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News: Nichts ist so ansteckend wie schlechte Laune. (Henri Stendhal)
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Autor Thema: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte  (Gelesen 1036203 mal)

Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #390 am: 20. August 2011, 23:38:43 »

@Mediterraneus

Welche Sorten haben bei dir oberirdisch überlebt und tragen Blütenfeigen, dass heißt Früchte am bereits überwinterten Holz?

VG
Giaco
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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #391 am: 20. August 2011, 23:46:37 »

Blütenfeigen hatte keine.

Viele sind bis zum Boden gefroren. Bei denen wo das Holz überlebte hat ein starker Nachtfrost Anfang Mai (-2 Grad) alles frische Grün der Feigen zerstört. Die Feigen mussten ein zweites Mal austreiben. Das hat wohl die Blütenfeigen erwischt.

Blütenfeigen dürfte es hier eh sehr selten geben, da die angeblich ab -10 im Winter zerstört werden.

Meine Negronne kannste im anderen Thread über Negronne sehen. Sie hat die weitesten Herbstfeigen.
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paulche

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #392 am: 20. August 2011, 23:50:45 »

Dieses Jahr habe ich schon tausende Samen von mehreren Kilo Feigen aus Italien direkt nach draußen gesäht. Sie werden einer extremen Selektion unterzogen. Es ist sehr spät in diesem Jahr. Sie müssen schnell keimen und schnell wachsen, um noch ein ausreichendes Wurzelwerk für den Winter zu entwickeln. Sie müssen extrem frosthart sein, um als so junge Pflanzen draußen zu überleben. Wenn sie Früchte entwickeln, kann ich weitere Auslesen vornehmen.
Im Prinzip wäre es nicht schlecht Zwitterpflanzen zu haben, wie die Wildfeigen, die dann essbare Früchte tragen aber parthenocarp sind. Die könnte man dann für künstliche Befruchtung und Weiterzucht verwenden.
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) 7b

Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #393 am: 20. August 2011, 23:57:17 »

Guter Ansatz ;D
Nur so können neue Sorten entstehen. Ich befürchte nur, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz überhaupt jungfernfrüchtig ist.

Du hast meine geistige Unterstützung ;D 8)
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #394 am: 21. August 2011, 00:01:39 »

@Mediterraneus

Ich habe mit Blütenfeigen ganz andere Erfahrungen gemacht. Meine "Nexö" hat nach den letzten Wintern mit Tiefstemperaturen (2010-2011 von -19,2 und 2009-2010 -20,2) Blütenfeigen in großer Anzahl zur Reife gebracht. Selbst "Dalmatie" hat nach beiden Wintern einige wenige Blütenfeigen zur Reife gebracht. Meine anderen Sorten sind noch nicht alt genug, um Blütenfeigen zur Reife zu bringen. Ich halte den Grenzwert von - 10 °C für das Überleben der Anlagen für Blütenfeigen nicht für allgemein gültig.

VG
Giaco
« Letzte Änderung: 23. August 2011, 19:54:31 von Giaco85 »
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #395 am: 21. August 2011, 00:07:21 »

Waren diese -20 auch direkt bei der Feige, oder sitzt die geschützt vor einer Hausmauer? Dort ist es meist viel milder als wenige Meter vom Haus weg.

Dalmatie sitzt bei mir direkt neben Negronne. Sie ist erst sehr spät ausgetrieben und hat nun erbsengroße Feigenansätze :-\

Meine Minimaltemperatur war -19,2 in 2009, da sind alle Feigen, auch eine alte bei meiner Oma bis zum Boden runtergefroren.
Im letzten Winter war Tmin -14, das aber Anfang Dezember ziemlich plötzlich nach einer langen milden Phase. Dieser plötzliche Frost hat schon gereicht.
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #396 am: 21. August 2011, 00:29:28 »

@Mediterraneus

Die -20,2 °C waren an der offiziellen Wetterstation in Warnemünde. Mein Garten liegt im Hinterland, wo es üblicherweise im Winter gut 1 - 3 °C kälter ist. Die Nexö steht in 3 Exemplaren an Wänden die nach Osten, Süden und Westen zeigen. Strahlungswärme durch die Wände kommt kaum in Frage, die sind todgedämmt bzw. die Gedäude zu denen sie gehören sind unbeheizt. Die Nexö ist je nach Planze zwischen 12 und 18 Jahren alt. Die Dalmatie ist jetzt im 6. Jahr an ihrem Standort.

Die Triebe meiner jungen Pflanzen werden in den ersten Jahren geschützt.

Noch zu den Bornholmfeigen: Auf Bornholm gibt es auch diese Killertage im Winter. Diese Selektionsereignisse führen durchaus zu einer durchschnittlich etwas höheren Frosttoleranz, da die Selektion über (wahrscheinlich) schon mehrer Jahrhunderte aus ein- und demselben Grundbeständen erfolgt.
Aus eigenem Augenschein gehe ich von mindestens 2 Grundsorten auf Bornholm aus.

VG
Giaco
« Letzte Änderung: 21. August 2011, 00:34:43 von Giaco85 »
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #397 am: 21. August 2011, 00:46:05 »

Bist du sicher, dass es sich bei den -26 Grad nicht um einen Meßfehler handelt?
Bornholm hat laut meiner Winterhärtezonenkarte die gleiche Zone wie etwa Bozen oder die westlichen Niederlande, d.h. durchschnittlich kälteste Wintertemperatur ist bis -12 Grad. Rundum ist die wärmende Ostsee.

Inwiefern sich eine Sorte an ein Klima anpassen kann, kann ich nicht beantworten. Sie vermehrt sich ja nicht generativ, also bleibt das Erbgut ja das gleiche.

Eine Wand im Hintergrund macht schon viel aus. Auch wenn das Gebäude nicht beheizt ist, gibt das ordentlich Schutz vor Witterung/Wind und Strahlungsfrost
« Letzte Änderung: 21. August 2011, 00:48:17 von Mediterraneus »
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #398 am: 21. August 2011, 00:56:42 »

@Mediterraneus

Eigentlich liegt mein Garten auch in Rostock= Winterhärtezone 7b = [- 14,9] - [- 12,3]
Ich kann natürlich nicht die Genauigkeit dieser Bornholmer Messtation beurteilen.
"Die wärmende Ostsee im Februar 2010" - sie wärmt leider nicht nur!


VG
Giaco

« Letzte Änderung: 21. August 2011, 01:07:41 von Giaco85 »
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #399 am: 21. August 2011, 01:14:28 »

Das Kleinklima ist wohl am wichtigsten. Bei -26 Grad wären in Bornholm alle Feigen bis zum Boden zurückgefroren, so große Minustemperaturen hält keine Feige aus.
Ab -15 (an der Pflanze gemessen) frieren bei mir alle Feigen zurück.

Die Temperaturen an Wetterstationen geben ja auch nicht die Temperatur überall in diesem Gebiet an. Wenige km weiter oder innerhalb von Ortschaften kann es schon wieder einige Grad wärmer sein.
Ich arbeite in Aschaffenburg im östlichen Rhein-Main-Gebiet. Dort war es in 2009 an der Wetterstation bis -20 Grad kalt, während es in den nördlichen Stadtteilen nur -12 waren. Deshalb bewerte ich solche Wetterstationswerte eher nicht so maßgeblich ;)

Interessante Seite übrigens aus Kanada, die du da verlinkt hast.

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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #400 am: 21. August 2011, 01:18:39 »

Ich werde im September auf Bornholm sein und werde berichten über tiefe Temperaturen und den aktuellen Bestand an Feigen dort.
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #401 am: 21. August 2011, 01:36:08 »

Oh wie schön ;D

Hab auch eine Wetterstation auf Bornholm gefunden:

Tiefste Temp seit bestehen der Station (?) -9,4 Grad am 23.01.10

Tiefste Temp in 2011: -7,7 am 22.01.11

Daten von da:

http://www.bornholm.net/wetter.phtml

(auf "Ekstremer" klicken und dann Zeitraum wählen)
« Letzte Änderung: 21. August 2011, 01:37:57 von Mediterraneus »
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #402 am: 22. August 2011, 20:13:44 »

Machmal hilft drohen doch...

Nachdem ich überlegt habe, meine Feige nächstes Jahr bodeneben zu kappen, wenn sie wieder keine Blütenfeigen ausbidet und behält, hat sie sich entschlossen, dieses Jahr zum ersten Mal nach fünf Jahren vier Feigen der 2. Generation auszubilden. Also doch kein San-Pedro-Typ, sondern parthenocarp. Also bekommt der Strauch wieder eine Schonfrist.

Die Früchte sind jetzt walnussgroß. Gibt es eine Chance, dass sie bei einem entsprechenden Herbst noch ausreifen?
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ManuimGarten

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #403 am: 22. August 2011, 20:26:20 »


Ab -15 (an der Pflanze gemessen) frieren bei mir alle Feigen zurück.

Das war bei unserer Feige hier auch so. Im Winter 2009/2010 gab es in einer Nacht -15°, da froren die Zweige um max. 10cm zurück. In diesem Winter erreichten wir mehrere male die -15°, da war das gesamte Bäumchen oberirdisch tot. Im Frühjahr kamen dann mehrere Bodentriebe und nun sind auch Feigen dran.
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #404 am: 22. August 2011, 23:30:10 »

Ja. -15 so in etwa scheint die magische Grenze zu sein.

Jetzt will ich halt Sorten finden, die ein paar Grad mehr aushalten können. Sehr viel tiefer wird die Toleranz der unterschiedlichen Sorten nicht liegen. Brown Turkey soll angeblich bis -18 aushalten, Dalmatie und Ronde de Bordeaux geringfügig weniger. Diese Angaben macht Pierre Baud in seinem Feigenbuch (das ich leider nur in Phragmenten deuten kann, die französische Sprache ;D )
Ich denke auch, dass eine einzige kalte Nacht mit einer Ausreißertemperatur von kurzfristig -20 am alten, dickeren Holz (das friert nicht so schnell ein) noch ausgehalten wird.

Und ganz wichtig, diese Temperatur muss eben direkt am Feigenbaum herrschen, wenn da ein Vlies drumgewickelt ist, dann halt -15 unter dem Vlies.
Damit kann man schon viel retten ;)
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