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15. Juli 2020, 06:02:07
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Autor Thema: Granatapfelbaum im Freiland  (Gelesen 71332 mal)

echo

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #720 am: 12. Juli 2020, 23:06:05 »

Hier ist übrigens das Foto von der Parfianka die ich vor paar Tagen bei örtlichem Dehner gekauft habe. Habe hier auch einen Bericht über die Sorte gelesen, sieht tatsächlich vielversprechend aus.

http://www.lehrgarten-ogv-leutenbach.de/html/parfianka.html
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Roeschen1

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #721 am: 12. Juli 2020, 23:18:11 »

Eine sehr schöne Pflanze und danke für den Lehrgartenlink.
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Grün ist die Hoffnung

netrag

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #722 am: 12. Juli 2020, 23:34:45 »

Hatte auch 3 Stück angezogen.Haben alle die Winter nicht überstanden. >:(
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Herzl.Gruß aus der Schorfheide
netrag

Starking007

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #723 am: 13. Juli 2020, 07:00:22 »

Wikipedia:
Einige Sorten des Granatapfels gedeihen in wintermilden Regionen Mitteleuropas.
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Gruß Arthur

Roeschen1

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #724 am: 13. Juli 2020, 11:07:58 »

In Brandenburg würde ich Granatäpfel ausschließlich als Kübelpflanze kultivieren, ebenso Feigen. Sanssouci (bei den Feigen) zeigt, wie es funktionieren kann.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 14:26:16 von Roeschen1 »
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Grün ist die Hoffnung

cydorian

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #725 am: 13. Juli 2020, 11:18:46 »

Die letzten Jahre war es einfach, die Grenztiefsttemperaturen wurden in vielen Regionen nicht mehr erreicht. Ausprobieren kann man alles, wenn man Platz hat. Die Verkäufer freuen sich sogar sehr darüber :-)
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Fischmac

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #726 am: 13. Juli 2020, 14:11:00 »

...... Die Verkäufer freuen sich sogar sehr darüber :-)

Komische Bemerkung....Freut sich nicht jeder Verkäufer über sein Geschäft?
Zum Thema, mit "meinen Erfahrungen" :

Punica Granatum ist pflegeleichter als so manch andere exotische Obstart, jedoch brauchts dazu auch mehrere Gesichtspunkte und Behandlungen sowie Vorausetzungen:

Unter 6b wirds schwierig, auch bei den "harten Sorten aus der UDSSR und Afghanistan
Winde mag auch der Granatapfel gar nicht, schon gar nicht im Winter, dann kommen gleich 3-5 Grad minus zur Lufttemperatur dazu und kann dann tödlich wirken. (mit Vlies umwickeln oder an Stangen)
Große Temperaturunterschiede Tag-Nacht ebenso wenig, eine Abdeckung der Pflanzgrube mit Steinen hoher Dichte hilft hier, ich habe ca. 1m³ an Gestein und Beton um den Wurzelbereich, zumindest meine Theorie... aber es hilft
Düngen vor der Blüte in jungen Jahren derPflanze kann man vergessen, dann blüht er nie... gut gemeint, aber verloren.
Vollsonne ist Pflicht, jeder andere Standort sinnlos, die Blüten brauchen 5-7 Monate je nach Sorte für diese doch komplizierte Fruchtbildung mit dementsprechend Sonnen-und Wärmestunden (wurde hier bereits anhand von Tabellen erbracht)
Empfehlenswert: Sehr junge Pflanzen 2-3 Jahre im Topf halten und ab -10 Grad in einen frostfreien Bereich (auch dunkel möglich) stellen. UND NICHT VOR dem Frost bereits frostfrei stellen. Die Pflanze soll abgehärtet werden und ihre Blätter verlieren müssen!
Das Substrat im Freiland NIE ÜBERDÜNGEN. Kompost, Blumenerde und Torf brauchen die Wurzeln nicht wirklich. Oftmals der größte Fehler. Ein Kies-Sand Steingemisch mit Aushuberde ist vielmals besser als diese Verwöhnerde, wo leider oftmals auch zuviel Salzgehalt zu finden ist.

Zu den Sorten: Italienische und spanische Sorten haben höheres Risiko und sich bei mir nicht so gut entwickelt. Ausser Wonder und Early Wonder. Ich empfehle Favorite, Podgorica, Slavatski und viele andere Variantensorten aus Russland/Afghanistan. Leider nicht so einfach zu bekommen, meist auch sehr teuer.
Provence würde bei mir auch durchfallen.

ABER das sind nur meine Meinungen und Erfahrungen, Euch allen ein Gutes Gelingen gewünscht.
 


« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 14:15:24 von Fischmac »
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Fischmac

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #727 am: 13. Juli 2020, 15:38:36 »

Ergänzend zur Aufzucht von Jungpflanzen meine "Taktik", sofern man ein beheizbares Gewächshaus oder Wintergarten hat.

Meine Jungpflanzen, die die ersten Fröste immer im Freiland erleben habe ich sodann entweder im dunkeln Keller als auch im beheizten Glashaus und Wintergarten ab dem Frühjahr gestellt.

Die vorher nicht erwähnte Eigenschaft ist auch, das bei Laubabwurf im Herbst ein Neuaustrieb vor Ende April bis Mitte Mai nicht oder nur kaum stattfindet. Granatum treibt grundsätzlich sehr spät aus, dementsprechend auch die Blütezeit sich verschiebt, dass sich nun für unser kurzes artengerechtes Klima auch negativ auswirkt. Ich stelle die Jünglinge ab März in den Wintergarten oder ins Glashaus und "vergewaltige" sie mit Temperaturunterschieden. 2- 3 Tage wird beheizt, auf 10-15 Grad, sodann 2-3 Tage Heizung aus, und die Temperaturen gehen teilweise wieder gegen null. Die Pflanze wird weder verwöhnt, andererseits erkennt sie die Wärme und wird gereizt. Ich habe festellen können, wenn diese Pflanzen ins Freiland gesetzt werden sie auch früher zu treiben beginnen.

Eine neue vermehrte Jungpflanze namens Favorite treibt (möglicherweise) dadurch ca. 3 Wochen früher im Freiland aus. Die Blütenbildung deckt sich bei Selbiger gar nicht mit der Literatur, weil um einige Wochen früher.

Möglicherweise hat der Granatum doch mehr Gedächtnis und Anpassungsvermögen. Darum würde ich auch keine Pflanzen aus südlicher Aufzucht kaufen.

Wie immer nur meine Meinung. Möglicherweise hilfts den Einen oder Anderen.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 15:42:42 von Fischmac »
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echo

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #728 am: 13. Juli 2020, 16:47:09 »

Apropos
Das Substrat im Freiland NIE ÜBERDÜNGEN. Kompost, Blumenerde und Torf brauchen die Wurzeln nicht wirklich. Oftmals der größte Fehler. Ein Kies-Sand Steingemisch mit Aushuberde ist vielmals besser als diese Verwöhnerde, wo leider oftmals auch zuviel Salzgehalt zu finden ist.
Apropos Aushuberde bzw. Erde insgesamt. Wie sind eure Erfahrungen mit dem lehmigen Boden bei Granatapfel? Die Stelle wo der Granatapfel alles Voraussicht nach reinkommt ist Südseite an einer Hauswand, die Erde dort ist allerdings purer Lehm. Ist dieser Boden selbst nach dem der Aushub mit Sand, gebrochenem Bims und sehr feinem Kies gemischt wird überhaupt verwendbar?
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Roeschen1

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #729 am: 13. Juli 2020, 16:56:38 »

Wenn du den Lehm kleinkriegst.
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echo

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #730 am: 13. Juli 2020, 17:19:42 »

Das wäre eigentlich kein Problem, ich glaube jedoch, dass der sich mit der Zeit wieder verklumpt. Mein Boden dort wird auch, egal mit wieviel Sand oder Granulat vermischt bei Trockenheit zu einem harten Stein. Meiner Weinrebe dort macht es überhaupt nichts aus. Bin mir aber unsicher, von daher die Frage, ob es bei Granatapfel sich so ähnlich verhält.
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Roeschen1

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #731 am: 13. Juli 2020, 17:37:49 »

Wein ist da ganz anders.
Granatäpfel, Feigen möchten einen einen gut dränierten Boden, am Besten kiesig, sandig.
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mikie

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #732 am: 13. Juli 2020, 21:39:58 »

@echo: einfach mal Testen....
meine stehen auch in Lehmboden, sieht aus als klappt es dieses Jahr mit den ersten Früchten....
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philippus

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #733 am: 13. Juli 2020, 22:44:05 »

Es stimmt, dass man in einem gut drainierten Boden das eine oder andere Grad an Frosthärte dazu gewinnen mag, ohne Zweifel ein gewisser Vorteil... aber grundsätzlich kommt Punica granatum mit schweren und sogar richtig feuchten Böden verhältnismäßig gut zurecht. Das stelle ich nicht nur bei mir seit über 10 Jahren fest, das bestätigen auch manche Quellen (u A Richard Ashton).

Das trifft auch in geringerem Maße auf Feigen zu... das Wurzelsystem wächst nur etwas langsamer und die Etablierung dauert etwas länger. Negronne steht hier seit 14 Jahren im schweren Lehmboden und wenn, gab es lediglich oberflächliche Schäden nach strengen Frostperioden, sowohl qualitativ als auch quantitativ sehr gute Ernten waren bisher die Regel.
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philippus

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Re: Granatapfelbaum im Freiland
« Antwort #734 am: 13. Juli 2020, 23:27:27 »

Dafür dass Provence vs. den ganz harten Selektionen aus der Kollektion G. Levins mit unserem Klima weniger klar kommt gibt es mW keinen Hinweis. Bauds Beobachtungen platzieren die Sorte unter die härtesten. Mein seit 10 Jahren ausgepflanztes Exemplar scheint genau so viel zu vertragen wie der als sehr hart geltende Kazake (seit 2015 gepflanzt). Sie verträgt also die Wiener Winter, wenn man ihr etwas hilft (Standort etc.).

Der Schwachpunkt ist viel mehr die Qualität der Früchte, bes. wenn man  die Arillen essen und keinen Saft machen möchte. Harte Samen haben aber auch die meisten der erwähnten  zentralasiatischen Sorten, zwar meistens nicht so groß und von mehr Fruchtfleisch umgeben, aber doch.

Daher sind Sorten mit weichen Samen wie zB Parfianka, Sumbar, Sumbarski, Agat und eventuell Kabylie (aus der Kabylei im algerischen Atlasgebirge die -17 ohne Schäden überstanden und danach normal gefruchtet haben soll) aus meiner Sicht besonders interessant.
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