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Autor Thema: Wie macht man Lauberde?  (Gelesen 12569 mal)

Ismene

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Wie macht man Lauberde?
« am: 06. November 2004, 22:03:39 »

Sarastro sprach über die Cyclamen-Anzucht von Lauberde.
Das wollte ich schon immer mal fragen:
Wie macht man sie?
Habe nämlich Blätterberge von diversen Laubbäumen.

Was ist gut an Lauberde?
Zitat
Erde, die aus hohen Anteilen Laubkompost besteht, hat niedrige pH-Werte und eignet sich vor allem zum Mischen von Moorbeetsubstraten und für Preisel- und Heidelbeeren.

Aber da gibt es noch mehr. Meine gelesen zu haben, dass Lauberde früher noch ein richtig begehrter Grundstoff bei Staudenzüchtern war.

Folgendes fand ich:
Zitat
Schwer verrottbare Laubarten wie Eiche, Walnuss, Kastanie und Rotbuche zur nächsten Grüngutsammelstelle bringen.

Zitat
Das Laub sammelt man am besten separat und schichtet es in einem eigenen Kompostsilo auf. Ein wenig halb verrottete Erde eines anderen Komposts als Impfung daruntermischen. Das fördert die Vererdung. Dennoch dauert es über ein Jahr , bis der Laubhaufen richtig verrottet und ganz in Erde umgewandelt ist.
Link http://www.wdr.de/tv/daheimundunterwegs/service/garten/20030925.phtml

Auf Silo habe ich nicht so ne Lust und es geht wohl auch noch anders:
Zitat
Andererseits können Sie in einer Gartenecke einen Laubhaufen anlegen. Damit das Laub nicht wegfliegt, muss es zum Beispiel mit einer dickeren Schicht Erde abgedeckt werden. Der Laubhaufen sollte feucht gehalten werden
Zitat
Das Laub kann in einer zwei Meter breiten und 1,5 Meter hohen Miete auf dem Boden oder in einem möglichst selbst gebauten Korb aus Drahtgeflecht kompostiert werden.

http://www.abfallberatung.de/B_nie/leer/aktuell/laub.htm
Gut verrottbar:
Zitat
Weidenlaub und das Laub von Akazien , Eschen, Linden oder Birken vergehen am Schnellsten.
Akazien? Meinen wohl Robinien.
Auch gut verrottbar: Erle, Linde, Eberesche, Haselnuss

Schwer verrottbar: Eiche, Kastanie, Pappel, Walnuss.

Jetzt hab ich so viel zitiert, aber wollte doch schon wissen, ob jemand von Euch Erfahrung gesammelt hat.
Bin gaaaanz neugierig!


 
 



« Letzte Änderung: 06. November 2004, 22:04:42 von Ismene »
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"Man muss nicht das Licht des anderen ausblasen, um das eigene leuchten zu lassen." Griechisches Sprichwort

Equisetum

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #1 am: 07. November 2004, 21:57:55 »

Hallo Ismene,
Marie Luise Kreuter schreibt dazu in ihrem Buch "Der Bio-Garten":
Laubblätter - möglichst von verschiedenen Baumarten - werden gut vermischt. Ein wenig Grünzeug, zum Beispiel Brennesseln, kann mit den Blättern vermengt werden. Zwischen 30 cm hohe Laubschichten streut der Gärtner Kompost oder Steinmehl und einen tierischen Dünger (ewas Mist oder Horn-, Blut-, Knochenmehl). Ein Kompostbeschleuniger ist empfehlenswert. Im Frühling wird die stark zusammengefallene Mischung umgesetzt. Ein paar Monate später (je nach Witterung) ist sehr gute, dunkle Erde entstanden.
Halbverrottetes Laub eignet sich hervorragend zum Mulchen. Laubkompost, der ohne Kalk angesetzt wurde, kann für Rhododendren und Azaleen verwendet werden. Auch Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren gedeihen gut in diesem milden, schwachsauren Humus.
Stark gerbsäurehaltige Blätter von Nußbäumen und Eichen dürfen nur in kleinen Mengen unter gemischtes Laub gestreut werden. Sie verrotten schwer und sind schwierig zu kompostieren.

Viele Grüße

Equisetum
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Es lebe der Wandel

Iris

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #2 am: 07. November 2004, 22:40:10 »

Zitat
Schwer verrottbare Laubarten wie Eiche, Walnuss, Kastanie und Rotbuche zur nächsten Grüngutsammelstelle bringen.
Finde ich nicht. Ich benutze gerade dieses Laub äußerst gerne zur Abdeckung meiner etwas empfindlicheren Schattenstauden. Wenn du z.B. mal Leberblümchen und Märzenbecher, sowie Aronstab an einem ihrer Naturstandorte besuchst, so wirst du feststellen, dass die jeden Herbst von Buchenlaub überschüttet werden (Bild unten). Dass es nicht ganz so flott verrottet, kann ein winterschutztechnischer Vorteil sein!

Ich lege auch keine "klassischen" Laubhaufen an, oder tue das gute Laub gar auf den Kompost. Ich verteile es liebevoll auf meine besonders schützenswerten Raritäten und freue mich an dem ungepflegten Waldsaumambiente 8).

Zitat
Laubkompost, der ohne Kalk angesetzt wurde, kann für Rhododendren und Azaleen verwendet werden.
Vorsicht: ich habe gelesen, dass einige Bäume "Kalk" im Laub ansammeln können, der dann auch beim Verrotten noch in der Erde ist (ist ja klar). Dies wäre angeblich z.B. bei Birken der Fall, wenn sie auf stark kalkreichen Böden stünden. Ich glaube, bei Buchen wurde das auch erwähnt, aber da bin ich nicht mehr sicher. Bei einem "Übergewicht" an verrottetem Laub solcher Bäume, könnte die resultierende Erde im Falle eines Standort dieser Bäume auf kalkreichen Böden dann doch einen gewissen Kalkgehalt aufweisen, der sie für die Kultur von Moorbeetpflanzen ungeeignet erscheinen läßt...

Liebe Grüße,
Iris

P.S.: Schönes Quercus-frainetto-Blatt, was du da gesammelt hast, Ismenchen :)! (P.S: War heute wieder im ökologisch-bot. Garten Bayreuth und habe mit Freude erfahren, dass der gute Leiter Hr. Dr. Aas über Eichen promoviert hat. Daher die vielen tollen Eichen. Werde ich sicher immer mal wieder ein paar Neuigkeiten im ultimativen Thread schreiben, wenn ich da öfter bin :)).
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Was juckt es die Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt?

Iris

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #3 am: 07. November 2004, 22:42:42 »

Und hier sieht man ganz genau, dass es sich um Buchenlaub handelt ("mein" Märzenbecherwald besteht hauptsächlich aus Buchen), unter welchem die Märzenbecher und (nicht auf dem Foto) Leberblümchen sowie Arum und Asarum sich den Winter über verstecken und aus dem sie im Frühjahr ihre Blüten und Blätter recken.

Grüße,
Iris
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cimicifuga

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #4 am: 07. November 2004, 22:52:08 »

Ich verwende jedes Laub im Schattenbeet - auch Magnolie, Eiche und Walnuss - Buche sowieso. Könnte nicht behaupten, dass das zeug langsam verrottet ::)
halte ich für eines dieser gerüchte, die immer ungeprüft weitergesagt werden. :P
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Iris

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #5 am: 07. November 2004, 23:13:51 »

Alles ist relativ. Wenn du einen Haufen mit Buchenlaub oder gar Walnusslaub neben einen Haufen mit Lindenlaub legst, wirst du schnell sehen, was schneller weggefuttert wurde. Würde ich auch so machen ;).
Nacht,
Iris
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knorbs

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #6 am: 07. November 2004, 23:40:27 »

ismenchen...nimm alles was du kriegen kannst und lass es einmal durch den häcksler...so mach ich das...allerdings ist bei mir auch immer astzeugs dabei, weil soviel anfällt. keine weiteren zutaten. ich lasse die haufen dann einfach in einer ecke des garten vor sich hinrotten (ca. 1-2 jahre) und wenn ich spezielle erden mische, siebe ich mir das passende heraus. lass dir nix einreden von wegen schwer verrottbar...ich habe mal eichenlaub richtig ordentlich auf eine pflanzung geschüttet...das war innerhalb einer saison verschwunden.

und wenn du das zerhäckselte laub direkt auf die beete gibst, dann kannst du dich über viele verschiedene pilze im herbst freuen 8) ...so z.b. wie dieser hübsche namenlose bläuling.

norbert
« Letzte Änderung: 07. November 2004, 23:40:58 von knorbs »
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z6b
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fisalis

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #7 am: 08. November 2004, 09:43:22 »

Laub lass ich wenn immer möglich an ihrem Original-Fallort liegen. Was von Wegen oder Zufahrten zusammengewischt wurde (auch von Nachbars), kommt als Abdeckmaterial in Beete. Nur einen kleinen Teil mische ich unter das übliche Kompostmaterial, auch Nuss und Eiche.

Aber die Frage war ja, wie man Lauberde herstellt. Entsprechend meinen Komposterfahrungen würde ich das Laub mit genügend Grünzeug (z.B. Rasenschnitt, Jätausbeute) und ebenfalls mit genügend (feinem) verholztem Material (Strauchschnitt) mischen und immer feucht halten, ab und zu umsetzen, und dann nach etwa einem Jahr bei Bedarf sieben.
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zimtzicke

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #8 am: 08. November 2004, 12:05:55 »

Und wenn man bespielsweise Eichenlaub, dass ich auch in rauhen Mengen habe, in Gemüsebeete einen halben Spatenstich tief einarbeitet (in unseren märkischen Sandboden) und obendrauf noch den Winter über mit Stroh mulcht evtl. auch mit von Kaninchen und Meersäuen angereichertem Stroh, dann müsste das doch im Frühjahr eine prima Mischung sein, oder ::). Muss ich mal ausprobieren. Und ist dann doch bestimmt auch eine Art Lauberde
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Pimpinella

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #9 am: 17. April 2005, 21:50:54 »

Ich habe gelesen, dass man Laub, wenn man keinen Platz für einen extra Laubkomposter hat, einfach in eine schwarze Mülltüte geben kann, die man zubindet, durchlöchert und gut feucht hält. Nach 1-1 1/2 Jahren hat man beste Lauberde.

Natürlich habe ich diese Fauler-Sack-Methode gleich ausprobiert, und sie hat prima funktioniert.
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Mufflon

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #10 am: 03. Mai 2005, 08:05:14 »

Moin!
Also das mit den schwer verrotbaren Walnussblättern kann ich nicht bestätigen- was im Herbst von meinen beiden Nussbäumen fällt, ist im Frühjahr weg.
Was mir aber echt Kopfweh macht, sind die Platanen, die von der Stadt längst der Strasse gepflanzt wurden.
Wir hatten mal ein Blatt im Kompost, mit Jahreszahl in Edding draufgeschrieben. Nach fünf Jahren war das Teil nahezu unbeschadet immer noch da- es wurde bei jeden umsetzen wider reingeschmissen.
Irgendwann war es dann doch weg.
Wir haben jedes Jahr rund 200 Stk. 120l- Säcke mit Platanenlaub ::)

Und ich hätte so gerne Laubkompost.

LG
Mufflon
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Equisetum

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #11 am: 03. Mai 2005, 09:27:43 »

Hallo Mufflon,
hast Du denn Platz für einen Laubkompost? Dann mach doch mal einen Versuch mit Platanenlaub mit einer Mischung, die von der Schweizer Kompostberatung empfohlen wird. Die Seite empfehle ich übrigens sehr gerne, nicht nur, weil die Kompostierung dort so gut erklärt wird, sondern auch, weil man auch einiges über die Schweizer erfährt.
Da heißt es, man nehme 50% Laub, 30% strohigen Mist und 20% Häcksel. Ich nehme mal an, die meinen Gewichtsanteile nicht Volumenanteile. Das muß dann ggfs. noch angefeuchtet werden. Ist übrigens nicht zu unterschätzen, meine Komposte waren früher immer zu trocken. Jetzt geht es ratz, fatz, fertig! ;)
Ich würde das Laub vor dem kompostieren auch nochmal ausstreuen und ein paarmal mit dem Rasenmäher drüberfahren, damit es aufgebrochen wird und nicht so viel Platz wegnimmt.
Falls Du Dich zu einem Versuch entschließt, würden mich Deine Erfahrungen sehr interessieren.

Equisetum
« Letzte Änderung: 03. Mai 2005, 09:30:39 von Equisetum »
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Es lebe der Wandel

Mufflon

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #12 am: 03. Mai 2005, 18:11:45 »

Vielen Dank für den Link, Equisetum :D!
Der ist echt klasse!!
Platz hab ich genug, mein Garten ist für duisburger Verhältnisse recht groß, 17m x26m ist das Grundstück, Garten in U- Form ums Haus- übrigens noch nicht wirklich vorzeigbar :-\.

Ich schau mal ob ich mit dem "Rasenmäher- Mann" (Onkel im 1. Geschoss) reden kann- wenn der mitspielt, mach ich im Herbst einen Versuch. Über den würde ich dann auch berichten.

Grüße,
Mufflon
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carola.

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #13 am: 23. September 2005, 10:17:56 »

Ich habe gelesen, dass man Laub, wenn man keinen Platz für einen extra Laubkomposter hat, einfach in eine schwarze Mülltüte geben kann, die man zubindet, durchlöchert und gut feucht hält. Nach 1-1 1/2 Jahren hat man beste Lauberde.

Natürlich habe ich diese Fauler-Sack-Methode gleich ausprobiert, und sie hat prima funktioniert.

Ich möchte dieses Jahr auch die "Fauler-Sack-Methode" ausprobieren.
Bei mir fällt wahnsinnig viel Laub an. Die Bäume gehören nicht mal mir, sondern der Gemeinde. Normalerweise müssen wir spezielle Laubsäcke bei der Gemeinde kaufen ::) und diese werden dann gefüllt abgeholt.
Pro Jahr kommen ca. 40 große Säcke zusammen.
Kann mir jemand sagen, wie ich die Laubsäcke am besten lagere?
LG
Caro
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carola.

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Re:Wie macht man Lauberde?
« Antwort #14 am: 23. September 2005, 21:31:19 »

Wieso antwortet mir niemand?

Können die Säcke draußen liegen bleiben? Vorzugsweise sonnig oder lieber schattig?

LG
Caro
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