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Autor Thema: Terra Preta  (Gelesen 153825 mal)

pearl

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Re: Terra Preta
« Antwort #975 am: 03. November 2019, 14:56:41 »

im reifen Zustand ist das eine feinkrümelige dunkle braune Erde, die sich warm anfühlt.
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pearl

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Re: Terra Preta
« Antwort #976 am: 03. November 2019, 14:57:39 »

damit topfe ich, zum Beispiel Taglilien. Wie man sieht, macht diese Erde die Regenwürmer glücklich.
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pearl

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Re: Terra Preta
« Antwort #977 am: 03. November 2019, 15:10:02 »

3 Mal im Jahr kann ich so Substrat für meine Kübelkultur ernten. Der Prozess ist nicht weiter zu verbessern. Auch nicht durch Holzkohle. Wir haben hier in Mitteleuropa die besten Bedingungen zur Bildung von guter fruchtbarer Erde. Ackererde wird durch Regenwürmer gebildet. Charles Darwin hat sich diesem Thema ausführlich gewidmet.

Keine Ahnung, warum Regenwürmer hier nicht in dem Ausmaß geschätzt werden, wie sie das im englischsprachigen Raum sind. Es gibt unzählige Seiten über how to feed your earthworms. Hübsch mit Bildern didaktisch aufbereitet. Dort wird außer den von mir genannten Substanzen noch Brot und Papier genannt. In den normalen Hauskompost kommt das auch hier rein.
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pearl

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Re: Terra Preta
« Antwort #978 am: 03. November 2019, 15:14:09 »

zwischen meine Kübel kommt mehrmals im Jahr Häcksel vom Heckenschnitt.
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Re: Terra Preta
« Antwort #979 am: 03. November 2019, 15:16:12 »

unter und vor die Hecke bringe ich mehrmals im Jahr Buchenlaub aus. Alles Regenwurmfutter.
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thuja thujon

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Re: Terra Preta
« Antwort #980 am: 03. November 2019, 18:36:59 »

Regenwurmfutter macht fast auch nur dann Sinn, wenn man was lehmiges hat, was der Regenwurm verkitten kann.

Meine persönliche Meinung zu Pflanzenkohle: wenn man sie loswerden will, kann man sie an manchen Pflanzen entsorgen. An den anderen sorgt sie für Wuchshemmung. Egal mit was man sie `aufgeladen´ hat. Lagert man sie über mehrere Jahre der Witterung ausgesetzt ab, werden wohl die leicht abbaubaren Giftstoffe der Verschwelung abgebaut und es wächst wieder etwas mehr darauf, die langfristig stabilen Stoffe der Verschwelung wie Dioxin usw bleiben wohl erhalten. Jedenfalls kann ich keinen besseren Wuchs bei Substraten oder Erden mit Kohleanteil feststellen.

Egal: an alle die gerne Köhler spielen, hat jemand mal die Temperatur im Topf oder der Dose gemessen?
Ithaka und Delinat (sehr mit Vorsicht zu geniessen) quillen ja geradezu über was die Wichtigkeit der Temperaturführung angeht.
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oile

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Re: Terra Preta
« Antwort #981 am: 03. November 2019, 18:40:22 »

Regenwurmfutter macht fast auch nur dann Sinn, wenn man was lehmiges hat, was der Regenwurm verkitten kann.

Demnach ist in meinen sandigen Böden genügend Lehmiges. Regenwürmer hat es jedenfalls.
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thuja thujon

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Re: Terra Preta
« Antwort #982 am: 03. November 2019, 18:43:38 »

Überwiegend Lumbricus terrestris?
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Nox

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Re: Terra Preta
« Antwort #983 am: 03. November 2019, 19:51:53 »

Hier gibt es eine Einschätzung des BUND zu Terra Preta, von 2015, wenn ich es recht sehe auch zur CO² Speicherung.
Auch das Thünen-Institut in Braunschweig beschäftigt sich intensiv mit der C-Sequenzierung und hat u.a. hier zu Kohle als Zustatzstoff im Boden etwas veröffentlicht.

Den ersten Link zum BUND-Artikel habe ich jetzt quergelesen auf der Suche nach Angaben zu den Reaktionsprodukten der Verkokung.
Ich konnte nichts dazu entdecken. Im Wesentlichen findet BUND es sehr begrüssenswert, dass man sich um die Bodenfruchtbarkeit bemüht, aber nix genaues weiss man nicht.

Wenn ich mich an meine graue Vorzeit erinnere, dann wird bei Verbrennung unter reduzierter Sauerstoff-Zufuhr Kohlenmonoxid produziert und noch eine Menge mehr unzuträgliche Stoffe. Darunter sind so leckere Sachen wie Teer und Methan, aromatische Kohlenwasserstoffe.

Super Klimaschützer !  :P

Die CO2-Speicherung findet in Holz (oder allgemein Pflanzenmasse) statt. Die Verkokung setzt wie alle Verbrennungsprozesse wieder gasförmige Kohlenstoffverbindungen frei, keineswegs absorbiert sie CO2 !
Sonnenerde scheint da 'ne gute PR-Abteilung zu haben.

Man könnte aber sagen, dass die Holzkohle, da sie sich nicht weiter zersetzt im Boden, den in ihr gebundenen Kohlenstoff festhält.

 
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b-hoernchen

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Re: Terra Preta
« Antwort #984 am: 03. November 2019, 19:54:32 »

Wenn Holz unvollständig verbrennt, was gegeben ist wenn daraus Kohle entstehen soll, dann entstehen dabei irgendwelche ichweißnichtwas-binjakeinChemiker Kohlenwasserstoffketten(?). Jedenfalls diese Gase, die unangenehm riechen, den Schornstein zukleistern und die Lungen wahrscheinlich auch.

Also, was habe ich übersehen in meiner Laienhaftigkeit?
Dass die entstehenden Gase verbrennen!

Das ist auch das Prinzip des Holzvergasers;

sichtbar an den von mir eingestellten Fotos.

Die gleichen Gase entstehen bei jedem Holzfeuer; weil Flammen nur aus gasförmigen Brennstoffen enstehen und Holz ist kein gasförmiger Stoff oder unzersetzt verdampfbar.

schade, schade, was du schreibst ist überaus vernünftig!
Nein, das ist es nicht.

pearl, was du hier beschreibst, hat nichts mit der "terra preta dos indios" zu tun.

Mulchen tu ich auch - und nach ein  bis 2 Jahren ist alles wieder weg. Die Holzkohle hat einen dauerhaft bodenlockernden Effekt, ähnlich wie Sand, nur viel besser, weil sie porös und damit Luft- wasserspreichernd ist.

Ich würde nichts sagen, wenn du nur irgendeine Erfahrung mit Kohlebeimischung zu Böden hast. Aber dass die Erfindung von "Wilden" im Dschungel deutschen Akademikern sauer auftstößt ist wieder mal so typisch... . Wahrscheinlich sind die Böden der Indios alle total dioxinverseucht? (Und glaub' mir, die Verbrennung im Amazonas ist mies, das Holz ist feucht und trocknet in dem Klima nicht gescheit).

Terra preta ist auch in Europa gefunden worden - hat also nix mit "geht nur in den Tropen" zu tun.
Hier ein Zitat aus dem Wikipedia-Artikel zu Terra Preta:
"Ähnliche Phänomene sind auch in anderen Erdteilen bekannt, wie beispielsweise in Afrika (Ghana, Sierra Leone, Liberia, Guinea), Südostasien (Indonesien) und auch in Europa (Deutschland und Schweden).[1][2]"

Ich weiß nicht, ob deine Ausagen bezüglich fehlender Düngewirkung darauf beruhen, dass du dich mit der Oberflächenstruktur poröser Kohle beschäftigt hast und über verbliebene funktionelle Gruppen oder die Ionenaustauschkapazität darin angesiedelter Biofilme Bescheid weißt?

Wohlgemerkt: Die Kohle selbst ist kein Dünger! Aber sie ist ein wertvoller Speicher für Nährstoffe, Wasser, Luft und Bodenleben.

Man könnte aber sagen, dass die Holzkohle, da sie sich nicht weiter zersetzt im Boden, den in ihr gebundenen Kohlenstoff festhält.
Was du nicht sagst!
« Letzte Änderung: 03. November 2019, 20:31:46 von b-hoernchen »
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Re: Terra Preta
« Antwort #985 am: 03. November 2019, 19:56:34 »

Die verbrennen aber nicht zu nichts.
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b-hoernchen

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Re: Terra Preta
« Antwort #986 am: 03. November 2019, 19:59:55 »

Greta würde sich für deine Chemiekenntnisse aber schämen!
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thuja thujon

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Re: Terra Preta
« Antwort #987 am: 03. November 2019, 20:08:14 »

Greta sollte hier keine Rolle spielen.
Es könnte fast egal sein zu was die Masse verbrennt, weil der Kohlenstoff aus der Atmosphäre kommt. Eine Kuh die Gras frisst oder ein Gärtner der Kompost macht, beide machen es nicht besser.

Entscheidend an der ganzen Geschichte ist, das die Verbrennung unvollständig ist. Wenn Methan und Kohlenmonoxid entstehen sollten, dann sind das sicherlich die unproblematischsten Verbindungen bei dem Prozess. Die Menge der Schadstoffe ist abhängig von der Temperatur. 400°C bekommt man sicherlich im Ofen bzw als Kerntemperatur der Dose hin, 600°C auch? Gar 800°C?
In der Firma reden wir ab frühestens 1200°C von einer sauberen Verbrennung. Das flüssige Glas liefert in diesen Öfen die Schutzschicht für die Schamottsteine.

Auf der Delinat/Ithaka Seite gabs früher eine ellenlange Erklärung warum nur ihre Pflanzenkohle frei von Dioxin und PAK usw. sind/sein sollen.

Ansonsten: Kressetest im geschlossenen Glas erfasst auch VOC´s.
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lerchenzorn

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Re: Terra Preta
« Antwort #988 am: 03. November 2019, 20:31:26 »

Kein Feuer mehr unter 1200 °C? Das mach den Deutschen mal klar.  8) Das geht hier sicher ohne Greta, aber wohl auch ohne unpassende Vergleiche.

Zur bodenverbessernden Wirkung von Holzkohle (in Sandböden) kann ich nichts sagen, weil ich es noch nicht ausprobiert habe. Aber eine positive Bilanz in der Kohlenstoffspeicherung sehe ich schon, so wie b-hörnchen, wenn aus den anfallenden Humusmengen im Garten Pflanzenkohle wird, die im Boden lange Zeit stabil bleibt. Die in der Verbrennung über Pyrolyse-Gase "verheizten" Stoffe würden schließlich auch bei Kompostierung des Holzes mineralisieren und auch nicht mehr gebundenen Kohlenstoff zurücklassen. Bei ausreichend heißem "Hüll-Feuer" sollte der Prozess einigermaßen sauber ablaufen. Im Haus würde ich das aber auch nicht machen, wenn ich hier Kamin oder Ofen hätte.
Auf der Feuerschale funktioniert das ganz gut, wenn man auf eine ordentliche Grundhitze fortlaufend zügig nicht zu starkes Material nachlegt und so das durchgeglühte im Inneren der Brandstätte von weiterer Sauerstoffzufuhr abgeschnitten ist.


Regenwurmfutter macht fast auch nur dann Sinn, wenn man was lehmiges hat, was der Regenwurm verkitten kann.  ...

Regenwürmer sorgen tatsächlich  8) auch im Sand dafür, dass Streuauflagen in den Oberboden gezogen werden. Klar, dass sie hier kaum Ton-Humus-Komplexe "bauen" können. Trotzdem besser, wenn sie für einen natürlichen Einbau der unzersetzten Streu in die Böden sorgen, auch wenn der Humus hier schneller "verbrennt". Oberböden in solchen, jahrelang mit guten Streuauflagen versorgten Ecken können über die Jahre eine einigermaßen kittende, krümelige Struktur entwickeln, sind herrlich dunkel und bleiben dennoch locker.
« Letzte Änderung: 03. November 2019, 20:36:46 von lerchenzorn »
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b-hoernchen

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Re: Terra Preta
« Antwort #989 am: 03. November 2019, 20:48:18 »

Entscheidend an der ganzen Geschichte ist, das die Verbrennung unvollständig ist. Wenn Methan und Kohlenmonoxid entstehen sollten, dann sind das sicherlich die unproblematischsten Verbindungen bei dem Prozess.
... welche ebenfalls verbrennen (Holz bezeichnet man übrigens als einen "gasreichen" Brennstoff).

Die unvollständige Verbrennung beruht in diesem Fall nicht auf zu niedriger Temperatur sondern auf Trennung in einen vergasbaren  Anteil (der genauso vollständig verbrannt wird wie jedes Scheitholz) und einen nicht verkohlten Anteil, der durch Luftausschluss von der Verbrennung ausgeschlossen wird.

In der Firma reden wir ab frühestens 1200°C von einer sauberen Verbrennung.
Am besten du fährst nach Brasilien und erklärst den Indios, was sie für einen Mist gemacht haben! Bring ihnen ein Hochtemperaturthermometer mit und klär sie bitte auf!

Meinst du wirklich du kannst die Temperatur in einem Lagerfeuer, in einer offenen Feuerschale sei höher als die in einem Ofen? Die halb verbrannten Holzstücke jeden Lagerfeuers sind wesentlich problematischer.
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