)
Lisa15
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Re:Nahema im Kübel?

Lisa15 » Antwort #12 am:

Hinzu kommt noch folgendes:Stefanie will den Kübel vor einem Regenfallrohr stellen, welches, falls aus unlackiertem Blech, im Sommer schon mal knallheiß wird und die Triebe beschädigen kann. Darüber hinaus soll der Kübel in der Westecke des Hauses stehen - also voll exponiert und ihrer Klimazone 6/7 voll den Westwinden ausgesetzt. Der Kübel kriegt sowohl Süd- als auch Westwinde voll ins Gesicht sozusagen. Eine Nahema ist keine besonders robuste Sorte. Und Rosen in Kübeln sind nunmal nicht optimal. Auch wenn sie sich 2-3, eventuell auch 4 Jahre gut benehmen, fangen sie irgendwann an, sich rückwärts zu entwickeln. Rosen sind per se keine Kübelpflanzen, insbesondere Kletterrosen nicht, die ohne Hilfe 3 Meter und höher werden. Wird Dir jeder Rosenzüchter bestätigen.
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Re:Nahema im Kübel?

Lisa15 » Antwort #13 am:

in 3-4 jahren ist meine gloire de dijon dann seit 20 jahren in ihrem fass....deswegen fragte ich nach erfahrung ;)
Pflanze sie aus, dann wirst Du den Unterschied zur Fasshaltung bereits im ersten Jahr merken!Klimazone 8a! Pff....
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lubuli
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Re:Nahema im Kübel?

lubuli » Antwort #14 am:

Pflanze sie aus, dann wirst Du den Unterschied zur Fasshaltung bereits im ersten Jahr merken!
das stimmt zwar schon, aber muß denn jede rose ein wuchsmonster werden?auch ich halte seit über 10 jahren verschiedenste rosen in kübeln. sie müssen da halt etwas mehr gedüngt werden. und einen 2m charles de mills bringe ich bei mir einfach nicht mehr unter. da reichen mir die 1,30m im topf allemal.wo ich dir allerdings rechtgebe, ist der standplatz für nahema. delbardrosen zeigen sich in dieser klimazone meist ein wenig heikel. sie müßte dort auf jeden fall gut eingepackt werden, vor wind und sonne geschützt im spätwinter.
der mond schlug einen purzelbaum und trieb dann weiter
grüsse lubuli
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