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News: Seltsam, was einem so auffällt, wenn man mal so überlegt. (pearl)
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22. Januar 2019, 22:01:36
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|13|9|Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.  Antoine de Saint-Exupery

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Autor Thema: Unterlagenwahl Birne  (Gelesen 1239 mal)

Wild Obst

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #30 am: 16. Januar 2019, 19:15:56 »

Aber ich sie beschreiben, da sie unmittelbar am Boden aus dem Stamm wächst wo ich sie alle drei bis vier Jahre entferne. Die Triebe haben zwei bis drei cm lange Stacheln und bergamotteähnliche Früchte (ich hatte sie enmal etwas länger stehen lasen).

Was spricht gegen einen (Wild)Birnensämling als Unterlage? Die haben oft relativ kleine, runde, bergamotteähnliche Früchte und fiese Dornen.
« Letzte Änderung: 16. Januar 2019, 20:29:35 von Wild Obst »
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pruimenpit

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #31 am: 16. Januar 2019, 20:01:59 »

Was spricht gegen einen (Wild)Birnensämling als Unterlage? Die haben oft relativ kleine, runde, bergamotteähnliche Früchte und fiese Dornen.
Das war auch mein erster Gedanke. Gerade in den Jahren kurz nach dem Weltkrieg hatte niemand Geld für Unterlagen übrig. Von meinem Vater und meinem Opa weiß ich, dass gerade Personen, die selber veredelten, Wildlinge aus der Wiese oder vom Waldrand oder auch Wurzelschösslinge als Unterlage nahmen.

Die Vermehrung von Pyrodwarf war glaube ich der Grund, warum die teurer ist. Wie die genau läuft und was das Problem ist, ich hoffe jemand kann was dazu schreiben.
Pyrodwarf wird (wie Gisela bei der Kirsche oder Wavit bei der Pflaume) durch Meristemvermehrung = Gewebekultur =
In-vitro-Vermehrung produziert. Deswegen und wegen des Sortenschutzes kosten diese Unterlagen deutlich mehr.

Hier eine ( von mir nicht so ganz ernst gemeinte Anleitung  ;D) zum selber machen:   > Meristemvermehrung
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pruimenpit

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #32 am: 19. Januar 2019, 15:01:12 »

@ sven92

Die Beschreibung der 'Marguerite Marillat' in Müller/Bissmann, Deutschlands Obstsorten, freundlicherweise von apfelmann ins Netz gestellt, hast Du sicher gelesen.
Um auf Quitte mit Zwischenveredlung schöne Früchte zu ernten, braucht man neben guten klimatische Bedingungen, guten Bodenverhältnissen, Bewässerung, virusfreiem Ausgangsmaterial noch etwas Fortune.
Wenn es hauptsächlich um den Sortenerhalt geht, dann ist Kirchensaller Sämling sicher die bessere Wahl.
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b-hoernchen

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #33 am: 19. Januar 2019, 19:16:31 »

... sofern man nicht gegen Schädlinge wie Birnenpockenmilbe spritzen muss oder gegen Krankheiten wie den Birnengitterrost.
In den letzten Jahren befällt hier die Birnenpockenmilbe manche Sorten so schlimm, dass man um ihr Überleben fürchten muss.
Deshalb sollen meine Bäume tunlichst auf <4m begrenzt bleiben!

Und gegen die Schwarzfleckenkrankeit habe ich noch nichts...  die hat bei mir aber hauptsächlich Bäume auf schwacher Unterlage befallen..., wobei, wenn ich an zwei große Bäume bei einem Bauern in der Nähe denke - die standen sicher auf Birnensämling.
« Letzte Änderung: 19. Januar 2019, 19:50:58 von b-hoernchen »
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thuja thujon

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #34 am: 19. Januar 2019, 20:42:01 »

Wenn ich mir zu schade bin, um mal Schwefel zum Austrieb gegen Milben oder Schorf zu spritzen, dann brauche ich auch keine Sorten erhalten.
Allerwelts-historische-seltene-Sorten, bitte auf Wiese in Massenabfertigung, nicht bei mir im Garten.
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b-hoernchen

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #35 am: 19. Januar 2019, 20:53:05 »

Es geht hier nicht um's "Sich-zu-schade-sein", sondern, ob's überhaupt möglich ist. Könnte halt ein Problem werden den > 10m hohen Baum auf Sämling zu behandeln... .
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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #36 am: 19. Januar 2019, 21:37:14 »

Die 6 bar `Hochdruckspritze´ bedient das Teleskoprohr was 2m bringt plus Leiter sind 4m plus Sprühnebel sind 6m bzw eher 7m. 
Ansonsten, die Motorspritzen sind nicht aus Langeweile erfunden worden. Spritzbrühe plus Gebläse, die Mittel ändern sich, die Sorten und die Beweggründe nicht unbedingt. Wenn die Motorspritzen sterben, tuns irgendwann auch die nicht angepassten Sorten.

Ich sehe das prinzipiell wie du, ich komme gerne an jede Frucht mit der Hand dran. `Tafelobst´ im weitesten Sinne ist doch was anderes als Mostobst vom Boden aufheben.
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b-hoernchen

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #37 am: 19. Januar 2019, 21:54:49 »

Die 6 bar `Hochdruckspritze´ bedient das Teleskoprohr was 2m bringt plus Leiter sind 4m plus Sprühnebel sind 6m bzw eher 7m. 
Vergiss bitte nicht die 50€ für Spritzmittel pro Jahr und Baum zu erwähnen, die so ein großer Baum verschlingt (Arbeitszeit unberechnet). Hobbygärtner müssen horrende Preise zahlen für Pflanzenschutzmittel in Kleinstpackungen - dank moderner Gesetzgebung. Außerdem kann das Anlehnen der Leiter an einen Birnbaum leicht mal gefährlich werden - ich bevorzuge die Staffelei.

Aber, um näher beim Thema zu bleiben: Williams auf Pyrodwarf ist eine prima Sache, gesund, mit mehrfachem Rückschnitt mittlerweile irgendwo auf 3,5 - 4m gut 3m, vielleicht sogar auf <4m zu halten. Auf Quitte sind mir schon drei Bäume Williams verreckt - ähm, eine Quittenunterlage war Apfel, da hab' ich dem Leiden ein Ende bereitet. Aber Williams ist auch so eine fruchtbare Edit: furchtbare Standardsorte... .
« Letzte Änderung: 20. Januar 2019, 21:33:17 von b-hoernchen »
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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #38 am: 19. Januar 2019, 22:28:20 »

furchtbar fruchtbar, ja.

Die 50€, manchmal hat es sich bewährt nach 3 Jahren nichts machen doch mal Schwefel zu gönnen, bevors an die Existenz geht, sind dann, wenn man Verwendung für den Rest der Packung hat, keine 10€. Sollte man es regelmäßger gebrauchen müssen, den Sachkundenachweis gibts auch für Hobbygärtner mit den üblichen Auflagen, dann kosten 25kg Schwefel so viel wie 3 Päckchen Hobbymittel.

Für meine Willimas auf Sämling, rund 4m hoch, nutze ich nichtmal die Stehleiter, passt nicht richtig hin dort mit dem Steingarten darunter. Die Schneidgiraffe muss es richten. Alexander Lucas, auf Quitte, auch gut 4m hoch, da muss ich mit der Leiter dran, weil der Schnitt bei dieser Spindel etwas zärtlicher passieren muss.
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cydorian

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #39 am: 19. Januar 2019, 23:19:23 »

Lassen wir die Spritzmittel im Pflanzenschutz-Forum und bleiben wir bei den Grund... ähm... Unterlagen :-)

Zu Pyrodwarf nur noch eine Anmerkung: Es ist halt auch eine Birne und damit Vorsicht bei geringer Bodentiefe. Das mag sie nicht. Birnen wollen alle tiefer runter. Da musste ich auch Lehrgeld bezahlen. Etwas schade, Josefine von Mechelen hätte ich gerne drauf gehabt, weil die bei Quitten auch zickt. Früher war das Mittel der Wahl dagegen nicolieren mit 1mm Gellert. Auch bei Williams, die ebenfalls etwas gegen Quitte direkt hat.
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b-hoernchen

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Re: Unterlagenwahl Birne
« Antwort #40 am: 20. Januar 2019, 21:30:57 »

Ich denke, dass die zukünftige Pflege schon ein Faktor bei Unterlagenwahl sein darf... .

Das mit der Zwischenveredelung habe ich auch in Verdacht, beim frühen Abscheiden meiner Williams eine Rolle zu spielen - mein Verdacht geht in Richtung fehlende Zwischenveredelung.

Das ist vielleicht eine wichtigsten Sachen beim Birnensortenerhalt - schauen, dass man auch das bekommt, was man bestellt und dass die Bäume den Regeln der Kunst entsprechend hergestellt sind; also Zwischenveredelung, wo sie angebracht ist und kein Apfel als Unterlage!
Gewisse Gartenshöpper und Gartencenter sind eindeutig nicht die Baumschulen meines Vertrauens... .
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