@martin,
gilt das auch dann, wenn man den kalkammonsalpeter in flüssiger form ausbringt?
Wenn man die Kartoffeln schon gepflanzt oder gar angehäufelt hat, ist es leichter mit Flüssigdünger zu arbeiten. Ich kann den Dünger gleichmäßig verteilen und laufe nicht Gefahr, dass alles zwischen den Reihen liegenbleibt und damit nutzlos ausspült. Voraussetzung sind 1. Windstille (Gefahr des "Wegwehens" beim Ausbringen aber auch unmittelbar im Anschluss an die Behandlung), 2. eine präzise Ausbringung am besten mit breiter Düse und 3. am besten kurz vorm Landregen, der dann im Optimalfall den Dünger gleichmäßig in die Krume wäscht.
Ich muss ergänzen, dass ich Kalkammon noch nie irgendwo in flüssiger Form zu kaufen gesehen habe. Man muss unterscheiden zwischen Düngern, die ich in den Boden bringen will und Blattdüngern, die nach dem Auflaufen auf das Pflanzenmaterial aufgetragen werden sollen. Was ich oben beschrieben habe ist ersterer Fall, in fester Form dann z.B. eben Kalkammon (wäscht leicht aus ->spät auftragen ->Problem des Einarbeitens ->besser Kalkstickstoff oder SSA vorm Legen). Beim Blattdünger stellen sich gerade diese Fragen natürlich nicht, wenngleich ich dann vorsichtig sein muss mit Verbrennungen (Frage nach Mittel und Konzentration) und mit dem Zeitpunkt des Bedarfes. Ich habe dort ja zunächst "nichts" im Boden, sprich muss über Blattdüngung den genauen Zeitpunkt abpassen und mehrmals kurz hintereinander am Anfang der Hauptwachstumsphase spritzen. Nach dem Blühen wird kaum noch Stickstoff benötigt.
Gruß Martin