News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10 (Gelesen 4515 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR

Antworten
Benutzeravatar
lerchenzorn
Beiträge: 18593
Registriert: 4. Apr 2008, 22:21

Alles in den Sand gesetzt

Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

lerchenzorn »

Als erstes nach der Schneeschmelze fiel mir auf:Omphalodes cappadocica (ein Klon von der Schwarzmeerküste) hat schwer gelitten. Es sind nur wenige schwache Stöcke übrig. Vor allem die Mutterpflanze war nur noch ein strunkig-matschiges Etwas. Die Sorte "Starry Eyes" dagegen ist entweder toleranter gegenüber unseren Wintern oder die beiden jungen Pflänzchen, die ich im letzten Jahr auf der Freundschaftsinsel erworben habe, hatten einfach Glück. Sie stehen hervorragend da, nur einen Meter neben den Leichen der anderen.Sonst gibt es sehr wenige Schäden. Cistus laurifolius und Cistus x "Grayswood Pink" (alles zweijährige Pflanzen aus eigener Aussaat) haben wohl fast nur im geschützten kalten Haus überlebt. Der Schnee hat draußen besonders die Stämmchen niedergedrückt und zermürbt. Die Rinde ist zersplissen.Choisya ternata (es scheint "Sundance" zu sein) habe ich ins kalte Haus genommen - immer leicht über Null. Den einen Topf hatte ich auf einer ungeheizten Veranda vergessen und er hat an Kälte alles abbekommen, was dieser Winter hergab, bis an die -20°C. Er sieht scheußlich aus, scheint aber zu leben. Die äußeren Blattbüschel sind frisch. Ich habe ihn jetzt im Freiland ausgepflanzt.
Pewe

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

Pewe » Antwort #1 am:

Zum allerersten Mal haben die Bronzefenchel den Winter (-20°) überstanden und treiben schön aus. Letztes Jahr hatte ich sie erstmalig in ein Kiesbett unter einer ehemaligen Auffahrt gepflanzt. Dabei bleibe ich.
raiSCH
Beiträge: 8002
Registriert: 29. Mär 2009, 22:22
Region: Münchner Schotterebene
Höhe über NHN: 565
Bodenart: lehmig über Kies
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

raiSCH » Antwort #2 am:

Choisya ternata (es scheint "Sundance" zu sein) habe ich ins kalte Haus genommen - immer leicht über Null. Den einen Topf hatte ich auf einer ungeheizten Veranda vergessen und er hat an Kälte alles abbekommen, was dieser Winter hergab, bis an die -20°C. Er sieht scheußlich aus, scheint aber zu leben. Die äußeren Blattbüschel sind frisch. Ich habe ihn jetzt im Freiland ausgepflanzt.
Wie schon im "Arboretum" berichtet, hat Choysia ternata 'Aztec Pearl' in 2 m Größe draußen vor der Veranda ohne jeglichen Schaden an Trieben und Blättern den Winter überstanden und zeigt schon Blütenknospen.Das ist offenbar die winterhärteste Sorte.
Benutzeravatar
Danilo
Beiträge: 6709
Registriert: 2. Dez 2009, 00:14
Wohnort: Freiburg
Region: Barnim|7a & Breisgau|8b
Bodenart: jeweils Betonlehm :P
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Convolvulo-Agropyrion

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

Danilo » Antwort #3 am:

Ein Ausfall, den ich einkalkuliert hatte, war Carex testacea, da ich diese, unvernünftig wie ich bin, im Herbst gepflanzt habe, was eben ein Risiko ist. Hingegen haben alle anderen Herbstpflanzungen, darunter noch andere empflindliche Gräser und Astern überlebt und treiben munter aus. Sonst keinerlei Ausfälle von Stauden der Kategorien Z7 und höher. Keine Verluste in den grenzwertigen Gattungen wie Gaura, Asphodeline, Stipa, Gladiolus, Crocosmia, Artemisia, Muhlenbergia, Ceanothus, Vitex.Einen völlig unerwarteten Abgang gab es trotzdem: Es hätte so viele andere Storchschnäbel treffen können, wie die empflindlichen jungen G. psilostemon -Hybriden, aber erwischt hat es ausgerechnet eine drei Jahre alte 'Rozanne'. 'Jolly Bee' treibt bei gleichen Standortbedingungen hingegen gesund aus. Dieser Ausfall ist bisher noch nicht aufgeklärt und bedarf der Ursachenforschung. :-\
raiSCH
Beiträge: 8002
Registriert: 29. Mär 2009, 22:22
Region: Münchner Schotterebene
Höhe über NHN: 565
Bodenart: lehmig über Kies
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

raiSCH » Antwort #4 am:

Einen völlig unerwarteten Abgang gab es trotzdem: Es hätte so viele andere Storchschnäbel treffen können, wie die empflindlichen jungen G. psilostemon -Hybriden, aber erwischt hat es ausgerechnet eine drei Jahre alte 'Rozanne'. 'Jolly Bee' treibt bei gleichen Standortbedingungen hingegen gesund aus. Dieser Ausfall ist bisher noch nicht aufgeklärt und bedarf der Ursachenforschung. :-\
Das ist wirklich seltsam und wohl nicht auf den Winter zurückzuführen; bei mir treiben alle Geranium aus, natürlich auch 'Rozanne'.
Benutzeravatar
fars
Beiträge: 14750
Registriert: 23. Sep 2005, 21:45

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

fars » Antwort #5 am:

Wie schon im "Arboretum" berichtet, hat Choysia ternata 'Aztec Pearl' in 2 m Größe draußen vor der Veranda ohne jeglichen Schaden an Trieben und Blättern den Winter überstanden und zeigt schon Blütenknospen.Das ist offenbar die winterhärteste Sorte.
Bei mir scheint A.P. ebenfalls überlebt zu haben, wenn auch ziemlich lädiert.
Benutzeravatar
Danilo
Beiträge: 6709
Registriert: 2. Dez 2009, 00:14
Wohnort: Freiburg
Region: Barnim|7a & Breisgau|8b
Bodenart: jeweils Betonlehm :P
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Convolvulo-Agropyrion

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

Danilo » Antwort #6 am:

bei mir treiben alle Geranium aus, natürlich auch 'Rozanne'.
Nun, ganz soweit ist es hier noch nicht. Immer recht spät treiben hier unter anderem G. maculatum, G. renardii (nur 'Terre Franche'), G. sylvaticum, G. palustre, G. yesoense. Diese haben aber alle gesunde Überdauerungsknospen. Dagegen zeigte 'Rozanne' diese Verrottungserscheinung, wie riegelrot sie beschrieb. Vielleicht handelt es sich um einen unter dem Schnee aktiv gewordenen Pilz. An Altersschwäche ist das Ding ja sicher nicht gestorben.
Benutzeravatar
pearl
Beiträge: 44088
Registriert: 28. Aug 2006, 16:09
Kontaktdaten:

Weinbauklima im Neckartal

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

pearl » Antwort #7 am:

es ist noch zu früh um es genau beurteilen zu können. Einige Bartirissämlinge sind matschig und auch die Bartiris, die ich im Herbst versucht habe in Tontöpfen unterzubringen, aus Zeitgründen, hat es schwer zerbröselt. Nicht empfehlenswert, das Verfahren.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
Benutzeravatar
lerchenzorn
Beiträge: 18593
Registriert: 4. Apr 2008, 22:21

Alles in den Sand gesetzt

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

lerchenzorn » Antwort #8 am:

Küchensalbei (breitlaubig) scheint komplett vernichtet. Werd sehen, ob aus dem Grund noch irgendwo etwas wiederkommt.Sisyrinchium macrocarpon ist zerfault. Ich hatte keine Kopie angelegt. Schade drum. Die Samen waren gekeimt, aber die Zwerge auch wieder umgefallen. Ich hätte sie ins Warme hinein säen sollen und nicht im Herbst.
Pewe

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

Pewe » Antwort #9 am:

Auch Campanula pyramidalis und Podophyllum 'Spotty Dotty' haben die -20° überstanden. :D
Benutzeravatar
Staudo
Beiträge: 36028
Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
Wohnort: Südbrandenburg
Höhe über NHN: 84
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

Staudo » Antwort #10 am:

Santolina rosmarinifolia hat übrigens eine vergleichbare Winterhärte wie Salbei und Thymian. ;)
Gestern habe ich entdeckt, dass unsere getopften Santolina rosmarinifolia ebenso wie fast alle älteren Salvia-officinalis- und Thymus-vulgaris-Pflanzen tot sind. Diesen Klon vermehre ich seit über 20 Jahren. Das gab es noch nie.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Benutzeravatar
wallu
Beiträge: 5795
Registriert: 7. Dez 2007, 16:58
Höhe über NHN: 200 m
Bodenart: Flache Humusauflage auf Tonschiefer
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

wallu » Antwort #11 am:

Meine Salvia officinalis stehen alle ohne Schäden da (wurden 1992 aus Samen gezogen und sind mit die ältesten "Eigengewächse" im Garten). Bei Cistus laurifolius sind ein paar Triebenden und Blätter braun, ansonsten sieht es gut aus. Die Santolinas sind zum Teil zurückgefroren, aber sonst wohlauf.Und gerade habe ich jede Menge fidele Lavendel-Sämlinge entdeckt (haben sich selbst ausgesät); die hat wohl die Schneedecke geschützt.Ansonsten heißt es abwarten.....
Viele Grüße aus der Rureifel
Benutzeravatar
June
Beiträge: 2837
Registriert: 19. Apr 2006, 21:02
Kontaktdaten:

Ich bin gartensüchtig!

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

June » Antwort #12 am:

Rozanne hat es hier wieder geschafft, die zeigt schon eindeutige Austriebstendenzen. Ist ja an und für sich nicht unbedingt die schnellste. Riversleum Mavis Simpson kommt auch wieder, aber die wird von Jahr zu Jahr kleiner..was sagen die Fachleute, soll ich sie vielleicht rausnehmen und umpflanzen? Letztes Jahr hatte sie auch kleinere Blüten.Bisher zeigt einer meiner Rittersporne kein Lebenszeichen, auch sylvaticum Amy Doncaster (Geranium) ist scheinbar verschwunden.
June

"Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden." Karl Foerster
Benutzeravatar
Danilo
Beiträge: 6709
Registriert: 2. Dez 2009, 00:14
Wohnort: Freiburg
Region: Barnim|7a & Breisgau|8b
Bodenart: jeweils Betonlehm :P
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Convolvulo-Agropyrion

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

Danilo » Antwort #13 am:

Bisher zeigt einer meiner Rittersporne kein Lebenszeichen, auch sylvaticum Amy Doncaster (Geranium) ist scheinbar verschwunden.
Hm, die Delphinium elatum-Hybriden haben hier alle schon 20cm hohes Blattwerk, von Geranium sylvaticum ist allerdings hier auch noch nichts zu sehen, die Knospen noch unter der Erde, da würde ich noch abwarten.Deine Beschreibung von 'Mavis Simpson' klingt so, als könnte die Gute eine Verjüngung bzw. neue Aufpflanzung wirklich vertragen.
Pewe

Re:Ausfälle und positive Überraschungen nach dem Winter 2009/10

Pewe » Antwort #14 am:

Bisher zeigt einer meiner Rittersporne kein Lebenszeichen, .....
Die Lebenszeichen haben möglicherweise die Schnecken gefressen. Besser ist es, die Ritter nächtens abzudeckeln. Später Austrieb ist aber auch möglich. Habe mich heute gerade über einen gefreut, der andeutungsweise doch noch etwas Grün gezeigt hat. Von mm- bis 20 cm-Bereich ist hier alles dabei. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Antworten