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News: Wo ein Wille ist, ist auch die Katastrophe. (Frl. Helga)
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13. August 2022, 21:26:12
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Autor Thema: Apfelbaum-Empfehlung für den Hausgarten  (Gelesen 323 mal)

Humulus_Lupulus

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Apfelbaum-Empfehlung für den Hausgarten
« am: 12. August 2022, 11:59:24 »

Hallo liebes Forum, Gönner und Kenner des Apfels ;-)

zuerst einmal möchte ich mich vorstellen, mein Name ist Jo und komme aus dem schönen Südhessen.
Meine Familie und ich wohnen seit ein paar Jahren in einem Haus mit Garten in dem wir 3 Apfelbäume pflanzen wollen. Und genau hier bin ich etwas überfragt und brauche eure Hilfe, obwohl ich schon unzählige Forenbeiträge hier durchforstet habe und
Letztes Jahr einige Apfelsorten auf dem hiesigen Bauernmarkt probiert und haben. Einen kleinen Eindruck könnten wir schon gewinnen wie ein Apfel auch schmecken kann...

Nun zu unseren Begebenheiten:
  • Lehmiger, schwerer Boden
  • wenig Niederschlag im Sommer, dadurch ist der Boden z.T. sehr hart.
  • Zwei vollsonnigen Plätze und einen Platz der bis zur späten Mittagszeit vollsonnig und danach durch eine große Kirsche von Nachbarn schattig ist
  • leicht windige bis windige Lage im Herbst

Wir hätten gerne einen Buschbaum und zwei Halbstämme (Zur Not auch zwei kleine Hochstämme, die nicht allzu groß werden). Wichtig ist uns ist bei allen Apfelsorten eine gute Lagerfähigkeit im normalen Keller (ca.18°C) und eine möglichst gute Resistenz gegen die diverse Krankheiten. Wenn die Äpfel, durch die Nähe zum Odenwald, auch windfest hängen wäre das prima

Einen Apfel-Halbstamm würden wir gerne zum Backen, Kochen, für Mus, etc. nutzen, der aber auch als Tafelobst tauglich sein kann (kein Muss) und gut trägt. Idee wäre ein roter Boskoop (Warum? Man kennt ihn halt, und von den Eigenschaften überzeugt er meine Frau, aber vielleicht gibt es noch bessere Alternativen)

Einen zweiter Apfel-Halbstamm als Tafelobst  - auch für die Kinder.
  - Sehr gute Lagerfähigkeit im Keller
  - saftig, aber nicht zu hart, nicht mehlig(!)
  - süß(-sauer), mit Tendenz hin zur Süße (der Kinder wegen)
Wir fanden hier die neuere Sorte Wellant/Fresco sehr toll. Hat uns in allen Punkten überzeugt, jedoch wächst der Baum wohl sehr verkahelnd und sieht dann nicht wirklich dolle aus :-(
Vielleicht auch ein Topaz, der wurde uns von der Baumschule empfohlen. Ich kenne ihn jedoch nicht. Laut euch hat der mit Kragenfäule sehr zu kämpfen...

Ein Dritter Apfelbaum/Buschbaum, auch primär als Tafelobst.
Der darf geschmacklich gerne etwas "besonders" sein. Süß-sauer, ausgewogen, apfeligen Geschmack (Goldparmäne kann uns schnell zu nussig sein). Hier sind wir gerne offen für eure Empfehlungen :-)
Positives habe ich schon über den Cox, Link entfernt!1our gelesen, kenne sie aber nicht.

Wenn sich die drei Bäume auch noch als Bestäuber dienen könnten wäre das natürlich super.

Kennt ihr Apfelsorten die man empfehlen kann?

Vielen Dank schon einmal im voraus für eure Hilfe.

Der etwas ahnungslose und überfragte Jo ???
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« Letzte Änderung: Heute um 14:14:59 von Humulus_Lupulus »
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JörgHSK

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Re: Apfelbäume-Empfehlung oder: Die Qual der Wahl
« Antwort #1 am: 12. August 2022, 13:44:09 »

Hallo Jo,

in der heutigen Zeit mit der Klimaerwärmung die richtige Apfelsorte zu finden ist schwierig. Von Cox Orange kann ich dir nur abraten, der schmeckt zwar gut hat aber diverse Probleme wie Schorf, Mehltau, Obstbaumkrebs und Blutläuse. Wenn es eine Sorte mit Coxaroma sein soll dann der ziemlich gesunde Abkömmling von Cox der Holsteiner Cox.

Ebenfalls schmackhaft und einigermaßen robust Zabergäurenette und Kanadarenette, ist jetzt farblich nicht so ansprechend aber sehr gut vom Geschmack.
Brettacher wäre auch ein Versuch, hält sich lange und schmeckt eigentlich ganz gut.
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555Nase

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Re: Apfelbäume-Empfehlung oder: Die Qual der Wahl
« Antwort #2 am: Heute um 03:38:50 »

Die Qual der Wahl kann dir keiner nehmen, sie wird eher noch größer, wenn dir jeder von 100 Leuten eine andere von 30000 Apfelsorten empfiehlt.
Von denen habe ich schon über 20 Sorten und die Beschreibungen sind sehr zutreffend, such dir für dich passendes aus. >>> https://www.zahradnictvi-spomysl.cz/jablone/
Kulturpflanzen (Apfelbäume) kannst du nicht einfach in die Erde stecken und der Natur überlassen. Bodenverbesserung, Düngung, Pflege, Schnitt, Schädlingsbekämpfung, Wässerung sind nötig.
« Letzte Änderung: Heute um 03:45:33 von 555Nase »
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

Starking007

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Re: Apfelbäume-Empfehlung oder: Die Qual der Wahl
« Antwort #3 am: Heute um 03:52:15 »

Mein Rat:

Pflanze nur einen Baum, mehr Platz hast du nicht und mit Zwergerln wirst du nicht glücklich.
Um den Einen kümmerst du dich ordentlich.

Nimm nen Topaz Hochstamm, riesig wird der nicht.
Kragenfäule ist kein Thema mehr, seit zwischenveredelt wird (nachfragen).

Schnipple nicht rum sondern erziehe und lenke.

Der Baum verzweigt harmonisch, problemfrei, wächst schön mittenbetont.
Frisch vom Baum wer spritzig liebt, bis ins Frühjahr wer Naturlager hat.
Tafelapfel und Backobst zugleich.
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Gruß Arthur

sandor

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Re: Apfelbäume-Empfehlung oder: Die Qual der Wahl
« Antwort #4 am: Heute um 07:31:49 »

Apfel ‘Freiherr von Hallberg.
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Humulus_Lupulus

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Re: Apfelbäume-Empfehlung oder: Die Qual der Wahl
« Antwort #5 am: Heute um 08:31:09 »

Zitat von: Starking007 link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3913341#msg3913341 date=1660355535]
Mein Rat:

Pflanze nur einen Baum, mehr Platz hast du nicht und mit Zwergerln wirst du nicht glücklich.
Um den Einen kümmerst du dich ordentlich.


Vielleicht habe ich es etwas missverständlich geschrieben, wir hätten knappe 500qm Platz. Da müssten schon zwei Halbstämme reinpassen.
Das "Zwergerl" wurden wir gerne, sortengerecht in ein Beet integrieren.
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Blush

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Re: Apfelbäume-Empfehlung oder: Die Qual der Wahl
« Antwort #6 am: Heute um 08:38:04 »

Gilt der Rat noch, regionaltypische Sorten aufgrund der Anpassung an Boden und Klima zu wählen, oder ist das hinfällig?
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Herr Döpfel

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Re: Apfelbaum-Empfehlung für den Hausgarten
« Antwort #7 am: Heute um 20:38:21 »

Topaz ist schwierig. Ein hervorragender Lagerapfel; frisch vom Baum kann ich ihn aber nicht essen, da hat er zuviel Säure und macht Magenschmerzen. In feuchteren Jahren sehr pilzanfällig, extrem Marssonina-empfindlich, oft schon im August zur Hälfte kahl. Ich habe ihn als Halbstamm. Da neigt er zu Überbehang und bricht dann ohne Ausdünnung.

Von einem "Zwergerl" würde ich inzwischen absehen. Das wird ohne Bewässerung vertrocknen.  >:( 

Meine Strategie wäre, auf einer örtlichen Obstwiese zu schauen, was in Trockenjahren wie diesem noch gesund dasteht.
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thuja thujon

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Re: Apfelbäume-Empfehlung oder: Die Qual der Wahl
« Antwort #8 am: Heute um 21:11:41 »

Gilt der Rat noch, regionaltypische Sorten aufgrund der Anpassung an Boden und Klima zu wählen, oder ist das hinfällig?
Ist seit den letzten 30 Jahren hinfällig. Die alten haben aber tatsächlich noch nach Boden und Boden unterschieden. Sowas würde denen niemals passieren, das über einen Kamm zu scheren. Evtl ist dieses (fehlende) Wissen auch der Grund, warum heute so vieles nicht mehr funktioniert.
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Hyla

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Re: Apfelbaum-Empfehlung für den Hausgarten
« Antwort #9 am: Heute um 21:18:39 »

Wenn ein Roter Boskoop, dann auf der stärkeren Unterlage. Der wächst kräftig und macht auf schwachen Unterlagen keinen Spaß. Wird kopflastig und trägt nicht besonders. Ich habe so eine Fehlentscheidung rumstehen und ärgere mich jedes Jahr darüber.

Hast du die Lebenserwartung der Bäume je nach Unterlage mitbedacht?
Starke Unterlagen tragen später und werden größer, aber sie leben auch viel länger und brauchen später wahrscheinlich weniger Wasser.
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Liebe Grüße!

Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im Stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.  Johan August Strindberg
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