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Terra Preta (Gelesen 300390 mal)

Lebendiger Boden, natürliche Düngemittel und fruchtbare Mulchwirtschaft
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Hero49
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Re: Terra Preta

Hero49 » Antwort #1020 am:

Danke für die aufschlussreichen Links, doch eine Antwort auf meine Frage ist nicht ersichtlich.

Ich mische mal 50 % aktivierte Pflanzenkohle, 30 % Vermiculit und 20 % Urgesteinsmehl. Vom Ergebnis lasse ich mich überraschen.
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Natternkopf
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Re: Terra Preta

Natternkopf » Antwort #1021 am:

Kompost oder Erde, ca. 10-15%, würde ich auch dazu geben.
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thuja thujon
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Re: Terra Preta

thuja thujon » Antwort #1022 am:

Ich würde das Vermiculit weglassen. Sollte aufschwimmen im Lehmboden wenn er nass genug wird und vom Wind verblasen.
Zumindest macht er das in Töpfen mit Lehmbasierten Substraten wenn die Hohlräume nicht schnell genug von lehm zugesetzt werden.

Urgesteinsmehl kommt drauf an von was, das häufig verkaufte für die Sandböden macht auf Lehm keinen Sinn.
Ansonsten ist Bentonit nur durch Ton zu ersetzen.
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b-hoernchen
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Re: Terra Preta

b-hoernchen » Antwort #1023 am:

laguna hat geschrieben: 10. Jan 2020, 09:12
Leider steht in dem Prospekt nicht, wie hoch die Anteile der jeweiligen Zutaten sind. Kann mir jemand einen Rat geben?
Ich stelle mir vor, aktivierte Pflanzenkohle mit den anderen Zutaten zu mischen und in einer geschlossenen Box aufzubewahren.

Bei mir im Komposthaufen macht die Pflanzenkohle leicht 50 Volumen% aus - und so wie's aussieht, wäre das nicht schlecht, wenn ich einen ähnlich hohen Anteil im Garten hätte. Leider habe ich nicht genug Kohle, für meine Pflanzgruben wird dann weiter verdünnt mit Sand, Humus und etwas Ton. Die schöne Krümelstruktur der 50%-Mischung ist dann natürlich hin... .

50 Volumen% das klingt erstmal nach unheimlich viel - ist es aber nach Gewichts% überhaupt nicht. Die (wasserfreie) Kohle ist federleicht, das sind nach Gewichtsanteil ca. 10 - 20%;

Stell dir also für einen 700 Liter Komposthaufen ruhig 300 - 400 Liter Kohle bereit und fülle immer wieder mit den Grünabfällen eine Schicht Kohle ein; dazu noch 200 -300 Liter Sand-Ton (Bentonit)-Gemisch.

Den Rest machen dann die kompostierten organischen Materialien aus, die je nach Art, beim Kompostieren locker auf 1/10 oder noch weniger zusammenschnurren.
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Re: Terra Preta

Hero49 » Antwort #1024 am:

Irgendwie verstehe ich das nicht.
Die Mischung siehe #1020 will ich beim Pflanzen der Gartenerde - lehmig und kalkhaltig - zumischen. Auch wenn ich preiswerte Blumenerde benötige, stelle ich mir vor, daß eine Zugabe von ca. 10% günstig für die Pflanzen ist.
Bentonit wird doch eher für sandige Böden benötigt, weil es die Wasserhaltekraft verbessert.
Mit Vermiculit kann ein Substrat gelockert werden und Mineralien bringt es auch ein.

Was sollte ich eurer Meinung nach der Pflanzenkohle beimischen?
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Re: Terra Preta

thuja thujon » Antwort #1025 am:

Garnichts.
Bentonit brauchst du nicht, gelockert wird schon beim graben, billige Blumenerde sollte dort bleiben wo sie ist, hat im Gartenboden nichts verloren und ist auch für Kübel ungeeignet.

Wenn du Kohle ausprobieren willst, dann nimm auch nur Kohle.
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Re: Terra Preta

Hero49 » Antwort #1026 am:

laguna hat geschrieben: 10. Jan 2020, 09:12
Steche ich jetzt wieder in ein Wespennest? Ich hoffe auf sachliche Antworten!

Im Prospekt eines Gartenbedarf-Versenders wird Terra Kompo angeboten. Bestehend aus Holzkohle, Bentonit und Schichtsilikat.
Sowas könnte ich doch auch aus Pflanzenkohle aus Sägemehl, Urgesteinsmehl und Vermiculit selbst herstellen und bei Neupflanzungen einbringen. Urgesteinsmehl statt Bentonit, weil ich einen lehmigen Boden habe.
Leider steht in dem Prospekt nicht, wie hoch die Anteile der jeweiligen Zutaten sind. Kann mir jemand einen Rat geben?

Ich stelle mir vor, aktivierte Pflanzenkohle mit den anderen Zutaten zu mischen und in einer geschlossenen Box aufzubewahren.

Die aktivierte Pflanzenkohle pur verwenden? Ich dachte, daß sich der Hersteller von Terra Kompo bei der Mischung was gedacht hat.
Der Preis von 28.- für 2 kg ist schon heftig.
Preiswerte Blumenerde brauche ich manchmal, wenn ich viele Pflanzen topfen muß. Mein Kompost ist dafür nicht lange genug abgelagert. Platzproblem!
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Re: Terra Preta

thuja thujon » Antwort #1027 am:

Die Mischung war Holzkohle, Bentonit und Schichtsilikat.
Bentonit macht auf Sandböden Sinn, der Rest ist mehr Verkaufsmasche und Schichtsilikat bringt Volumen rein, dann glaubt der Käufer er hat was in der Hand für sein Geld. Zum auflockern ist das bisschen gekrümel Nutzlos, in Lehmsubstraten brauchts wenigstens 30% Grobkörnig-Voluminöses zum auflockern. Der hersteller denkt also hauptsächlich was man am besten verkaufen kann. In 10 Jahren gibts das Produkt nicht mehr, weils nicht halten konnte, weswegen es die leute gekauft haben. Bentonit dagegen gibts seit Jahrzehnten und ganz ohne viel Brimborium, weils einfach was kann.

Ich bin ja mehr der Kakteensammler, wenn da einer kommt und sagt er topft in billige Erde weil er so viel hat, dann sage ich ihm schade um die viele Arbeit und die Pflanzen. Man sieht ihnen schlechte Erde einfach an und wenns zu teuer wird, dann macht man eben weniger. Schlechtere Pflanzenqualität ist kein gutes Verkaufs oder Tauschargument. Bestell dir lieber 2 Kubikmeter fertig gemischtes, mineralisch humoses Substrat von einem vernünftigen Kompostierwerk und bepflanze damit die Kübel. Dann bist du auch gleichzeitig Torffrei.
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Re: Terra Preta

Hero49 » Antwort #1028 am:

Danke, du hast mich überzeugt.
Im Frühjahr hole ich einen Anhänger voll Substrat vom Erdenwerk und schaffe das in ein leeres Kompostabteil.
Die Pflanzenkohle werde ich ohne Zusatz, aber mit einem Anteil an gröberen Stücken beim Pflanzen zugeben.
Die gröberen Teile sind verkohltes Häckselgut vom Baumschnitt.
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Re: Terra Preta

b-hoernchen » Antwort #1029 am:

laguna hat geschrieben: 11. Jan 2020, 10:21
Danke, du hast mich überzeugt.

Wie willst du die Kohle kompostieren, ohne Zugabe kompostierbarer Stoffe?

Terra Preta ist keine frische Pflanzenkohle, sondern das Produkt, das sich bildet, wenn Kohle mit kompostierbaren Stoffen gelagert wird - es sind hier zwei Faktoren zu berücksichtigen:
- Die Zugabe kompostierbarer Stoffe (bei den Indios waren das in erster Linie Fäkalien)
- Der Zeitfaktor

Siehe bitte auch hier:

https://www.youtube.com/watch?v=NItZkRM6njg (Notwendigkeit des Kompostieren 3:50-ca. 5:00)
https://www.youtube.com/watch?v=pziBpMBPxpo (ab ca. 4:50)

Aus meinen eigenen Erfahrungen kann ich das nur bestätigen.
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Re: Terra Preta

thuja thujon » Antwort #1030 am:

laguna hat geschrieben: 10. Jan 2020, 12:46Terra Preta stelle ich im Komposter selbst her. Doch soviel Gartenabfälle habe ich nicht, um alle Pflanzenkohle unterzubringen.
Deshalb denke ich, daß ich die oben genannte Mischung als Vorrat für Pflanzungen herstelle.
Die Pflanzenkohle aktiviere ich mit Urin. Das ist für mich das Einfachste.
Sollte nicht viel dagegen sprechen. Rosen sind nicht Chloridempfindlich.
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Enabran
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Re: Terra Preta

Enabran » Antwort #1031 am:

Hallo

Ich bin auf der Suche nach einem Gerät, mit dem ich meine selbstgemachte Holzkohle zermahlen kann. Ein Fleischwolf und ein Mixer haben die Prozedur bis jetzt nicht überlebt (beides aber keine hochwertigen Produkte).
Wäre eine Malzmühle für diese Zweckentfremdung geeignet? Meine Holzkohle ist ja maximal fingerdick und ebenso lang. Es sind verkohlte Bambusstecken, kleine Zweige und dergleichen. Sollte das Gerät einen kleinen Zweig mühelos durchquetschen, ohne dabei kaputt zu gehen, dann haut das schon hin, die Kohle bröckelt ja. Es kann halt nur ab und zu vorkommen, dass ein kleines Stück nicht ganz verkohlt ist und deshalb etwas härter ist.
Hat das schon mal jemand probiert? oder wie macht ihr das?
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strohblume
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Re: Terra Preta

strohblume » Antwort #1032 am:

Hallo Besorg dir eine gebrauchten Messerhäcksler ,kein Walzenhäcksler der würde die Kohle zu fein mahlen.
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RosaRot
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Re: Terra Preta

RosaRot » Antwort #1033 am:

Kaffeemühle? Oder hast Du Riesenmengen?
(Ich brauche gelegentlich, beruflich, feines Holzmehl in überschaubarer Menge und habe dafür eine Kaffemühle.)
Viele Grüße von
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Enabran
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Re: Terra Preta

Enabran » Antwort #1034 am:

Ich glaube ein Messerhäcksler würde mir zu viel stauben...
Zu fein? geht das überhaupt? Ich habe eher gelesen, dass umso feiner -> umso besser.
Grobe Stücke will ich keine haben, da die Holzkohle angeblich 2000 Jahre braucht, um zu verrotten.
Ich mache derzeit 4 Konservendosen voll pro Tag.
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