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News: Ich kann mir einen verzinkten Garten auch nicht so hübsch vorstellen  (Zitat aus einem Fachthread bei garten-pur)
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26. März 2019, 13:25:15
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Autor Thema: Akebia quinata  (Gelesen 339 mal)

kaliz

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Akebia quinata
« am: 09. September 2018, 15:29:43 »

Dieses Wochenende hab ich erstmals Früchte von meiner Akebia quinata geerntet und nachdem die Früchte wohl recht unbekannt sind möchte ich Euch gerne davon berichten.




Die Pflanze an sich ist eine starkwüchsige immergrüne Kletterpflanze mit zarten fünfgliedrigen Blättern die die Pflanze im zeitigen Frühjahr nach und nach durch frische Blätter ersetzt ohne dabei jemals kahl zu werden. Ende April/Anfang Mai gibt es Blüten die je nach Sorte von weiß über zartrosa bis hin zu dunkelviolett sein können. Die Blüten duften intensiv fruchtig-süß. An jeder Pflanze gibt es zwei komplett unterschiedliche Arten von Blüten, männliche und weibliche. Trotzdem sind die Pflanzen selbststeril und benötigen eine zweite Sorte für die Befruchtung. Bei mir im Garten stehen die Sorten Alba und White Chocolate.








Bei erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich aus den lustigen Würsteln in der Mitte der weiblichen Blüten bald kleine Früchte.




Die kleinen Früchtchen wachsen ziemlich flott zu großen Früchten heran.




Bei Reife öffnen sie sich der Länge nach.








Die Früchte lösen sich nur schwer von der Pflanze. Sie bestehen aus einer fleischigen Fruchthülle die eine weiche Fruchtpulpe mit zahlreichen Samen umschließt.
Die Fruchtpulpe ist sehr süß und cremig mit einem Hauch Vanille. Vom Geschmack her erinnert sie mich an Inga edulis, allerdings mit etwas mehr Eigengeschmack. Die zahlreichen Kerne spuckt man am Besten aus nachdem man sie abgelutscht hat. Sie sind sehr ölhaltig und bitter wenn man rein beißt. Angeblich kann man daraus ein gutes Speiseöl pressen.
Ich frage mich ob es geschmacklich Unterschiede zwischen den Sorten gibt. Bei mir sind bis jetzt nur Früchte einer Sorte reif.
Die Fruchthüllen schmecken roh sehr bitter. Man kann sie aber eine halbe Stunde bis Stunde in Wasser einlegen um die Bitterstoffe auszuwaschen und dann anbraten. Sie haben allerdings nicht sonderlich viel Eigengeschmack und die Schale bleibt bitter, also vielleicht vorher noch schälen und gut würzen. Im Internet findet man Rezepte für eine Akebia in Terriyakisauce (war ganz okay, schmeckt aber vermutlich besser wenn man Zucchini statt Akebia nimmt) und Akebia mit Fleischfüllung.
Aus den Blättern der Pflanze kann man angeblich Tee zubereiten. Das hab ich aber noch nicht probiert. Aus den zahlreichen Samen wird empfohlen Keimsprossen zu machen und zu essen. Das muss ich noch probieren.
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NaDeWe

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Re: Akebia quinata
« Antwort #1 am: 19. März 2019, 10:25:48 »

Wir haben die Klettergurke in unsere engere Wahl für dieses Jahr genommen (nach dem Motto: jedes Jahr eine neue Herausforderung), mit Fokus auf Ertrag. Was mich jedoch stört, dass trotz männlicher und weiblicher Blüten eine weitere Befruchtersorte hinzugenommen werden sollte. Ähnlich wie bei der Vitalbeere? Leider haben wir nur wenig Platz zu Verfügung, und es kommt ausschließlich Kübelhaltung in Frage - sozusagen als Anwärter auf einen freien Platz im Minigarten. Aber Platz für zwei davon, das wird schwer ....

Die andere Frage wäre der Geschmack und die damit verbundene Sortenwahl. Gibt es da Präferenzen oder schmecken (und fruchten) alle Sorten gleich (regelmäßig) - passendes Klima vorausgesetzt? Alba, Rosea, Variegata und Silver Bells sowie Shirobana, Purple Rose (die "kleinste"), Kohin Nishiki/Brocade, Lilac Cream und eben die White Chocolate sind im Netz auffindbar, aber ohne tiefergehende Details. Und denen gegenüber stehen die wohl gerade angesagten Akebia trifoliata bzw. Akebia trifoliata 'Big Fruit'. Was können diese Sorten, und was nicht?
« Letzte Änderung: 19. März 2019, 11:01:42 von NaDeWe »
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kaliz

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Re: Akebia quinata
« Antwort #2 am: 19. März 2019, 18:52:42 »

Wenig Platz ist schlecht, die Pflanzen sind sehr starkwüchsig. Bei mir teilen sie sich das Gerüst mit Minikiwis und ich muss die Akebias sehr stark in Zaum halten damit sie mir die Minikiwis nicht komplett überwuchern.
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Selene10

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Re: Akebia quinata
« Antwort #3 am: 19. März 2019, 19:27:55 »

Kaliz, interessant was du über die Akebia und ihre Früchte berichtest.
Mir gefallen ihre zarten Blätter, die Blüten, die seltsamen Früchte und ich habe vor kurzem  zwei Pflanzen gekauft - ohne Sortenbezeichnung -, die ich nächste Woche pflanzen will.
Ich hoffe, dass sie nicht sooo stark wächst wie eine Wisteria, erhoffe mir aber schon, dass sie mir im Sommer unter der Pergola Schatten spenden wird.
Wie hoch ist dein Gerüst? Wieviel Platz beanspruchen zwei Pflanzen? Musst du sie ständig anbinden?
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lord waldemoor

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Re: Akebia quinata
« Antwort #4 am: 19. März 2019, 19:33:11 »

kaliz sehr interessant, aber hier sah die frucht anders aus, violett
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endlich märz, ich liebe den himmelschlüsserl, leberblümchen,veilchen, märzenbechermonat

kaliz

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Re: Akebia quinata
« Antwort #5 am: 19. März 2019, 19:44:32 »

Das Gerüst ist glaube ich so um die 3 Meter hoch. Es sind Halbrosenbögen die seitlich an der Gartenhütte montiert sind.
Anbinden muss ich da gar nichts. Die Akebias sind ziemliche Schlingpflanzen die sich selbst um alles herumwinden was sie so finden. Innerhalb von zwei Jahren haben sie nicht nur die volle Höhe sondern auch um die 4 Quadratmeter Fläche an der Oberseite des Gerüsts voll eingenommen. Diesen Winter habe ich sie radikal zurück geschnitten, damit die Minikiwis mehr Platz haben. Sie treiben aber schon wieder freudig aus.

Die Fruchtfarbe ist Sortenabhängig. Ich habe die Sorten Alba und White Chocolate, die cremeweiße bzw. nur zart hellviolett überhauchte Früchte ausbilden. Violette Früchte hätten mir zwar auch gut gefallen, allerdings habe ich gelesen, dass es da Sorten mit Zimt-Geruch/-Geschmack gibt und das wollte ich aufgrund einer starken Zimtallergie auf keinen Fall.
« Letzte Änderung: 19. März 2019, 19:46:21 von kaliz »
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Selene10

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Re: Akebia quinata
« Antwort #6 am: 19. März 2019, 19:52:40 »

danke für die Infos.  :)
Eine Frage hätte ich noch: wie lange hat es gedauert, bis sich die ersten Früchte gezeigt haben?
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kaliz

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Re: Akebia quinata
« Antwort #7 am: 20. März 2019, 20:18:00 »

Zwei Jahre.
Nach dem ersten Winter hätte es sicher auch schon Früchte gegeben, wenn nicht ein ungewöhnlich später Wintereinbruch im Mai die Blüten erfrieren hätte lassen.
« Letzte Änderung: 20. März 2019, 20:20:10 von kaliz »
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