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News: ... da ich eh alles bestäube und aussäe, was nicht bei 1,2,3 auf dem Baum ist, hoffe ich auf Blüten und Samen ... (michaelbasso)

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|17|6|Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher. (Konrad Adenauer)

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Autor Thema: Echinacea - Ernte  (Gelesen 7848 mal)

nicoffset

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Echinacea - Ernte
« am: 26. Februar 2010, 18:44:27 »

Hat jemand von euch schon mal Echinacea "geerntet"?
Wenn ja, was genau (Wurzeln, Blüten, Blütenblätter, Blätter), wann (Jahreszeit, bzw. vor/nach Blüte) und wozu?
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Suse

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #1 am: 27. Februar 2010, 15:33:58 »

Habe letztes Jahr Saatgut geerntet.
Und da Echinacea die Abwehrkräfte stärken soll, hab ich bei Zahnschmerzen mehrmals einen Samen auf den Zahn getan,draufgebissen und festgehalten. Es hat seltsam geprickelt und meiner Meinung nach geholfen.
In einem Buch stand, man kann die Blüten und Blätter und besonders die Wurzel heilsam nutzen.
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Liebe Grüße von Susanne

Gartenrot

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #2 am: 27. Februar 2010, 23:31:41 »

Man erntet die Wurzel, am Besten im 3. Jahr. Also Pflanze ausbuddeln, ein Stück Wurzel abstechen, Rest wieder einbuddeln. Die Pflanze ist somit nicht verloren.
Beste Erntezeit ist der Spätsommer oder früher Herbst.
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Das Leben ist eine Rutschbahn und dann stirbt man.        Homer Simpson

nicoffset

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #3 am: 28. Februar 2010, 07:50:37 »

Danke euch beiden!
Das mit den Blättern und Blüten habe ich auch schon gelesen, aber nur als Klammerbemerkung. Weiss jemand, wie die schmecken?

Warum erzeugt der Samen ein prickelndes Gefühl? Frage an die Biologen/Chemiker unter euch.

Wie wird die Wurzel weiter verarbeitet/genutzt? Getrocknet und dann gemahlen oder nur zerkleinert? Als Tee aufgebrüht oder in ein Yoghurt gemischt? Oder?
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Gartenrot

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #4 am: 28. Februar 2010, 23:42:38 »

Ich glaube, man sollte da etwas vorsichtig sein. Echinacea kann auch toxisch wirken. Kommt eben wie immer auf die Dosierung an. In der Apotheke kann man Pressaft aus Wurzeln kaufen. Frag doch lieber einen Apotheker Deines Vertrauens, wie man sowas selber machen kann. Vermutlich rät er Dir aber ab, da Du die Konzentration der Inhaltstoffe nicht bestimmen kannst.
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nicoffset

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #5 am: 01. März 2010, 19:29:13 »

Toxisch? Zu Hülf! Wieso sagt keines meiner Kräuterbücher etwas darüber? Schweigen sie sich darum über die Ernte so beharrlich aus? Immerhin wär ja dann das seltsame Geprickle bei Suse erklärbar ...
Herrschaftszeiten! Gibt's denn sonst niemanden hier, der schon mal selber geerntet/verarbeitet hat?
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macrantha

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #6 am: 01. März 2010, 19:39:22 »

Lass es lieber sein!
Ich habe vor kurzem erst auf einem Fehrnsehesender ( Bayern3, Mdr oder was in der Richtung) was über die Negativ-Folgen von pflanzlichen Präparaten gesehen. Eine Patientin hatte (vermutlich) von Echinacea-Tabletten (überdossiert) schwerste Vergiftungserscheinungen.
 
Mit Naturpräparaten ist nicht zu Spaßen (genauso wenig, wie mit den im Labor hergestellten medizinisch wirksamen Drogen), da die Wirkstoffkonzentration unbekannt ist und somit auch die richtige Dosierung!
Nur weil die Wirkstoffe in der Pflanze und nicht im Labor gebildet werden, sind sie nicht automatisch verträglicher. Digitalis-Präparate aus dem Labor sind für manchen herzkranken ein Segen, der Biss in eine Pflanze hingegen eher nicht :-X
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nicoffset

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #7 am: 01. März 2010, 19:53:36 »

Ach je. Dann lass ich es mal. Dabei hatte ich doch extra Echinacea in meinen Klostergarten gesetzt, um nicht die industriell gepressten Tabletten lutschen zu müssen. Besinn ich mich halt auf selbst gesammelte Hagebutten und Holunderblüten. Die sind wenigstens nicht toxisch. ;)
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Treasure-Jo

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #8 am: 01. März 2010, 20:03:47 »

Lass es lieber sein!
Ich habe vor kurzem erst auf einem Fehrnsehesender ( Bayern3, Mdr oder was in der Richtung) was über die Negativ-Folgen von pflanzlichen Präparaten gesehen. Eine Patientin hatte (vermutlich) von Echinacea-Tabletten (überdossiert) schwerste Vergiftungserscheinungen.
 
Mit Naturpräparaten ist nicht zu Spaßen (genauso wenig, wie mit den im Labor hergestellten medizinisch wirksamen Drogen), da die Wirkstoffkonzentration unbekannt ist und somit auch die richtige Dosierung!
Nur weil die Wirkstoffe in der Pflanze und nicht im Labor gebildet werden, sind sie nicht automatisch verträglicher. Digitalis-Präparate aus dem Labor sind für manchen herzkranken ein Segen, der Biss in eine Pflanze hingegen eher nicht :-X



...nicht nur als Chemiker kann ich Macrantha nur 100% zustimmen: keine Experimente mit Pflanzen,es sei denn Du hast ein erprobtes Verfahren, um Pflanzenwirkstoffe aufzuschliessen.

Bekanntes Zitat: All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ – Paracelsus.
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Jo

nicoffset

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #9 am: 01. März 2010, 20:13:21 »

Ihr habt mich ja überzeugt. Trotzdem frag ich mich schon, warum zur Hölle niemand in der Kräuterliteratur (jedenfalls die, die sich in meinem Bücherregal befindet) darauf hinweist. Bei anderen Verdächtigen wird ja nicht mit Vorsichts-Ausrufezeichen gespart (etwa beim Beinwell, um nur ein Beispiel zu nennen).
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Suse

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #10 am: 02. März 2010, 09:04:48 »

Ja, und warum in einem Buch, welches ich aus der Bücherei hatte, Echinacea in hundert Rezepten zum Selbermachen als heilsam beschrieben wurde?
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Waldfreund

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #11 am: 02. März 2010, 09:22:21 »

Weil es die Menge macht. In 3O kg Tomaten ist soviel Östrogen drin wie in der Pille. Also zur verhütung jeden tag 30kg Tomaten einbauen ;). Oder Himbeeren. Ein ganz toller Mix aus wirklich hochgiftigen Substanzen >:(. Das nennt man dann Aroma. Wenn du ca 120 kg Himbeeren auf nüchternen Magen einnimmst kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen und Durchfall. Kapiert? :D

Viele Rezepte sind einfach Erfahrungswerte. Beinwellwurzeln in Fett ausgezogen oder die berühmte Ringelblumensalbe, Arnika, Salbei, Huflattich oder kamille. All diese Pflanzen haben eine gute Wirkung bei richtiger und vernünftiger Anwendung. Oft heißt es, weniger ist mehr.
Wer eine Handvoll Tabletten einwirft, muß sich nicht wundern,wenn es ihm übel wird.
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Dunkleborus

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #12 am: 02. März 2010, 18:40:12 »

Manchmal weiss man etwas auch noch nicht so lange.
Bis vor kurzem galt Huflattich als harmlose Teedroge, inzwischen hat man kanzerogene und lebertoxische Bestandteile gefunden.
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Treasure-Jo

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #13 am: 02. März 2010, 19:27:54 »

...um mal noch etwas positives zu diesem Thema zu schreiben:

Echinaceae sind nicht giftig! (zumindest wenn man diese nicht in großen Mengen verspeist). Es gibt einige seriöse Bücher zur Verwendung von nordamerikanischen Pflanzen zu medizinischen Zwecken (z.B. Die Apotheke Manitous. Das medizinische Wissen der Indianer und ihre Heilpflanzen). Wenn man sich an diese Anleitungen hält, sollte nicht schief gehen.

Gruß

Jo
« Letzte Änderung: 02. März 2010, 19:28:20 von Treasure-Jo »
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Jo

nicoffset

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Re:Echinacea - Ernte
« Antwort #14 am: 02. März 2010, 19:30:56 »

Nun gut. Aufgeschreckt durch das böse Wort stöberte ich im Internet rum: Echinacea Presssaft könne bei intravenöser Injektion höchst unangenehme und schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen. Ansonsten würden sie sich in Grenzen halten, wenn es überhaupt welche gebe.
Da ich eh nicht davon ausging, den Presssaft selber herzustellen, geschweige denn ihn mir per Spritze zu verabreichen, kann ich ja jetzt wieder etwas beruhigter sein. Und Suse auch. ;)
Trotzdem wundert es mich, dass noch niemand einen Blätter-/Blütentee probiert hat. Ist das wirklich so?

Edit: Hat sich mit Treasure-Jos Antwort überschnitten.
« Letzte Änderung: 02. März 2010, 19:32:16 von krümel »
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