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Autor Thema: Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen  (Gelesen 10485 mal)

Dietmar

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Re:Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen
« Antwort #30 am: 24. März 2015, 08:58:00 »

Kennt jemand dieses Buch?


Laubarbeiten im Weinbau Broschiert – 2. Oktober 2013
von Dr. Edgar Müller (Autor), Oswald Walg
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Christina

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Re:Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen
« Antwort #31 am: 29. Mai 2015, 17:21:26 »

eine aktuelle Frage hab ich:

mein Wein, ich denke es ist eine amerikanische Sorte, herrlich Laubfärbung, riesige Blätter, ist wahnsinnig wüchsig. Jetzt fängt er an zu blühen, und es gibt wie jedes Jahr auch Triebe, an denen nichts blüht. Kann ich die direkt an der Basis entfernen?
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Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.  (Sprichwort der Xhosa)

thuja thujon

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Tafeltrauben Laubarbeiten
« Antwort #32 am: 12. Juni 2019, 01:26:18 »

Hallo,
das Thema gibt es noch nicht oder mir ist es nie aufgefallen. Unter den Tisch gekehrt gehört es aber auch nicht.

Aktuell hadere ich etwas was ich nun zur Blüte am besten mache, die Wetterprognose sagt eher gemäßigt warm und damit eher guter Blüteverlauf.
Also die unteren 2-3 Blätter abmachen damit die Trauben robust gegen Botrytis werden und dafür eher leicht verrieselte, lockere Trauben in Kauf nehmen?
Oder Triebspitzen, zumindest der Seitentriebe, pinzieren, damit die keine Konkurrenz für die Blüte darstellen und diese so viel wie möglich ansetzt?
Oder durchblühen lassen wie es passiert, und später im Schrotkorn-Erbsenstadium die Trauben mit der Schere ausdünnen? Dann eher die Spitzen oder die Schultern wegschneiden?

Wie handhabt ihr das bei welcher Sorte dieses Jahr und warum? KEF soll dieses Jahr auch wieder stark vertreten sein.
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thuja thujon

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Re: Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen
« Antwort #33 am: 12. Juni 2019, 13:05:14 »

Nachdem es heute wieder regnet, gehe ich wohl auf Nummer sicher und entferne jetzt um die Blüte die ersten 2-3 Blätter, Traubenzone also fast freigestellt. Wer weiss was da noch an Pilzdruck kommt dieses Jahr. Sollen sie etwas verrieseln, macht nichts, ich kann ja mit gutem Blüteverlauf rechnen. Dafür gibts lockere Trauben, die sich nicht gegenseitig abquetschen, mit festerer Schale, also mehr Widerstandsfähigkeit gegen Wespen und Co. Um eine Botrytisspritzung komme ich dieses Jahr wohl nicht rum, die will dann auch die Trauben samt Stielgerüst vernünftig treffen.
2018 war es trotz der sehr heftigen Sonnenstrahlung kein Problem mit Traubenzone frühzeitig fast komplett freistellen, es gab kein Sonnenbrand auf den Früchten. Das letzte beschattende Blatt auf der Südseite hatte ich vor ein oder zwei bewölkten Tagen entfernt, auch noch eher recht früh im Jahr, um kurz vor Beeren in Erbsengröße.
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cydorian

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Re: Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen
« Antwort #34 am: 12. Juni 2019, 15:34:39 »

Da ist viel Philosophie dabei. Es gibt Anbautechniken, die jeden Schnittaufwand und Laubarbeiten bewusst minimieren, um Zeit und damit Geld zu sparen. Die Bandbreite der Techniken ist gross.

Oder durchblühen lassen wie es passiert, und später im Schrotkorn-Erbsenstadium die Trauben mit der Schere ausdünnen? Dann eher die Spitzen oder die Schultern wegschneiden?

So mach ich das. Die Trauben werden dann halbiert, die untere Hälfte weggeschnitten. Allerdings lasse ich manche besonders schön entwickelte Trauben ganz, das gibt Schautrauben, dafür werden ungünstig und zu dicht stehende andere Trauben komplett geschnitten. Die Intention ist nicht nur höhere Qualität, sondern auch die grünen Beeren zu bekommen, ich mache nämlich seit Jahren Agrest draus, hier ist der Vorgang beschrieben.

Mit Laub und Schnitt an den Trieben  bin ich vorsichtig, lasse den Stock lieber seine Wuchskraft austoben. Und gegen die Kirschessigfliegenkatastrophe gibts nur diese Organza-Beutelchen. Der Schädling sticht einfach alles ab, egal ob im Schatten, in der Sonne, hoch droben oder in Bodennähe. Meine Zwetschgen waren auch in 5m Höhe, freistehend, voll besonnt, windig gnadenlos abgestochen und bei Weintrauben ist das nicht anders. Laubarbeiten ändern daran nichts. Ich bin sehr froh, dass im Privatbereich wenigstens die Stoffbeutel nutzbar sind. Bei anderem Obst geht das nicht, Zwetschgen, Brombeeren und diverses mehr ist wird einfach unrettbar vernichtet.
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thuja thujon

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Re: Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen
« Antwort #35 am: 12. Juni 2019, 15:56:05 »

Da ist viel Philosophie dabei. Es gibt Anbautechniken, die jeden Schnittaufwand und Laubarbeiten bewusst minimieren, um Zeit und damit Geld zu sparen. Die Bandbreite der Techniken ist gross.
Wie Quantität statt Qualität geht ist mir durchaus bewusst, ist im Garten aber nicht mein Ziel.

Hast du eventuell Fotos wie lockerbeerig oder kompakt die Trauben bei dir letztes Jahr mit deiner Methode waren?

Frumoasa alba, ich finde sie muss nicht kompakter sein, die sichtbaren Stiele stören mich nicht.
Zitat
2018 war es trotz der sehr heftigen Sonnenstrahlung kein Problem mit Traubenzone frühzeitig fast komplett freistellen, es gab kein Sonnenbrand auf den Früchten. Das letzte beschattende Blatt auf der Südseite hatte ich vor ein oder zwei bewölkten Tagen entfernt, auch noch eher recht früh im Jahr, um kurz vor Beeren in Erbsengröße.


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cydorian

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Re: Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen
« Antwort #36 am: 12. Juni 2019, 17:15:15 »

Wie Quantität statt Qualität geht ist mir durchaus bewusst, ist im Garten aber nicht mein Ziel.

Das Ziel ist nie Quantität! Die Qualität regle ich wie gesagt vorwiegend durch Reduzierung der Trauben. Im kommerziellen Anbau haben Minimalschnitt-Verfahren Zulauf, die dies über bestimmte Erziehungsformen (hängende Triebe) regeln. Dazu laufen auch permanent Versuche, die alle möglichen Aspekte davon untersuchen. Dabei geht es selbstverständlich auch nicht um Quantität statt Qualität, sondern um Kostenoptimierung bei gleicher Qualität. Und das funktioniert durchaus.

Zitat
Hast du eventuell Fotos wie lockerbeerig oder kompakt die Trauben bei dir letztes Jahr mit deiner Methode waren?

Nein, habe ich nicht vergleichend fotografiert. Die Reduzierung und Wirkung ist auch extrem von der Sorte abhängig, ich habe keine kompaktbeerigen Sorten. Mögliche Auswirkungen auf sortenbedingt kompakte Trauben kann ich also nicht beurteilen. In der Literatur steht, das Risiko der gegenseitigen Abdrückens würde damit sinken, Fäulnisnester weniger auf die ganze Traube übergreifen und solche Dinge.

Aber andere Wirkungen waren zu sehen. Sichtbare Auswirkungen auf die End-Beerengrösse gibt es definitiv, das zeigt sich von Jahr zu Jahr immer wieder. Ferner gibt es deutliche Auswirkungen auf den Zuckergehalt (messe ich jedes Jahr, auch um den Reifefortschritt mitzuerleben), die Reifezeit und -das mag überraschen- die Fruchtfleischkonsistenz der Beeren.

Frumoasa alba hatte ich mal, war aber keine der -zu-Tode-tragen Sorte und auch die Wuchskraft war nicht so wild. Ich erinnere mich an unregelmässige Trauben mit unterschiedlich grossen Beeren. Keine der Sorten, die praktisch zusammenbrechen wenn man sie nicht reduziert. Etwas anfällig (deswegen hab ich sie nicht mehr). Da dürfte Durchlüftungsförderung sicher ein Thema sein.
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thuja thujon

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Re: Weinbau: Laubarbeit, Sommerschnitt, Ausdünnen
« Antwort #37 am: 13. Juni 2019, 08:46:53 »

Ich wollte nichts gegen Minimalschnitt sagen, das muss aber auch funktionieren, vom Wuchs her. Hier auf meinem zu nährstoffreichem Boden geht das nicht, da pendeln sich die Reben so nicht ein.
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