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Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle (Gelesen 2413 mal)
Moderator: Nina
Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle
Ein sehr schnelles Gericht für zwischendurch ist folgendes: Man nehme einen Apfel, halbiere ihn, entferne Blüten, Stiel und Kerngehäuse. Dann kommen die beiden Hälften mit der Schnittfläche nach oben auf einen Teller in die Mikrowelle und werden bei etwa 900 Watt 1 - 2 Minuten erhitzt. Verschiedene Sorten verhalten sich dabei recht unterschiedlich. Während der fast überlagerte Boskoop rasch breiig und saftig wird, sind die Lagerhaus-frischen Golden Delicious auch nach 2 Minuten noch gut beisammen. Aber man kann ja die Erhitzungsdauer in Abhängigkeit von Sorte und Zustand so verändern, wie man das mag. Ich berichte darüber aus zwei Gründen:1. Einige Familienmitglieder haben inzwischen die Kreation mit Zimt und Zucker oder nur mit Zucker vor öder nach dem Erhitzen modifiziert
. Andere bevorzugen Vanillesoße als Zutat nach dem Erhitzen
.2. Ich erhalte durch das sortentypisch unterschiedliche Verhalten der Äpfel in der Mikrowelle zusätzliche Informationen über Konsistenz und Verarbeitungseignung von Sorten oder Klonen, gewissermassen als Schnelltest. Und es macht mir Freude, den Äpfeln zuzuschauen, wie sie sich aufblähen und "Sprechblasen" von sich geben
.
Re:Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle
Das stand letztes Jahr mal in der Gartenküche...
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Re:Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle
Es wird Zeit, dass sich die Winterpause für uns Fruitfarmer sich dem Ende zu neigt............es macht mir Freude, den Äpfeln zuzuschauen, wie sie sich aufblähen und "Sprechblasen" von sich geben.
Re:Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle
Ich kann's leider nicht verlinken, weil der thread geschlossen ist. Deshalb setze ich mein Rezept und das Bild hier noch mal ein...Die Bratäpfel habe ich eigentlich nur für ein Kundenmagazin gemacht und dafür meine schlechtesten Äpfel genommen - die von einer alten Ballerinasorte mit dunkelroten, beinharten, sauren und saftlosen Äpfeln.Überraschung: Es ist der perfekte Bratapfel, innen zartrosa, mild und aromatisch. Die Füllung: gehackte Mandeln, Rosinen, etwas Marzipanrohmasse. Nach 5 Minuten in der Mikrowelle duftete das ganze Haus.

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Re:Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle
@ Fragaria: Hab es sofort probiert! Mit Jonagold, waren nach 3 min noch schneidbar.Ich habe ein paar Rumrosinen reingefüllt und mit einer Zucker,Zimt,Nussmischung bestreut und mit etwas Vanillesoße angerichtet.Super lecker, super schnell.Ideal für so einen Kochmuffel wie mich.Jutta
Re:Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle
Bei einem Sortentest in der Mikrowelle muss man die Wattsekunden pro Gramm möglichst konstant halten, sonst erfasst man nicht die Sortenunterschiede. Im Klartext: Nur einen der etwa gleich grossen Äpfel halbieren, dann z.B. 2 min bei 900 Watt und schauen, was geschieht. Bei den meisten Sorten kann man dann das Fruchtfleisch aus der Schale (eben wie aus einer "Schale") löffeln. Aber ausgesprochene "Kuchenäpfel" behalten auch dann noch ihre Struktur.Hab es sofort probiert! Mit Jonagold, waren nach 3 min noch schneidbar.
Wenn Wissenschaft auch noch Genuss macht, muss man aber aufpassen, dass man nicht zur Vergnügungssteuer veranschlagt wird. Aber vielleicht lässt sich das alles bis zum nächsten Hof- und Verkaufsfest der Apfelbauern noch optimierenjutta hat geschrieben:Ich habe ein paar Rumrosinen reingefüllt und mit einer Zucker,Zimt,Nussmischung bestreut und mit etwas Vanillesoße angerichtet.Super lecker, super schnell. Ideal für so einen Kochmuffel wie mich. Jutta
Re:Sortentest: Bratäpfel aus der Mikrowelle
Was die genauen Garzeiten angeht, da richte ich mich in erster Linie nach den Düften, wenn's gut riecht, ist der Apfel fertig. Der oben gezeigte Apfel, vermutlich "Waltz", hat so eine beinharte Schale, daß er die Form auch hält, wenn er etwas länger mikrogewellt wird. Das Fruchtfleisch ist die Überraschung - schaumig, locker, aromatisch und leicht rosa.
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