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Autor Thema: Hummelsaison 2010  (Gelesen 4064 mal)

birgit.s

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Hummelsaison 2010
« am: 27. März 2010, 21:38:50 »

Seit 3 Tagen suchen bei uns die Hummelköniginnen nach Nistgelegenheiten. Bis jetzt habe ich Dunkle Erdhummel, Baumhummeln und Wiesenhummeln gesehen.

Heute haben wir dann versucht zwei Königinnen anzusiedeln, beide haben das Nest circa 20 Minuten begutachtet und haben einen Orientierungsflug gemacht. Eine ist sogar schon zurückgekehrt.

Wir haben in diesem Jahr 2 neue Nistkästen in über 2m Höhe angebracht und hoffen das sich darin Baumhummeln selbst ansiedeln.

Probiert es sonst noch jemand in diesem Jahr mit Nistkästen?

Gruß Birgit
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Karin L.

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #1 am: 28. März 2010, 06:33:09 »

Guten Morgen,

nein Hummelnistkästen habe keine, machst du die selber?
Ich ärgere mich schon über mein Insektenhotel, das wird nicht bezogen, aus welchen Gründen auch immer. Dazu möchte ich mir jetzt noch Lehm besorgen.

Im übrigen habe ich heuer noch nicht eine einzige Hummel gehört oder gesehen, obwohl es letzte Woche so warm war.

Liebe Grüße
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birgit.s

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #2 am: 28. März 2010, 11:11:02 »

Die meisten unserer Kästen sind Holzbetonnistkästen von Schwe**er, allerdings haben wir die Kästen mit neuen Vorbauten versehen.

Die neuen Kästen sind aus Holz, diese hab ich bei E**y gekauft und dann haben wir sie umgebaut. Mit einem Vorbau versehen, so das jetzt auch Mottenklappen vorhanden sind.

Das bei den Kästen mitgelieferte Nistmaterial war meiner Meinung nach unbrauchbar. Wir kleiden alle Kästen mit Pappkartons aus und füllen sie bis zum Flugloch mit staubfreier Kleintierstreu auf, damit die von den Nestern abgegebene Feuchtigkeit aufgesogen wird. Dann kommt noch Posterwaolle in die Nistkästen.

Gruß Birgit
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Betty

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #3 am: 28. März 2010, 11:41:57 »

Hallo Birgit,
letztes Jahr kaufte ich mir einen Hummelkasten, der freundliche Herr aus dem Taunus hatte ihn mir sogar gleich mit Streu und Polsterwolle bestückt:



Im Nachhinein stellte sich heraus, daß ich diesen hölzernen Innenkasten gar nicht gebraucht hätte, er war auch nur anfangs zur besseren Wärmedämmung gedacht und sollte nach einiger Zeit entfernt werden.




Das Hummelvolk entwickelte sich gut und ich konnte es den ganzen Sommer lang beobachten. Nach einer Weile war ein Blick in den Nistkasten nur noch mit äußerster Vorsicht möglich, denn das Volk hatte einige 'Wächter', dieser hier zeigt durch sein erhobenes Mittelbein sehr deutlich, daß er sein Nest verteidigen wird.



Nachdem ich letzte Woche in unserem Garten mehrere suchende Erdhummelköniginnen beobachten konnte, teilweise sogar genau an der Stelle, an dem letztes Jahr der Hummelkasten stand, richtete ich ihn wieder her. 2 Tage später ist eine Königin eingeflogen.

Gruß
Bettina



« Letzte Änderung: 28. März 2010, 11:43:01 von Betty »
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birgit.s

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #4 am: 28. März 2010, 16:49:15 »

Rückkehrer hat man immer mal wieder :D Sehr viel bei Steinhummeln, sehr wenig bei Gartenhummeln :-\ Ich warte dieses Jahr auch noch, gerade auf die Steinhummeln, die sehe ich auch noch garnicht fliegen.

Bisher habe ich Wiesen-, Garten-, Baum- und Dunkle Erdhummeln gesehen.

Gruß Birgit
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Wassernixe

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #5 am: 29. März 2010, 17:52:53 »

Hallo,
ich habe heute einen Blumentopf aus Ton mit dem Topfboden (Loch) nach oben halb in die Erde gesetzt. Möchte damit Erdhummeln ein Heim bieten. Hatte mal gehört, dass man das so machen kann.
Ist das richtig so - hat hier jemand Erfahrung damit?

LG
Wassernixe
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birgit.s

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #6 am: 29. März 2010, 21:44:30 »

Einige Überlegungen zur Blumentopfmethode.

Viele Hummeln sind Nestbezieher (wie die Erdhummeln), das heißt die Hummeln beziehen Mäusenester. Eine Maus legt ihr Nest so an, das es in der Regel nicht voll Wasser läuft und sie trägt Nestmaterial ein, damit sie es warm und gemütlich hat.

Buddelt man einen Blumentopf ein, kann man die Drainage meistens nicht gewährleisten und es fehlt Nistmaterial. Legt man Nistmaterial in den Topf tropt Regenwasser aus dem obliegenden Loch darauf und das Material saugt sich voll. Alles in allem keine guten Bedingungen. Außerdem reicht der Brutraum für Erdhummeln nicht aus und schlecht isoliert ist das Ganze auch noch.

Es letzter Punkt sollte man sich bei Hummeln über Wachsmottenschutz gedanken machen, auch dieses bietet ein Blumentopf nicht.

Gruß Birgit

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max.

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #7 am: 29. März 2010, 21:59:31 »

ich verstehe die logik nicht:
ein mäuseloch hat den vielfachen durchmesser eines blumentopfabzugslochs. deshalb kann auch nur ein bruchteil der mäuseloch-regenmenge in einen blumentopf einlaufen.
aber viel wichtigerals alle gutgemeinten künstlichen nisthilfen für insekten wäre es, im garten für geeignete lebensverhältnisse zu sorgen. dann erübrigen sich nisthilfen.
 
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birgit.s

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #8 am: 29. März 2010, 22:09:29 »

Bei einem Mäusebau befindet sich aber kein Loch senkrecht über dem Nistmaterial, das Regenwasser versickert auf dem Weg zum Nest.

Gruß Birgit
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max.

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #9 am: 29. März 2010, 22:16:08 »

das stimmt, falls das nest in sandboden angelegt ist. in bindigeren böden läuft das regenwasser ungehindert durch.
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birgit.s

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #10 am: 29. März 2010, 22:53:52 »

Eine Maus hat ihre Nistkugel erhöht liegen, denn auch junge Mäuse können in einem feuchten Nest nicht überleben.

Hummeln welche Nester beziehen, verweben die darin enthaltenen Tierhaare zu einer Nistkugel. Deshalb legt man Polsterwolle in die Nisthilfen, wird dieses Material naß, bleibt es in der Kuppel nass. Das für ein Nest in jedem Stadium gefährlich. Die Königin formt aus dem Material eine Kugel und trocknet das Material mit ihrer Körperwärme und bebrütet das Nest, braucht sie wegen vermehrter Feuchtigkeit mehr Energie muß sie öfter ausfliegen um Nektar zu sammeln. Wird das Nest einmal durchdringend nass, geht die Brut wegen das Temperaturabfalles ein.

Wird ein weiter entwickeltes Nest nass und es gelingt den Arbeiterinnen es wieder zu trocknen, ist es trotzdem massiv durch Schimmel gefährdet usw.

Für viele Hummelarten wäre es das Beste, wenn man viele Mäuse ansiedelt, weil diese für perfekte Nistbedingungen sorgen ....

Gruß Birgit
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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #11 am: 30. März 2010, 19:44:37 »

danke für die info, birgit.
was die zahl der mäuse betrifft: ich habe den eindruck, daß das vielleicht auch vom boden abhängt. in meinem sandigen garten gibt es trotz reichlichem nahrungsangebot nur wenige mäuselöcher, der lößboden meines weinbergs ist von ihnen vollkommen durchlöchert.
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Wassernixe

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #12 am: 30. März 2010, 19:55:24 »

Hallo,
auch ich möchte mich bedanken für die Ausführungen zu meiner Frage.
Eines nur noch, ich hatte den Topf schräg eingesetzt, damit es nicht direkt senkrecht reintropft.
Mäuse gibt es bei uns im Garten....dann überlasse ich mal alles sich selbst.
Bin nur auf die Idee mit dem Topf gekommen, da ich in den letzten Tagen so viele Hummelkönigen auf der Suche nach Unterkunft fliegen sah.

LG
Wassernixe
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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #13 am: 19. April 2010, 22:41:58 »

Die Zeit der suchenden Königinnen geht langsam vorbei und bei dem ersten Nest fliegen die Arbeiterinnen. Heute haben wir deshalb die ersten Mottenklappen bei einem Baumhummelnest eingehängt.

@Betty
Hat deine Erdhummelkönigin es geschafft?

Hat sonst noch jemand Hummelköniginnen beobachtet?

Gruß Birgit
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Suse

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Re:Hummelsaison 2010
« Antwort #14 am: 20. April 2010, 08:04:27 »

Seit 3 Jahren habe ich einen Hummelkasten, es hatte nie geklappt. Dieses Jahr hab ich nun eine Königin eingefangen und eingesetzt, die eindeutig ein Nest suchte.Trotz der gewissen Hektik, die ich dabei verbreitete, scheint sie das neue Heim akzeptiert zu haben.
Sie hat sich genau, wie im Buch beschrieben verhalten:
Nach etwa 15 Minuten kam sie aus dem kleinen Seiteneingang heraus,schwebte kurz vor dem Nest und prägte sich den Eingang ein, dann flog sie nach rechts, nach links, immer höher, dann auch kreisend.

Bisher hab ich noch nichts weiter gesehen, aber es gibt jetzt für sie auch sicher viel zu tun.
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Liebe Grüße von Susanne
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